Herzogtum Sarmay: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 6: | Zeile 6: | ||
Nachdem das Königreich mit dem [[Vertrag von Tantallas]] von 915 bereits seine Unabhängigkeit verloren hatte, ging das Reich mit dem [[Vertrag von Vesaey]] 923 endgültig im neuen [[Königreich Sagradien]] auf. Die Versuche [[Arengar von Vierna|Arengars von Vierna]], eines unehelichen Sohns Armonts II., im Krieg gegen [[Philipp I.|Philipp den Großen]] die Unabhängigkeit Sarmays von den skantischen Rodrigiden-Königen zu erreichen, scheiterten und endeten mit seiner Hinrichtung. | Nachdem das Königreich mit dem [[Vertrag von Tantallas]] von 915 bereits seine Unabhängigkeit verloren hatte, ging das Reich mit dem [[Vertrag von Vesaey]] 923 endgültig im neuen [[Königreich Sagradien]] auf. Die Versuche [[Arengar von Vierna|Arengars von Vierna]], eines unehelichen Sohns Armonts II., im Krieg gegen [[Philipp I.|Philipp den Großen]] die Unabhängigkeit Sarmays von den skantischen Rodrigiden-Königen zu erreichen, scheiterten und endeten mit seiner Hinrichtung. | ||
| + | |||
| + | [[Kategorie: Historisches Königreich]] | ||
Version vom 13:06, 26. Mai 2011
Das Königreich Sarmay (sagr. Rêino de Sarmay) war ein frühmittelalterliches Reich im heutigen Sagradien, das aus dem Herrschaftsgebiet des skantischen Königs Ferrigo hervorging, das 812 n. Chr. durch den Vertrag von Torell entstanden war. Nach dem Tod Ferrigos im Jahr 817 nahm der Provinzfürst Dián I. von Sarmay 818 selbst den Titel eines Königs an und begründete damit das bis 915 bestehende Königreich der Dianniden in Mittelsagradien.
Dián I. von Sarmay war ein Lehnsmann des skantischen Königs Roderich dem Großen, der sich im Kampf gegen die muslimischen Numerer im Süden Sagradiens auszeichnete und dafür mit umfangreichen Ländereien zwischen Pin, Liéno und Sieza belohnt wurde. Nach dem Tod Roderichs konnte sich dieser weitgehend selbständig machen und nahm nach dem Tod Ferrigos von Skanten, dessen mit Abstand einflussreichster Lehnsmann er war, selbst den Königstitel an, womit er den Anspruch erhob, das Reich Ferrigos im Süden des Skantenreichs weiterzuführen. Es folgten Kriege gegen den skantischen König Selle den Klugen, in dem Dián I. und sein Sohn und Nachfolger Dián II. von Sarmay das eigene Reich als unabhängigen Pufferstaat zwischen Skanten und Numerern etablieren und weite Gebiete in der Sagonte, im Croel sowie an am unteren Vezalauf erobern.
Einen machtpolitischen Höhepunkt erreichte Sarmay unter König Dián III. Nach dessen Tod 878 folgten Thronstreitigkeiten zwischen seinen Söhnen Docién und Armondo, die schließlich zu einer Reichsteilung führten und die Dianniden nachhaltig schwächten. Nach dem Tod Dociéns, der das Westreich regiert und Perín erobert hatte, versuchte dessen Lehnsmann Baregar von Perin sich unabhängig zu machen, was schließlich scheiterte. Armondo II. von Sarmay herrschte seit 907 wieder über das gesamte Königreich, musste sich 915 aber dem skantischen König Martin dem Eroberer beugen, der schließlich nach dem Tod Armondos II. selbst den Titel eines Königs von Sarmay annahm und sich als erster König von Sagradien bezeichnete.
Nachdem das Königreich mit dem Vertrag von Tantallas von 915 bereits seine Unabhängigkeit verloren hatte, ging das Reich mit dem Vertrag von Vesaey 923 endgültig im neuen Königreich Sagradien auf. Die Versuche Arengars von Vierna, eines unehelichen Sohns Armonts II., im Krieg gegen Philipp den Großen die Unabhängigkeit Sarmays von den skantischen Rodrigiden-Königen zu erreichen, scheiterten und endeten mit seiner Hinrichtung.