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Version vom 14:00, 5. Apr 2019
| Luca Morientes | ||
| Spielerinformationen | ||
| Voller Name | Luca Francisco Brêu Morientes | |
| Geburtstag | 20.01.1959 | |
| Geburtsort | Siedéa, Sur-Pinial | |
| Position | Angriff | |
| Vereine in der Jugend | ||
| –1975 | SC Siedéa | |
| 1975–1977 | AC Scola Fútbol | |
| Vereine als Aktiver | ||
| 1977–1978 | AC Scola Fútbol | |
| 1978–1982 | Sportivo Vesaey | |
| 1982-12/90 | Tulisium Football Club | |
| 1993-1994 | FC La Cordí | |
| 1994–1996 | AC Sollar | |
| Nationalmannschaft | ||
| 1981–1988 | Sagradien | 49 |
| Vereine als Trainer | ||
| 1999–2000 | Tulisium Football Club C | |
Luca Francisco Brêu Morientes (*1959 in Siedéa, Sur-Pinial) ist ein ehemaliger sagradischer Fußballspieler und heutiger Fußballfunktionär. Der frühere Weltklassestürmer von Sportivo Vesaey und Tulisium wurde in seiner Karriere insgesamt viermal Torschützenkönig der Premera Liga (1983, 1985, 1986), zweimal Sagradiens Fußballer des Jahres (1985, 1986), insgesamt fünfmal sagradischer Fußballmeister und gewann den UEFA-Pokal des Jahres 1987. Mit insgesamt 175 erzielten Ligatoren gehört er zu den zehn besten Torschützen aller Zeiten in der Premera Liga.
Nach seiner aktiven Spielerkarriere arbeitete Morientes zunächst als Jugendtrainer und wechselte dann ins Management. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Sportdirektor bei Sportivo Vesaey kehrte Morientes im Januar 2008 als Fußballdirektor zu Tulisium zurück. Seit einer Umstrukturierung im Dezember 2016 ist er als Mitglied der Geschäftsführung für den gesamten sportlichen Bereich zuständig.
Inhaltsverzeichnis
Karriere als Spieler
Im Verein
Der Siedéa gebürtige Morientes begann das Fußballspielen bei seinem Heimatklub SC Siedéa und später in der Jugend des AC Scola, ehe er mit 19 Jahren für Sportivo Vesaey in der Segona Liga debütierte. In vier Jahren in Vesaey erlebte er den Aufstieg in die Premera Liga 1980, den Gewinn der Torjägerkanone der zweiten Liga im gleichen Jahr sowie in den beiden Folgejahren die Etablierung in Liga 1 und das Vordringen in den UEFA-Cup. In dieser Zeit reifte Morientes zu einem der besten Stürmer der Liga und wechselte im Sommer 1982 zum sagradischen Rekordmeister Tulisium Football Club, wo er zu einem der besten Stürmer der Welt wurde, insgesamt fünf sagradische Meistertitel, eine Copa Sagradia und viermal infolge die Torjägerkanone als bester Torschütze der Premera Liga gewann. Krönung seiner Erfolgskarriere war die Spielzeit 1986/1987, in der Morientes mit Tulisium ins Finale des UEFA-Cups vordrang und mit dem erstmaligen Sieg in diesem Wettbewerb den Grundstein für eine neue Erfolgsära des Klubs legte. Am Ende des Jahres wurde Morientes bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres Zweiter hinter dem Niederländer Ruud Gullit vom AC Mailand.
Es folgte eine endlose Leidensgeschichte des am Knie verletzten Weltklassestürmers, der bereits einen Teil der Saison 1988/89 verpasst hatte und die gesamte Folgespielzeit ausfiel. 1990 stand Tulisium ohne den verletzten Morientes erstmals seit zehn Jahren wieder im Finale des Europapokals der Landesmeister, wo das Team aber gegen den AC Mailand unterlag. Auch in der Folgespielzeit 1990/91 scheiterten alle Comebackversuche Morientes', der schließlich im Dezember 1990, mehr als anderthalb Jahre nach seinem letzten Pflichtspiel für Tulisium, im Alter von 31 Jahren seinen Rücktritt vom Profisport bekannt gab und seinen Vertrag in Tulis auflöste.
Nach zwei Jahren kehrte Morientes noch einmal als Spieler des unterklassigen FC la Cordí auf den Fußballplatz zurück und trat bis 1996 für den sechstklassigen AC Ollar aus dem Tulineser Vorort Ollar de Barregat an, ehe er auch diese zweite Amateur-Karriere beendete.
Im Nationalteam
Im Jahr 1981 gab Luca Morientes sein Debüt für die sagradische Fußballnationalmannschaft unter Trainer Manuel Escarret und nahm anschließend mit Sagradien an der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien teil, wo die Mannschaft in der 2. Finalrunde ausschied. Nach einem anschließenden Umbruch im Team des Europameisters von 1976 und der verpassten Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 1984 in Frankreich war Morientes der absolute Star der "Selección", die Sagradien bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko vertrat. Nachdem er zwei starke erste Partien in der Vorrundengruppe gezeigt hatte, führte Morientes seine Mannschaft im dritten Gruppenspiel gegen Argentinien in Vertretung von Sergio Guerín als Kapitän aufs Feld, sah jedoch in der 34. Minute wegen groben Foulspiels die rote Karte und verpasste daher das Achtelfinale gegen Mexiko. Sagradien verlor die Partie mit 0:2 und schied aus dem Wettbewerb aus.
Trotz dieses verhängnisvollen Ausrutschers und einer folgenden Disziplinarstrafe kehrte Morientes ins Team zurück und gehörte auch bei der Fußball-Europameisterschaft 1988 zu den Leistungsträgern der "Azûr" und spielte das stärkste Turnier seiner Karriere. Mit wichtigen Toren in der Vorrunde gegen Spanien und Italien sicherte Morientes seinem Team schließlich den Einzug in die Vorschlussrunde gegen die Sowjetunion, doch musste Morientes aufgrund einer Verletzung am Knie auf einen Einsatz von Beginn an im Halfinalspiel verzichten. Ohne Morientes geriet Sagradien mit 0:2 in Rückstand, woran auch der schließlich doch noch eingewechselte Morientes nichts ändern konnte. Sagradien und Morientes mussten ihre Europameisterschaftsträume begraben. Später bezeichnete Morientes seine selbst gewollte Einwechslung als Fehler. Ob seine folgende Verletzungsgeschichte aber damit zusammenhängt ist unklar. Nach dem Turnier kehrte Morientes nochmals für zwei Spiele in den Kreis der "Azûr" zurück, ehe er durch seine langwierige Knieverletzung an einer Fortsetzung seiner Nationalmannschaftskarriere gehindert wurde. Sein letztes Länderspiel bestritt er im Herbst 1988 in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1990.
Stationen und Erfolge als Spieler
Stationen
- Bis 1975: SC Siedéa
- 1975-1978: AC Scola
- 1978-1982: Sportivo Vesaey
- 1982-12/90: Tulisium Football Club
- 1993-1994: FC La Cordí
- 1994-1996: AC Ollar
Erfolge im Verein
- Sagradischer Meister 1983, 1985, 1988, 1989, 1990
- Sagradischer Pokalsieger 1987
- UEFA-Cup-Sieger 1987
- Finalist im Europapokal der Landesmeister 1990
Erfolge im Nationalteam
- 49 A-Länderspiele für Sagradien (1981-1988)
- Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 und 1986
- Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 1988
Persönliche Ehrungen
- Torschützenkönig der Premera Liga 1983, 1984, 1985, 1986
- Torschützenkönig der Segona Liga 1980
- Sagradiens Fußballer des Jahres 1985, 1986
- Zweiter bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres 1987
- Trofeo Bravo für Europas besten Nachwuchsfußballer des Jahres 1982
Karrierestatistik
Karriere als Trainer und Manager
Jugendtrainer
Im Anschluss an seine aktive Karriere arbeitete Luca Morientes u.a. als TV-Experte und begann ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Daneben absolvierte er eine Sportlehrer-Ausbildung und kehrte schließlich im Jahr 1999 zu seinem früheren Verein als Trainer der dritten Mannschaft des FC Tulisium zurück. Dieses Engagement beendete er jedoch nach einem Jahr wieder.
Manager
Nach seinem erfolglosen Versuch als Trainer kehrte Morientes zur Saison 2001/2002 als Sportlicher Leiter zu Sportivo Vesaey zurück. Nach einer erfolglosen Saison 2003/2004 musste er das Team im Sommer 2004 wieder verlassen. Anschließend arbeitete er als TV-Experte sowie als freiberuflicher Berater.
Nach der Wahl des neuen Tulisium-Vereinspräsidenten Joán Rovira-Següer im Januar 2008 präsentierte dieser den früheren Topstürmer des Vereins als Teil seines Teams für die sportliche Führung. Noch im selben Monat trat Morientes die Stelle des hauptverantwortlichen Fußball-Direktors beim sagradischen Rekordmeister an. In dieser Funktion folgte er auf Ariel Valesta. Als erstes großes Projekt gab Morientes die Verpflichtung des früheren Tulisium-Spielers Daniel Pessué als neuen Cheftrainer für die Saison 2008/2009 bekannt. In Koordination mit diesem stellte er zudem eine erneuerte ambitionierte Mannschaft um die Neuzugänge João Silva, Juliano Valpieta und Silva Kalé zusammen, die in der Folge dreimal in Folge sagradischer Meister wurde sowie die Championsleague 2010 gewann. Ende 2010 verlängerte Morientes seinen auslaufenden Dreijahresvertrag um weitere drei Jahre bis Ende 2013, ehe der Vertrag abermals bis 2016 und anschließend bis 2019 verlängert wurde.
Nach Jahren des Erfolgs leitete Morientes 2013 eine sanfte Umstrukturierung des Kaders ein. Mit Rafael Velozo, Silva Kalé und João Silva wurden zwischen 2013 und 2015 langjährige Leistungsträger des Vereins verkauft. Zudem verließen auf eigenen Wunsch hin Erfolgstrainer Daniel Pessué und Kapitän José María Del Piey das Team. Im Gegenzug tätigte der Klub unter Morientes' Verantwortung im Sommer 2013 und im Sommer 2014 jeweils einen neuen Rekordtransfer für einen Spieler und überwies für den spanischen Mittelfeldspieler Xabier Murueta 35 Millionen Euro an Real Sociedad und im darauffolgenden Sommer für den argentinischen Stürmer Uriel de Alejandro 54 Millionen Euro an den SSC Neapel.
Obwohl sich diese Spieler schnell als Leistungsträger etablieren konnten, geriet Morientes in die Kritik, weil er mit Tiago Solêr und Xavier Lescart zwei Spieler aus der eigenen Jugend in die englische Premier League verkaufte. Kritiker werteten dies als Bruch mit der Vereinstradition, bevorzugt auf junge Spieler aus den eigenen Nachwuchsteams zu setzen. Ähnlich verhielt es sich bei den Transfers von Alexis Giorgan, Julen Aretzu und Joaquín Etserra im Sommer 2016.
Nachdem Pessués Nachfolger Xosé Sant-Estrell gleich in seiner ersten Saison 2014/2015 die Meisterschaft hatte gewinnen können, kam es in der Saison 2016/2017 zu Differenzen zwischen der sportlichen Leitung um Morientes und dem mikolinischen Trainer. In der Folge entschied sich die Tulisium-Führung zur Trennung von Sant-Estrell. Nachfolger wurde der ehemalige Tulisium-Profi Maurizio Corbani vom FC Duerez. Wenig später führte Tulisium eine umfassende Neustrukturierung der Vereinsführung durch. Nachdem Monate lang über einen Vereinswechsel von Luca Morientes spekuliert worden war, verlängerte dieser seinen Vertrag stattdessen und erhielt zusätzlich zu seinem Job als Fußballdirektor die Zuständigkeit für alle Sportabteilungen und firmierte nun als "Director of Football and Chief of Sports Operations". Für das Scouting und das operative Transfergeschäft wurde ihm mit Javier Eráldiz vom Diegue Cuentezal FC ein neuer Technischer Direktor an die Seite gestellt, nachdem der bisherige Kaderplaner Óliver Escudet das Team bereits zuvor verlassen hatte.
Zugleich wurde das Team weiter umgebaut: Für Spieler wie Alexis Giorgian, Mahmud Fouradi und Younes Felloussi konnte Tulisium hohe Ablösesummen einstreichen, die in neue Spieler investiert wurden. Mit dem Franzosen Marlin Wilfrey (für 71 Millionen Euro vom FC Semesta) wurde im Sommer 2016 ein neuer Rekordtransfer getätigt, 2017 überwies Tulisium für die Verteidiger Sonny-Rudolf Willom und Andrea Giglian insgesamt 37 bzw. 51 Millionen Euro an RB Leipzig und AS Rom, so viel für keinen Abwehrspieler zuvor. Im Sommer 2018 folgten 40 Millionen Euro Ablöse für Leandro Pjantic vom FC Vierna. Mit dem erneuerten Kader gelang es Corbani, 2017 die Copa Sagradia zu gewinnen und in der Spielzeit 2017/2018 den FC Bosa von der Spitze der Tabelle zu verdrängen und die Premera Liga zu dominieren. In der Saison 2018/2019 konnte dieser Erfolg wiederholt werden.