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Version vom 00:27, 15. Nov 2017
Gabriel V. (Gabriel Filipe) (*1585, †1640) aus dem Haus Santori war König von Sagradien (1591-1640) und als Gabriel I. Herr der Saloanischen Lande. Er gilt als letzter Monarch und einer der wichtigsten Exponenten des sagradischen "Großen Zeitalters" des 16. und 17. Jahrhunderts. Die von Joán María de Belavís bereits unter dem späten Danadier I. eingeleiteten Reformen zur Stärkung des Königtums wurden unter Gabriel V. zu einem Höhepunkt und vorläufigen Abschluss geführt.
Inhaltsverzeichnis
Kindheit und frühe Regentschaft
Gabriel Philipp David von Sántori wurde 1585 im Semestiner Plazarenya-Palast als Sohn von König Danadiers I. und dessen zweiter Ehefrau Anna von Österreich geboren. Als sagradischer Infant trug er nach seiner Geburt den Titel eines Prinzen von Sarmay. Nach dem Tod seines Vaters 1591 bestieg Gabriel als Sechsjähriger den sagradischen Thron und stand fortan unter der Regentschaft seiner Mutter Anna von Österreich. Die Staatsgeschäfte führte aber wie schon unter dem späteren Danadier I. der leitende Minister Joán María de Belavís. Dieser hatte bereits seit den Achtziger Jahren die Regierung geführt und religionspolitisch einen Kurs der zunehmenden Intoleranz gegenüber den im Land lebenden Protestanten geführt. In der Zeit der Regentschaft Annas von Österreich wurde die Gegenreformation auch mithilfe der Jesuiten mit Nachdruck durchgesetzt.
Mit dem Tod seiner Mutter 1602 und Belavís' 1603 übernahm Gabriel selbst die Regierungsgeschäfte. Im Jahr 1605 heiratete der Zwanzigjährige die ein Jahr jüngere Marie de Vienne, Tochter von Louis I. duc de Vienne und Großnichte Heinrichs IV. von Frankreich. Das erste Kind der beiden war Prinzessin Isabel de Sántori (*1607), die später den cuentesischen Erbprinzen José Manuel heiratete. 1610 folgte mit dem Prinzen Gabriel ein Sohn und Thronfolger.
Innenpolitik
Gabriel V. setzte im Wesentlichen die vom Grafen von Belavís eingeleitete zentralistisch gesinnte Machtpolitik fort. Er stärkte die Macht des Königs gegenüber dem Hochadel und konsolidierte so seine Herrschaft. Zwar erreichte er keine vollständige Loslösung von den Generalständen, was er wohl auch nicht intendierte, konnte dessen Funktion aber auf die Bestätigung königlicher Dekrete und Verordnungen reduzieren und die Macht des unter Danadier I. noch so mächtigen Hochadels weitgehend brechen. Die unter seinen Vorgängern eingeführten Räte, in denen auch Vertreter des Hochadels saßen, beließ er zwar im Amt, konzentrierte die Regierungsgewalt aber weitgehend bei einem kleineren Kronrat (cosellu minor) unter Kanzlerschaft des ersten Ministers. Auch die von Belavís eingeleitete Politik einer frühmerkantilistischen Wirtschaft führte Gabriel zu einem ersten Höhepunkt. Gabriel V. gilt als letzter Monarch des „Goldenen Jahrhunderts“ in Sagradien und als großer Förderer der Künste und der Philosophie. An seinem Hof kamen zahlreiche Denker der philosophischen Spätklassik zusammen, von denen Santiago Calles der bedeutendste war. Unter seiner Herrschaft wurde darüber hinaus der Bau der im 16. Jahrhundert begonnenen Kathedrale von Semest vollendet. Gleichzeitig förderte Gabriel V. den jungen begabten Barockmaler Sebastián Bexente (1601-1680), den er in seinen letzten Lebensjahren zum Hofmaler machte.
Außenpolitik
Außenpolitisch schloss Gabriel nach Jahren der Entspannung mit den Habsburgern an die Tradition der antispanischen Politik an und schloss ein Bündnis mit Frankreich, das er in dessen anti-habsburgischer Politik unterstützte. Dem Bündnis entsprang schließlich auch die Hochzeit seines ältesten Sohnes Gabriel mit Marie de Bourbon, Tochter Heinrichs IV. von Frankreich. Dennoch hielt Gabriel Sagradien erfolgreich aus dem Dreißigjährigen Krieg heraus. Stattdessen konzentrierte er sich auf einen Ausbau und eine Konsolidierung des Kolonialreichs in der neuen Welt, wo er 1599 als erste sagradische Besitzung in Nordamerika die Kolonie Nova Scantia entlang des Savannah River im heutigen Georgia gründete, die später an England fiel. Da Sagradien in der fast 50-jährigen Regierungszeit Gabriels in keinen größeren Krieg verwickelt war, gilt Gabriel als Friedensfürst. Ausnahme bildete der kurzlebige so genannte Ligrische Krieg 1620-24 um den Besitz der Westligre gegen Mikolinien, der für Sagradien erfolgreich endete. .
Nachkommen
Aus der 1605 geschlossenen Ehe mit Marie de Vienne, Tochter Louis I duc de Vienne, gingen mehrere Kinder hervor:
- Luisa Maria (1608-1646) ∞ Karl von Österreich, Infant von Spanien (Thronfolger 1621-1629)
- Gabriel Maria Danadier (1610-1651), als Gabriel VI. König von Sagradien
- Johann Emil, Graf von Tesqué (1615-1644)
- Johanna (1619-16xx) ∞ Ludwig Ferdinand von Mikolinien, Herzog von Kont
- Isabella (1621-1659), Regentin von Cuentez (1654-1659) ∞ José Manuel de Sántori-Cuentez (†1652)
Aus der 1628 geschlossenen Ehe mit María Luísa de Sántori-Cuentez gingen mehrere Kinder hervor:
- David Prosper (1630-1656), Kardinal
- Anna Teresa (1632-1655) ∞ Karl III. von Cuentez
Daneben hatte Gabriel V. mehrere uneheliche Kinder, darunter:
- Marjolía de Sántori (1619-1661) ∞ Philipp I. von Sancristo
Vermächtnis
Gabriels mit 49 Jahren überaus lange Herrschaftszeit wird auch als "Era Gabrielina" bezeichnet und gilt als Abschluss der "Gran'Etá" in Sagradien. An seinem Hof wirkten bedeutende Künstler wie Sebastian Bexente, Tristán de Carreác und Pier-Laurenço de Gilán, die die sagradische Barockmalerei auf einen Höhepunkt führten. Auch die sagradische Literatur und Dichtung befanden sich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in ihrer Blüte.