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Version vom 23:47, 29. Nov 2019
Sergio Rafael Dini (*1869 in Servara de Sagonte, †1955) war ein sagradischer Finanzwissenschaftler, parteiloser Politiker und Staatsmann. Er war Präsident der Banca de Sagradia, zweimal Regierungschef sowie von 1945 bis 1950 der 10. Präsident der Sagradischen Republik.
Inhaltsverzeichnis
Karriere bis 1934
Sergio Rafael Dini wurde im sagontinischen Servara geboren und studierte Jura und Wirtschaftswissenschaften. Er schlug eine universitäre Karriere ein und wurde Professor für Finanzwissenschaften an den Universitäten von Vierna, Semest und Óstino, ehe er 1922 Generaldirektor der staatseigenen Sagradischen Bodenkreditanstalt wurde. 1925 wurde Dini als parteiloser Finanzminister ins Kabinett Laponte I berufen, wo er eine eher konservative Finanzpolitik betrieb. 1926 wurde Dini Präsident der sagradischen Notenbank Banca de Sagradia. In dieser Funktion blieb er sechs Jahre lang.
Erste Regierung (1931-1932)
Inmitten der Weltwirtschaftskrise wurde Dini 1931 zum Finanzminister im Kabinett Francês-Domingues berufen. Im Januar 1932 übernahm er zugleich das Amt des Ministerpräsidenten. Er führte ein überparteiliches Expertenkabinett, das vor allem die Währung stabilisieren und für einen Wirtschaftsaufschwung sorgen sollte. Nach der Parlamentswahl 1932 wurde er durch den Konservativen Manuel Sants-Igualde ersetzt.
Zweite Regierung (1941-1945)
Im Dezember 1941 wurde Sergio Dini nach dem Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg von Präsident Luciano Capón zum Regierungschef ernannt. Er folgte in diesem Amt dem Katholiken Manuel Sants-Igualde nach. Dini bildete eine "Regierung der Nationalen Verteidigung", an der auch Vertreter der Oppositionsparteien beteiligt wurden. Unter Dinis Regierung gelang es Sagradien, die deutschen Truppen aus Nordsagradien zu vertreiben und den Krieg zu einem Erfolg zu bringen. Seit Januar 1945 führte Dini eine Regierung der so genannten "Demokratischen Koalition" an, die aus Christdemokraten, Sozialisten, Kommunisten und Radikalliberalen bestand. Größte Aufgabe der Regierung waren die Umstellung der Wirtschaft auf den zivilen Wiederaufbau und die Wiederherstellung der demokratischen Institutionen.
Präsidentschaft (1945-1950)
Wenige Wochen nach der Parlamentswahl 1945 trat die Nationalversammlung erstmals nach dem Krieg wieder zusammen. Als Nachfolger von Luciano Capón wurde Dini zum Staatspräsidenten gewählt und übergab sein Amt als Regierungschef an José António Saviola.
In seiner Präsidentschaft koordinierte Dini als parteiunabhängige Figur an der Staatsspitze den demokratischen Wiederaufbau und musste mehrere Regierungskrisen meistern, da die Demokratische Koalition im Zuge des Kalten Krieges 1947 zerfiel. In dieser vierjährigen Amtszeit ernannte er fünf verschiedene konstitutionelle Regierungschefs, doch gelang es ihm, eine ernste Vertrauenskrise in die junge Demokratie zu verhindern.
Nach der Präsidentschaft
Obwohl ihm die Parteien der Mitte eine neuerliche Kandidatur antrugen, verzichtete Dini bei den Präsidentschaftswahlen 1950 auf eine Teilnahme und schied im Alter von 80 Jahren aus dem Amt. Nachfolger wurde der in der Wahl siegreiche Radikaldemokrat David Pizarro Cordês. Dini ist der bis heute einzige Präsident der Dritten Republik, der nicht direkt durch das sagradische Volk gewählt wurde. Nach seinem Ausscheiden aus dem höchsten Staatsamt wurde Dini von seinem Nachfolger Pizarro Cordês zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Dini starb schließlich im Jahr 1955 im Alter von 86 Jahren an Herzschwäche.
Karrierestationen
- 1922-1925: Generaldirektor der sagradischen Bodenkreditanstalt
- 1925-1926: Finanzminister im Kabinett Laponte I
- 1926-1934: Präsident der Banca de Sagradia
- 1934-1936: Präsident des Ministerrats (Kabinett Dini I)
- 1940-1941: Finanzminister im Kabinett Sants-Igualde
- 1941-1945: Präsident des Ministerrats und Finanzminister im Kabinett Dini II und III
- 1945-1950: Präsident der Republik
- seit 1950: Senator auf Lebenszeit