Juvantêsa Sport: Unterschied zwischen den Versionen

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* 4 Mal Sieger der [[Copa Azumaria]]: 1950, 1953, 1960, 1961
 
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== Vereinsführung 2010/2011 ==
 
== Vereinsführung 2010/2011 ==

Version vom 20:04, 26. Feb 2011

Der Juvantêsa Sport Club [ʒuvan'tɛʃa 'spɔrtklub], kurz Juvantêsa, Juvantêsa Sport oder Juvantêsa SC, ist ein sagradischer Fußballverein aus Tulis. Die erste Mannschaft spielt derzeit in der sagradischen Prēmera Liga. Mit 25 gewonnenen Meisterschaften ist der Verein sagradischer Rekordmeister und gehört zu den wenigen Vereinen in Europa, die alle drei großen europäischen Klubwettbewerbe gewinnen konnten. Die Juvantêsa war zudem bis zu deren Auflösung Mitglied der G14 und gehörte danach zu den Gründervereinen der Europäischen Klub-Assoziation (ECA). Seine Heimspiele trägt der Klub im vereinseigenen Estádiu de Juvante, genannt "l'Esplanat", aus. Die Juvantêsa ist die erfolgreichste Vereinsmannschaft Sagradiens und eine der Top-Adressen im europäischen Fußball. Mit etwa 160.000 Mitgliedern ist der JSC einer der mitgliederstärksten Sportvereine der Welt. Im Jahr 2008 belegte der Klub mit 302 Milliarden Euro Rang 4 der umsatzstärksten Fußballklubs Europas. Mehr Umsatz konnten nur Real Madrid, Manchester United und der FC Barcelona machen.

Die Vereinsfarben der Juvantêsa sind traditionell dunkelblau, grün und weiß, gespielt wird meistens in dunkelblauen Jerseys mit grünen Streifen oder anderen Elementen. Das ist der Grund, warum die Juvantêsa von Fans und Presse auch als "Blu i Verde" bezeichnet wird. Zusammen mit dem großen Erzrivalen FC Bosa ist der Juvantêsa Sport Club der einzige sagradische Verein, der seit der Gründung der Prēmera Liga 1925 immer erstklassig gespielt hat. Die Duelle gegen Bosa werden traditionell als "Grande Clásico" bezeichnet und stellen neben dem Lokalderby gegen die Unión Deportiva, dem "Derby Tulinês", den Höhepunkt jeder Spielzeit dar. Wenn es gegen UD Tulis geht und die "Blu i Verde" (JSC) gegen die "Celeste" (UD) trifft, ist die Stadt nahezu im Ausnahmezustand. Zudem besteht eine starke Fanrivalität zum Hauptstadtklub FC Semesce, die nicht zuletzt auch auf die Stadtrivalität der beiden Metropolen und auf historische Begebenheiten zurückgeht.

Zum Sportverein gehören neben der erfolgreichen Fußballabteilung auch Teams in anderen Sportarten, dazu zählen Handball (Juvantêsa-Saltes), Basketball (TÉLEM Juvantêsa) oder Rugby.

Historie

Gründung und erste Jahre

Im Jahr 1899 kamen in Tulis mehrere Studenten aus England, Deutschland, der Schweiz und Sagradien zusammen, um gemeinsam Fußball zu spielen. Da bei der Unión Deportiva zu dieser Zeit nur Sagradier spielen durften, gründeten die Studenten ihr eigenes Team und auf energisches Betreiben des deutschen Sportjournalisten und Hobby-Fußballers Hans Denzer (sagradisch: Joán Dénzer) hin wurde dann im Jahr 1901 aus dem losen Fußballklub ein eingetragener Sportverein unter dem Namen "Unión Sportiva Juvantêsa", benannt nach dem tulinischen Viertel, in dem man sich zum Fußballspielen traf. Joán Dénzer wurde auch zum ersten Präsidenten des Vereins (bis 1917) gewählt. Das Eintragungsdatum im Jahr 1901 wird vom Verein als offizielles Gründungsdatum genannt. 1910 kam es zur Fusion der Juvantêsa mit der "Tulinêsa Societá Deportiva", wodurch auch andere Sportarten ins Programm kamen und der Verein seinen heutigen Namen "Juvantêsa Sport Club" annahm. Der JSC förderte unter der Präsidentschaft Denzers von Beginn an seine Fußballabteilung, sodass die Fußballmannschaft von "Juvantêsa" 1912 erstmals das Endspiel um die nationale Fußballmeisterschaft erreichte, in dem der junge Club gegen den FC Nalcaz Lehrgeld bezahlen und eine 0:5-Niderlage einstecken musste. Auch der erneute Finaleinzug 1920 gegen den Regionalrivalen von Sportivo Vesaey endete mit einer Niederlage (5 :7) für die Tulinesen. Die Erfolge im Fußball führten zur Fusion mit einigen kleineren tulinischen Vereinen wie "Legio F.C. Tulisium" oder "Tulis Sport 1900".

Die ersten Erfolge und der Bruch während des Álamo-Regimes

Im Jahr 1922 konnte die "Juvantêsa" erstmals den Gewinn der nationalen Meisterschaft feiern, nachdem der tulinesische Kapitän Bernardo Torris seine Mannschaft im Endspiel in Semess zu einem 3:2-Sieg über den Gastgeber Acelandaro SC geführt hatte. Im Jahr 1931 wechselte der sagradische Superstar Iacinto Defilipis von Lesnário zur Juvantêsa. Nach einer langen Durststrecke in der Liga und nachdem die Juvantêsa mit ihm im Jahr 1932 zum ersten Mal den sagradischen Pokalwettbewerb hatte gewinnen können, führte der micolinische Trainer Fernand Devaler die Mannschaft in den Jahren 1936 und 1937 zum zweiten und dritten Meistertitel der Klubgeschichte. Die nationale Dominanz der Tulinesen endete aber abrupt mit dem politischen Umbruch der Folgejahre. Nach dem Februarputsch 1938 und der vom Álamo-Regime erzwungenen Entfernung des linksgerichteten Juvantêsa-Präsidenten Marino Ibarretxe aus seinem Amt, trat auch Erfolgstrainer Devaler zurück. Mit ihm ging ein Großteil der Klubführung und der Mannschaft, darunter auch Defilipis, der zu UD Tulis wechselte. Auf Druck des Regimes hin musste sich der Klub in "Club Sportivo Juvantêsa" umbenennen und es wurde den Anhängern verboten, Sprechchöre auf Blaumeerromanisch zu singen und die alte tulinesische Flagge zu benutzen. Trotz des Abgangs wichtiger Spieler und Funktionäre gelang es der Juvantêsa schnell, wieder Anschluss an die Ligaspitze zu erhalten. In den fünf Jahren des Álamo-Regimes wurde das Juvantêsa-Stadion zu einem Treffpunkt der Opposition. Erst nach der Befreiung 1943/1944 kehrte mit Iacinto Defilipis als Trainer Stabilität zurück in den Klub, der sich wieder offiziell in "Juvantêsa Sport Club" umbenannte. Dennoch schaffte es die Juvantêsa in den Vierziger Jahren nicht, weitere Titel zu gewinnen.

Die Erfolge der Fünfziger und Sechziger Jahre

Im Jahr 1949 zog die Mannschaft von der seit 1912 bespielten tradionellen Heimstätte, dem Stadion Campo de Crêus, ins neu errichtete Estádiu de Juvante um, das zu Beginn etwa 63.000, nach mehreren Umbauten zwischendurch fast 80.000 Zuschauer fasste. Das neue Stadion beflügelte die Mannschaft und führte den Klub zurück auf die Erfolgsstrecke. Der Sieg in der Copa Azumaria im Jahr 1950 war der Auftakt für eine Erfolgsserie des Vereins in den Fünfziger und frühen Sechziger Jahre. Es folgte 1953 ein weiterer Sieg in diesem Wettbewerb. Unter Trainer Selle Cabral gewann die Juvantêsa 1952 ihre vierte Meisterschaft und konnte den Titel im Folgejahr erfolgreich verteidigen. 1953 besiegte der JSC zudem im Finale der Coupe Latine in Lissabon den AC Mailand mit 3:0. Damit stieg die Juvantêsa in die Riege der europäischen Spitzenklubs auf. Nach mehreren titellosen Jahren konnte der Klub in den Jahren 1959, 1961 und 1962 unter dem Erfolgstrainer Santiago Flores drei Meisterschaften sowie 1960 und 1961 zweimal die Copa Azumaria gewinnen. Im Jahr 1960 stand die Mannschaft zudem erstmals im Finale des Europapokals der Landesmeister, das aber mit 3:7 gegen Seriengewinner Real Madrid verloren ging. Prägende Spieler dieser Jahre waren die Stürmer Walter Ernesto Guigou und Luis Manuel Pérez, der viermal sagradischer Torschützenkönig wurde, sowie die Ungarn Carles Szálasi und Gyula Kovács, die 1956 nach Westeuropa emigriert waren. Auch der junge Joán Santêres, bis 1975 Kapitän des Teams, gehörte in diesen Jahren bereits zur Mannschaft. Bei der WM 1958 im eigenen Land standen mit Luis Pérez, Andrés Mata und Joán López drei JSC-Profis im sagradischen Kader, alle drei spielten im verlorenen Finale gegen Brasilien. 1964 stand die Juvantêsa erstmals im Finale des Messepokals und konnte den Wettbewerb durch einen Sieg gegen FC Valencia für sich entscheiden. Nach einer kürzeren Durststrecke in der Liga schoss Luis Pérez das vom Uruguayer Pablo Escobar trainierte JSC-Team zu Pokalsieg und Meisterschaft 1965. Damit konnte die Juvantêsa auch das erste Double aus Pokal und Meisterschaft gewinnen, jedoch blieb es für einige Jahre der letzte Meistertitel. Die unglückliche Niederlage im Halbfinale des Landesmeisterpokals 1966 markierte das Ende einer Erfolgsepoche.

Die "Juventú Juvantêsa" und der Beginn der Präsidentschaft Iguarín

1968 übernahm der Unternehmer Fernando Iguarín die Präsidentschaft des Klubs und führte ihn in eine goldene Ära. Nachdem mit Carles Szálasi 1967 und Luis Pérez 1969 die letzten Stars von einst das Team verlassen hatten, musste eine neue Mannschaft aufgebaut werden. Carles Szálasi wurde 1967 Trainer und baute um den neuen Kapitän Joán Santêres ein Team aus jungen sagradischen Talenten auf, zu dem die späteren Nationalspieler Cisco Luiséu, António Casagra, Carles Notero, Joán Restávio und Joán Peres Soler gehörten. Die "Juventú Juvantêsa" oder "Ninoes de Carles" gewannen zwischen 1970 und 1972 dreimal in Folge die Copa Sagradia und beendeten 1971 mit dem Double-Gewinn aus Meisterschaft und Pokalerfolg die sechsjährige Durststrecke der Juvantêsa in der Liga. Jedoch schafften es die Jungen Anfang der Siebziger nicht, die nationale Dominanz dauerfhaft zurückzuerobern. Stattdessen musste der JSC 1972-1974 dem FC Bosa, danach zweimal in Folge dem FC Semesce den Vortritt in der Meisterschaft lassen. Auch auf europäischer Bühne gelang es dem Team nicht, um die ganz großen Titel mitzuspielen. Stattdessen stand der Erzrivale aus Bosa 1974 und 1976 in zwei europäischen Finalspielen und konnte als erster sagradischer Klub den Landesmeisterpokal sowie zwei Jahre später den Pokalsiegerwettbewerb für sich entscheiden.

Die Glanzzeit der "Juvantêsa d’Oro"

Mit dem Wechsel von Francisco Chamot auf den Trainerstuhl der Juvantêsa im Jahr 1975 kehrte der Erfolg zurück in die Tule-Metropole und die goldenen Jahre der Juvantêsa nahmen ihren Beginn. Unumstrittener Star der Mannschaft war Carles Notero, der zu einem der besten Spieler der Welt herangereift war und als Kapitän der sagradischen Nationalmannschaft die "Azûr" zur Europameisterschaft 1976 führte. Unter den EM-Helden waren gleich sechs Spieler des JSC. Es folgte die bis dahin erfolgreichste Zeit des Vereins. Erfolgstrainer Chamot gewann mit dem Klub zwischen 1977 und 1979 dreimal in Folge die sagradische Liga. 1978 konnte sogar das Double mit dem Pokalsieg erreicht werden. Führende Figuren der so genannten "Goldenen Juvantêsa" der späten Siebziger Jahre waren Torwart Hernán Luciano, Stürmer Alex Bruguera sowie im Mittelfeld das so genannte "Magische Viereck" aus Spielmacher Joán Restávio, Ticiano De la Costa, dem Micolinier Joann Decou sowie Kapitän Carles Notero. Höhepunkt der Goldenen Ära war der erste Sieg im Finale des Europapokals der Landesmeister im Jahr 1979 gegen das englische Team von Nottingham Forest. Nach diesem Erfolg wechselte Trainer Chamot zum FC Barcelona. Die Saison 1979/1980 sah die Juvantêsa nur im Mittelfeld der Premera Liga. Dennoch gelang es dem Team, den Europapokal zu verteidigen. Im Finale besiegte die Mannschaft von Carles Notero den Hamburger SV mit 1:0. Mit dem Wechsel Noteros zum FC Barcelona, Decous zum FC Nanthés und Joán Restávios zu AS Saint-Étienne zerfiel das Erfolgsteam nach der Saison.

Die ersten Jahre der Ära Saccín und die "Juvantêsa d’Argente"

Die folgenden Jahre gestalteten sich durchwachsen. Erfolge wie der Pokalsieg 1982 oder die Meisterschaft 1983 wechselten sich mit mäßigen Ergebnissen in Liga und Europapokal ab. Erst die Rückkehr Chamots in der Saison 1982/83 brachte neue sportliche Stabilität. Missmanagement und teure Spielerverträge brachten den Klub Anfang der Achtziger Jahre in schwere Finanznöte. Bei der Präsidentschaftswahl im Januar 1984 konnte sich überraschend der erfolgreiche Tulineser Medienunternehmer Carles Saccín durchsetzen, der versprach, den Klub finanziell zu stabilisieren und als Top-Adresse im europäischen Fußball zu etablieren. Das Verhältnis der linksgerichteten Fans zum liberalen Unternehmer Saccín blieb lange angespannt, doch entwickelte sich eine gewisse Hass-Liebe, die auf den enormen Erfolgen Saccíns beruhten. Der Chef des Saccinvest-Konzerns investierte einige Millionen in den Klub mit dem Ziel, den Verein wieder an die Spitze des europäischen Fußballs zu führen. Er setzte den ehemaligen Juvantêsa-Kapitän Joán Santêres als Sportdirektor ein und verpflichtete zur Saison 1984/1985 den dänischen Erfolgstrainer Ole Erik Simonsen, der den Verein sofort zur fünfzehnten Meisterschaft führte. In einer neuerlichen sportlichen Krise im Winter 1985/1986 übernahm Juvantêsa-Legende Notero als Trainer die sportliche Leitung des Klubs. Notero baute ein schlagkräftiges Team um die argentinischen Weltmeister José Ramón Toricci, Ernesto Lombardi und Carlos Leonardi auf, in das neben weiteren Stars wie Luca Morientes, Jean-Armand Repain und Nationalspielern wie Roger Paranda und Torwartlegende Nestor Veba auch junge Nachwuchstalente wie Francisco Iorávio oder Marco Tinita eingebaut wurden. Notero führte die Juvantêsa zu einer neuerlichen Blütephase, in der die Blaugrünen zwischen 1988 und 1990 drei Meisterschaften in Folge sowie 1987 die Copa Sagradia und zum ersten Mal in der Klubgeschichte den UEFA-Pokal gewannen. Zudem stand das Team in den Jahren 1989 und 1990 zweimal in Folge im Finale des Landesmeisterpokals, wo Noteros Elf sich aber beidemale dem von Arrigo Sacchi trainierten AC Milan geschlagen geben musste.

Vom Ende der Ära Notero zur Ankunft Pessués

Nachdem Notero infolge des neuerlichen Europapokal-Misserfolg im Jahr 1990 zurückgetreten war, zerfiel die sogenannte "Juvantêsa d’Argente". Noteros Nachfolger, der Niederländer Ruud Van Breukelen, gewann mit dem Team 1991 den sagradischen Pokal, konnte aber in der Liga keine Erfolge erzielen. Im Februar 1992 kehrte Notero nochmals auf den Trainerstuhl der Juvantêsa zurück. Er führte das Team noch auf Platz drei in der Liga sowie zum ersten Sieg im Europapokal der Pokalsieger. Im Finale in Lissabon schlug die Juvantêsa den deutschen Vertreter Werder Bremen und ist seitdem einer der vier Vereine in Europa, der es geschafft hat, alle drei großen europäischen Pokalwettbewerbe zu gewinnen. Nach dem Wechsel Noteros zur Nationalmannschaft im Spätsommer 1992 übernahm sein Co-Trainer Selle Xusgard die Teamleitung, wurde aber bereits im Winter des Jahres nach einer Negativserie in der Liga entlassen. Für ein halbes Jahr übernahm der zum Teamchef beförderte Kapitän Juán Ernesto Lombardi, der den Klub zum Pokalerfolg und zur Vizemeisterschaft führte. Danach wurde Ticiano De la Costa als neuer Cheftrainer vorgestellt. Unter seiner Leitung begann eine neue Blütezeit für die Juvantêsa. Mit dem aus Italien nach Sagradien zurückgekehrten Libero Paulo Varigell, dem sagradisch-argentinischen Sturmduo Diego Juván/Claudio Priavoggio sowie Mittelfeldregisseur Dínoel Pessué, der im Sommer 1994 für die sagradische Rekordablösesumme von 8,5 Millionen Euro von Inter Mailand verpflichtet wurde, holte Großinvestor Saccín internationale Stars nach Tulis, die das Team in der Saison 1994/95 zur sagradischen Meisterschaft führten.

Die Goldene Ära der "Juvantêsa Mágica"

Nach der enttäuschenden Saison 1995/96 konnten die Blau-Grünen wieder an alte Erfolge anknüpfen und wurden 1997 in der Liga Zweiter hinter Überraschungsmeister SC Michele. Im Finale des UEFA-Pokals besiegte die Juvantêsa mit je einem Tor Pessués sowie des jungen Stürmers Miguel Pin das Team von Inter Mailand. In der Folgesaison gewann De la Costa seine zweite Meisterschaft als JSC-Trainer, verließ danach aber den Verein, um Technischer Direktor beim sagradischen Fußballverband zu werden. In der Zeit zuvor hatte es vermehrt Unstimmigkeiten zwischen dem eigensinnigen Trainer und der Klubführung gegeben. De la Costas Nachfolger Joán Restávio sollte die von De la Costa begonnene Serie zur erfolgreichsten Ära der Juvantêsa ausbauen. Zwischen 1998 und 2001 gewannen die Blaugrünen als erste sagradische Mannschaft vier Meistertitel hintereinander. Höhepunkt war die Saison 1998/1999, in der die Juvantêsa als erste Mannschaft überhaupt das Triple aus Meisterschaft, nationalem Pokalsieg und Gewinn der UEFA Champions League feiern konnte. Im Finale in Barcelona besiegte der JSC die Mannschaft von Bayern München in einem denkwürdigen Finalspiel durch zwei Joker-Tore in der Nachspielzeit durch Tristán l’Areâu und Miguel Pin mit 2:1. Für diese historischen Leistungen wurde die Juvantêsa im Jahr 2000 mit dem Laureus-Award für die beste Mannschaft ausgezeichnet. Prägender Spieler der Ära war Superstar Dínoel Pessué, der 1999 zum zweiten Mal nach 1995 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt wurde. Beim erfolgreichen Abschneiden der Nationalmannschaft bei der WM 1998 (Platz 3) und der EURO 2000 (Platz 2) stammte der Kern der Mannschaft vom JSC. Nachdem das Team in der Saison 2001/2002 sowohl im Endspurt um die Ligameisterschaft als auch im Championsleague-Finale gegen Real Madrid knapp gescheitert war, führte Restávio das Team in den kommenden beiden Jahren nochmals zu zwei Meisterschaften. 2004 siegte zudem ein verjüngtes Team, in dem der 23-jährige Nachwuchsstar José María Del Piey glänzte, im Finale der Championsleague gegen den FC Porto und konnte damit den vierten Erfolg der Juvantêsa im höchsten Europapokal feiern. Del Piey wurde danach zum Weltfußballer des Jahres gewählt und trat damit das Erbe Pessués an, der seine Karriere nach dem Finalsieg beendete. In der Saison 2000/2001 wurde das bisherige Esplanat-Stadion weitgehend rückgebaut und durch eine hochmoderne Fußballarena ersetzt. Während der Um- und Neubaumaßnahmen trug die Juvantêsa ihre Heimspiele im ungeliebten UD-Stadion in Illón aus. In einer Onlineabstimmung sprachen sich die Fans dafür aus, dem neuen 60.000 Zuschauer fassenden Stadion den Namen des alten zu geben. Seither ist das neu errichtete Estádiu de Juvante auch als "Novo Esplanat" bekannt. Pläne, das Stadion nach Carles Notero zu benennen, waren auf dessen Widerstand hin fallen gelassen.

Die Übergangszeit der Präsidentschaft Martínez

Nach dem Karriereende Pessués und einer enttäuschenden Saison 2004/2005 ohne Titelgewinn endete die Ära Restávio mit der Entlassung des Erfolgstrainers. Bereits im Januar 2005 hatte Carles Saccín nach nunmehr einundzwanzig Jahren als Präsident nicht mehr für eine neue Amtszeit kandidiert. Sein Nachfolger Alberto Joán Martínez machte die sportliche Leitung für die Misserfolge der Saison verantwortlich und geriet zunehmend in Widerspruch zu Erfolgtrainer Joán Restávio, der zum Ende der Saison 2004/2005 entlassen wurde. Als Nachfolger verpflichtete Martínez den sagradischen Erfolgstrainer Luis Etxeberría, der in Tulis aber nicht an seine alten Erfolge mit Bosa und Real Madrid anknüpfen konnte und nach einer erfolglosen Saison 2005/2006 und einer mageren Hinrunde der Saison 2006/2007 die Juvantêsa ohne Titel verlassen musste. In der Zeit der Präsidentschaft Martínez’ verließen einige Leistungsträger des Teams den Verein, darunter Abwehrchef Eduardo Costane, Sturmstar Diego Rosário und Mittelfeldspieler John Kasongo Novurengo, die allesamt zu Topklubs im europäischen Ausland wechselten. Daneben trat Sportdirektor Alex Bruguera nach mehr als zehn Jahren erfolgreicher Arbei nach der Saison 2005/2006 zurück, nachdem er seit Monaten mit Martínez über die Transferpolitik gestritten hatte und gegen den Verkauf von Spielern wie Rosário und Novurengo gestimmt hatte. Nach dem Rücktritt Brugueras beförderte Martínez dessen bisherigen Assistenten Ariel Valesta zum Hauptverantwortlichen für die Transferpolitik, der sich mit den Verpflichtungen von Mário Caetano und Nicola Scajola mehrere Fehleinkäufe leistete. Als Nachfolger von Cheftrainer Luis Etxeberría wurde im Januar 2007 der Franzose Bernard Coutier vorgestellt, der den ehemaligen Juvantêsa-Stürmer Jean-Armand Repain als Assistenztrainer mitbrachte. Coutier führte das Team in der Saison 2007/2008 zum ersten Pokalsieg seit neun Jahren, scheiterte im Rennen um die Meisterschaft aber erneut gegen den FC Bosa.

Die Präsidentschaft Següer und die Rückkehr Pessués

Nach einem Misstrauensvotum der vereinsinternen Opposition gegen Martínez wurde im Januar 2008 der Unternehmer Joán Següer zum neuen Präsidenten des Vereins gewählt. Següer wurde unter anderem von JSC-Legende Notero unterstützt und brachte den ehemaligen Juvantêsa-Kapitän Luca Morientes als Sportdirektor sowie Klublegende Joán Peres Soler als Vizepräsidenten mit. Mit der Geschäftsführung des Klubs als Generaldirektor wurde der Jurist Francisco Chabarell betraut. Zunächst war über ein Engagement Noteros als Sportdirektor oder Vizepräsident spekuliert worden. Dieser verzichtete aber auf ein offizielles Amt im Klub, um weiterhin als Co-Präsident der EURO 2008 s.a. zu fungieren, versprach aber, weiterhin als Vorstandsberater zur Verfügung zu stehen. Següer versprach, eine neue junge Mannschaft aufzubauen, die an die Erfolge der Ära Restávio anknüpfen kann. Nach dem erneuten Misserfolg der Mannschaft in Liga und Championsleague erklärte Trainer Coutier seinen Rücktritt zum Ende der Saison 2007/2008. Als Nachfolger präsentierte Següer die Juvantêsa-Legende Dínoel Pessué, der zuvor erfolgreich als Trainer und Teammanager des micolinischen Erstligisten AS Macedi gearbeitet hatte, den er mit blutjungen Spielern zu Pokalsieg und Vizemeisterschaft in der LN-A geführt hatte. Die Rückkehr Pessués zur Juvantêsa wurde von den Fans frenetisch umjubelt und mit großen Hoffnungen verbunden. Següer und Fußballdirektor Luca Morientes stellten Pessué eine umfassend sanierte Mannschaft zur Verfügung. Zu den Transfers gehörten Nationalspieler Juliano Valpieta, Rückkehrer John Kasongo Novurengo sowie Torjäger Silva Kalé, der zuvor beim FC Porto zu einem der besten Stürmer Europas herangereift war. Sie sollten neben Eigengewächsen wie den frisch gebackenen Europameistern José María Del Piey, David Belazal oder Lionel Eskerro sowie Mittelfeldmotor Rafael Velozo ein neues Weltklasseteam bilden, das es vermögen sollte, zur nationalen und internationalen Dominanz früherer Jahre zurückzukehren. Bereits im ersten Jahr unter Pessué gewann das Team zum erstenmal seit 2004 wieder eine nationale Meisterschaft. In der Championsleague war im Halbfinale gegen Titelverteidiger Manchester United Schluss. Schließlich konnte das Team in der Folgespielzeit 2009/2010 zum zweiten Mal in Folge die Meisterschaft für sich entscheiden und gewann zudem zum fünften Mal in der Geschichte des Vereins die Champions League. Zu den Entdeckungen der Spielzeit zählte der 20-jährige David Albet, der als größtes Mittelfeldtalent seit Del Piey gilt.

Präsidenten des Juvantêsa Sport Club

Amtsbeginn Amtsende Amtsinhaber Nationalität
1901 1917 Joán Denzer Deutschland
1917 1919 Selle Rosaro Sagradien
1919 1919 Martín Albacete Sagradien
1919 1920 Joán Denzer Deutschland
1920 1938 Marino Ibarretxe Sagradien
1938 1941 José Náutico Sagradien
1941 1945 Jacquel Delmonte Sagradien
1945 1968 David Arcélio Saforcada Sagradien
1968 1982 Fernando Iguarín Sagradien
1982 1984 Aliureto Ceà Fernandez Sagradien
1984 1984 Gaitán Restruç Sagradien
1984 2005 Carles Saccín Sagradien
2005 2008 Alberto Joán Martínez Sagradien
2008 Joán Següer Rovira Sagradien


Cheftrainer des Juvantêsa Sport Club

Amtsbeginn Amtsende Amtsinhaber Nationalität Erfolge
1923 1926
1926 1929 Michael Stanton England
1929 Apr 1938 Fernand Devaler Micolinien Premera Liga 1936, 1937; Copa Sagradia 1932
Jun 1938 Nov 1943 Martín Costa Sagradien
Nov 1943 Jun 1944 Selle Aliureto Cabral Sagradien
Jul 1944 Jun 1951 Iacinto Defilipis Sagradien Copa Azumaria 1950
Jul 1951 Jun 1953 Selle Aliureto Cabral Sagradien Premera Liga 1952, 1953; Coupe Latine 1953; Copa Azumaria 1953
Jul 1953 Jun 1956 Santiago Flores Sagradien
Jul 1956 Feb 1958 Miguel Cuéllar Paraguay
Feb 1958 Jun 1958 Arrigo Salazar Sagradien
Jul 1958 Jun 1961 Santiago Flores Sagradien Premera Liga 1959, 1961; Copa Azumaria 1960, 1961
Jul 1961 Dez 1961 Franz Hórvacek Tschechoslowakei
Dez 1961 Jun 1962 Santiago Flores Sagradien Premera Liga 1962
Jul 1962 Jun 1964 Sándor Gyuményi Ungarn Messepokal 1964
Jul 1964 Jun 1965 Pablo Escobar Uruguay Premera Liga 1965; Copa Sagradia 1965
Jun 1965 Mai 1966 Santiago Flores Sagradien
Mai 1966 Dez 1966 Franz Hórvacek Tschechoslowakei
Jan 1967 Jun 1967 Luis Manuel Pérez  Sagradien
Jul 1967 Nov 1969 Károly Szálasi Ungarn/Sagradien
Nov 1969 Jul 1970 Luis Manuel Pérez Sagradien Copa Sagradia 1970
Jul 1970 Sep 1971 Károly Szálasi Ungarn/Sagradien Premera Liga 1971; Copa Sagradia 1971
Sep 1971 Mai 1972 Gonzalo Jaime Blanco Argentinien Copa Sagradia 1972
Mai 1972 Sep 1972 Rinaldo Marcos  Brasilien
Sep 1972 Mai 1973 Santiago Arrántxez Sagradien
Mai 1973 Aug 1973 Márcio Veraldos (+) Sagradien
Aug 1973 Mai 1974 Sören Fjellgard Schweden
Mai 1974 Jun 1975 Karl-Heinz Lemberger Deutschland
Jul 1975 Jun 1979 Francisco Chamot Sagradien Premera Liga 1977, 1978, 1979; Copa Sagradia 1978; Landesmeisterpokal 1979
Jul 1979 Dez 1979 Marian Milanic Jugoslawien
Dez 1979 Jan 1980 Luciano Gomes Sagradien
Jan 1980 Dez 1981 Daniel Lapuente Argentinien Landesmeisterpokal 1980
Jan 1982 Mär 1982 Károly Szálasi Ungarn/Sagradien
Mär 1982 Aug 1982 Luca Martínez Sagradien Copa Sagradia 1982
Aug 1982 Aug 1982 Donado Cabrera (interim) Sagradien
Aug 1982 Jun 1984  Francisco Chamot  Sagradien Premera Liga 1983
Jul 1984 Dez 1985 Ole Erik Simonsen Dänemark Premera Liga 1985
Dez 1985 Jun 1990 Carles Notero Sagradien Premera Liga 1988, 1989, 1990; Copa Sagradia 1987; UEFA-Cup 1987
Jul 1990 Feb 1992 Ruud Van Breukelen Niederlande Copa Sagradia 1991
Feb 1992 Aug 1992 Carles Notero Sagradien Europapokal der Pokalsieger 1992
Sep 1992 Dez 1992 Selle Névito Xusgard Sagradien
Dez 1992 Jun 1993 Ernesto Juán Lombardi Argentinien Copa Sagradia 1993
Jul 1993  Jun 1998 Ticiano De la Costa Sagradien Premera Liga 1995, 1998; UEFA-Cup 1997
Jul 1998 Jun 2005 Joán Restávio Sagradien Premera Liga 1999, 2000, 2001, 2003, 2004; Copa Sagradia 1999; Championsleague 1999, 2004
Jul 2005 Jan 2007 Luis Etxeberría  Sagradien
Jan 2007 Jan 2007 Paulo Varigell, interim Sagradien
Jan 2007 Jun 2008  Bernard Coutier Frankreich Copa Sagradia 2008
Jul 2008 Dínoel Pessué Sagradien Premera Liga 2009, 2010; Championsleague 2010


Erfolge

  • 27 Mal Sagradischer Meister: 1922, 1936, 1937, 1952, 1953, 1959, 1961, 1962, 1965, 1971, 1977, 1978, 1979, 1983, 1985, 1988, 1989, 1990, 1995, 1998, 1999, 2000, 2001, 2003, 2004, 2009, 2010
  • 12 Mal Sagradischer Pokalsieger: 1932, 1965, 1970, 1971, 1972, 1978, 1982, 1987, 1991, 1993, 1999, 2008
  • 10 Mal Sagradischer Super-Cup-Gewinner: 1982, 1983, 1988, 1990, 1993, 1998, 1999, 2001, 2004, 2008, 2010
  • 1 Mal Sagradischer Ligapokal-Sieger: 2006
  • 5 Mal Championsleague-Sieger: 1979, 1980, 1999, 2004, 2010 (4 Mal Zweiter: 1960, 1989, 1990, 2002)
  • 2 Mal UEFA-Pokal-Sieger: 1987, 1997
  • 1 Mal Messepokal-Sieger: 1964
  • 1 Mal Gewinner des Europapokals der Pokalsieger: 1992
  • 4 Mal Europäischer Super-Cup-Sieger: 1979, 1992, 2004, 2010
  • 3 Mal Weltpokal-Sieger: 1979, 1999, 2004
  • 1 Mal FIFA Klub-Weltmeister: 2010
  • 1 Mal Sieger der Coupe Latine: 1953 (1 Mal Zweiter: 1952
  • 4 Mal Sieger der Copa Azumaria: 1950, 1953, 1960, 1961


Vereinsführung 2010/2011

Amt Amtsinhaber Nationalität
Vereinsführung
Präsident Joán Següer Sagradien
Ehrenpräsident Luis Manuel Pérez Sagradien
Vizepräsident (Sport) David Martín Sagradien
Vizepräsident (Finanzen) Joán Carles Negruán Sagradien
Vizepräsident (Marketing & PR) Dián Arrántxez Sagradien
Vizepräsident (Soziales) Joán Peres Soler Sagradien
Berater des Präsidenten Carles Notero Sagradien
Generaldirektor Francisco Chabarell Sagradien
Sportliche Leitung
Technischer Direktor Fußball Luca Morientes Sagradien
Delegierter Technischer Direktor Fußball Manuel Erro Sagradien
Teamleitung
Cheftrainer Dínoel Pessué Sagradien
Assistenztrainer Cornèle Crêus Micolinien
Assistenztrainer Jocéntilo Esalla Sagradien
Torwarttrainer Manu Teixa Sagradien
Fitness- und Rehatrainer Aliureto Costa Sagradien
Fitness- und Rehatrainer David Arzeval Sagradien
Fitness- und Rehatrainer Francès Seigüer Micolinien
Team-Koordinator Luis Docién Miniambres Sagradien
Trainer Juventêsa B Luis Filipe Neloes Leal Sagradien
Trainer Juvantêsa C Lionel Marín Sagradien
Trainer Juvantêsa Juventú (Sub-19) Diego Cruzera Sagradien
Trainer Juvantêsa Juventú (Sub-17) Marián Berenguer Sagradien
Trainer Juvantêsa Juventú (Sub-16) Sebastián Notero Sagradien