Maria I.: Unterschied zwischen den Versionen
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Maria I. Luisa (*1708, †1748) war regierende Königin von Sagradien (1730-1748) sowie als Ehefrau Johanns III. von Cuentez auch Fürstin von Cuentez. Sie wurde als Tochter König Danadiers II. nach dessen Sturz und dem einem siebenjährigen Interregnum der so genannten Ersten Republik von den sagradischen Generalständen zur Königin erhoben. Bis zu seinem Tod 1745 regierte sie das Land gemeinsam mit ihrem Mann Johann III. Franz.
Dona María Luísa de Sántori wurde 1708 als Tochter des sagradischen Königs Danadier II. und dessen wittelsbachischer Ehefrau Maria Anna von Bayern geboren. Als jüngere Tochter war Maria nicht zur Thronfolge auserkoren. Stattdessen galt ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Joán Danadier als Präsumptiverbe der Krone und erhielt den traditionellen Thronfolgertitel eines Prinzen von Sarmay.
Als Maria fünf Jahre alt war, begann der gewaltsame Aufstand der so gennanten Coalicionáriœs gegen ihren Vater den König, der später als Sagradischer Bürgerkrieg bekannt wurde. Während dieser Jahre hielt sich Maria an wechselnden Orten auf, u.a. am Hof ihres Großvaters Maximilian II. Emanuel von Bayern. Die Absetzung ihres Vaters Danadier im Generalakt vom 20. Februar 1721 führte zur Diskussion um die Thronfolge, in der die junge Maria als Tochter Danadiers II. eine Schlüsselstellung in den Plänen der Royalisten spielte, das Haus Santori wieder zu inthronisieren. Sie wurde damit eine potenzielle Konkurrentin ihres Onkels Philipp Karl von Viça, der von ihrem Vater als Thronfolger eingesetzt worden war, für eine absolute Königsherrschaft eintrat und damit für eine Fortführung der Bürgerkriege stand.
Die Ernennung Maria Luisas zur Prinzessin von Sarmay, dem traditionellen Thronfolgertitel, im Jahr 1723, stärkte ihre Stellung im Reich. 1727 heiratete die 20-jährige Prinzessin den zehn Jahre älteren Johann III. Franz von Cuentez, der als Prinzregent der Republik fungierte. Drei Jahre später setzte dieser die offizielle Rückkehr zum Königtum durch. Am 6. Januar 1730 wurde Maria Luisa daraufhin als Maria I. zur Königin von Sagradien erhoben, nachdem sie einen Eid auf die Codices Magni Libertatum geleistet hatte. Ihre feierliche Krönung galt als symbolisches Ende der Bürgerkriege und als Aussöhnung zwischen Royalisten und Anhängern einer Ständeherrschaft
In der praktischen Politik überließ Maria ihrem Mann die Führung, der als Mitregent eingesetzt worden war. Obwohl Johann III. weitgehend die Regierungsgeschäfte führte, behielt Maria großen Einfluss und wirkte zumindest für einige Jahre als echte Mitregentin. Ebenso wie ihr Mann förderte sie Künste und Wissenschaften und stand in engem intellektuellen Austausch mit dem älteren Santiago Calles.
Auch privat führten beide eine glückliche Ehe, aus der jedoch nur zwei Kinder das erste Lebensjahr überlebten. Die älteste Tochter María Francisca kam 1729 auf die Welt, ihr jüngerer Bruder Joán Manuel, als Prinz von Sarmay und Prinz von Cuentez Thronfolger beider Königreiche, starb 1734. 1745 kam mit dem Sohn David Johann ein neuer Thronfolger auf die Welt, sein Vater Johann III. war nur wenige Monate zuvor verstorben.
Nach dem Tod Johanns III. führte Maria gemeinsam mit einem Staatsrat der Generalstände die Regierungsgeschäfte, ehe sie 1749 starb. Ihr folgte ihr vierjähriger Sohn David II. auf den Thron, ehe mit Marias und Johanns Tochter Maria II. Franziska 1753 die letzte Santori-Monarchin nachfolgte.