Josep Carles Otero: Unterschied zwischen den Versionen

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Otero nahm im Jahr 1999 als Kandidat der PPC an der [[Präsidentschaftswahlen 1999|Präsidentschaftswahl]] teil, verlor aber auch diese gegen den Sozialisten [[António Grande Illega]]. Schließlich kündigte Otero im Lauf des Jahres 1999 an, beim nächsten regulären Parteitag der Volkspartei im Januar 2000 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Als Nachfolger schlug er erwartungsgemäß den Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer [[Roberto Vidéas Braga]] vor, der lange bereits als Kronprinz Oteros angesehen worden war
 
Otero nahm im Jahr 1999 als Kandidat der PPC an der [[Präsidentschaftswahlen 1999|Präsidentschaftswahl]] teil, verlor aber auch diese gegen den Sozialisten [[António Grande Illega]]. Schließlich kündigte Otero im Lauf des Jahres 1999 an, beim nächsten regulären Parteitag der Volkspartei im Januar 2000 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Als Nachfolger schlug er erwartungsgemäß den Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer [[Roberto Vidéas Braga]] vor, der lange bereits als Kronprinz Oteros angesehen worden war
  
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] wurde Otero im Falle eines konservativen Wahlsiegs als Kandidat für das Amt des [[Außenminister]]s oder aber für das des [[Parlamentspräsident]]en gehandelt. Die deutliche Niederlage seiner Partei unter der Führung Roberto Vidéas' bei nochmaligen Verlusten und das Nachsehen des von ihm unterstützten [[Oscar Rolando Huerón]] bei der Wahl zum neuen Parteivorsitzenden führten letztlich aber auch zu einer endgültigen Entmachtung Oteros und einem weitgehenden Machtverlust der bis dahin dominanten Strömung in seiner Partei. In der Folge zog sich auf die Rolle eines einfachen Abgeordneten zurück. Nach wie vor wurde er aber als Parteipatriarch hinter den Kulissen gehandelt und trat öffentlich als unabhängiger Elder Statesman auf. Dabei scheute er auch nicht vor vereinzelter Kritik an der Linie des neu gewählten Parteivorsitzenden [[Miguel Ánibal Luisanto]] zurück, der 2006 schließlich selbst Ministerpräsident wurde.
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Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] wurde Otero im Falle eines konservativen Wahlsiegs als Kandidat für das Amt des [[Außenminister]]s gehandelt. Die deutliche Niederlage seiner Partei unter der Führung Roberto Vidéas' bei nochmaligen Verlusten und das Nachsehen des von ihm unterstützten [[Oscar Rolando Huerón]] bei der Wahl zum neuen Parteivorsitzenden führten letztlich aber auch zu einer endgültigen Entmachtung Oteros und einem weitgehenden Machtverlust der bis dahin dominanten Strömung in seiner Partei. In der Folge zog sich auf die Rolle eines einfachen Abgeordneten zurück. Nach wie vor wurde er aber als Parteipatriarch hinter den Kulissen gehandelt und trat öffentlich als unabhängiger Elder Statesman auf. Dabei scheute er auch nicht vor vereinzelter Kritik an der Linie des neu gewählten Parteivorsitzenden [[Miguel Ánibal Luisanto]] zurück, der 2006 schließlich selbst Ministerpräsident wurde.
  
 
Von Dezember 2001 bis 2003 war Otero Mitglied und Vizepräsident des Europäischen Konvents, der eine Verfassung der Union ausarbeiten sollte.
 
Von Dezember 2001 bis 2003 war Otero Mitglied und Vizepräsident des Europäischen Konvents, der eine Verfassung der Union ausarbeiten sollte.

Version vom 23:31, 8. Dez 2013

Josep Carles Otero (*1934 in Biniar-Mescano) ist ein sagradischer Politiker, früherer Ministerpräsident seines Landes (1990-1998) und langjähriger Vorsitzender der christdemokratischen Volkspartei.

Leben und Karriere

Ausbildung und frühe Jahre in der Stadtpolitik

Josep Carles Otero wurde in Mescano, einem Vorort der bordesischen Stadt Biniar, geboren und stammt aus einer konservativ-katholischen Familie. Religiös erzogen, besuchte Otero ein katholisches Gymnasium und begann anschließend in Artir ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1962 mit dem Doktorgrad beendete. Nach seinem Studium kehrte er als Beamter der Justizverwaltung in seine Heimatstadt zurück und verfolgte eine politische Karriere. Bereits seit Studientagen Mitglied der konservativ-katholischen CSD (später PPC) und in der christdemokratischen Parteijugend tätig, wurde er 1964 ins Stadtparlament von Biniar gewählt, wo er 1967 die Führung der konservativen Fraktion übernahm. Gleichzeitig stieg er in die Führung seiner Partei in der Provinz Farfalla-Argente auf. 1969 zog er als Vertreter der Volkspartei in den ersten Regionalrat von Bordez ein.

Bürgermeister von Biniar

Sein Förderer war zu dieser Zeit der einflussreiche PPC-Provinzpräsident Ernesto Caballó, der den 38-jährigen Otero 1971 als Bürgermeisterkandidaten in Biniar vorschlug. Bei der Wahl im Jahr 1972 konnte sich Otero schließlich durchsetzen und wurde an die Spitze seiner Heimatstadt gewählt. Schon im nächsten Jahr folgte er Caballó als Präsident der CSD in der Provinz Farfalla-Argente nach und wurde 1974 stellvertretender Parteivorsitzender in der Region Bordez, 1977 schließlich Mitglied im nationalen Parteivorstand der Volkspartei.

Aufstieg zum Parteivorsitzenden

Nachdem er 1974 erstmals in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt und 1976 in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt worden war, zog sich Otero im Jahr 1978 aus seinen städtischen Ämtern zurück und konzentrierte sich fortan auf seine Karriere in der nationalen Politik in Semess. 1979 wurde er Parlamentarischer Sekretär seiner Fraktion in der Abgeordnetenkammer und 1982 als Nachfolger von Joán Emilio Moya schließlich Fraktionssprecher. In diesem Amt gehörte er fortan zum Führungsteam der Christdemokraten und fungierte als einer der wesentlichen Organisatoren der konservativ-liberalen Regierungskoalition. Er machte sich gleichermaßen einen Namen als talentierter Redner und als umsichtiger Organisator.

Nach der Niederlage der Partei bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986 stieg Otero 1987 zum stellvertretenden Parteivorsitzenden der PPC auf, galt bald aber schon als möglicher Kandidat für die Führung der Partei und als "heimlicher Oppositionsführer". Im Gegensatz zu Parteichef Santiago Montoya, der nur über einen Sitz im Senat verfügte, konnte Otero der Regierung im Plenum der weitaus einflussreicheren Abgeordnetenkammer die Stirn bieten. Nachdem Parteichef Santiago Montoya 1989 auf den Parteivorsitz verzichtet hatte, wurde Otero folgerichtig zum Nachfolger und damit zum Premierministerkandidaten der Konservativen bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990 gewählt.

Premierminister

Als Spitzenkandidat der Volkspartei bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990 konnte Otero mit seiner Partei einen deutlichen Sieg über den amtierenden Ministerpräsidenten Donado Ricardes und dessen sozialdemokratische ASUL erzielen. Er wurde anschließend von Präsident Santiago Montoya zum sagradischen Ministerpräsidenten ernannt und bildete zusammen mit der UDS eine konservativ-liberale Koalitionsregierung.

Als Ministerpräsident setzte Otero den unter seinen Vorgängern eingeleiteten Privatisierungskurs fort und brachte u.a. die bis dahin staatliche Telekom an die Börse. Außerdem leitete er die 1999 erfolgte Teilprivatisierung des staatlichen Energieunternehmens COESA in die Wege. Besonders energisch engagierte sich der bekennende Europäer Josep Otero für eine Fortführung und Intensivierung der Europäischen Integration. Diesen Kurs setzte er auch gegen Widerstände am rechten Parteiflügel durch. Unter seiner Präsidentschaft ratifizierte Sagradien die Verträge von Maastricht und Amsterdam und entschied sich für die Einführung des Euro als Währung. Wenig Erfolg hatte er dagegen bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die unter seiner Regierung auf einen Rekordwert anstieg, und beim Abbau der Staatsschulden.

Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994 konnte Oteros konservativ-liberale Koalition ihre Mehrheit trotz Stimmverlusten knapp gegen die von António Grande Illega angeführte Opposition verteidigen und weitere vier Jahre weiter regieren. Gegen Ramón Julio De la Costa folgte vier Jahre später jedoch eine deutliche Niederlage bei der Parlamentswahl 1998, die Otero schließlich nicht nur sein Amt als Premierminister an De la Costa, sondern auch die Parteiführung der Konservativen kostete.

Nach der Ministerpräsidentschaft

Nach der Niederlage 1998 reichte Otero seine Demission ein und wurde nominell wieder Oppositionsführer. Gleichzeitig mehrte sich aber die Kritik an seinem Führungsstil. Viele wünschten sich nach zehn Jahren unter Oteros Führung eine Verjüngung in der Parteispitze.

Otero nahm im Jahr 1999 als Kandidat der PPC an der Präsidentschaftswahl teil, verlor aber auch diese gegen den Sozialisten António Grande Illega. Schließlich kündigte Otero im Lauf des Jahres 1999 an, beim nächsten regulären Parteitag der Volkspartei im Januar 2000 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Als Nachfolger schlug er erwartungsgemäß den Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer Roberto Vidéas Braga vor, der lange bereits als Kronprinz Oteros angesehen worden war

Vor der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 wurde Otero im Falle eines konservativen Wahlsiegs als Kandidat für das Amt des Außenministers gehandelt. Die deutliche Niederlage seiner Partei unter der Führung Roberto Vidéas' bei nochmaligen Verlusten und das Nachsehen des von ihm unterstützten Oscar Rolando Huerón bei der Wahl zum neuen Parteivorsitzenden führten letztlich aber auch zu einer endgültigen Entmachtung Oteros und einem weitgehenden Machtverlust der bis dahin dominanten Strömung in seiner Partei. In der Folge zog sich auf die Rolle eines einfachen Abgeordneten zurück. Nach wie vor wurde er aber als Parteipatriarch hinter den Kulissen gehandelt und trat öffentlich als unabhängiger Elder Statesman auf. Dabei scheute er auch nicht vor vereinzelter Kritik an der Linie des neu gewählten Parteivorsitzenden Miguel Ánibal Luisanto zurück, der 2006 schließlich selbst Ministerpräsident wurde.

Von Dezember 2001 bis 2003 war Otero Mitglied und Vizepräsident des Europäischen Konvents, der eine Verfassung der Union ausarbeiten sollte.

Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006 verzichtete Otero nach 32 Jahren im Parlament auf eine neuerliche Kandidatur, wurde stattdessen aber Ende des Jahres auf Vorschlag der vormaligen Oppositionsparteien von Präsident António Grande Illega zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Auf eine erneute Kandidatur um die Nachfolge Grande Illegas verzichtete Otero sowohl 2004 als auch 2009.

Auszeichnungen

Für sein Bemühen um die europäische Integration wurde Josep Otero im Jahr 2001 mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.

Politische Funktionen

Öffentliche Ämter

Mandate

  • 1964-1980: Stadtrat in Biniar
  • 1969-1974: Mitglied des Regionalrats von Bordez
  • 1974-2006: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
  • seit 2006: ernannter Senator auf Lebenszeit

Parteifunktionen