Gabriel V.: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Mit dem Tod seiner Mutter 1602 und Belavís' 1603 übernahm Gabriel selbst die Regierungsgeschäfte. Im Jahr 1605 heiratete der Zwanzigjährige die ein Jahr jüngere Marie de Vienne, Tochter von [[Louis I. duc de Vienne]] und Großnichte Heinrichs IV. von Frankreich. Das erste Kind der beiden war Prinzessin [[Isabel de Sántori]] (*1607), die später den cuentesischen Erbprinzen [[José Manuel de Cuentez|José Manuel]] heiratete. 1610 folgte mit dem Prinzen [[Gabriel VI.|Gabriel]] ein Sohn und Thronfolger. | + | Mit dem Tod seiner Mutter 1602 und Belavís' 1603 übernahm Gabriel mit 17 Jahren selbst die Regierungsgeschäfte. Im Jahr 1605 heiratete der Zwanzigjährige die ein Jahr jüngere [[Marie de Vienne]], Tochter von [[Louis I. duc de Vienne]] und Großnichte Heinrichs IV. von Frankreich. Das erste Kind der beiden war Prinzessin [[Isabel de Sántori]] (*1607), die später den cuentesischen Erbprinzen [[José Manuel de Cuentez|José Manuel]] heiratete. 1610 folgte mit dem Prinzen [[Gabriel VI.|Gabriel]] ein Sohn und Thronfolger. |
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| − | Außenpolitisch schloss Gabriel an die Tradition der antispanischen Politik an und schloss ein Bündnis mit Frankreich, das er in dessen anti-habsburgischer Politik unterstützte. Versuche, | + | Außenpolitisch schloss Gabriel an die Tradition der antispanischen Politik an, die auf den Portugiesischen Erbfolgekrieg von 1580 gefolgt war, und schloss ein Bündnis mit Frankreich, das er in dessen anti-habsburgischer Politik unterstützte. Versuche, Portugal von den Habsburgern für die Sántori zurückzuerobern, scheiterten aber. |
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Aktuelle Version vom 15. Dezember 2025, 14:58 Uhr
Gabriel V. (Gabriel Filipe) (*1585, †1640) aus dem Haus Santori war König von Sagradien (1592-1640) und als Gabriel I. Herr der Saloanischen Lande. Er gilt als letzter Monarch und einer der wichtigsten Exponenten des sagradischen "Großen Zeitalters" des 16. und 17. Jahrhunderts. Seine Herrschaft sah eine ökonomische und politische Blüte Sagradiens und einen Aufstieg des Kolonialreichs in Übersee. Im Inneren wurden die von Joán María de Belavís bereits unter dem späten Danadier I. eingeleiteten Reformen zur Stärkung des Königtums und zur katholischen Gegenreformation zu einem Höhepunkt und vorläufigen Abschluss geführt.
Inhaltsverzeichnis
Kindheit und frühe Regentschaft[bearbeiten]
Gabriel Philipp David von Sántori wurde 1585 im Semestiner Plazarenya-Palast als Sohn von König Danadiers I. und dessen zweiter Ehefrau Eleonora Gonzaga geboren. Als Thronfolger trug er nach seiner Geburt den Titel eines Prinzen von Sarmay. Nach dem Tod seines Vaters 1592 bestieg Gabriel als Sechsjähriger den sagradischen Thron und stand fortan unter der Regentschaft seiner Mutter Eleonora. Die Staatsgeschäfte führte aber wie schon in den letzten Lebensjahren von Danadier I. der leitende Minister Joán María de Belavís. Dieser hatte bereits seit den Achtziger Jahren die Regierung geführt und religionspolitisch einen Kurs der katholischen Gegenreformation geführt. Dieser wurde auch mithilfe der Jesuiten mit Nachdruck durchgesetzt, um eine weitere Ausbreitung des Protestantismus im Land aufzuhalten.
Mit dem Tod seiner Mutter 1602 und Belavís' 1603 übernahm Gabriel mit 17 Jahren selbst die Regierungsgeschäfte. Im Jahr 1605 heiratete der Zwanzigjährige die ein Jahr jüngere Marie de Vienne, Tochter von Louis I. duc de Vienne und Großnichte Heinrichs IV. von Frankreich. Das erste Kind der beiden war Prinzessin Isabel de Sántori (*1607), die später den cuentesischen Erbprinzen José Manuel heiratete. 1610 folgte mit dem Prinzen Gabriel ein Sohn und Thronfolger.
Innenpolitik[bearbeiten]
Gabriel V. setzte im Wesentlichen die von Belavís eingeleitete zentralistisch gesinnte Machtpolitik fort. Er stärkte die Macht des Königs gegenüber dem Hochadel und konsolidierte so seine Herrschaft. Zwar erreichte er keine vollständige Loslösung von den Generalständen, konnte deren Funktion aber auf die Bestätigung königlicher Dekrete und Verordnungen reduzieren und die Macht des unter Danadier I. noch so mächtigen Hochadels weitgehend brechen. Die unter seinen Vorgängern eingeführten Räte, in denen auch Vertreter des Hochadels saßen, beließ er zwar im Amt, konzentrierte die Regierungsgewalt aber weitgehend bei einem kleineren Kronrat (cosellu minor) unter Kanzlerschaft des ersten Ministers. Auch die von Belavís eingeleitete Politik einer frühmerkantilistischen Wirtschaft führte Gabriel zu einem ersten Höhepunkt.
Gabriel V. gilt als letzter Monarch des „Goldenen Jahrhunderts“ in Sagradien und als großer Förderer der Künste und der Philosophie. An seinem Hof kamen zahlreiche Denker der philosophischen Spätklassik zusammen, von denen Santiago Calles der bedeutendste war. Unter seiner Herrschaft wurde darüber hinaus der Bau der im 16. Jahrhundert begonnenen Kathedrale von Semest vollendet. Gleichzeitig förderte Gabriel V. den jungen begabten Barockmaler Sebastián Bexente (1601-1680), den er in seinen letzten Lebensjahren zum Hofmaler machte.
Außenpolitik[bearbeiten]
Außenpolitisch schloss Gabriel an die Tradition der antispanischen Politik an, die auf den Portugiesischen Erbfolgekrieg von 1580 gefolgt war, und schloss ein Bündnis mit Frankreich, das er in dessen anti-habsburgischer Politik unterstützte. Versuche, Portugal von den Habsburgern für die Sántori zurückzuerobern, scheiterten aber.
Als Nebenschauplatz des Dreißigjährigen Kriegs führte Sagradien 1620-1624 den Ligrischen Krieg gegen eine anglo-mikolinische Allianz. Es gelang Gabriel aber, die Herrschaft Sagradiens über Westligrien zu verteidigen.
Jenseits Europas setzte Gabriel auf den Ausbau und eine Konsolidierung des sagradischen Kolonialreichs. 1599 wurde als erste sagradische Besitzung in Nordamerika die Kolonie Nova Scantia entlang des Savannah River im heutigen Georgia gegründet, die später an England fiel. Die sagradische Indien-Kompagnie etablierte in den 1620er Jahren mehrere Kolonien in Indien, namentlichd die Städte Vizagapatam, Masulipatnam und Cannanore, die als Sagradisch-Indien bekannt wurden und bis ins 20. Jahrhundert hinein sagradische Kolonien blieben.
Nachkommen[bearbeiten]
Aus der 1605 geschlossenen Ehe mit Marie de Vienne, Tochter Louis I duc de Vienne, gingen mehrere Kinder hervor:
- Luisa Maria (1608-1646) ∞ Karl von Österreich, Infant von Spanien (Thronfolger 1621-1629)
- Gabriel Maria Danadier (1610-1651), als Gabriel VI. König von Sagradien
- Philipp Alexander, Herzog von Tesqué (1615-1644)
- Isabella (1621-1659), Regentin von Cuentez (1654-1659) ∞ José Manuel de Sántori-Cuentez (†1652)
Aus der 1628 geschlossenen Ehe mit María Luísa de Sántori-Cuentez gingen mehrere Kinder hervor:
- David Prosper (1630-1656), Kardinal
- Anna Teresa (1632-1655) ∞ Karl III. von Cuentez
Daneben hatte Gabriel V. mehrere uneheliche Kinder, darunter:
- Marjolía de Sántori (1619-1661) ∞ Philipp I. von Sancristo
Vermächtnis[bearbeiten]
Gabriels 48-jährige Herrschaftszeit wird auch als "Era Gabrielina" bezeichnet und gilt als Abschluss der "Gran'Etá" in Sagradien. An seinem Hof wirkten bedeutende Künstler wie Sebastian Bexente, Tristán de Carreác und Pier-Laurenço de Gilán, die die sagradische Barockmalerei auf einen Höhepunkt führten. Auch die sagradische Literatur und Dichtung befanden sich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in ihrer Blüte.