Rahim Kader: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Abdurahim "Rahim" Kader''' (*1976 in [[Ostino]]) ist ein [[sagradischer]] Politiker. Er vertritt die von ihm gegründete Partei [[Nôis Citadanoes]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] und ist seit Februar 2024 sagradischer [[Minister für Wohnen und Stadtentwicklung]] sowie [[Stellvertretender Ministerpräsident]], zunächst im [[Kabinett Ramoes Iliega III|dritten Kabinett Ramoes Iliega]] und seit Juli 2024 in der [[Regierung Bertou]]. | '''Abdurahim "Rahim" Kader''' (*1976 in [[Ostino]]) ist ein [[sagradischer]] Politiker. Er vertritt die von ihm gegründete Partei [[Nôis Citadanoes]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] und ist seit Februar 2024 sagradischer [[Minister für Wohnen und Stadtentwicklung]] sowie [[Stellvertretender Ministerpräsident]], zunächst im [[Kabinett Ramoes Iliega III|dritten Kabinett Ramoes Iliega]] und seit Juli 2024 in der [[Regierung Bertou]]. | ||
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Aktuelle Version vom 25. Mai 2025, 18:18 Uhr
Abdurahim "Rahim" Kader (*1976 in Ostino) ist ein sagradischer Politiker. Er vertritt die von ihm gegründete Partei Nôis Citadanoes in der sagradischen Abgeordnetenkammer und ist seit Februar 2024 sagradischer Minister für Wohnen und Stadtentwicklung sowie Stellvertretender Ministerpräsident, zunächst im dritten Kabinett Ramoes Iliega und seit Juli 2024 in der Regierung Bertou.
Vor Gründung seiner eigenen Partei war Kader bis Parteisekretär, Fraktionssprecher und stellvertretender Parteivorsitzender der sagradischen Liberalen (UDS), die er seit 2006 in der sagradischen Abgeordnetenkammer repräsentierte. Innerhalb der Partei wurde er dem eher konservativen Flügel zugerechnet. Kader war von 2011 bis 2013 Delegierter Minister für Internationale Entwicklung im Kabinett Luisanto III und von Februar 2018 bis Februar 2020 Minister für Erziehung und Sport im Kabinett Ramœs Iliega.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Kabinett und aus der Parteiführung der Liberalen trat Kader Ende 2021 aus der liberalen Parlamentsfraktion aus und firmierte fortan als fraktionsloser Abgeordneter. Im Wahljahr 2023 gründete er seine eigene Partei Nôis Citadanœs, mit der er bei der Parlamentswahl im Dezember 2023 antrat und ins Parlament einzog. In der neuen Regierung von Manuel Ramœs Iliega wurde er zum stellvertretenden Ministerpräsidenten sowie zum Minister für Wohnen und Stadtentwicklung ernannt. Dieses Amt behielt er auch in der Regierung Bertou.
Kader bezeichnet sich selbst als säkularer Muslim und als sagradischer Patriot. Er gilt als ausgesprochener Kritiker des politischen Islam sowie jeder Form der "Identitätspolitik". Er tritt zudem für mehr innere Sicherheit und eine Begrenzung des Asylrechts ein, grenzt sich aber vom "Nationalismus" der rechten PSP ab.
Inhaltsverzeichnis
Karriere[bearbeiten]
Aufstieg in der UDS zum Minister[bearbeiten]
Der ägyptisch-stämmige Abdurahim Kader war von 2000 bis 2008 Mitglied des Stadtrats von Ostino und ist seit 2006 Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer. Von 2004 bis 2008 amtierte er als stellvertretender Vorsitzender der UDS-nahen Jungdemokraten. Als Abgeordneter war Kader Experte für Sozial- und Integrationspolitik, später spezialisierte er sich jedoch auf Themen der Außen- und Sicherheitspolitik.
Nach dem Ausscheiden von Alexandro Caravel wurde Kader im Mai 2011 zum Delegierten Minister für Internationale Zusammenarbeit im Kabinett Luisanto III ernannt, schied nach der Niederlage der Mitte-Rechts-Parteien bei der Parlamentswahl 2013 aber aus dem Amt. Im Dezember 2013 wurde Kader von der neuen Parteivorsitzenden Beatrice Iniagui als Parteisekretär der UDS nominiert, ehe er 2015 Fraktionssprecher der Liberalen in der sagradischen Abgeordnetenkammer wurde. Als solcher galt er als unbestrittene Nummer 2 der Partei hinter Parteichefin Iniagui.
Nach dem erfolgreichen Wahlkampf zur Parlamentswahl 2017 wurde Kader im Februar 2018 als Vertreter seiner Partei ins Kabinett Ramœs Iliega berufen, wo er als Minister für Erziehung und Sport fungierte.
Rückzug und Parteigründung[bearbeiten]
Während der Kampagne zur vorgezogenen Parlamentswahl 2019 kam es zu einer Affäre um Kader, der sich in der Vergangenheit homophob geäußert hatte. Nachdem es auch in der eigenen Partei zu heftiger Kritik an Kader gekommen war, verzichtete dieser schließlich im Februar 2020 auf eine Wiederberufung ins Kabinett, blieb aber zunächst stellvertretender Parteivorsitzender.
In der Folge kam es zu häufigeren Differenzen zwischen Kader und der Parteiführung um Beatrice Iniagui. Im Spätsommer 2021 legte Kader sein Buch "Nôis Citadanœs" vor, in dem er scharfe Kritik an der politischen Klasse des Landes übte. Er wandte sich gegen jede Form der Identitätspolitik, kritisierte staatliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus und forderte zudem einen härteren Kurs in der Kriminalitätsbekämpfung und in der Asylpolitik.
Ende 2021 gab Kader schließlich seinen Austritt aus der liberalen Parlamentsfraktion bekannt. Er fungierte für mehrere Monate als Fraktionsloser, ehe er im Wahljahr 2023 die Gründung einer eigenen Partei bekannt gab, die er nach seinem Bestseller Nôis Citadanœs benannte. Kader übernahm in der neuen Partei kein formelles Amt, gehört als Gründer aber dem Vorstand an und gilt als de-facto-Parteichef.
Parlamentswahl 2023[bearbeiten]
Bei der Parlamentswahl im Dezember 2023 trat Kader als Spitzenkandidat seiner neuen Partei an. Mit einem Ergebnis von 4,8 Prozent der Stimmen für seine Wahlliste kehrte er ins Parlament zurück. Dort übernahm er zunächst die Führung der Gruppe seiner Partei in der Abgeordnetenkammer und begann Koalitionsgespräche mit den regierenden Parteien PPC und Liberales über die Bildung einer gemeinsamen Regierung. Während Kader eine gemeinsame Regierung mit den Grünen wegen deren "Identitätspolitik" als unwahrscheinlich bezeichnete, zeigte er sich für eine Kooperation mit der rechtspopulistischen PSP offen. Im Februar 2024 wurde er schließlich als Minister für Wohnen und Stadtentwicklung und als stellvertretender Ministerpräsident in das dritte Kabinett von Ministerpräsident Manuel Ramœs Iliega berufen. Zuvor hatte er sich mit der Volkspartei und mit seiner früheren Partei, den Liberalen, auf eine gemeinsame Minderheitsregierung geeinigt.
Positionen[bearbeiten]
Schon während seiner Zeit in der liberalen UDS tat sich Kader mit einigen Law-and-Order-Positionen hervor. So befürwortet er strengere gesetzliche Regelungen gegen Terrorismus und organisiertes Verbrechen sowie die konsequente Abschiebung islamistischer Extremisten. Er verteidigt die laizistische Schule und stellt sich gegen Zwangsverheiratungen und jede Form religiösen Zwangs. Er setzt sich zudem für strengere Migrationsregeln ein. Sagradien und die EU sollten jegliche Formen der irregulären Migration bekämpfen.
Kader ist ein besonders engagierter Gegner sogenannter "Woke"-Kultur, die er als Angriff auf die liberale Gesellschaft empfindet. Er kritisiert Trans*-Aktivismus und die Gender-Theorie, lehnt geschlechter-gerechte Sprachformen ab und setzt sich gegen jegliche Form der Quotierung ein. Benachteiligte Gruppierungen in der Gesellschaft benötigten gleichermaßen Chancengleichheit und Leistungsbereitschaft, um sozial aufzusteigen, aber keinen "Mutti-Staat", der jegliche Eigenverantwortung im Keim ersticke. Kader kritisiert zudem den "kulturellen Relativismus" linker und linksliberaler Milieus, die er als Einfallstor für antidemokratischen Extremismus ansieht.
In wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen versteht sich Kader als "sozial-liberal": Er setzt sich für die Interessen kleiner und mittelständischer Unternehmen ein, kritisiert staatliche Bürokratie und fordert zugleich Investitionsprogramme für Start-Ups und Firmengründer. Kader befürwortet den sagradischen Sozialstaat, lehnt aber jede Form der bedingungslosen Sozialunterstützung ab.
Öffentliche Ämter[bearbeiten]
- 2011-2013: Delegierter Minister für Internationale Entwicklung im Kabinett Luisanto III
- 2018-2020: Minister für Erziehung und Sport im Kabinett Ramœs Iliega I
- seit 2024: Minister für Wohnen und Stadtentwicklung sowie Vizepräsident des Ministerrats im Kabinett Ramœs Iliega III und im Kabinett Bertou
Mandate[bearbeiten]
- 2000-2008: Mitglied des Stadtrats von Ostino
- seit 2006: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
Parteifunktionen[bearbeiten]
- 2004-2008: Stellvertretender Vorsitzender der Jungdemokraten
- 2013-2015: Parteisekretär der UDS
- 2015-2018: Fraktionssprecher der UDS in der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 2018-2021: stellvertretender Parteivorsitzender der Liberalen
- 2023: Parteigründer der Nôis Citadanœs
- 2023-2024: Fraktionssprecher der Nôis Citadanœs in der sagradischen Abgeordnetenkammer