Cientro Uníu: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Unión de Democráticōes del Cientro''' (kurz '''UDC''', deutsch: ''Union der Zentrumsdemokraten'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] zentristische Partei, die sich als christdemokratisch, sozialliberal und europafreundlich definiert. Die UDC bildet gemeinsam mit dem chritdemokratischen [[CCD]] das zentristische Parteienbündnis [[Cientro Uníu]].
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Das '''Cientro Uníu''' (kurz '''CU''', ''Vereinigtes Zentrum'') war eine sozialliberale und pro-europäische Partei in [[Sagradien]]. Die Partei wurde im November 2007 unter dem Namen '''Unión de Democráticœs del Cientro''' (kurz '''UDC''', deutsch: ''Union der Zentrumsdemokraten'') um den früheren Regionalpräsidenten von [[Sur-Pinial]], [[Traiano Atániez]] vom christdemokratischen [[PPC]], gegründet. Sie verstand sich als humanistisch, demokratisch und europafreundlich und vertrat das Ziel, die Blocklogik in der sagradischen Politik zu überwinden und den Einfluss der rechtspopulistischen [[PSP]] auf die Politik der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] zurückzudrängen.  
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Nachdem die Partei als UDC bei den Regionalwahlen des Jahres 2008 erste Achtungserfolge hatte feiern können, trat sie bei den Wahlen des Jahres 2009 im Bündnis mit dem kleinen linkskatholischen [[CCD]] an und zog unter anderem ins Europäische Parlament ein. Bei der [[Regionalwahl in Sur-Pinial 2009]] erreichte das Vereinte Zentrum mit [[Traiano Atániez]] als Spitzenkandidaten einen Wähleranteil von 14,5 Prozent und wurde damit drittstärkste Kraft. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009]] verpasste sie aber mit einem Stimmenanteil von 2,4 Prozent den Einzug ins Parlament. Zudem verlor die Partei auch die [[Parlamentswahl 2013]] und die [[Europawahl 2014]]. Atániez zog sich daraufhin zurück. Als letzter Parteisekretär fungierte seit August 2014 [[Oscar Rotell]]. Nachdem die Partei bei der [[Parlamentswahl 2017]] nur 0,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte, beschloss sie im April 2018 die Selbstauflösung.
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Eine Hochburg der Partei war neben [[Sur-Pinial]] auch die Region [[Tescano-Valoní]], wo das CU durch die Regionalpartei [[Cientro Tescano-Valonês]] (CTV) vertreten wurde. Diese stellte mit [[Joaquín Barreno-Soléi]] von 2008 bis 2016 den Regionalpräsidenten und ist bis heute aktiv.
  
 
== Gründung ==
 
== Gründung ==
Die UDC wurde 2007 vom früheren [[PP-CSD|Volkspartei]]-Mitglied [[Traiano Atániez]] ins Leben gerufen, der zuvor als "Reformminister" dem [[Kabinett Luisanto I]] angehört hatte, beim Parteitag der PP-CSD im April 2007 in Joanaz aber vergeblich versucht hatte, in seiner Partei die Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen und europakritischen [[PSP]] durchzusetzen. Atániez sprach sich gegen die fremdenfeindliche, europakritische und wirtschaftsliberale Ausrichtung seiner Partei aus und verließ im Mai 2007 die Fraktion der Volkspartei in der Abgeordnetenkammer. Ihm schlossen sich mit [[Ernesto Grací]] von der liberalen [[UDS]] sowie [[Armanda Colesán]] vom christdemokratischen [[CCD]] weitere Dissidenten des Regierungslagers an. Außerdem folgte ihm mit [[Damián Lourençá]] und anderen eine Gruppe von Vertretern des sozialliberalen Flügels der [[PP-CSD]], die zuvor zu den Unterstützern von [[Denísio Álvarez]] gehört hatten und größten Teils aus dem liberalen [[Movimiento Republicano Sagradês]] stammten.  
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[[Bild:Logo-UDC.jpg|thumb|150px|Parteilogo 2007-2009]]
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Die UDC wurde 2007 vom früheren [[PPC|Volkspartei]]-Mitglied und Regionalpräsidenten von [[Sur-Pinial]], [[Traiano Atániez]], ins Leben gerufen. Atániez sprach sich gegen die fremdenfeindliche, europakritische und wirtschaftsliberale Ausrichtung seiner Partei aus und verließ im Mai 2007 die Fraktion der Volkspartei in der Abgeordnetenkammer. Ihm schlossen sich mit [[Ernesto Grací]] von der liberalen [[UDS]] sowie [[Armanda Colesán]] von den oppositionellen [[Radicales]] weitere Abgeordnete und Dissidenten des Regierungslagers an. Außerdem folgte ihm mit [[Damián Lourençá]] und anderen eine Gruppe von Vertretern des sozialliberalen Flügels der [[PPC]], die zuvor zu den Unterstützern von [[Denísio Álvarez]] gehört hatten.  
  
 
Auch die Regionalparteien der [[Aziz|azizischen]] [[Europademokraten]] sowie der [[Demokraten für Cuentez]] schlossen sich der neuen Partei an.
 
Auch die Regionalparteien der [[Aziz|azizischen]] [[Europademokraten]] sowie der [[Demokraten für Cuentez]] schlossen sich der neuen Partei an.
  
Auf dem ersten Parteitag der UDC im Herbst 2007 wurde Traiano Atániez zum ersten Parteisekretär gewählt. Damián Lourençá wurde Stellvertreter, Armanda Colesán Koordinatorin.  
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Auf dem ersten Parteitag der UDC wurde [[Traiano Atániez]] zum ersten Parteisekretär gewählt. [[Damián Lourençá]] wurde Stellvertreter, [[Armanda Colesán]] Koordinatorin.
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== Abschneiden bei Wahlen ==
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Nachdem die UDC bei den Regional- und Kommunalwahlen 2008 erste Achtungserfolge hatte feiern können, kam es im "Superwahljahr 2009" zum Durchbruch: Bei den [[Senatswahlen 2009]], den [[Regionalwahlen 2009]] sowie den [[Europawahlen 2009]] kooperierte die UDC mit dem kleinen linkskatholischen [[CCD]] und konnte besonders in den traditionell bürgerlich-liberal geprägten Regionen des Südwestens Erfolge vorweisen. Das Zentrumsbündnis "Cientro Uníu" aus UDC und CCD zog bei den Regionalwahlen in 15 von 20 Regionen, die zwischen 2008 und 2010 stattfanden, in zwölf Regionalräte ein. Bei den Europawahlen vereinte die Liste ''Cientro Uníu per l'Europa'' 5,7 Prozent der Stimmen auf sich und schaffte damit den Sprung ins EU-Parlament. Von den vier Europaabgeordneten der Zentrumsunion schlossen sich drei, darunter [[Traiano Atániez]], der liberalen ALDR-Fraktion an, eine Abgeordnete saß in der christdemokratischen EVP-Gruppe.
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Der Erfolg führte zur Perspektive einer neuen moderaten Kraft der Mitte, sodass sich sofort zwei Abgeordnete im Parlament der UDC anschlossen. Dies führte dazu, dass die Mitte-Rechts-Regierung von [[Miquel Anibal Luisanto]] ihre parlamentarische Basis einbüßte und Neuwahlen herbeiführen musste. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|vorgezogenen Kammerwahlen 2009]] trat die UDC schließlich erneut im Zentrumsbündnis an, verpasste mit 2,4 aber den Einzug ins Parlament.
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Auch in der Folge gingen die Erfolge auseinander: Nachdem [[Joaquín Barreno-Soléi]] mit seinem [[Cientro Tescano-Valonês]] die [[Regionalwahl in Tescano-Valonês 2012|Regionalwahl 2012]] gewonnen hatte und im Amt des Regierungspräsidenten bestätigt worden war, konnte die Partei bei den Regionalwahlen 2013 nicht mehr reüssieren und zog nur noch mit Atániez als Spitzenkandidaten in [[Sur-Pinial]] in den Regionalrat ein. Auch bei der [[Parlamentswahl 2013]] verfehlte das Zentrum mit einem Stimmenanteil von 1,6 Prozent erneut deutlich die Dreiprozenthürde und zog damit nicht in die [[Abgeordnetenkammer]] ein. Bei der [[Europawahl 2014]] musste die Partei schwere Verluste verkraften und fiel von 5,7 Prozent auf magere 1,4 Prozent der Stimmen zurück. Das CU war damit in keinem Parlament oberhalb der regionalen Ebene mehr vertreten.
  
== Parlamentswahl 2008 ==
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== Auflösung und Erbe ==
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Kammerwahlen 2008]] trat die UDC zusammen mit dem christdemokratischen CCD an und erreichte mit 4,9 Prozent der Stimmen den Einzug ins Parlament. Damit konnte die UDC von der bereits vorhandenen Infrastruktur der wahlerfahreneren CCD-Partei profitieren. Atániez wurde neben CCD-Chef [[Francisco Valderrano]] Spitzenkandidat des Wahlbündnisses, das mit dem Ziel antrat, eine Regierung der Mitte ohne Einfluss der Rechtspopulisten zu bilden. Nach der Wahl ging die UDC zusammen mit dem CCD in die gemeinsame Opposition zur neuen Minderheitsregierung Luisanto. Atániez amtiert seither zusammen mit CCD-Sekretär Carles Vídrio als Sprecher der gemeinsamen Kammerfraktion der beiden Zentrumsparteien.
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Infolge der beiden Wahlniederlagen bei den Parlaments- und Europawahlen 2013/2014 trat Parteichef [[Traiano Atániez]] im August 2014 von seinem Amt zurück. Zum Nachfolger wurde [[Oscar Rotell]] gewählt. Unter dessen Führung schied das Vereinigte Zentrum bei den Regionalwahlen 2017 ohne Atániez auch aus dem Regionalparlament von [[Sur-Pinial]] aus. In der Folge löste sich die Partei auf.  
  
== Wahlen 2009 ==
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Das [[Cientro Tescano-Valonês]] bestand, wie bereits vor Grüdnung des CU, als unabhängige Regionalpartei fort, gehörte seit 2016 aber der Opposition an. Dasselbe gilt für die [[Democráticœs per l'Aziz]] und [[Democràtiques per Cüentiz]], die jeweils mit den [[Radicales]] bzw. mit der Partei [[Nòu Cüentiz]] zusammenarbeiteten. Das Erbe der Zentrumsunion in [[Sur-Pinial]] trat de facto die Regionalpartei [[Iniciativa Sur]] an, die 2015 durch eine Spaltung der zentristischen Regionalratsfraktion entstanden war.
Auch bei den [[Senatswahlen 2009]], den [[Regionalwahlen 2009]] sowie den [[Europawahlen 2009]] kam es zur Kooperation der UDC mit dem CCD. Dabei stellte sich heraus, dass die UDC besonders in den traditionell bürgerlich-liberal geprägten Regionen des Südwestens stark ist, während die Christdemokraten ihre Hochburgen besonders in der Region [[Alto Scantia]] haben. Das Zentrumsbündnis [[Cientro Uníu]] aus UDC und CCD zog bei den Regionalwahlen in 15 von 20 Regionen, die zwischen 2008 und 2010 stattfanden, in zwölf Regionalräte ein. Bei den Europawahlen vereinte die gemeinsame Liste ''Cientro Uníu per l'Europa'' 6,2 Prozent der Stimmen auf sich. Von den fünf Europaabgeordneten des Bündnisses stammen zwei von der UDC. Diese sitzen in der liberalen ALDE-Fraktion, während ihre christdemokratischen Kollegen in der EVP-Fraktion sitzen. Bei den sagradischen [[Präsidentschaftswahlen 2009]] unterstützte die UDC den CCD-Kandidaten [[Francisco Valderrano]].
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Sechs Jahre nach Auflösung seiner früheren Partei versuchte [[Traiano Atániez]] im Jahr 2023 ein Comeback für die [[Liberale]] Partei, verfehlte aber eine Rückkehr in die [[Abgeordnetenkammer]].
  
 
== Positionen ==
 
== Positionen ==
Die UDC sieht sich als Vereinigung der liberalen, christlich-sozialen und sozialdemokratischen Kräfte des Zentrums an, die sich für ein geeintes Europa, gegen den populistischen Nationalismus und für eine Rückbesinnung auf die christlich-humanitären Werte des Abendlandes und der Aufklärung aussprechen. Damit bildet die UDC ein Konglomerat liberalkonservativer, reformistischer und europafreundlicher Christ- und Liberaldemokraten. Zudem zeigt sich die Partei von der sozialdemokratischen Philosophie des Dritten Weges inspiriert. Die UDC tritt für die Verwirklichung des EU-Verfassungsvertrags, jedoch gegen den EU-Beitritt der Türkei ein. Stattdessen solle die EU in ihrem Kern zusammenwachsen und den alten Nationalismus seiner Mitglieder überwinden. In ihrem Programm verweigert sich die UDC einer Einordnung in das Spektrum von Rechts und Links, definierte sich aber bis zum Zusammenbruch der Regierung Luisanto hauptsächlich durch ihre Opposition zur Mitte-Rechts-Regierung.  
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Die Zentrumsunion sah sich als Vereinigung der liberalen, christlich-sozialen und sozialdemokratischen Kräfte des Zentrums an, die sich für ein geeintes Europa, gegen den populistischen Nationalismus und für eine Rückbesinnung auf die christlich-humanistischen Werte des Abendlandes und der Aufklärung aussprachen. Damit bildete die UDC ein Konglomerat liberalkonservativer, reformistischer und europafreundlicher Christ- und Liberaldemokraten. Zudem zeigte sich die Partei von der sozialdemokratischen Philosophie des Dritten Weges inspiriert. Die UDC trat für die Verwirklichung des EU-Verfassungsvertrags, jedoch gegen den EU-Beitritt der Türkei ein. Stattdessen solle die EU in ihrem Kern zusammenwachsen und den alten Nationalismus seiner Mitglieder überwinden. In ihrem Programm verweigerte sich die UDC einer Einordnung in das Spektrum von Rechts und Links, definierte sich aber bis zum Zusammenbruch der Regierung Luisanto hauptsächlich durch ihre Opposition zur Mitte-Rechts-Regierung.
  
 
== Vorfeldorganisationen ==
 
== Vorfeldorganisationen ==
Die UDC trat im Frühjahr 2008 der europafreundlich-zentristischen EDP bei, den die französische UDF und die italienische Margherita-Partei ins Leben riefen. Die Europaabgeordneten der UDC gehören der ALDE-Fraktion an. Als Jugendverband besteht die Gruppe [[UDC Jovenes]].
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Die UDC trat im Frühjahr 2008 der europafreundlich-zentristischen EDP bei, den die französische UDF und die italienische Margherita-Partei ins Leben riefen. Die Europaabgeordneten der UDC gehörten damit mehrheitlich der liberalen ALDE-Fraktion an. Als Jugendverband bestand die Gruppe [[UDC Jovenes]], die sich seit 2010 [[Cientro Jovén]] nannte, sich aber ebenfalls 2018 auflöste.
  
 
== Parteiführung ==
 
== Parteiführung ==
* Parteisekretär: [[Traiano Atániez]] (seit 2007)
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* Parteisekretär: [[Traiano Atániez]] (2007-2014), [[Oscar Rotell]] (2014-2018)
* Vizesekretär: [[Damián Lourençá]] (seit 2007)
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* Vizesekretär: [[Damián Lourençá]] (2007-2010), [[Carles Vídrio]] (2010-2014), [[Adriana Moleste]] (2014-2018)
* Exekutivkoordinator: [[Alfredo Lopes de Mira]] (2007-2009), [[Martín Acosta]] (seit 2009)
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* Exekutivkoordinator: [[Alfredo Lopes de Mira]] (2007-2009), [[Martín Acosta]] (2009-2014)
* Organisationskoordinatorin: [[Armanda Colesán]] (seit 2007)
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* Organisationskoordinatorin: [[Armanda Colesán]] (2007-2010)
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[[Kategorie: Sagradische Partei]]
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[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]

Aktuelle Version vom 5. Mai 2025, 16:12 Uhr

Cientro Uníu
CU-Logo.jpg
Parteisekretär Traiano Atániez (2007-2014)
Oscar Rotell (2014-2018)
Vizesekretärin Damián Lourençá (2007-2010)
Carles Vídrio (2010-2014)
Adriana Moleste (2014-2018)
Gründung 2007 (als UDC)
2010 (als CU)
Abspaltung von PPC
Auflösung 2018
Jugendorganisation Jovenes del Cientro
Ausrichtung Sozialliberalismus
Zentrismus
Föderalismus
Pro-Europäismus
Position Mitte/Mitte-Rechts
Europapartei Europäische Demokratische Partei
Farbe orange

Das Cientro Uníu (kurz CU, Vereinigtes Zentrum) war eine sozialliberale und pro-europäische Partei in Sagradien. Die Partei wurde im November 2007 unter dem Namen Unión de Democráticœs del Cientro (kurz UDC, deutsch: Union der Zentrumsdemokraten) um den früheren Regionalpräsidenten von Sur-Pinial, Traiano Atániez vom christdemokratischen PPC, gegründet. Sie verstand sich als humanistisch, demokratisch und europafreundlich und vertrat das Ziel, die Blocklogik in der sagradischen Politik zu überwinden und den Einfluss der rechtspopulistischen PSP auf die Politik der Regierung Luisanto zurückzudrängen.

Nachdem die Partei als UDC bei den Regionalwahlen des Jahres 2008 erste Achtungserfolge hatte feiern können, trat sie bei den Wahlen des Jahres 2009 im Bündnis mit dem kleinen linkskatholischen CCD an und zog unter anderem ins Europäische Parlament ein. Bei der Regionalwahl in Sur-Pinial 2009 erreichte das Vereinte Zentrum mit Traiano Atániez als Spitzenkandidaten einen Wähleranteil von 14,5 Prozent und wurde damit drittstärkste Kraft. Bei der vorgezogenen Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009 verpasste sie aber mit einem Stimmenanteil von 2,4 Prozent den Einzug ins Parlament. Zudem verlor die Partei auch die Parlamentswahl 2013 und die Europawahl 2014. Atániez zog sich daraufhin zurück. Als letzter Parteisekretär fungierte seit August 2014 Oscar Rotell. Nachdem die Partei bei der Parlamentswahl 2017 nur 0,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte, beschloss sie im April 2018 die Selbstauflösung.

Eine Hochburg der Partei war neben Sur-Pinial auch die Region Tescano-Valoní, wo das CU durch die Regionalpartei Cientro Tescano-Valonês (CTV) vertreten wurde. Diese stellte mit Joaquín Barreno-Soléi von 2008 bis 2016 den Regionalpräsidenten und ist bis heute aktiv.

Gründung[bearbeiten]

Parteilogo 2007-2009

Die UDC wurde 2007 vom früheren Volkspartei-Mitglied und Regionalpräsidenten von Sur-Pinial, Traiano Atániez, ins Leben gerufen. Atániez sprach sich gegen die fremdenfeindliche, europakritische und wirtschaftsliberale Ausrichtung seiner Partei aus und verließ im Mai 2007 die Fraktion der Volkspartei in der Abgeordnetenkammer. Ihm schlossen sich mit Ernesto Grací von der liberalen UDS sowie Armanda Colesán von den oppositionellen Radicales weitere Abgeordnete und Dissidenten des Regierungslagers an. Außerdem folgte ihm mit Damián Lourençá und anderen eine Gruppe von Vertretern des sozialliberalen Flügels der PPC, die zuvor zu den Unterstützern von Denísio Álvarez gehört hatten.

Auch die Regionalparteien der azizischen Europademokraten sowie der Demokraten für Cuentez schlossen sich der neuen Partei an.

Auf dem ersten Parteitag der UDC wurde Traiano Atániez zum ersten Parteisekretär gewählt. Damián Lourençá wurde Stellvertreter, Armanda Colesán Koordinatorin.

Abschneiden bei Wahlen[bearbeiten]

Nachdem die UDC bei den Regional- und Kommunalwahlen 2008 erste Achtungserfolge hatte feiern können, kam es im "Superwahljahr 2009" zum Durchbruch: Bei den Senatswahlen 2009, den Regionalwahlen 2009 sowie den Europawahlen 2009 kooperierte die UDC mit dem kleinen linkskatholischen CCD und konnte besonders in den traditionell bürgerlich-liberal geprägten Regionen des Südwestens Erfolge vorweisen. Das Zentrumsbündnis "Cientro Uníu" aus UDC und CCD zog bei den Regionalwahlen in 15 von 20 Regionen, die zwischen 2008 und 2010 stattfanden, in zwölf Regionalräte ein. Bei den Europawahlen vereinte die Liste Cientro Uníu per l'Europa 5,7 Prozent der Stimmen auf sich und schaffte damit den Sprung ins EU-Parlament. Von den vier Europaabgeordneten der Zentrumsunion schlossen sich drei, darunter Traiano Atániez, der liberalen ALDR-Fraktion an, eine Abgeordnete saß in der christdemokratischen EVP-Gruppe.

Der Erfolg führte zur Perspektive einer neuen moderaten Kraft der Mitte, sodass sich sofort zwei Abgeordnete im Parlament der UDC anschlossen. Dies führte dazu, dass die Mitte-Rechts-Regierung von Miquel Anibal Luisanto ihre parlamentarische Basis einbüßte und Neuwahlen herbeiführen musste. Bei den vorgezogenen Kammerwahlen 2009 trat die UDC schließlich erneut im Zentrumsbündnis an, verpasste mit 2,4 aber den Einzug ins Parlament.

Auch in der Folge gingen die Erfolge auseinander: Nachdem Joaquín Barreno-Soléi mit seinem Cientro Tescano-Valonês die Regionalwahl 2012 gewonnen hatte und im Amt des Regierungspräsidenten bestätigt worden war, konnte die Partei bei den Regionalwahlen 2013 nicht mehr reüssieren und zog nur noch mit Atániez als Spitzenkandidaten in Sur-Pinial in den Regionalrat ein. Auch bei der Parlamentswahl 2013 verfehlte das Zentrum mit einem Stimmenanteil von 1,6 Prozent erneut deutlich die Dreiprozenthürde und zog damit nicht in die Abgeordnetenkammer ein. Bei der Europawahl 2014 musste die Partei schwere Verluste verkraften und fiel von 5,7 Prozent auf magere 1,4 Prozent der Stimmen zurück. Das CU war damit in keinem Parlament oberhalb der regionalen Ebene mehr vertreten.

Auflösung und Erbe[bearbeiten]

Infolge der beiden Wahlniederlagen bei den Parlaments- und Europawahlen 2013/2014 trat Parteichef Traiano Atániez im August 2014 von seinem Amt zurück. Zum Nachfolger wurde Oscar Rotell gewählt. Unter dessen Führung schied das Vereinigte Zentrum bei den Regionalwahlen 2017 ohne Atániez auch aus dem Regionalparlament von Sur-Pinial aus. In der Folge löste sich die Partei auf.

Das Cientro Tescano-Valonês bestand, wie bereits vor Grüdnung des CU, als unabhängige Regionalpartei fort, gehörte seit 2016 aber der Opposition an. Dasselbe gilt für die Democráticœs per l'Aziz und Democràtiques per Cüentiz, die jeweils mit den Radicales bzw. mit der Partei Nòu Cüentiz zusammenarbeiteten. Das Erbe der Zentrumsunion in Sur-Pinial trat de facto die Regionalpartei Iniciativa Sur an, die 2015 durch eine Spaltung der zentristischen Regionalratsfraktion entstanden war.

Sechs Jahre nach Auflösung seiner früheren Partei versuchte Traiano Atániez im Jahr 2023 ein Comeback für die Liberale Partei, verfehlte aber eine Rückkehr in die Abgeordnetenkammer.

Positionen[bearbeiten]

Die Zentrumsunion sah sich als Vereinigung der liberalen, christlich-sozialen und sozialdemokratischen Kräfte des Zentrums an, die sich für ein geeintes Europa, gegen den populistischen Nationalismus und für eine Rückbesinnung auf die christlich-humanistischen Werte des Abendlandes und der Aufklärung aussprachen. Damit bildete die UDC ein Konglomerat liberalkonservativer, reformistischer und europafreundlicher Christ- und Liberaldemokraten. Zudem zeigte sich die Partei von der sozialdemokratischen Philosophie des Dritten Weges inspiriert. Die UDC trat für die Verwirklichung des EU-Verfassungsvertrags, jedoch gegen den EU-Beitritt der Türkei ein. Stattdessen solle die EU in ihrem Kern zusammenwachsen und den alten Nationalismus seiner Mitglieder überwinden. In ihrem Programm verweigerte sich die UDC einer Einordnung in das Spektrum von Rechts und Links, definierte sich aber bis zum Zusammenbruch der Regierung Luisanto hauptsächlich durch ihre Opposition zur Mitte-Rechts-Regierung.

Vorfeldorganisationen[bearbeiten]

Die UDC trat im Frühjahr 2008 der europafreundlich-zentristischen EDP bei, den die französische UDF und die italienische Margherita-Partei ins Leben riefen. Die Europaabgeordneten der UDC gehörten damit mehrheitlich der liberalen ALDE-Fraktion an. Als Jugendverband bestand die Gruppe UDC Jovenes, die sich seit 2010 Cientro Jovén nannte, sich aber ebenfalls 2018 auflöste.

Parteiführung[bearbeiten]

Wahlergebnisse[bearbeiten]

Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen[bearbeiten]

Wahljahr - Liste Stimmanteil Sitze / gesamt Spitzenkandidat
2009 CU 2,4 % 0 / 511 Traiano Atániez
2013 CU 1,6 % 0 / 511 Traiano Atániez
2017 CU 0,2 % 0 / 511 Adriana Moleste

Ergebnisse bei Europawahlen[bearbeiten]

Wahljahr - Liste Stimmanteil Sitze / gesamt Spitzenkandidat Fraktion
2009 CU 5,7 % 3 / 54 Traiano Atániez ALDE/EVP
2014 CU 1,4 % 0 / 54 Traiano Atániez