Herzogtum Alagua: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
 
(6 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
 
{| class="wikitable" style="float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;"
 
{| class="wikitable" style="float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;"
 
|-bgcolor=EEEEEE
 
|-bgcolor=EEEEEE
| align="center" style="background:#EEEEEE" colspan="8" |<span style="font-size:110%">'''Herzogtum Alagua'''</span> <br>''Ducat d'Elaque'' <small>([[Golisch]])</small><br>''Duché d'Alague'' <small>(Französisch)</small></span><br><br>[[Bild:Flagge-Hzm-Alagua.jpg|120px]] <br>[[Flagge Golens|Flagge]]
+
| align="center" style="background:#EEEEEE" colspan="8" |<span style="font-size:110%">'''Herzogtum Alagua'''</span> <br>''Ducat d'Elaque'' <small>([[Golisch]])</small><br>''Duché des Alagues'' <small>(Französisch)</small></span><br><br>[[Bild:Flagge-Hzm-Alagua.jpg|120px]] <br>[[Flagge Golens|Flagge]]
 
|-bgcolor=EEEEEE
 
|-bgcolor=EEEEEE
 
| style="width: 5em" valign="top"| '''Amtssprache'''
 
| style="width: 5em" valign="top"| '''Amtssprache'''
Zeile 25: Zeile 25:
 
|-bgcolor=EEEEEE
 
|-bgcolor=EEEEEE
 
| style="width: 5em" valign="top"| '''Lage'''
 
| style="width: 5em" valign="top"| '''Lage'''
| style="width: 12em" colspan=2|  [[Bild:Golen.jpg|240px]]  
+
| style="width: 12em" colspan=2|  [[Bild:Golen.jpg|150px]]  
 
|}
 
|}
  
Das '''Herzogtum Alagua''' ([[golisch]] ''Ducat d'Elaque'', französisch ''Duché d'Alague'') war ein 1807 von Kaiser Napoléon errichteter Satellitenstaat in Westeuropa, der bis 1815 existierte. Das Herzogtum entstand aus dem westlichen Teil des [[Golen (historische Region)|historischen Golens]], der bis dahin zum [[Königreich Sagradien]] gehört hatte. Das Herzogtum ist ein Vorläuferstaat des heutigen [[Mikolinien|mikolinischen Landesteils]] [[Golen]], das in denselben Grenzen besteht.  
+
Das '''Herzogtum Alagua''' ([[golisch]] ''Ducat d'Elaque'', französisch ''Duché des Alagues'') war ein 1807 von Kaiser Napoléon errichteter Satellitenstaat in Westeuropa, der bis 1815 existierte. Das Herzogtum entstand aus dem westlichen Teil des [[Golen (historische Region)|historischen Golens]], der bis dahin zum [[Königreich Sagradien]] gehört hatte. Das Herzogtum ist ein Vorläuferstaat des heutigen [[Mikolinien|mikolinischen Landesteils]] [[Golen]], der in denselben Grenzen besteht.  
  
 
Die Vorgeschichte des Herzogtums liegt in den Kriegen Sagradiens gegen das revolutionäre und später gegen das napoleonische Frankreich, in dessen Folge das Königreich Sagradien bereits Landesteile im Nordosten an Frankreich hatte abtreten müssen. Um diese Gebiete wiederzuerobern, trat Sagradien 1805 unter der Herrschaft des [[Gabriel X. Emil|Herzogs von Alconía]], der für seinen minderjährigen Neffen [[Gabriel IX.]] regierte, der Koalition gegen den französischen Kaiser Napoléon I. bei und führte einen neuerlichen Krieg gegen Frankreich. Nach der [[Schlacht von Menar]] im September 1805 besetzten französische Truppen große Teile des Landes. Der Regent musste mit Frankreich den [[Vertrag von Challón]] schließen und wurde gezwungen, die Regentschaft niederlegen. Zudem wurden Sagradien hohe Tributzahlungen an Frankreich auferlegt.  
 
Die Vorgeschichte des Herzogtums liegt in den Kriegen Sagradiens gegen das revolutionäre und später gegen das napoleonische Frankreich, in dessen Folge das Königreich Sagradien bereits Landesteile im Nordosten an Frankreich hatte abtreten müssen. Um diese Gebiete wiederzuerobern, trat Sagradien 1805 unter der Herrschaft des [[Gabriel X. Emil|Herzogs von Alconía]], der für seinen minderjährigen Neffen [[Gabriel IX.]] regierte, der Koalition gegen den französischen Kaiser Napoléon I. bei und führte einen neuerlichen Krieg gegen Frankreich. Nach der [[Schlacht von Menar]] im September 1805 besetzten französische Truppen große Teile des Landes. Der Regent musste mit Frankreich den [[Vertrag von Challón]] schließen und wurde gezwungen, die Regentschaft niederlegen. Zudem wurden Sagradien hohe Tributzahlungen an Frankreich auferlegt.  
Zeile 36: Zeile 36:
 
Herzog von Alagua wurde Napoléons Marschall und Vertrauter [[Alexandre Lacomb]], der zugleich als Oberbefehlshaber der Truppen in Sagradien fungierte. Als Alexandre I. erließ Lacomb eine Verfassung, die das Land zur konstitutionellen Monarchie machte. Beraten wurde Alexandre durch ein Komitee, das aus golischen Adligen bestand. Zwar konnte das Komitee zeitweise großen Einfluss ausüben, außenpolitisch blieb das Herzogtum aber ein Satellitenstaat des Kaiserreichs Frankreich unter Napoléon I.  
 
Herzog von Alagua wurde Napoléons Marschall und Vertrauter [[Alexandre Lacomb]], der zugleich als Oberbefehlshaber der Truppen in Sagradien fungierte. Als Alexandre I. erließ Lacomb eine Verfassung, die das Land zur konstitutionellen Monarchie machte. Beraten wurde Alexandre durch ein Komitee, das aus golischen Adligen bestand. Zwar konnte das Komitee zeitweise großen Einfluss ausüben, außenpolitisch blieb das Herzogtum aber ein Satellitenstaat des Kaiserreichs Frankreich unter Napoléon I.  
  
Während der [[Winterkrise 1812/1813]] fielen mikolinische Truppen im Land ein und vertrieben die Franzosen aus dem Herzogtum. Auf dem Wiener Kongress wurde das Herzogtum Alagua wieder aufgelöst. Die Hoffnungen des Kriegsverlierers Sagradien das Gebiet zurückzuerlangen, wurden aber enttäuscht. Stattdessen wurde das gesamte Gebiet des Herzogtums zum ''Königreich Golen'' erhoben und dem mikolinischen König [[Karl XI. von Mikolinien|Karl XI.]] übergeben, der es mit dem Königreich Mikolinien verschmolz.
+
Während der [[Winterkrise 1812/1813]] fielen mikolinische Truppen im Land ein und vertrieben die Franzosen aus dem Herzogtum. Auf dem Wiener Kongress wurde das Herzogtum Alagua wieder aufgelöst. Die Hoffnungen des Kriegsverlierers Sagradien, das Gebiet zurückzuerlangen, wurden aber enttäuscht. Stattdessen wurde das gesamte Gebiet des Herzogtums zum ''Königreich Golen'' erhoben und dem mikolinischen König [[Karl XI. von Mikolinien|Karl XI.]] übergeben, der es mit dem Königreich Mikolinien verschmolz.
 +
 
 +
[[Kategorie: Historischer Staat]]
 +
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]

Aktuelle Version vom 27. Dezember 2025, 22:40 Uhr

Herzogtum Alagua
Ducat d'Elaque (Golisch)
Duché des Alagues (Französisch)

Flagge-Hzm-Alagua.jpg
Flagge
Amtssprache Golisch
Hauptstadt Alagua
Staatsform Herzogtum
Regierungssystem Konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt Herzog Alexandre I. (Lacomb)
Gründung 1807
Auflösung 1815 (Wiener Kongress)
Lage Golen.jpg

Das Herzogtum Alagua (golisch Ducat d'Elaque, französisch Duché des Alagues) war ein 1807 von Kaiser Napoléon errichteter Satellitenstaat in Westeuropa, der bis 1815 existierte. Das Herzogtum entstand aus dem westlichen Teil des historischen Golens, der bis dahin zum Königreich Sagradien gehört hatte. Das Herzogtum ist ein Vorläuferstaat des heutigen mikolinischen Landesteils Golen, der in denselben Grenzen besteht.

Die Vorgeschichte des Herzogtums liegt in den Kriegen Sagradiens gegen das revolutionäre und später gegen das napoleonische Frankreich, in dessen Folge das Königreich Sagradien bereits Landesteile im Nordosten an Frankreich hatte abtreten müssen. Um diese Gebiete wiederzuerobern, trat Sagradien 1805 unter der Herrschaft des Herzogs von Alconía, der für seinen minderjährigen Neffen Gabriel IX. regierte, der Koalition gegen den französischen Kaiser Napoléon I. bei und führte einen neuerlichen Krieg gegen Frankreich. Nach der Schlacht von Menar im September 1805 besetzten französische Truppen große Teile des Landes. Der Regent musste mit Frankreich den Vertrag von Challón schließen und wurde gezwungen, die Regentschaft niederlegen. Zudem wurden Sagradien hohe Tributzahlungen an Frankreich auferlegt.

Für den fünfzehnjährigen Gabriel IX. sollte nun seine Mutter Marie Luise von Bourbon-Parma die Regentschaft übernehmen. Das Arrangement, das Sagradien unter der Regentin Marie Luise und ihrem ersten Minister Joán Batista Colón Marquês de Lima zum französischen Satellitenstaat machen sollte, zeigte jedoch nicht die von Napoléon erhofften Effekte. Stattdessen betrieb der Marquês de Lima eine auf Eigenständigkeit gerichtete Politik, die versuchte, Sagradien aus der französischen Umklammerung zu lösen, während er im Inneren liberale Reformen anstieß. Wiederholte Verstöße gegen die Kontinentalsperre führten schließlich zur faktischen Entmachtung Marie Luises und des Marquis von Lima durch Napoléon, der im Sommer 1806 mit einem neuerlichen Heer nach Sagradien zog und mit Marie Luise im Frühjahr 1807 den Vertrag von Nalcaz schloss. Darin musste Sagradien auf den Großteil Golens verzichten, auf dessen Gebiet nun mit dem Herzogtum Alagua ein französischer Satellitenstaat errichtet wurde. Lediglich Ostgolen, mit den Tälern von Ambris, Celiso und Peixa, dem Gebiet um Guillard und der Eskada, blieb sagradisch.

Herzog von Alagua wurde Napoléons Marschall und Vertrauter Alexandre Lacomb, der zugleich als Oberbefehlshaber der Truppen in Sagradien fungierte. Als Alexandre I. erließ Lacomb eine Verfassung, die das Land zur konstitutionellen Monarchie machte. Beraten wurde Alexandre durch ein Komitee, das aus golischen Adligen bestand. Zwar konnte das Komitee zeitweise großen Einfluss ausüben, außenpolitisch blieb das Herzogtum aber ein Satellitenstaat des Kaiserreichs Frankreich unter Napoléon I.

Während der Winterkrise 1812/1813 fielen mikolinische Truppen im Land ein und vertrieben die Franzosen aus dem Herzogtum. Auf dem Wiener Kongress wurde das Herzogtum Alagua wieder aufgelöst. Die Hoffnungen des Kriegsverlierers Sagradien, das Gebiet zurückzuerlangen, wurden aber enttäuscht. Stattdessen wurde das gesamte Gebiet des Herzogtums zum Königreich Golen erhoben und dem mikolinischen König Karl XI. übergeben, der es mit dem Königreich Mikolinien verschmolz.