Philipp VI.: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | '''Philipp VI.''' (*1449, †1491) war [[König von Sagradien]] (1457-1491). Als erster König aus dem [[Haus Santori]] | + | '''Philipp VI.''' (*1449, †1491) war [[König von Sagradien]] (1457-1491) und [[Conte von Tulis]] (1475-1491). Als erster König aus dem [[Haus Santori]] begründete er die drei Jahrhunderte dauernde Herrschaft seiner Familie auf dem sagradischen Thron. Seine Kriege gegen [[Mikolinien]], Frankreich und Aufständische im [[Comitat Tulis]] waren von wechselhaftem Erfolg, doch gelang es Philipp, die Herrschaft der Sántori zu konsolidieren und den Aufstieg zur europäischen Großmacht voranzutreiben. |
=== Jugend und Thronbesteigung === | === Jugend und Thronbesteigung === | ||
| − | Philipp Anton Danadier de Santori i Vesaey wurde 1449 als Sohn von [[David de Santori]], Conte von Tulis und späterer [[Herzog von Golen]], und [[Isabel de Vesaey]], der Tochter König [[Philipp | + | Philipp Anton Danadier de Santori i Vesaey wurde 1449 als Sohn von [[David de Santori]], Conte von Tulis und späterer [[Herzog von Golen]], und [[Isabel de Vesaey]], der Tochter König [[Philipp V.|Philipps V.]] und Erbin der sagradischen Krone, geboren. Nach dem Tod seiner Mutter 1456 rückte der sechsjährige Philipp zum legitimen Thronerben seines Großvaters auf und erhielt den Titel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]]. Als Philipp V. im Folgejahr starb, wurde der minderjährige Thronfolger im Alter von sieben Jahren als Philipp VI. zum König erhoben. Damit bestieg zum ersten Mal ein Mitglied des Hauses Santori den sagradischen Thron. |
=== Unter der Regentschaft seines Vaters === | === Unter der Regentschaft seines Vaters === | ||
| − | Für den | + | Für den siebenjährigen König übernahm sein Vater [[David de Sántori]] die Regentschaft, der sich daran machte, nach den Wirren des [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieges]] die Stärke der sagradischen Monarchie wiederherzustellen. "Sêinior le Duca" förderte und regulierte zugleich nach dem Vorbild der Wirtschaftspolitik in den italienischen Stadtstaaten sowie Frankreichs und im Sinne einer Frühform des Merkantilismus Handel und Gewerbe, band zudem die Handelsmacht von Tulis eng in die sagradische Wirtschaft ein. Die Förderung von Handel und Gewerbe waren die Voraussetzung für die Durchführung der umfangreichen Steuererhebungen, die David zur Finanzierung von Verwaltung und Heer vornahm, und sie brachte Städte und Bürgertum gegen den Adel auf die Seite des Königs. Mit seiner teilweise rigorosen persönlichen Herrschaft restaurierte David die in den Kriegen des Jahrhunderts geschröpfte Königsmacht und schuf die Grundlagen für die starke Machtstellung der sagradischen Monarchen des 16. und 17. Jahrhunderts. |
=== Eigenes Regiment === | === Eigenes Regiment === | ||
| − | + | Im Alter von 18 Jahren heiratete Philipp 1468 die schottische Prinzessin Margaret Stewart, eine Tochter James' II. Erst Davids Tod im selben Jahr erlaubte es dem nun neunzehnjährigen Philipp, seine eigene Herrschaft als König anzutreten. Im Jahr 1470 gebar Königin Margaret ihm die älteste Tochter Maria, zwei Jahre später folgte mit dem Prinzen [[Philipp VII.|Philipp Jakob]] ein männlicher Erbe. Unter dem Einfluss seines leitenden Ministers, des [[Joán María Conte de Bosa|Grafen von Bosa]], setzte Philipp die Wirtschafts- und Machtpolitik seines Vaters fort. Seit 1480 verfolgte er ein persönliches Regiment ohne fremde Einflussnahme. | |
| − | + | === Erster Saloanischer Krieg === | |
| + | Als tulinesische Adelsfamilie erbten die Sántori auch unter Philipp VI. die Auseinandersetzungen mit dem westlichen Nachbarn Mikolinien um die Vorherrschaft im Blaumeerraum. Da sich in den [[Saloanischen Landen]] nach dem Tod [[Philipp I. von Salua|Herzog Philipps I.]] 1470 zur dynastischen Krise kam, bemühte sich Philipp VI., aus dem Nachfolgekonflikt Profit zu schlagen. In der Auseinandersetzung um die Erbfolge unterstützte Philipp den Thronprätendenten [[Philipp von Saséia]], einen illegitimen Halbbruder Philipps I., gegen den mikolinischen König [[Heinrich I. von Mikolinien|Heinrich]]. Nach dem Sieg der saloanisch-sagradischen Allianz 1473 bei [[Tinágua]] wurde Philipp von Saséia als Herzog und Herr der Saloanischen Lande anerkannt. Philipp sicherte als Gegenleistung für seine Unterstützung die Hochzeit seiner Schwester [[Isabel de Sántori]] mit dem neuen Herzog. | ||
| − | === | + | === Lilienkriege um die Nachfolge in Tulis === |
| − | + | Bereits seit seinem Regierungsantritt kam es häufiger zu Spannungen zwischen Philipp und seinem älteren Halbbruder [[Joán Prudente]], der nach dem Tod David de Sántoris über das [[Comitat Tulis]] herrschte und die ältere Linie der Sántori anführte. Die Spannungen führten 1468 innerhalb der Stadt und um Umland zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern Philipps ("Reales") und denen seines Halbbruders Joán ("Contistas"), die über Wochen anhielten, ehe Joán Prudente die Lage unter Kontrolle bekommen konnte. | |
| − | + | Nach dem Tod [[Joán Prudente]]s im Jahr 1475 beanspruchte Philipp schließlich die Nachfolge als [[Conte von Tulis]]. Zwar hatte Joán einen [[Filipe de las Marcas|illegitimen Sohn]] hinterlassen, der aber erst fünf Jahre alt war und daher nicht zur Wahl stand. Stattdessen ließ sich [[Carles Zavarri]] als Anführer einer oppositionellen Adelspartei in der Stadt zum Conte wählen. Um seine Ansprüche zu untermauern, nahmen die Zavarri Philipps dreizehnjährige Halbschwester [[María de Sántori]] als Geißel und arrangierten eine Hochzeit. Philipp konnte den Widerstand schließlich nach längerer Belagerung brechen und wurde als Herrscher über die tulinesischen Besitzungen anerkannt. Zavarri und seine Mitverschwörer wurden hingerichtet, die Ehe mit Maria annulliert und die Institutionen der alten Adelsrepublik weitgehend aufgelöst. Das [[Comitat Tulis]] wurde damit de facto mit dem [[Königreich Sagradien]] verschmolzen. | |
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| − | === Erbe === | + | === Zweiter Saloanischer Krieg === |
| − | Nachfolger als König von Sagradien und Conte von Tulis wurde Philipps Sohn [[Philipp VII.]] (*1472), der jedoch 1502 starb, ohne einen Erben zu hinterlassen. In der Folge kam es zum Nachfolgestreit zwischen Philipps VI. ältester Tochter [[Catarina de Sántori]] | + | Nach dem Tod Philipps von Saséia im Jahr 1479 setzte Philipp VI. durch, dass seine Schwester Isabel die Regentschaft für die minderjährige Tochter [[Antonia von Salua]] erhielt. Nachdem Isabel 1481 durch mikolinische Truppen vertrieben und Antonia gefangen genommen worden waren, schickte Philipp seinen Bruder [[Peter von Sagradien]] nach Südmikolinien, der die Mikolinier vertreiben und die Regentschaft der Sántori wiederherstellen konnte. Als Belohnung erhielt Peter Antonia von Salua zur Frau und regierte fortan als [[Herzog von Salua]]. Um den Frieden zu besiegeln, wurde Philipps Tochter [[Maria Antonia von Sántori]] mit dem mikolinischen Thronfolger [[Michael II.|Michael von Peruzien]] verlobt. |
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| + | === Krieg gegen Frankreich === | ||
| + | Nach dem Tod des französischen Königs Ludwig XI. im Jahr 1483 unterstützte Philipp zusammen mit England, Spanien und Habsburg den Aufstand des bretonischen Herzogs Franz II. und mehrerer Fürsten gegen die Regentin Anne de Beaujeu. Teil des sagro-bretonischen Bündnisses war die Verlobung der Tochter Franz' II., Anne de Bretagne, mit Philipps [[Philipp VII.|gleichnamigem Sohn und Thronfolger]], dem [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]]. Allerdings gelang es dem französischen König Karl VIII., den feindlichen Angriff abzuwehren und Franz von Bretagne im Vertrag von Sablé, unter seine Lehnsherrschaft zu zwingen. Die Verlobung Annes mit dem Prinzen von Sarmay wurde auf Druck Frankreichs hin aufgelöst und jede Verheiratung der Herzogstochter vertraglich an die Zustimmung Karls VIII. gebunden. | ||
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| + | Dennoch kam es im Dezember 1490, nach dem Tod Franz' II., zur Verheiratung der 13-jährigen Herzogin Anne mit Philipps 18-jährigem Sohn. Wenige Monate später starb Philipp VI. und Karl VIII. von Frankreich nutzte die Gelegenheit, um in die Bretagne einzufallen. Er eroberte Nantes, belagerte wenig später Rennes und zwang Anne de Bretagne, die Ehe mit Philipp mit Berufung auf den Vertrag von Sablé annullieren zu lassen und ihn selbst zu heiraten. Nach der Hochzeit Annes mit Karl VIII. im Dezember 1491 gelang es dem französischen König im Februar 1492, gegen die Zahlung hoher Summen die Annullierung der ersten Ehe Annes durch Papst Innozenz VIII. zu erreichen. Die folgenden Versuche des jungen [[Philipp VII.]], die Bretagne zurückzuerobern, schlugen fehl. | ||
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| + | === Tod und Erbe === | ||
| + | Philipp VI. starb im Jahr 1491 im Alter von 52 Jahren. Nachfolger als König von Sagradien und Conte von Tulis wurde Philipps Sohn [[Philipp VII.]] (*1472), der jedoch 1502 starb, ohne einen Erben zu hinterlassen. In der Folge kam es zum Nachfolgestreit zwischen Philipps VI. ältester Tochter [[Catarina de Sántori]] und Philipps Bruder [[Peter I.|Don Piero]], der schließlich den Thron an sich riss. | ||
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| + | === Ehe und Nachkommen === | ||
| + | Aus der Ehe Philipps mit Margaret Stewart gingen mehrere Kinder hervor: | ||
| + | * [[Philipp VII.|Philipp]] (*1472, †1502), als ''Philipp VII.'' [[König von Sagradien]] | ||
| + | * [[Katharina von Sagradien|Katharina]] (*1473, †1515), [[König von Sagradien|Titularkönigin von Sagradien]] | ||
| + | * [[Maria Antonia von Sagradien, Königin von Mikolinien|Maria Antonia]] (*1476) ∞ [[Michael II. von Mikolinien|Michael II.]] [[König von Mikolinien]] | ||
| + | * [[Maria von Sagradien, Königin von Portugal|Maria]] (*1480) ∞ Manuel I. König von Portugal | ||
[[Kategorie: König von Sagradien]] | [[Kategorie: König von Sagradien]] | ||
[[Kategorie: Conte von Tulis]] | [[Kategorie: Conte von Tulis]] | ||
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Aktuelle Version vom 15. Dezember 2025, 12:57 Uhr
Philipp VI. (*1449, †1491) war König von Sagradien (1457-1491) und Conte von Tulis (1475-1491). Als erster König aus dem Haus Santori begründete er die drei Jahrhunderte dauernde Herrschaft seiner Familie auf dem sagradischen Thron. Seine Kriege gegen Mikolinien, Frankreich und Aufständische im Comitat Tulis waren von wechselhaftem Erfolg, doch gelang es Philipp, die Herrschaft der Sántori zu konsolidieren und den Aufstieg zur europäischen Großmacht voranzutreiben.
Inhaltsverzeichnis
Jugend und Thronbesteigung[bearbeiten]
Philipp Anton Danadier de Santori i Vesaey wurde 1449 als Sohn von David de Santori, Conte von Tulis und späterer Herzog von Golen, und Isabel de Vesaey, der Tochter König Philipps V. und Erbin der sagradischen Krone, geboren. Nach dem Tod seiner Mutter 1456 rückte der sechsjährige Philipp zum legitimen Thronerben seines Großvaters auf und erhielt den Titel eines Prinzen von Sarmay. Als Philipp V. im Folgejahr starb, wurde der minderjährige Thronfolger im Alter von sieben Jahren als Philipp VI. zum König erhoben. Damit bestieg zum ersten Mal ein Mitglied des Hauses Santori den sagradischen Thron.
Unter der Regentschaft seines Vaters[bearbeiten]
Für den siebenjährigen König übernahm sein Vater David de Sántori die Regentschaft, der sich daran machte, nach den Wirren des Sechzigjährigen Krieges die Stärke der sagradischen Monarchie wiederherzustellen. "Sêinior le Duca" förderte und regulierte zugleich nach dem Vorbild der Wirtschaftspolitik in den italienischen Stadtstaaten sowie Frankreichs und im Sinne einer Frühform des Merkantilismus Handel und Gewerbe, band zudem die Handelsmacht von Tulis eng in die sagradische Wirtschaft ein. Die Förderung von Handel und Gewerbe waren die Voraussetzung für die Durchführung der umfangreichen Steuererhebungen, die David zur Finanzierung von Verwaltung und Heer vornahm, und sie brachte Städte und Bürgertum gegen den Adel auf die Seite des Königs. Mit seiner teilweise rigorosen persönlichen Herrschaft restaurierte David die in den Kriegen des Jahrhunderts geschröpfte Königsmacht und schuf die Grundlagen für die starke Machtstellung der sagradischen Monarchen des 16. und 17. Jahrhunderts.
Eigenes Regiment[bearbeiten]
Im Alter von 18 Jahren heiratete Philipp 1468 die schottische Prinzessin Margaret Stewart, eine Tochter James' II. Erst Davids Tod im selben Jahr erlaubte es dem nun neunzehnjährigen Philipp, seine eigene Herrschaft als König anzutreten. Im Jahr 1470 gebar Königin Margaret ihm die älteste Tochter Maria, zwei Jahre später folgte mit dem Prinzen Philipp Jakob ein männlicher Erbe. Unter dem Einfluss seines leitenden Ministers, des Grafen von Bosa, setzte Philipp die Wirtschafts- und Machtpolitik seines Vaters fort. Seit 1480 verfolgte er ein persönliches Regiment ohne fremde Einflussnahme.
Erster Saloanischer Krieg[bearbeiten]
Als tulinesische Adelsfamilie erbten die Sántori auch unter Philipp VI. die Auseinandersetzungen mit dem westlichen Nachbarn Mikolinien um die Vorherrschaft im Blaumeerraum. Da sich in den Saloanischen Landen nach dem Tod Herzog Philipps I. 1470 zur dynastischen Krise kam, bemühte sich Philipp VI., aus dem Nachfolgekonflikt Profit zu schlagen. In der Auseinandersetzung um die Erbfolge unterstützte Philipp den Thronprätendenten Philipp von Saséia, einen illegitimen Halbbruder Philipps I., gegen den mikolinischen König Heinrich. Nach dem Sieg der saloanisch-sagradischen Allianz 1473 bei Tinágua wurde Philipp von Saséia als Herzog und Herr der Saloanischen Lande anerkannt. Philipp sicherte als Gegenleistung für seine Unterstützung die Hochzeit seiner Schwester Isabel de Sántori mit dem neuen Herzog.
Lilienkriege um die Nachfolge in Tulis[bearbeiten]
Bereits seit seinem Regierungsantritt kam es häufiger zu Spannungen zwischen Philipp und seinem älteren Halbbruder Joán Prudente, der nach dem Tod David de Sántoris über das Comitat Tulis herrschte und die ältere Linie der Sántori anführte. Die Spannungen führten 1468 innerhalb der Stadt und um Umland zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern Philipps ("Reales") und denen seines Halbbruders Joán ("Contistas"), die über Wochen anhielten, ehe Joán Prudente die Lage unter Kontrolle bekommen konnte.
Nach dem Tod Joán Prudentes im Jahr 1475 beanspruchte Philipp schließlich die Nachfolge als Conte von Tulis. Zwar hatte Joán einen illegitimen Sohn hinterlassen, der aber erst fünf Jahre alt war und daher nicht zur Wahl stand. Stattdessen ließ sich Carles Zavarri als Anführer einer oppositionellen Adelspartei in der Stadt zum Conte wählen. Um seine Ansprüche zu untermauern, nahmen die Zavarri Philipps dreizehnjährige Halbschwester María de Sántori als Geißel und arrangierten eine Hochzeit. Philipp konnte den Widerstand schließlich nach längerer Belagerung brechen und wurde als Herrscher über die tulinesischen Besitzungen anerkannt. Zavarri und seine Mitverschwörer wurden hingerichtet, die Ehe mit Maria annulliert und die Institutionen der alten Adelsrepublik weitgehend aufgelöst. Das Comitat Tulis wurde damit de facto mit dem Königreich Sagradien verschmolzen.
Zweiter Saloanischer Krieg[bearbeiten]
Nach dem Tod Philipps von Saséia im Jahr 1479 setzte Philipp VI. durch, dass seine Schwester Isabel die Regentschaft für die minderjährige Tochter Antonia von Salua erhielt. Nachdem Isabel 1481 durch mikolinische Truppen vertrieben und Antonia gefangen genommen worden waren, schickte Philipp seinen Bruder Peter von Sagradien nach Südmikolinien, der die Mikolinier vertreiben und die Regentschaft der Sántori wiederherstellen konnte. Als Belohnung erhielt Peter Antonia von Salua zur Frau und regierte fortan als Herzog von Salua. Um den Frieden zu besiegeln, wurde Philipps Tochter Maria Antonia von Sántori mit dem mikolinischen Thronfolger Michael von Peruzien verlobt.
Krieg gegen Frankreich[bearbeiten]
Nach dem Tod des französischen Königs Ludwig XI. im Jahr 1483 unterstützte Philipp zusammen mit England, Spanien und Habsburg den Aufstand des bretonischen Herzogs Franz II. und mehrerer Fürsten gegen die Regentin Anne de Beaujeu. Teil des sagro-bretonischen Bündnisses war die Verlobung der Tochter Franz' II., Anne de Bretagne, mit Philipps gleichnamigem Sohn und Thronfolger, dem Prinzen von Sarmay. Allerdings gelang es dem französischen König Karl VIII., den feindlichen Angriff abzuwehren und Franz von Bretagne im Vertrag von Sablé, unter seine Lehnsherrschaft zu zwingen. Die Verlobung Annes mit dem Prinzen von Sarmay wurde auf Druck Frankreichs hin aufgelöst und jede Verheiratung der Herzogstochter vertraglich an die Zustimmung Karls VIII. gebunden.
Dennoch kam es im Dezember 1490, nach dem Tod Franz' II., zur Verheiratung der 13-jährigen Herzogin Anne mit Philipps 18-jährigem Sohn. Wenige Monate später starb Philipp VI. und Karl VIII. von Frankreich nutzte die Gelegenheit, um in die Bretagne einzufallen. Er eroberte Nantes, belagerte wenig später Rennes und zwang Anne de Bretagne, die Ehe mit Philipp mit Berufung auf den Vertrag von Sablé annullieren zu lassen und ihn selbst zu heiraten. Nach der Hochzeit Annes mit Karl VIII. im Dezember 1491 gelang es dem französischen König im Februar 1492, gegen die Zahlung hoher Summen die Annullierung der ersten Ehe Annes durch Papst Innozenz VIII. zu erreichen. Die folgenden Versuche des jungen Philipp VII., die Bretagne zurückzuerobern, schlugen fehl.
Tod und Erbe[bearbeiten]
Philipp VI. starb im Jahr 1491 im Alter von 52 Jahren. Nachfolger als König von Sagradien und Conte von Tulis wurde Philipps Sohn Philipp VII. (*1472), der jedoch 1502 starb, ohne einen Erben zu hinterlassen. In der Folge kam es zum Nachfolgestreit zwischen Philipps VI. ältester Tochter Catarina de Sántori und Philipps Bruder Don Piero, der schließlich den Thron an sich riss.
Ehe und Nachkommen[bearbeiten]
Aus der Ehe Philipps mit Margaret Stewart gingen mehrere Kinder hervor:
- Philipp (*1472, †1502), als Philipp VII. König von Sagradien
- Katharina (*1473, †1515), Titularkönigin von Sagradien
- Maria Antonia (*1476) ∞ Michael II. König von Mikolinien
- Maria (*1480) ∞ Manuel I. König von Portugal