Partíu Democrático Popular: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Partido Democrático Popular''' (kurz '''PDP''', deutsch ''Demokratische Volkspartei'') war eine progressive katholische Partei in der späten [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Sie gilt als eine der ersten christdemokratische Parteien in Sagradien und als eine der Vorläuferparteien der heutigen christlich-konservativen [[Volkspartei]].
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Gegründet wurde die PDP 1925 durch den katholischen Priester [[Don Martín de León]]. Sie vereinte liberale und soziale Katholiken der konservativen [[Volksaktion]] mit konfessionell geprägten sozialreformerischen Bewegungen wie dem [[Cientro Social Humanista]] [[Ariel Fernando De la Roya]]s in einer christlichen und demokratischen Partei der Mitte. Als progressive konfessionelle Partei stand sie gleichermaßen in Konkurrenz zu den laizistischen Parteien der Mitte und linken Mitte sowie zur katholisch-konservativen [[Volksunion]], die sich in Nachfolge der Volksaktion gegründet hatte und einen strikt antisozialistischen Rechtskurs steuerte. Dagegen integrierte die PDP auch linke Katholiken und verstand sich als zentristische Kraft, weswegen die PDP von rechten Antisozialisten eines "klerikalen Sozialismus" bezichtigt wurde. Jedoch lehnte die PDP den klassenkämpferischen Habitus, den Materialismus und den radikalen Antiklerikalismus der sagradischen Linken ab. Die PDP war eine weithin demokratische und antifaschistische Partei und verweigerte sich in der Krise der Dreißiger Jahre größtenteils den faschistisch-nationalistischen Tendenzen der katholischen Rechten. Dennoch unterstützten wenige Mitglieder der PDP das rechte [[Álamo-Regime]] in dessen Anfangsphase.  
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Der '''Partíu Democrático Popular''' (kurz '''PDP''', deutsch ''Demokratische Volkspartei'') war eine christdemokratische Partei im [[Sagradien]] der späten [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. 1925 gegründet, vereinigte die Partei liberale Katholiken, christliche Gewerkschaftsmitglieder und christliche Sozialisten. Sie spielte auf nationaler Ebene nur eine untergeordnete Rolle. Mit [[Fernando de la Roya]] stellte sie aber von 1938 bis 1946 den [[Bürgermeister von Semest]]. Der PDP spaltete sich 1945 und die Mehrheit vereinigte sich mit der konservativen [[Volksunion]] zum christdemokratischen [[Partíu Popular de Convergência]]. Eine linke Minderheit ging über den [[Movimiento Socialista Cristiano]] in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf.
  
Die Partei trat erstmals bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1926]] an und erhielt 26 Mandate im Parlament. Dies blieb jedoch ihr bestes Ergebnis. Dem Schwinden der bürgerlichen Mittelparteien und der Radikalisierungstendenz der sagradischen Katholiken konnte auch die progressive PDP nicht entgehen, blieb insgesamt aber relativ stabil. Obwohl sie als Regierungspartei in mehreren Kabinetten seit 1928 einigen Einfluss auf die sagradische Regierungspolitik gewinnen konnte, spielte sie machtstrategisch bei den so genannten [[Blockwahlen]] von [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer im Dezember 1932|1932]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|1935]] kaum eine Rolle. 1932 gehörte sie neben gemäßigten [[Partido Liberal Republicano|Liberalen]] und [[ARD|Liberalkonservativen]] zum blockfreien Zentrum. 1935 positionierte sich die Partei erneut zwischen der linken [[Volksfront]] und der rechten [[Frente Nacional|Nationalen Front]], erreichte aber nur zehn Sitze in der Kammer. In der gemäßigter Opposition zu den Volksfrontregierungen konnte sich die Partei als Zentrumspartei etablieren und bildete 1937 eine Mitte-Links-Regierung unter dem [[Partido Radical|Radikalen]] [[Angel Colón]], die 1938 einem [[Februarputsch 1938|rechten Putsch]] zum Opfer fiel.
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==== Geschichte ====
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Gegründet wurde die PDP 1925 durch den katholischen Priester [[Don Martín de León]]. Sie vereinte progressive und soziale Katholiken der konservativen [[Volksaktion]] mit konfessionell geprägten sozialreformerischen Bewegungen in einer christlich-sozialen und demokratischen Partei der Mitte. Keimzellen der Demokratischen Volkspartei waren untr anderem das sozialreformerische [[Cientro Social Humanista]] [[Fernando De la Roya]]s, der Kreis um dessen Zeitung [[la Vertá]] sowie die [[Liga del Pôblu Jovén]], der vor allem jüngere Mitglieder der [[Acción Popular]] angehörten und die sich Anfang der Zwanziger Jahre von der Partei getrennt hatte. Als progressive konfessionelle Partei stand die PDP gleichermaßen in Konkurrenz zu den laizistischen Parteien der Mitte und linken Mitte sowie zur katholisch-konservativen [[Volksunion]], die sich in Nachfolge der Volksaktion gegründet hatte und einen strikt antisozialistischen Rechtskurs steuerte. Dagegen integrierte die PDP auch linke Katholiken und verstand sich als zentristische Kraft, weswegen die PDP von rechten Antisozialisten eines "klerikalen Sozialismus" bezichtigt wurde. Jedoch lehnte die PDP den klassenkämpferischen Habitus, den Materialismus und den radikalen Antiklerikalismus der sagradischen Linken ab und berief sich auf die christliche Soziallehre. Die PDP war eine weithin demokratische und antifaschistische Partei und verweigerte sich in der Krise der Dreißiger Jahre größtenteils den autoritär-nationalistischen Tendenzen der katholischen Rechten. Dennoch unterstützten Mitglieder der PDP die rechtsnationale [[Regierung Sants-Igualde]] während des Zweiten Weltkriegs.
  
Der von der rechten Militärjunta eingesetzte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] ernannte mit [[Carles Bruto]] ein Mitglied der PDP zum Minister in seinem Kabinett, das von seiner Partei aber offiziell bekämpft wurde. Parteigründer De León, der den Putsch heftig verurteilte und das Bündnis mit der Linksopposition erwog, wurde verhaftet und verstarb später im Gefängnis. Nachfolger wurde sein Stellvertreter Ariel De la Roya. Nach dem Sieg der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]] bei den folgenden Parlamentswahlen wurde die PDP wie auch die anderen Parteien verboten. Während sich ein Teil der Partei der Einheitspartei der Nationalen Kommunion anschloss, ging der Führungskern um De la Roya, [[David Britón]] und [[Paulo Luciaro]] in den Widerstand, wo einige Katholiken eine zentrale Rolle spielten (siehe [[Resistença Cristiana]]).
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Die Partei trat erstmals bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925]] an und erhielt 26 Mandate im Parlament. Dies blieb jedoch ihr bestes Ergebnis. Dem Schwinden der bürgerlichen Mittelparteien und der Radikalisierungstendenz der sagradischen Katholiken konnte auch die progressive PDP nicht entgehen, blieb insgesamt aber relativ stabil. Parteimitglied [[Fernando de la Roya]] wurde 1931 von einer Mitte-Rechts-Koalition zum Bürgermeister von [[Semest]] gewählt. Obwohl sie als Regierungspartei in mehreren Kabinetten seit 1928 einigen Einfluss auf die sagradische Regierungspolitik gewinnen konnte, spielte sie machtstrategisch bei den so genannten [[Blockwahlen]] von [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer im Dezember 1932|1932]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|1935]] kaum eine Rolle. 1932 gehörte sie neben gemäßigten [[Partíu Liberal Republicano|Liberalen]] und [[ARD|Liberalkonservativen]] zum blockfreien Zentrum. 1936 positionierte sich die Partei erneut zwischen der linken [[Volksfront]] und der rechten [[Frente Nacional|Nationalen Front]], erreichte aber nur zehn Sitze in der Kammer. In der gemäßigter Opposition zu den Volksfrontregierungen konnte sich die Partei als Zentrumspartei etablieren und bildete 1937 eine Mitte-Links-Regierung unter dem [[Partíu Radical|Radikalen]] [[Angel Colón]].
  
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde als Nachfolgepartei des PDP die [[Partido del Cientro Cristiano|Christliche Zentrumspartei]] (PCC) gegründet, deren Führung die ehemaligen PDP-Mitglieder Ariel de la Roya und Paulo Luciaro übernahmen. Diese stieg zur stärksten Mitte-Rechts-Partei auf und integrierte zunehmend auch ehemalige Regime-Anhänger und CN-Mitglieder. Aus ihr ging 1952 die [[Convergência Social Democrática]] (heute PP-CSD) hervor, die heute stärkste Partei der rechten Mitte
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Der 1938 berufene Ministerpräsident [[Manuel Sants]] ernannte mit [[Carles Bruto]] ein Mitglied der PDP zum Minister in seinem Kabinett. Im Zweiten Weltkrieg schloss sich der PDP schließlich dem [[Comunión Nacional|Zentralausschuss für die Nationale Kommunion]] an. Später spielten einige Mitglieder eine zentrale Rolle in der [[Resistença Cristiana]] gegen die deutschen Besatzer im Nordosten Sagradiens. Mit der [[PPC|Convergência del Pôblu Cristiano]] versuchten Mitglieder der PDP um Roya und Luciaro schließlich, das gesamte katholische Lager hinter einem demokratisch-parlamentarischen Programm zu vereinigen. Aus diesem Vorhaben ging im Januar 1945 der [[Partíu Popular de Convergência]] als bürgerliche Sammlungspartei auf christlich-sozialer Basis hervor.
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== Persönlichkeiten ==
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=== Parteisekretäre ===
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* 1925-1929: [[Don Martín de León]] (erstes Mal)
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* 1929-1933: [[David Guerrero]]
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* 1933-1938: [[Don Martín de León]] (zweites Mal)
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* seit 1938: [[Ariel Fernando De la Roya]]
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[[Kategorie: Sagradische Partei]]

Aktuelle Version vom 18. Juli 2024, 15:36 Uhr

Partíu Democrático Popular
Demokratische Volkspartei
Logo-PDP.jpg
Parteiführer Don Martín de León
David Guerrero
Fernando de la Roya
Gründung 1925
Auflösung 1945
Fusion von
Nachfolge PPC, MSC
Jugendorganisation Liga del Pôblu Jovén
Zeitung la Vertá
Ausrichtung Christdemokratie
Position Mitte

Der Partíu Democrático Popular (kurz PDP, deutsch Demokratische Volkspartei) war eine christdemokratische Partei im Sagradien der späten Zweiten Republik. 1925 gegründet, vereinigte die Partei liberale Katholiken, christliche Gewerkschaftsmitglieder und christliche Sozialisten. Sie spielte auf nationaler Ebene nur eine untergeordnete Rolle. Mit Fernando de la Roya stellte sie aber von 1938 bis 1946 den Bürgermeister von Semest. Der PDP spaltete sich 1945 und die Mehrheit vereinigte sich mit der konservativen Volksunion zum christdemokratischen Partíu Popular de Convergência. Eine linke Minderheit ging über den Movimiento Socialista Cristiano in der sozialdemokratischen ASUL auf.

Geschichte[bearbeiten]

Gegründet wurde die PDP 1925 durch den katholischen Priester Don Martín de León. Sie vereinte progressive und soziale Katholiken der konservativen Volksaktion mit konfessionell geprägten sozialreformerischen Bewegungen in einer christlich-sozialen und demokratischen Partei der Mitte. Keimzellen der Demokratischen Volkspartei waren untr anderem das sozialreformerische Cientro Social Humanista Fernando De la Royas, der Kreis um dessen Zeitung la Vertá sowie die Liga del Pôblu Jovén, der vor allem jüngere Mitglieder der Acción Popular angehörten und die sich Anfang der Zwanziger Jahre von der Partei getrennt hatte. Als progressive konfessionelle Partei stand die PDP gleichermaßen in Konkurrenz zu den laizistischen Parteien der Mitte und linken Mitte sowie zur katholisch-konservativen Volksunion, die sich in Nachfolge der Volksaktion gegründet hatte und einen strikt antisozialistischen Rechtskurs steuerte. Dagegen integrierte die PDP auch linke Katholiken und verstand sich als zentristische Kraft, weswegen die PDP von rechten Antisozialisten eines "klerikalen Sozialismus" bezichtigt wurde. Jedoch lehnte die PDP den klassenkämpferischen Habitus, den Materialismus und den radikalen Antiklerikalismus der sagradischen Linken ab und berief sich auf die christliche Soziallehre. Die PDP war eine weithin demokratische und antifaschistische Partei und verweigerte sich in der Krise der Dreißiger Jahre größtenteils den autoritär-nationalistischen Tendenzen der katholischen Rechten. Dennoch unterstützten Mitglieder der PDP die rechtsnationale Regierung Sants-Igualde während des Zweiten Weltkriegs.

Die Partei trat erstmals bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925 an und erhielt 26 Mandate im Parlament. Dies blieb jedoch ihr bestes Ergebnis. Dem Schwinden der bürgerlichen Mittelparteien und der Radikalisierungstendenz der sagradischen Katholiken konnte auch die progressive PDP nicht entgehen, blieb insgesamt aber relativ stabil. Parteimitglied Fernando de la Roya wurde 1931 von einer Mitte-Rechts-Koalition zum Bürgermeister von Semest gewählt. Obwohl sie als Regierungspartei in mehreren Kabinetten seit 1928 einigen Einfluss auf die sagradische Regierungspolitik gewinnen konnte, spielte sie machtstrategisch bei den so genannten Blockwahlen von 1932 und 1935 kaum eine Rolle. 1932 gehörte sie neben gemäßigten Liberalen und Liberalkonservativen zum blockfreien Zentrum. 1936 positionierte sich die Partei erneut zwischen der linken Volksfront und der rechten Nationalen Front, erreichte aber nur zehn Sitze in der Kammer. In der gemäßigter Opposition zu den Volksfrontregierungen konnte sich die Partei als Zentrumspartei etablieren und bildete 1937 eine Mitte-Links-Regierung unter dem Radikalen Angel Colón.

Der 1938 berufene Ministerpräsident Manuel Sants ernannte mit Carles Bruto ein Mitglied der PDP zum Minister in seinem Kabinett. Im Zweiten Weltkrieg schloss sich der PDP schließlich dem Zentralausschuss für die Nationale Kommunion an. Später spielten einige Mitglieder eine zentrale Rolle in der Resistença Cristiana gegen die deutschen Besatzer im Nordosten Sagradiens. Mit der Convergência del Pôblu Cristiano versuchten Mitglieder der PDP um Roya und Luciaro schließlich, das gesamte katholische Lager hinter einem demokratisch-parlamentarischen Programm zu vereinigen. Aus diesem Vorhaben ging im Januar 1945 der Partíu Popular de Convergência als bürgerliche Sammlungspartei auf christlich-sozialer Basis hervor.

Persönlichkeiten[bearbeiten]

Parteisekretäre[bearbeiten]