Lusoniden: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Lusoniden''', auch ''Haus Harvel/Arvel'' oder ''Haus Scantia'' genannt, waren ein ursprünglich aus [[Perucía]] stammendes [[Scantia|skantisches]] Adelsgeschlecht, das von 1032 bis 1184 über das [[Herzogtum Scantia]] sowie von 1101 bis 1249 über das [[Königreich Perucía]] herrschte.  
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Die '''Lusoniden''', auch ''Haus Harvel/Arvel'' genannt, waren ein ursprünglich aus [[Peruzien]] stammendes Adelsgeschlecht, das von 1032 bis 1184 über das [[Herzogtum Skanten]] sowie von 1101 bis 1249 über das [[Königreich Peruzien]] herrschte.  
  
Die Lusoniden stammten wahrscheinlich aus dem peruzinischen Adel und gehen auf [[Gordo von Arvel]] zurück, einen lokalen Adligen, der um das Jahr 980 im Dienst König [[Godfried I. von Perucía|Godfrieds I.]] stand. Bereits einer seiner Söhne [[Luso von Arvel]] ist jedoch als Heerführer des sagradischen Königs [[Philipp II.]] in dessen Krieg gegen das [[Numerer]]-[[Königreich Malesc]] überliefert und war an der [[Belagerung Malescs]] 999 beteiligt, die das Ende der Numerer in Sagradien bedeutete. Luso wurde danach mit der [[Grafschaft Laval]] im Norden des [[Ligre]] belehnt. Lusos [[Luso I. Herzog von Scantia|gleichnamiger Neffe und Adoptivsohn]] heiratete schließlich Johanna, Enkelin Herzog [[Albreth II. Herzog von Scantia|Aliuretos II. von Scantia]] aus dem Geschlecht der [[Rodrigiden]], der 1010 ohne Erben starb. Nach der Absetzung des Herzogs [[Dianus von Ligre]] durch König [[Philipp III.]] erhielt Luso im Jahr 1026/27 das zu dieser Zeit größte und einflussreichste Herzogtum zum Lehen, musste es sich aber erst gegen den abgesetzt Dianus erkämpfen. Dieser musste schließlich 1031 einlenken und Luso zu seinem Erben bestimmen. Nach seinem Tod ein Jahr später trat Luso sein Erbe in Scantia an, begründete damit die Herrschaft der Lusoniden in Scantia und legte zugleich den Grundstein für das mächtige [[Lusonidenreich]] seiner Nachfolger.  
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=== Herkunft und Begründung des Lusonidenreichs ===
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Die Lusoniden stammten wahrscheinlich aus dem peruzinischen Adel und gehen auf [[Gordo von Arvel]] zurück, einen lokalen Adligen, der um das Jahr 980 im Dienst König [[Godfried I. von Perucía|Godfrieds I.]] stand. Bereits einer seiner Söhne [[Luso von Arvel]] ist jedoch als Heerführer des sagradischen Königs [[Philipp II.]] in dessen Krieg gegen das [[Numerer]]-[[Königreich Malesc]] überliefert und war an der [[Belagerung Malescs]] 999 beteiligt, die das Ende der Numerer in Sagradien bedeutete. Luso wurde danach mit der [[Grafschaft Laval]] im Norden des [[Ligre]] belehnt. Lusos [[Luso I. Herzog von Scantia|gleichnamiger Neffe und Adoptivsohn]] heiratete schließlich Johanna, Enkelin Herzog [[Albreth II. Herzog von Scantia|Aliuretos II. von Scantia]] aus dem Geschlecht der [[Helgariden]], der 1010 ohne Erben starb. Nach der Absetzung des Herzogs [[Dianus von Ligre]] durch König [[Philipp III.]] erhielt Luso im Jahr 1026/27 das zu dieser Zeit größte und einflussreichste Herzogtum zum Lehen, musste es sich aber erst gegen den abgesetzten Dianus erkämpfen. Dieser musste schließlich 1031 einlenken und Luso zu seinem Erben bestimmen. Nach seinem Tod ein Jahr später trat Luso sein Erbe in Skanten an, begründete damit die Herrschaft der Lusoniden und legte zugleich den Grundstein für das mächtige [[Lusonidenreich]] seiner Nachfolger.  
  
Lusos Sohn und Nachfolger [[Roderich der Lange]], der erste Vertreter des Lusonidengeschlechts mit skantischem Namen, verbündete sich um 1050 mit dem sagradischen Regenten [[Don Joán de Tesqué]], wechselte später aber auf die Seite König [[Roderich III.|Roderichs III.]] und erhielt dessen Tochter Adela zur Frau. Außerdem vermehrte sich die Hausmacht der Lusoniden unter Rodrich u.a. duch den Erwerb der [[Westligre]], sodass die Lusoniden zu einem der mächtigsten Herzogshäuser des Königreichs aufstiegen. Nach dem Tod König [[Martin III. der Fromme|Martins des Frommen]] im Jahr 1078 erhob Roderich für seine zweite Frau Adela Anspruch auf die sagradische Krone und erhob sich als ''Roderich IV.'' zum sagradischen König. Er konnte sich jedoch nicht gegen seinen Kontrahenten Herzog [[Johann I. von Cliêce|Johann von Alconía]] aus dem [[Haus Cliêce]] durchsetzen. Er wurde in der [[Schlacht von Resales]] getötet und hinterließ seinem Sohn und Nachfolger [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]] den Konflikt mit dem alkonischen König, womit der [[diannidisch-lusonidischer Gegensatz|diannidisch-lusonidische Gegensatz]] begründet wurde, der die folgenden zwei Jahrhunderte prägen sollte.
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Lusos Sohn und Nachfolger [[Roduich der Lange]], der erste Vertreter des Lusonidengeschlechts mit skantischem Namen, verbündete sich um 1050 mit dem sagradischen Regenten [[Don Joán de Tesqué]], wechselte später aber auf die Seite König [[Roduich III.|Roduichs III.]] und erhielt dessen Tochter Adela zur Frau. Außerdem vermehrte sich die Hausmacht der Lusoniden unter Roduich u.a. duch den Erwerb der [[Westligre]], sodass die Lusoniden zu einem der mächtigsten Herzogshäuser des Königreichs aufstiegen. Nach dem Tod König [[Martin III. der Fromme|Martins des Frommen]] im Jahr 1078 erhob Roduich für seine zweite Frau Orela Anspruch auf die sagradische Krone und erhob sich zum sagradischen König. Er konnte sich jedoch nicht gegen seinen Kontrahenten Herzog [[Hugo Dianus von Cliêce|Hugo Dianus von Alconía]] aus dem [[Haus Cliêce]] durchsetzen. Er wurde in der [[Schlacht von Resales]] getötet und hinterließ seinem Sohn und Nachfolger [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]] den Konflikt mit dem alkonischen König, womit der [[diannidisch-lusonidischer Gegensatz|diannidisch-lusonidische Gegensatz]] begründet wurde, der die folgenden zwei Jahrhunderte prägen sollte.
  
Martin der Kühne führte den Kampf gegen die Könige aus dem Haus Cliêce fort und erreichte u.a. die Entführung des Thronfolgers [[Johann II. der Löwe|Johann]] sowie die Ermordung Johanns von Cliêce, wurde 1095 aber in der [[Schlacht von Rosario]] besiegt, festgenommen und aller Lehen für verlustig erklärt. Nachdem er 1097 jedoch hatte flüchten und seine Herrschaft in Scantia wieder etablieren können, wurde er 1100 wieder in seine Besitztümer eingesetzt. Seine Hochzeit mit der peruzinischen Thronerbin Berta, Tochter [[Jouan der Kurze von Perucía|Jouans des Kurzen]] ermöglichte Martin schließlich, nach dem Tod Jouans 1101 dessen Thron zu beanspruchen. Im [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg|Peruzinischen Thronfolgekrieg von 1101]] konnte sich Martin, der sich in [Cresq]] zum König proklamiert hatte, schließlich gegen seine Rivalen durchsetzen und begründete damit das Lusonidische Großreich mit dem Herzogtum Scantia und dem angrenzenden Königreich Perucía. Auch wenn die faktische Macht der Lusoniden nun die des sagradischen Königs sogar noch überstrahlte, waren sie diesem dennoch für Scantia lehnsabhängig und mussten in der Folge harte Kämpfe gegen die Zentralisierungsbestrebungen der Könige bestreiten.
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=== Martin der Kühne, das peruzinische Königtum und der diannidisch-lusonidische Gegensatz ===
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Martin der Kühne führte den Kampf gegen die Könige aus dem Haus Cliêce fort und erreichte u.a. die Entführung des Thronfolgers [[Johann der Löwe|Johann]] sowie die Ermordung Hugo Dianus', wurde 1095 aber in der [[Schlacht von Rosera]] besiegt, festgenommen und aller Lehen für verlustig erklärt. Nachdem er 1097 jedoch hatte flüchten müssen und seine Herrschaft in Scantia wieder etablieren können, wurde er 1100 wieder in seine Besitztümer eingesetzt. Seine Hochzeit mit der peruzinischen Thronerbin Berta, Tochter [[Jouan der Kurze von Perucía|Jouans des Kurzen]] ermöglichte Martin schließlich, nach dem Tod Jouans 1101 dessen Thron zu beanspruchen. Im [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg|Peruzinischen Thronfolgekrieg von 1101]] konnte sich Martin, der sich in [Cresq]] zum König proklamiert hatte, schließlich gegen seine Rivalen durchsetzen und begründete damit das Lusonidische Großreich mit dem Herzogtum Scantia und dem angrenzenden Königreich Perucía. Auch wenn die faktische Macht der Lusoniden nun die des sagradischen Königs sogar noch überstrahlte, waren sie diesem dennoch für Scantia lehnsabhängig und mussten in der Folge harte Kämpfe gegen die Zentralisierungsbestrebungen der Könige bestreiten.
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Nach dem Tod Martins des Kühnen 1118 wurde das Reich unter seinen Söhnen [[Albreth III. Herzog von Scantia|Albreth]] und [[Luso I. König von Perucía|Luso]] aufgeteilt, unter Lusos Sohn [[Luso II. von Perucía|Luso II.]] 1135 jedoch wiedervereinigt. Dieser führte mehrere Auseinandersetzungen gegen König [[Heinrich von Sacâu]] um die Besitztümer in Sagradien. Sein Sohn [[Johann Ohnefurcht]] musste sich schließlich gegen den unehelichen Sohn Albreths [[Johann von Redanior]] verteidigen, der von König [[Gabriel Juvans]] als Erbe des Lusonidenherzogs anerkannt und mit dem [[Herzogtum Scantia]] belehnt wurde. Im folgenden [[Lusonidenkrieg]] von 1172-1184 verlor Johann gegen seine Gegner und musste schließlich im [[Vertrag von Erin]] 1184 endgültig auf das Herzogtum verzichten.
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=== Krise und Untergang ===
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In der Folge scheiterten alle Versuche der sichtlich geschwächten Lusoniden, teils mit mikolinischer Hilfe, teils alleine ihren Besitz in Sagradien wiederzuerlangen. Stattdessen versuchten nun die sagradischen Könige, auch die Lehnsherrschaft der sagradischen Krone über das [[Königreich Peruzien]] durchzusetzen, das sie als skantisches Gebiet und damit als Subjekt des sagradischen Königreichs betrachteten. Der Tod König [[Martin der Zänker|Martins des Zänkers]] im Jahr 1242 stürzte die Lusoniden in eine dynastische Krise, die schließlich ihr Ende bedeutete. Der posthum geborene Sohn und Nachfolger Martins des Zänkers, [[Martin Posthumus]] stand unter der Regentschaft eines vom mikolinischen König [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] kontrollierten Regentschaftsrats, womit Peruzien de facto von Mikolinien abhängig wurde. Mit dem frühen Tod Martin Posthumus' 1249 waren die Lusoniden in legitimer männlicher Linie ausgestorben. Mikolinien erhob nun mit [[Renart von Soria]] einen unehelichen Sohn Martins des Zänkers auf den Thron, der sich aber 1255 der sagradischen Allianz um [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]], genannt ''der Schweigsame'', geschlagen geben musste. Die Barone aus dem [[Haus Redanior]], die nach dem Herzogtum Skanten nun auch den Thron Peruziens von den Lusoniden erbten, führten das Geschlecht in der Bastardlinie bis 1396 weiter und herrschten seit 1264 über das [[Königreich Sagradien]], [[Königreich Golen|Golen]] sowie in der [[Union von Alagua]] von 1310/15 bis 1386 auch über das [[Königreich Mikolinien]].
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[[Kategorie: Sagradisches Adelsgeschlecht]]
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[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]

Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 18:51 Uhr

Die Lusoniden, auch Haus Harvel/Arvel genannt, waren ein ursprünglich aus Peruzien stammendes Adelsgeschlecht, das von 1032 bis 1184 über das Herzogtum Skanten sowie von 1101 bis 1249 über das Königreich Peruzien herrschte.

Herkunft und Begründung des Lusonidenreichs[bearbeiten]

Die Lusoniden stammten wahrscheinlich aus dem peruzinischen Adel und gehen auf Gordo von Arvel zurück, einen lokalen Adligen, der um das Jahr 980 im Dienst König Godfrieds I. stand. Bereits einer seiner Söhne Luso von Arvel ist jedoch als Heerführer des sagradischen Königs Philipp II. in dessen Krieg gegen das Numerer-Königreich Malesc überliefert und war an der Belagerung Malescs 999 beteiligt, die das Ende der Numerer in Sagradien bedeutete. Luso wurde danach mit der Grafschaft Laval im Norden des Ligre belehnt. Lusos gleichnamiger Neffe und Adoptivsohn heiratete schließlich Johanna, Enkelin Herzog Aliuretos II. von Scantia aus dem Geschlecht der Helgariden, der 1010 ohne Erben starb. Nach der Absetzung des Herzogs Dianus von Ligre durch König Philipp III. erhielt Luso im Jahr 1026/27 das zu dieser Zeit größte und einflussreichste Herzogtum zum Lehen, musste es sich aber erst gegen den abgesetzten Dianus erkämpfen. Dieser musste schließlich 1031 einlenken und Luso zu seinem Erben bestimmen. Nach seinem Tod ein Jahr später trat Luso sein Erbe in Skanten an, begründete damit die Herrschaft der Lusoniden und legte zugleich den Grundstein für das mächtige Lusonidenreich seiner Nachfolger.

Lusos Sohn und Nachfolger Roduich der Lange, der erste Vertreter des Lusonidengeschlechts mit skantischem Namen, verbündete sich um 1050 mit dem sagradischen Regenten Don Joán de Tesqué, wechselte später aber auf die Seite König Roduichs III. und erhielt dessen Tochter Adela zur Frau. Außerdem vermehrte sich die Hausmacht der Lusoniden unter Roduich u.a. duch den Erwerb der Westligre, sodass die Lusoniden zu einem der mächtigsten Herzogshäuser des Königreichs aufstiegen. Nach dem Tod König Martins des Frommen im Jahr 1078 erhob Roduich für seine zweite Frau Orela Anspruch auf die sagradische Krone und erhob sich zum sagradischen König. Er konnte sich jedoch nicht gegen seinen Kontrahenten Herzog Hugo Dianus von Alconía aus dem Haus Cliêce durchsetzen. Er wurde in der Schlacht von Resales getötet und hinterließ seinem Sohn und Nachfolger Martin dem Kühnen den Konflikt mit dem alkonischen König, womit der diannidisch-lusonidische Gegensatz begründet wurde, der die folgenden zwei Jahrhunderte prägen sollte.

Martin der Kühne, das peruzinische Königtum und der diannidisch-lusonidische Gegensatz[bearbeiten]

Martin der Kühne führte den Kampf gegen die Könige aus dem Haus Cliêce fort und erreichte u.a. die Entführung des Thronfolgers Johann sowie die Ermordung Hugo Dianus', wurde 1095 aber in der Schlacht von Rosera besiegt, festgenommen und aller Lehen für verlustig erklärt. Nachdem er 1097 jedoch hatte flüchten müssen und seine Herrschaft in Scantia wieder etablieren können, wurde er 1100 wieder in seine Besitztümer eingesetzt. Seine Hochzeit mit der peruzinischen Thronerbin Berta, Tochter Jouans des Kurzen ermöglichte Martin schließlich, nach dem Tod Jouans 1101 dessen Thron zu beanspruchen. Im Peruzinischen Thronfolgekrieg von 1101 konnte sich Martin, der sich in [Cresq]] zum König proklamiert hatte, schließlich gegen seine Rivalen durchsetzen und begründete damit das Lusonidische Großreich mit dem Herzogtum Scantia und dem angrenzenden Königreich Perucía. Auch wenn die faktische Macht der Lusoniden nun die des sagradischen Königs sogar noch überstrahlte, waren sie diesem dennoch für Scantia lehnsabhängig und mussten in der Folge harte Kämpfe gegen die Zentralisierungsbestrebungen der Könige bestreiten.

Nach dem Tod Martins des Kühnen 1118 wurde das Reich unter seinen Söhnen Albreth und Luso aufgeteilt, unter Lusos Sohn Luso II. 1135 jedoch wiedervereinigt. Dieser führte mehrere Auseinandersetzungen gegen König Heinrich von Sacâu um die Besitztümer in Sagradien. Sein Sohn Johann Ohnefurcht musste sich schließlich gegen den unehelichen Sohn Albreths Johann von Redanior verteidigen, der von König Gabriel Juvans als Erbe des Lusonidenherzogs anerkannt und mit dem Herzogtum Scantia belehnt wurde. Im folgenden Lusonidenkrieg von 1172-1184 verlor Johann gegen seine Gegner und musste schließlich im Vertrag von Erin 1184 endgültig auf das Herzogtum verzichten.

Krise und Untergang[bearbeiten]

In der Folge scheiterten alle Versuche der sichtlich geschwächten Lusoniden, teils mit mikolinischer Hilfe, teils alleine ihren Besitz in Sagradien wiederzuerlangen. Stattdessen versuchten nun die sagradischen Könige, auch die Lehnsherrschaft der sagradischen Krone über das Königreich Peruzien durchzusetzen, das sie als skantisches Gebiet und damit als Subjekt des sagradischen Königreichs betrachteten. Der Tod König Martins des Zänkers im Jahr 1242 stürzte die Lusoniden in eine dynastische Krise, die schließlich ihr Ende bedeutete. Der posthum geborene Sohn und Nachfolger Martins des Zänkers, Martin Posthumus stand unter der Regentschaft eines vom mikolinischen König Richard I. kontrollierten Regentschaftsrats, womit Peruzien de facto von Mikolinien abhängig wurde. Mit dem frühen Tod Martin Posthumus' 1249 waren die Lusoniden in legitimer männlicher Linie ausgestorben. Mikolinien erhob nun mit Renart von Soria einen unehelichen Sohn Martins des Zänkers auf den Thron, der sich aber 1255 der sagradischen Allianz um Philipp von Redanior, genannt der Schweigsame, geschlagen geben musste. Die Barone aus dem Haus Redanior, die nach dem Herzogtum Skanten nun auch den Thron Peruziens von den Lusoniden erbten, führten das Geschlecht in der Bastardlinie bis 1396 weiter und herrschten seit 1264 über das Königreich Sagradien, Golen sowie in der Union von Alagua von 1310/15 bis 1386 auch über das Königreich Mikolinien.