Sagradisch-Mikolinien: Unterschied zwischen den Versionen
Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen| (2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
Als '''Sagradisch-Mikolinien''' werden traditionell die Besitzungen des [[Königreich Sagradien|Königreichs Sagradien]] auf der [[Mikolinien|mikolinischen Halbinsel]] bezeichnet. Der Begriff umfasst rechtlich und historisch sehr unterschiedliche Gebiete: | Als '''Sagradisch-Mikolinien''' werden traditionell die Besitzungen des [[Königreich Sagradien|Königreichs Sagradien]] auf der [[Mikolinien|mikolinischen Halbinsel]] bezeichnet. Der Begriff umfasst rechtlich und historisch sehr unterschiedliche Gebiete: | ||
* [[Westligrien]] gehörte seit dem Frühmittelalter zum [[Skantenreich]] und wurde als integraler Bestandteil des [[Königreich Sagradien|Königreichs Sagradien]] betrachtet. Das Gebiet fiel nach den Napoleonischen Kriegen 1814/15 an Mikolinien. | * [[Westligrien]] gehörte seit dem Frühmittelalter zum [[Skantenreich]] und wurde als integraler Bestandteil des [[Königreich Sagradien|Königreichs Sagradien]] betrachtet. Das Gebiet fiel nach den Napoleonischen Kriegen 1814/15 an Mikolinien. | ||
| − | * Die Blaumeerhäfen [[Plato]], [[Tinagua]], [[ | + | * Die Blaumeerhäfen [[Plato]], [[Port-Ascq]], [[Tinagua]], [[Villaq]], [[Cerinión]] und [[Villagua]] sowie die Insel [[Salina]] waren als ''Dominiones Tulinenses'' seit dem Mittelalter überseeische Besitzungen der [[Comitat Tulis|Tulinesischen Republik]] unter Herrschaft eines tulinesischen Statthalters. Im [[Sechzigjährigen Krieg]] konnte Tulis von Plato aus seine Herrschaft auf einen Großteil [[Lukien]]s ausdehnen und den südlichen Teil der Landschaft [[Kont]] erobern. Mit der Personalunion zwischen dem Königreich Sagradien und dem Comitat Tulis kamen die ''Dominiones Tulinenses'' unter die Kontrolle Sagradiens, unterstanden aber weiter den ''Cortes von Tulis''. Der [[Dritte Asumarische Krieg]] 1718-1724 brachte große Teile Lukiens und Südkonts an Mikolinien. |
| + | * Die Inseln [[Nerva und Lerça]] gehörten im Mittelalter zur [[Tulinesischen Republik]] und später zum [[Fürstentum Cuentez]]. Die Inseln wurden in den napoleonischen Kriegen von Mikolinien besetzt und auf dem Wiener Kongress als Besitz des [[König von Mikolinien|Königs von Mikolinien]] bestätigt. | ||
* Die [[Saloanischen Lande]] waren mikolinische Lehnsgebiete, die im ausgehenden 15. Jahrhundert in den Besitz des sagradischen [[Haus Sántori|Königshauses Sántori]] kamen. Sie wurden von 1502 bis 1669 in Personalunion mit dem [[Königreich Sagradien]] regiert, behielten aber ihre eigenen Institutionen. Von 1669 bis 1711 waren die Lande als [[Großherzogtum Macedi]] eine sagradische Sekundgenitur und gingen als Folge des [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Blaumeerkriegs]] 1711 an Mikolinien. | * Die [[Saloanischen Lande]] waren mikolinische Lehnsgebiete, die im ausgehenden 15. Jahrhundert in den Besitz des sagradischen [[Haus Sántori|Königshauses Sántori]] kamen. Sie wurden von 1502 bis 1669 in Personalunion mit dem [[Königreich Sagradien]] regiert, behielten aber ihre eigenen Institutionen. Von 1669 bis 1711 waren die Lande als [[Großherzogtum Macedi]] eine sagradische Sekundgenitur und gingen als Folge des [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Blaumeerkriegs]] 1711 an Mikolinien. | ||
* Das [[Königreich Golen]] gehörte seit dem Mittelalter zum [[Königreich Sagradien]] und wurde zu großen Teilen durch einen Markgrafen bzw. Herzog regiert, der unter sagradischer Lehnshoheit stand. Aus dem westlichen Teil wurde 1807 das napoleonische [[Herzogtum Alagua]] geformt und 1814/15 das Königreich Golen, das an Mikolinien abgetreten wurde. | * Das [[Königreich Golen]] gehörte seit dem Mittelalter zum [[Königreich Sagradien]] und wurde zu großen Teilen durch einen Markgrafen bzw. Herzog regiert, der unter sagradischer Lehnshoheit stand. Aus dem westlichen Teil wurde 1807 das napoleonische [[Herzogtum Alagua]] geformt und 1814/15 das Königreich Golen, das an Mikolinien abgetreten wurde. | ||
Aktuelle Version vom 1. Januar 2026, 12:47 Uhr
Als Sagradisch-Mikolinien werden traditionell die Besitzungen des Königreichs Sagradien auf der mikolinischen Halbinsel bezeichnet. Der Begriff umfasst rechtlich und historisch sehr unterschiedliche Gebiete:
- Westligrien gehörte seit dem Frühmittelalter zum Skantenreich und wurde als integraler Bestandteil des Königreichs Sagradien betrachtet. Das Gebiet fiel nach den Napoleonischen Kriegen 1814/15 an Mikolinien.
- Die Blaumeerhäfen Plato, Port-Ascq, Tinagua, Villaq, Cerinión und Villagua sowie die Insel Salina waren als Dominiones Tulinenses seit dem Mittelalter überseeische Besitzungen der Tulinesischen Republik unter Herrschaft eines tulinesischen Statthalters. Im Sechzigjährigen Krieg konnte Tulis von Plato aus seine Herrschaft auf einen Großteil Lukiens ausdehnen und den südlichen Teil der Landschaft Kont erobern. Mit der Personalunion zwischen dem Königreich Sagradien und dem Comitat Tulis kamen die Dominiones Tulinenses unter die Kontrolle Sagradiens, unterstanden aber weiter den Cortes von Tulis. Der Dritte Asumarische Krieg 1718-1724 brachte große Teile Lukiens und Südkonts an Mikolinien.
- Die Inseln Nerva und Lerça gehörten im Mittelalter zur Tulinesischen Republik und später zum Fürstentum Cuentez. Die Inseln wurden in den napoleonischen Kriegen von Mikolinien besetzt und auf dem Wiener Kongress als Besitz des Königs von Mikolinien bestätigt.
- Die Saloanischen Lande waren mikolinische Lehnsgebiete, die im ausgehenden 15. Jahrhundert in den Besitz des sagradischen Königshauses Sántori kamen. Sie wurden von 1502 bis 1669 in Personalunion mit dem Königreich Sagradien regiert, behielten aber ihre eigenen Institutionen. Von 1669 bis 1711 waren die Lande als Großherzogtum Macedi eine sagradische Sekundgenitur und gingen als Folge des Zweiten Blaumeerkriegs 1711 an Mikolinien.
- Das Königreich Golen gehörte seit dem Mittelalter zum Königreich Sagradien und wurde zu großen Teilen durch einen Markgrafen bzw. Herzog regiert, der unter sagradischer Lehnshoheit stand. Aus dem westlichen Teil wurde 1807 das napoleonische Herzogtum Alagua geformt und 1814/15 das Königreich Golen, das an Mikolinien abgetreten wurde.