Philipp VII.: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Richard I. Jakob''' (von Sagradien) (*1537; †1573) war [[König von Sagradien]] (1555-1573) und [[Herzog von Servette]] (1547-1560).
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Richard I. Jakob wurde 1537 in [[Servette]] als ältester Sohn von [[Michael III.|Miguel de Valier]], dem [[Sagradien|sagradischen]] Statthalter in Servette, und Prinzessin Joana María, der jüngsten Tochter König [[David I.|Davids I. von Sagradien]] geboren. Als Enkel des Königs erhielt der junge Prinz zunächst den Titel eines Grafen von Vierna und wurde an den Hof Davids I. nach [[Tulis]] gebracht und dort erzogen. Auch als es 1539 zum Streit zwischen seinem Vater und dem König um die Nachfolge Davids kam, blieb er bei seiner Mutter in Tulis. Nach dem Tod seines Großvaters David I. kam es zwischen seinem Vater und seinem Großonkel [[Joseph I. von Cuentez|Herzog Joseph von Óstino]] zum [[Lilienkrieg|Erbfolgekrieg]] um die Nachfolge Davids. Da Joseph bald Tulis einnahm, floh Richard mit seiner Mutter nach [[Micolinien]], das Miguel de Valier als Michael III. als sagradischer König anerkannte. Der [[Friede von Servette]] 1547 bestätigte Michael III. schließlich als König von Sagradien und Herzog von Servette und seinen Sohn Richard als Infant von Sagradien. Richard erhielt damit mit zehn Jahren die Titularregentschaft über die [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]] und wurde fortan in [[Semess]] erzogen, wohin sein Vater den Hof verlegte.
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'''Philipp VII.'''  (*1472, †1502) aus der Herrscherdynastie der [[Sántori]] war [[König von Sagradien]] und [[Conte von Tulis]] (1491-1502). Als Sohn [[Philipp VI.|Philipps VI.]] war er der zweite Sántori auf dem sagradischen Thron. Sein kinderloser Unfalltod im Jahr 1502 stürzte das Land in einen mehrere Jahre andauernden Thronfolgestreit, aus dem schließlich sein Onkel [[Peter von Sagradien]] als Sieger hervorging.
  
Mit nicht einmal 18 Jahren bestieg Richard nach dem Tod seines Vaters 1555 den sagradischen Thron. Zunächst wurde er noch von seiner Mutter Joana María de Santori dominiert, die mit aller Gewalt versuchte, den aufständischen Adel in den Provinzen unter Kontrolle zu bringen. 1559 heiratete Richard Louise von Bourbon, eine Schwester Antons von Bourbon und Tante des späteren französischen Königs Heinrich IV. Unter dem Einfluss seiner strenggläubigen Mutter versuchte Richard zudem, die erstehende Ausbreitung der calvinistischen Religion in Sagradien mit Gewalt zu unterbinden. Die Konversion von [[Enrico de Esqués]], dem [[Herzog von Viça]], zum Calvinismus führte 1560 zum Ausbruch eines Krieges zwischen dem protestantischen Nordosten und den königlichen Truppen ([[Vizanischer Krieg]]). Erst 1563 konnte sich Richard auf Druck der französischen Berater um seine Ehefrau hin von seiner Mutter emanzipieren und zwang sie in ein Kloster. Nun geriet er immer mehr unter den Einfluss französischer Gruppen am Hof, die enge Kontakte zu Heinrich von Navarra unterhielten. Als Heinrich 1569 zum politischen Führer der französischen Hugenotten aufstieg, konvertierte auch seine Tante Louise zur protestantischen Religion.
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=== Jugend und Thronbesteigung ===
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Philipp Jakob Anton von Santori wurde 1472 in Tulis als Sohn von [[Philipp VI.]] und seiner Frau Margaret Stewart geboren. Er erhielt den Titel eines [[Herzog von Sesín|Herzogs von Sesín]] und eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] und wurde als Infant zum Thronfolger erzogen.  
Spätestens seitdem führte auch Richard eine zunehmend tolerante Politik gegenüber den Calvinisten im eigenen Land. Bereits 1566 hatte er mit Enrico de Esqués Frieden geschlossen und im [[Toleranzedikt von Viça]] Gewissensfreiheit gewährt. Im [[Edikt von Lesta 1570]] gewährte er zudem den Calvinisten die vollen Bürgerrechte und lockte damit auch viele Flüchtlinge aus Frankreich ins Land, die der sagradischen Wirtschaft zugute kamen. Nach dem Edikt von Lesta kam es bald zu Aufständen der Katholischen Liga in Sagradien, die von Frankreich unterstützt wurden ([[Zweiter Sagradischer Religionskrieg]]).
 
  
Richard starb 1573 im Alter von 36 Jahren in [[Semess]]. Nachfolger wurde sein damals erst dreizehnjähriger Sohn [[Richard II.]], der danach unter der Regentschaft seiner Mutter Louise von Bourbon stand.
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Während seiner Jugend befand sich Philipps Vater im Krieg mit Frankreich um Einfluss in der Bretagne, wo Herzog Franz II. im Jahr 1488 ohne männlichen Erben starb. Um sein Bündnis mit dem bretonischen Adel gegen den jungen französischen König Karl VIII. abzusichern und die Kontrolle über die Bretagne zu erhalten, verlobte Philipp VI. seinen Sohn mit der bretonischen Erbin Anne. Nachdem die Herzogin das 13. Lebensjahr vollendet hatte, kam es im Dezember 1490 zur Hochzeit mit dem 18-jährigem Prinzen von Sarmay. Nur wenige Wochen später starb Philipp VI. und der junge Prinz von Sarmay wurde zum neuen König erhoben. Bereits zuvor war er von seinem Vater auch als Nachfolger im [[Comitat Tulis]] designiert worden.
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=== Kriege gegen Frankreich ===
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Unmittelbar nach seiner Thronbesteigung geriet Philipp VII. in eine politische Bedrohungslage: Da im [[Comitat Tulis]] traditionell ein wahlmonarchisches Regime herrschte und nicht sicher war, ob der tulinesische Adel die Nachfolge Philipps anerkennen würde, musste Philipp Präsenz im Südwesten zeigen, um sich als neuer Conte bestätigen zu lassen. Das feindliche Frankreich wiederum nutzte die Gelegenheit, um eine neue Offensive in der Bretagne zu starten. Nacheinander eroberte Karl VIII. Nantes, belagerte Rennes und vertrieb die sagradischen Truppen aus dem Osten der Bretagne. Im November gelang es Karl VIII., Rennes einzunehmen. Anne de Bretagne musste ihre Ehe mit Philipp von Sagradien widerrufen und zur Hochzeit mit Karl VIII. einwilligen. Im Dezember 1491 kam es zur Trauung. Im Februar 1492 gelang es Frankreich, gegen die Zahlung hoher Summen an den Heiligen Stuhl die Annullierung der ersten Ehe Annes durch Papst Innozenz VIII. zu erreichen. Die folgenden Versuche Philipps, die Bretagne zurückzuerobern, schlugen fehl.
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1495 schloss Philipp mit Kastilien, Aragón, England, Venedig, Mailand, dem Papst und dem Haus Habsburg die Allianz der Heiligen Liga gegen Frankreich. Dadurch erhofften sich Philipp VII. und sein leitender Minister, der [[Joán Batista Marqués von Cavalla|Marqués de Cavalla]], die Eroberung von Teilen der [[Bretagne]]. Teil des neuen Bündnisses war die Hochzeit Philipps VII. mit der Habsburgerprinzessin Katharina, einer Schwester Kaiser Maximilians I.
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Zwar konnte Philipp Teile der Bretagne sichern, die Herrschaft der französischen Krone über das Herzogtum konnte aber nicht gebrochen werden. Auch nach dem Tod Karls VIII. 1498, gelang es Philipp nicht, die Hochzeit Anne de Bretagnes mit Karls Nachfolger Ludwig XII. zu verhindern.
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=== Nachfolge ===
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Die Ehe Philipps mit seiner zweiten Frau Katharina von Habsburg gestaltete sich schwierig, schien der junge Prinz doch wenig von seiner deutlich älteren Frau angetan zu sein. So blieb die Ehe auch kinderlos.
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Anders als sein Vater zeigte Philipp VII. wenig Interesse für die Künste und Wissenschaften und sah sich viel eher in der Tradition mittelalterlicher Könige. Er war ein begeisterter Reiter und veranstaltete des öfteren Ritterturniere, an denen er auch selbst teilnahm. Eines dieser Turniere sollte ihm schließlich zum Verhängnis werden. Als Philipp 1502 bei einem Turnier von Pferd fiel, war er so schwer verwundet, dass er den Leiden nach wenigen Tagen erlag und im Alter von 30 Jahren starb.
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Da er ohne legitime Nachkommen geblieben war, stürzte sein Tod das Imperium der Sántori in eine ernsthafte Krise. Es kam nun zu einem blutigen Machtkampf zwischen den verfeindeten Linien des Hauses. Als ältere Schwester Philipps meldete [[Catarina de Sántori]] Ansprüche auf die Krone an. Da sie jedoch mit [[Filipe de las Marcas]], einem unehelichen Nachkommen [[David de Sántori]]s und Führer der Bastard-Linie ''Sántori de las Marcas'', verheiratet war, wurden ihre Ansprüche von Teilen des Adels zurückgewiesen. Stattdessen schwang sich nun Philipps Onkel [[Peter I.|Piero]], [[Herzog von Corar]] und [[Herzog von Salua]] zum Widersacher Katharinas auf und sicherte sich mithilfe des Adels die Krone.
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
[[Kategorie: Herzog von Servette]]
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[[Kategorie: Conte von Tulis]]
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[[Kategorie: Santori]]

Aktuelle Version vom 14. Dezember 2025, 16:46 Uhr

GaleazzoMariaSforza.jpg

Philipp VII. (*1472, †1502) aus der Herrscherdynastie der Sántori war König von Sagradien und Conte von Tulis (1491-1502). Als Sohn Philipps VI. war er der zweite Sántori auf dem sagradischen Thron. Sein kinderloser Unfalltod im Jahr 1502 stürzte das Land in einen mehrere Jahre andauernden Thronfolgestreit, aus dem schließlich sein Onkel Peter von Sagradien als Sieger hervorging.

Jugend und Thronbesteigung[bearbeiten]

Philipp Jakob Anton von Santori wurde 1472 in Tulis als Sohn von Philipp VI. und seiner Frau Margaret Stewart geboren. Er erhielt den Titel eines Herzogs von Sesín und eines Prinzen von Sarmay und wurde als Infant zum Thronfolger erzogen.

Während seiner Jugend befand sich Philipps Vater im Krieg mit Frankreich um Einfluss in der Bretagne, wo Herzog Franz II. im Jahr 1488 ohne männlichen Erben starb. Um sein Bündnis mit dem bretonischen Adel gegen den jungen französischen König Karl VIII. abzusichern und die Kontrolle über die Bretagne zu erhalten, verlobte Philipp VI. seinen Sohn mit der bretonischen Erbin Anne. Nachdem die Herzogin das 13. Lebensjahr vollendet hatte, kam es im Dezember 1490 zur Hochzeit mit dem 18-jährigem Prinzen von Sarmay. Nur wenige Wochen später starb Philipp VI. und der junge Prinz von Sarmay wurde zum neuen König erhoben. Bereits zuvor war er von seinem Vater auch als Nachfolger im Comitat Tulis designiert worden.

Kriege gegen Frankreich[bearbeiten]

Unmittelbar nach seiner Thronbesteigung geriet Philipp VII. in eine politische Bedrohungslage: Da im Comitat Tulis traditionell ein wahlmonarchisches Regime herrschte und nicht sicher war, ob der tulinesische Adel die Nachfolge Philipps anerkennen würde, musste Philipp Präsenz im Südwesten zeigen, um sich als neuer Conte bestätigen zu lassen. Das feindliche Frankreich wiederum nutzte die Gelegenheit, um eine neue Offensive in der Bretagne zu starten. Nacheinander eroberte Karl VIII. Nantes, belagerte Rennes und vertrieb die sagradischen Truppen aus dem Osten der Bretagne. Im November gelang es Karl VIII., Rennes einzunehmen. Anne de Bretagne musste ihre Ehe mit Philipp von Sagradien widerrufen und zur Hochzeit mit Karl VIII. einwilligen. Im Dezember 1491 kam es zur Trauung. Im Februar 1492 gelang es Frankreich, gegen die Zahlung hoher Summen an den Heiligen Stuhl die Annullierung der ersten Ehe Annes durch Papst Innozenz VIII. zu erreichen. Die folgenden Versuche Philipps, die Bretagne zurückzuerobern, schlugen fehl.

1495 schloss Philipp mit Kastilien, Aragón, England, Venedig, Mailand, dem Papst und dem Haus Habsburg die Allianz der Heiligen Liga gegen Frankreich. Dadurch erhofften sich Philipp VII. und sein leitender Minister, der Marqués de Cavalla, die Eroberung von Teilen der Bretagne. Teil des neuen Bündnisses war die Hochzeit Philipps VII. mit der Habsburgerprinzessin Katharina, einer Schwester Kaiser Maximilians I.

Zwar konnte Philipp Teile der Bretagne sichern, die Herrschaft der französischen Krone über das Herzogtum konnte aber nicht gebrochen werden. Auch nach dem Tod Karls VIII. 1498, gelang es Philipp nicht, die Hochzeit Anne de Bretagnes mit Karls Nachfolger Ludwig XII. zu verhindern.

Nachfolge[bearbeiten]

Die Ehe Philipps mit seiner zweiten Frau Katharina von Habsburg gestaltete sich schwierig, schien der junge Prinz doch wenig von seiner deutlich älteren Frau angetan zu sein. So blieb die Ehe auch kinderlos.

Anders als sein Vater zeigte Philipp VII. wenig Interesse für die Künste und Wissenschaften und sah sich viel eher in der Tradition mittelalterlicher Könige. Er war ein begeisterter Reiter und veranstaltete des öfteren Ritterturniere, an denen er auch selbst teilnahm. Eines dieser Turniere sollte ihm schließlich zum Verhängnis werden. Als Philipp 1502 bei einem Turnier von Pferd fiel, war er so schwer verwundet, dass er den Leiden nach wenigen Tagen erlag und im Alter von 30 Jahren starb.

Da er ohne legitime Nachkommen geblieben war, stürzte sein Tod das Imperium der Sántori in eine ernsthafte Krise. Es kam nun zu einem blutigen Machtkampf zwischen den verfeindeten Linien des Hauses. Als ältere Schwester Philipps meldete Catarina de Sántori Ansprüche auf die Krone an. Da sie jedoch mit Filipe de las Marcas, einem unehelichen Nachkommen David de Sántoris und Führer der Bastard-Linie Sántori de las Marcas, verheiratet war, wurden ihre Ansprüche von Teilen des Adels zurückgewiesen. Stattdessen schwang sich nun Philipps Onkel Piero, Herzog von Corar und Herzog von Salua zum Widersacher Katharinas auf und sicherte sich mithilfe des Adels die Krone.