Haus Cliece: Unterschied zwischen den Versionen
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Den Eintritt in den sagradischen Adel verdankte das Haus der Ehe von Graf [[Hugobald von Clièce]] mit der sagradischen Adligen [[Thiana Berel]] aus dem [[Haus Berel]]. Deren Bruder [[Dián Berel]], Anführer der Adelspartei der "Dianniden", wurde 1069 zum sagradischen Gegenkönig gegen König [[Martin III.]] erhoben, konnte sich zunächst aber nicht durchsetzen. Nach Dians Tod gingen seine Ansprüche und seine Titel als [[Herzog von Alconía]] und [[Graf von Oller]] auf Thianas und Hugobalds Sohn [[Hugo Dianus]] über. Das Haus Cliece kam damit in den Besitz umfangreicher Besitztümer in Südsagradien. | Den Eintritt in den sagradischen Adel verdankte das Haus der Ehe von Graf [[Hugobald von Clièce]] mit der sagradischen Adligen [[Thiana Berel]] aus dem [[Haus Berel]]. Deren Bruder [[Dián Berel]], Anführer der Adelspartei der "Dianniden", wurde 1069 zum sagradischen Gegenkönig gegen König [[Martin III.]] erhoben, konnte sich zunächst aber nicht durchsetzen. Nach Dians Tod gingen seine Ansprüche und seine Titel als [[Herzog von Alconía]] und [[Graf von Oller]] auf Thianas und Hugobalds Sohn [[Hugo Dianus]] über. Das Haus Cliece kam damit in den Besitz umfangreicher Besitztümer in Südsagradien. | ||
| − | Da auch Martin III. bei seinem Tod 1078 keinen Sohn hinterlassen hatte, erhob [[Hugo Dianus]] für seine Frau [[Bereca von Sagradien]], eine Cousine Martins, Anspruch auf den Thron. Hugo konnte schließlich eine Mehrheit der Großen des Reichs auf seine Seite ziehen. Im Krieg gegen seinen Gegenkönig [[Roduich der Lange|Roduich den Langen]], [[Herzog von Scantia]] aus dem Geschlecht der [[Lusoniden]], setzte sich Hugo schließlich in der [[Schlacht von Resales]] 1079 durch und wurde 1080 in [[Noyar]] zum König von Sagradien gekrönt. | + | Da auch Martin III. bei seinem Tod 1078 keinen Sohn hinterlassen hatte, erhob [[Hugo Dianus]] für seine Frau [[Bereca von Sagradien]], eine Cousine Martins, Anspruch auf den Thron. Hugo konnte schließlich eine Mehrheit der Großen des Reichs auf seine Seite ziehen. Im Krieg gegen seinen Gegenkönig [[Roduich der Lange|Roduich den Langen]], [[Herzog von Scantia]] aus dem Geschlecht der [[Lusoniden]], setzte sich Hugo schließlich in der [[Schlacht von Resales]] 1079 durch und wurde 1080 in [[Noyar]] zum König von Sagradien gekrönt. Der Kampf mit Roduich begründete zugleich den [[diannidisch-lusonidischen Gegensatz]], der die gesamte Herrschaftsepoche der Cliece-Könige prägte. |
| − | Mit dem Herrschaftswechsel vom königlichen [[Haus Skanten]] (der "Helgardiden"-Dynastie) auf das Haus Cliece setzte sich endgültig der Einfluss fränkischer bzw. französischer Traditionen auf das sagradische Hofleben durch. | + | === Bedeutung === |
| + | Mit dem Herrschaftswechsel vom königlichen [[Haus Skanten]] (der "Helgardiden"-Dynastie) auf das Haus Cliece setzte sich endgültig der Einfluss fränkischer bzw. französischer Traditionen auf das sagradische Hofleben durch. Die Herrschaftszeit der Hugoniden-Dynastie gilt als Höhepunkt höfischer Kultur in Sagradien. | ||
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| + | Zugleich bedeutete der Übergang des sagradischen Königstitels von den Skantenkönigen aus dem Haus der Helgariden auf die mit ihrer Hausmacht im Süden Sagradiens ansässigen Dianniden verlagerte das Gewicht im Reich deutlich weg vom bis dahin dominanten Norden und konsolidierte das bis dahin hauptsächlich skantische Königtum als gesamtsagradische Herrschaft, womit ein wesentlicher Grundstein für die Herausbildung eines gesamtsagradischen Staatswesens gelegt wurde. In diesem Sinne wirkte auch die zentralstaatlich ausgerichtete Politik der Diannidenkönige, die im erfolgreichen, wenn auch schwierigen Kampf gegen die Territorialfürsten, v.a. der mächtigen [[Lusoniden]], die Dominanz des Königtums über die Partikulargewalten stärkte. | ||
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Aktuelle Version vom 13. November 2025, 22:42 Uhr
Das Haus Clièce (sagr. Casa de Cliêce), auch bekannt als Dynastie der Hugoniden-Dianniden, war ein europäisches Adelsgeschlecht des Mittelalters. Das Haus entstammte dem westfränkischen Adel und hatte ab dem 10. Jahrhundert die französische Grafschaft Cliece inne. Seit 1069 stellte das Haus die Herzöge von Niederalkonien und Grafen von Oller in Sagradien und von 1078 bis 1290 die sagradischen Monarchen. Das Haus Cliece war damit das zweite Königsgeschlecht nach dem Haus Skanten auf dem sagradischen Thron. Wichtige Könige waren Hugo Dianus, Johann der Löwe, Gabriel Juvans und Philipp Hermes. Letzte Königin aus dem Haus Cliece war Eleonore von Sagradien.
Geschichte[bearbeiten]
Den Eintritt in den sagradischen Adel verdankte das Haus der Ehe von Graf Hugobald von Clièce mit der sagradischen Adligen Thiana Berel aus dem Haus Berel. Deren Bruder Dián Berel, Anführer der Adelspartei der "Dianniden", wurde 1069 zum sagradischen Gegenkönig gegen König Martin III. erhoben, konnte sich zunächst aber nicht durchsetzen. Nach Dians Tod gingen seine Ansprüche und seine Titel als Herzog von Alconía und Graf von Oller auf Thianas und Hugobalds Sohn Hugo Dianus über. Das Haus Cliece kam damit in den Besitz umfangreicher Besitztümer in Südsagradien.
Da auch Martin III. bei seinem Tod 1078 keinen Sohn hinterlassen hatte, erhob Hugo Dianus für seine Frau Bereca von Sagradien, eine Cousine Martins, Anspruch auf den Thron. Hugo konnte schließlich eine Mehrheit der Großen des Reichs auf seine Seite ziehen. Im Krieg gegen seinen Gegenkönig Roduich den Langen, Herzog von Scantia aus dem Geschlecht der Lusoniden, setzte sich Hugo schließlich in der Schlacht von Resales 1079 durch und wurde 1080 in Noyar zum König von Sagradien gekrönt. Der Kampf mit Roduich begründete zugleich den diannidisch-lusonidischen Gegensatz, der die gesamte Herrschaftsepoche der Cliece-Könige prägte.
Bedeutung[bearbeiten]
Mit dem Herrschaftswechsel vom königlichen Haus Skanten (der "Helgardiden"-Dynastie) auf das Haus Cliece setzte sich endgültig der Einfluss fränkischer bzw. französischer Traditionen auf das sagradische Hofleben durch. Die Herrschaftszeit der Hugoniden-Dynastie gilt als Höhepunkt höfischer Kultur in Sagradien.
Zugleich bedeutete der Übergang des sagradischen Königstitels von den Skantenkönigen aus dem Haus der Helgariden auf die mit ihrer Hausmacht im Süden Sagradiens ansässigen Dianniden verlagerte das Gewicht im Reich deutlich weg vom bis dahin dominanten Norden und konsolidierte das bis dahin hauptsächlich skantische Königtum als gesamtsagradische Herrschaft, womit ein wesentlicher Grundstein für die Herausbildung eines gesamtsagradischen Staatswesens gelegt wurde. In diesem Sinne wirkte auch die zentralstaatlich ausgerichtete Politik der Diannidenkönige, die im erfolgreichen, wenn auch schwierigen Kampf gegen die Territorialfürsten, v.a. der mächtigen Lusoniden, die Dominanz des Königtums über die Partikulargewalten stärkte.