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Aktuelle Version vom 22. April 2025, 17:41 Uhr
Joaquín Loubregat Teixa (*1972 in Ollar de Barregat) ist ein sagradischer Politiker und ehemaliger Generalsekretär der sozialdemokratischen ASUL (2018-2020). Als langjähriger Fraktionschef und Vizegeneralsekretär seiner Partei fungierte er nach dem Rücktritt von Mercé Serrat Cabarell von Februar bis Juli 2018 als kommissarischer Parteichef. Zu den sozialistischen Primaries im September 2018 erklärte er seine Kandidatur und setzte sich gegen Eva Monet und Cristina Areja durch.
Als Generalsekretär und Spitzenkandidat führte er die Sozialisten in die Parlamentswahl 2019, musste aber das schlechteste Ergebnis der Parteigeschichte verschmerzen und kündigte im Januar 2020 schließlich seinen Rücktritt an. Nach einer mehrjährigen Pause kehrte Loubregat 2025 ins politische Rampenlicht zurück und wurde Spitzenkandidat der ASUL bei der Regionalwahl in Comtàid-Perín 2025. Nach der Wahl wurde er als Nachfolger von Joana Estiarte zum Ratspräsidenten von Comtàid-Perín gewählt.
Inhaltsverzeichnis
Politische Anfänge[bearbeiten]
Loubregat wurde 1973 im tulinesischen Ollar de Barregat geboren und machte dort sein Abitur. Anschließend studierte er in Tulis Politikwissenschaft, Jura und Wirtschaftswissenschaften. Bereits als Jugendlicher trat er in die ASUL ein und engagierte sich für die Juventú Socialista und die Estudiantes Socialistas. 1996 wurde Loubregat erstmals in den Stadtrat seiner Heimatstadt gewählt, seit 1999 war er dort Fraktionssprecher der Sozialisten, seit 2000 zudem Sekretär der ASUL im Bezirk Tulis-Land. Im Jahr 2002 zog er für die regierenden Sozialisten in die Abgeordnetenkammer ein, wo er 2006 zum medienpolitischen Sprecher seiner Fraktion gewählt wurde.
Aufstieg zur Nummer 2 der Partei[bearbeiten]
Bei den Primaries um den Posten des Generalsekretärs der ASUL im Frühjahr 2010 unterstützte Loubregat die siegreiche Kandidatin Mercé Serrat. Anschließend nominierte die neue Parteichefin Serrat den bis dahin weithin unbekannten Loubregat überraschend für das Amt des Parteikoordinators. Er wurde mit einem Stimmenanteil von 72 Prozent gewählt und folgte in diesem Amt auf Lorenzo Manuel Delúsio, der sich keiner Wiederwahl stellte. Zusammen mit Parteisprecher David Chabrol gehört Loubregat seither zu den engsten Mitarbeitern und Vertrauten Serrats in der ASUL-Parteizentrale in Semest.
Vor der Parlamentswahl 2013 war Loubregat wesentlich für die Kampagne der Sozialisten verantwortlich, die mit dem Wahlsieg der Mitte-Links-Parteien und der Ernennung Serrat Cabarells zur Premierministerin endete. Loubregat wurde danach aber überraschend nicht ins Kabinett der neuen Ministerpräsidentin berufen und blieb stattdessen in der Parteizentrale, um den Europawahlkampf 2014 zu organisieren. Wenig später wurde Loubregat als Nachfolger Santiago Valarosas zum Vizegeneralsekretär der ASUL gewählt. Als solcher vertrat er Mercé Serrat regelmäßig in ihrer Funktion als Parteichefin der Sozialisten. Seit 2014 amtierte Loubregat zudem als Sprecher der ASUL-Fraktion in der sagradischen Abgeordnetenkammer und galt damit als Nummer 2 in der Partei.
Parteiführung[bearbeiten]
Nach der Niederlage der Sozialisten bei der Parlamentswahl 2017 und dem Rückzug Mercé Serrat Cabarells aus der Parteiführung folgte ihr Loubregat im Februar 2018 als kommissarischer Generalsekretär nach. Im Juli erklärte Loubregat schließlich seine Kandidatur für die sozialistischen Primaries im September 2018. Obwohl Loubregat als klarer Favorit ins Rennen ging, musste seine Kampagne einige Rückschläge erleiden. Vor allem sein Eintreten für eine inoffizielle Zusammenarbeit mit der Mitte-Rechts-Regierung von Manuel Ramoes Iliega führte zu Kritik der Parteilinken und an der Basis. In der Urwahl konnte sich Loubregat schließlich nur knapp gegen die linke Gegenkandidatin Eva Monet-Sabadera durchsetzen.
In der Folge kam es immer wieder zu Spannungen zwischen Loubregat und dem linken Parteiflügel unter Monet, Esker Narbón und David Chabrol. Nach der Niederlage der Sozialisten bei der Europawahl 2019 eskalierten die Spannungen und Loubregat musste auf Konfrontationskurs zur Regierung gehen. Bei der vorgezogenen Parlamentswahl im Dezember 2019 erreichte die ASUL nur 17,2 Prozent der Stimmen, das schlechteste Ergebnis in der Parteigeschichte. Nachdem Loubregat zunächst einen Rücktritt ausgeschlossen hatte, machte er im Januar 2020 schließlich den Weg für Neuwahlen um den Generalsekretärsposten frei. Bei den Primaries 2020 trat er nicht mehr an. Im März 2020 folgte ihm Eva Monet als Parteichefin nach.
Rückzug und Comeback[bearbeiten]
Nach seinem Rückzug aus der Parteiführung fungierte Loubregat weiterhin als einfacher Abgeordneter im Parlament und arbeitete vor allem in der Umwelt- und Agrarpolitik. Bei der Parlamentswahl 2023 wurde er erneut in die Abgeordnetenkammer gewählt.
Vor der Kommunalwahl 2024 galt Loubregat als Kandidat für das Bürgermeisteramt in Tulis. Er verzichtete aber auf eine Kandidatur. Stattdessen wurde er von der comitensischen Regierungspräsidentin Joana Estiarte als designierter Nachfolger und als Spitzenkandidat zur Regionalwahl in Comtàid-Perín 2025 vorgeschlagen. Bei der Wahl führte Loubregat die Sozialisten erneut zum Wahlsieg und wurde schließlich im Frühjahr zum Nachfolger Estiartes als Regierungspräsident der Region gewählt.
Öffentliche Ämter[bearbeiten]
- seit 2025: Ratspräsident von Comtàid-Perín
Mandate[bearbeiten]
- 1996-2002: Mitglied des Stadtrats von Ollar de Barregat
- 2002-2024: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
- seit 2025: Mitglied des Regionalrats von Comtàid-Perín
Parteifunktionen[bearbeiten]
- 1999-2002: Fraktionssprecher der ASUL im Stadtrat von Ollar de Barregat
- 2000-2010: Sekretär der ASUL Tulis-Land
- 2010-2014: Koordinationssekretär der ASUL
- 2014-2018: Vizegeneralsekretär der ASUL
- 2014-2018: Fraktionssprecher der ASUL in der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 2018-2020: Generalsekretär der ASUL (bis 9/2018 kommissarisch)