Luca Bremante: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Luca Inácio Bremante''' (*1952 in [[San Piero de Ceundâlia]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker. Er war lange Zeit einer der führenden Politiker der liberalen [[UDS]], für die er zahlreiche Ämter in Partei und Regierung bekleidete. Er war von 1992 bis 1994 [[Wirtschaftsminister]] und [[Vizeministerpräsident|stellvertretender Ministerpräsident]] in der [[Kabinett Otero I|ersten Regierung Otero]] und wurde im Januar 1994 zum Parteivorsitzenden und Spitzenkandidaten der UDS bei der [[Parlamentswahl 1994|Parlamentswahl im September 1994 gewählt]], musste von beiden Ämtern aber im Oktober desselben Jahres aufgrund einer politischen Affäre zurücktreten.  
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'''Luca Inácio Bremante Gondal''' (*1950 in [[Sampiero de Ceundâlia]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker, der zuletzt bis 2024 als Bürgermeister [[Sampiero de Ceundâlia|seiner Heimatstadt]] amtierte. Bremante war lange Zeit einer der führenden Politiker der liberalen [[UDS]], für die er zahlreiche Ämter in Partei und Regierung bekleidete. Er war von 1992 bis 1994 [[Wirtschaftsminister]] und [[Vizeministerpräsident|stellvertretender Ministerpräsident]] in der [[Kabinett Otero I|ersten Regierung Otero]] und wurde im Januar 1994 zum Parteivorsitzenden und Spitzenkandidaten der UDS bei der [[Parlamentswahl 1994|Parlamentswahl im September 1994 gewählt]], musste von beiden Ämtern aber im Oktober desselben Jahres aufgrund einer politischen Affäre zurücktreten.  
  
 
Nach einem politischen Comeback war Bremante von 1998 bis 2007 Fraktionssprecher seiner Partei in der [[Abgeordnetenkammer]]. Im Streit um die Politik seiner Partei verließ er die UDS im Jahr 2008 und gründete mit dem [[Fôro Liberal]] seine eigene politische Plattform mit rechtsliberaler Ausrichtung. Als Kandidat der Mitte-Rechts-Mehrheit wurde er auf Vorschlag der konservativen [[Volkspartei]] 2009 in den sagradischen [[Senat]] gewählt, dem er bis 2015 angehörte.
 
Nach einem politischen Comeback war Bremante von 1998 bis 2007 Fraktionssprecher seiner Partei in der [[Abgeordnetenkammer]]. Im Streit um die Politik seiner Partei verließ er die UDS im Jahr 2008 und gründete mit dem [[Fôro Liberal]] seine eigene politische Plattform mit rechtsliberaler Ausrichtung. Als Kandidat der Mitte-Rechts-Mehrheit wurde er auf Vorschlag der konservativen [[Volkspartei]] 2009 in den sagradischen [[Senat]] gewählt, dem er bis 2015 angehörte.
  
 
=== Herkunft und frühe Parteikarriere ===
 
=== Herkunft und frühe Parteikarriere ===
Luca Inácio Bremante wurde im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[San Piero de Ceundâlia|San Piero]] geboren und ging dort auch zur Schule. Nach dem Abitur studierte er Jura und trat bereits als Student in die liberale [[UDS]] ein. Nachdem er 1978 zum Vorsitzenden der [[Unión Democrática Jovén|Jungen Demokratischen Union]], dem Jugendverband der [[UDS]], gewählt worden war, machte er sich schnell einen Namen als engagierter Vertreter eines Liberalismus in allen Bereichen. In dieser Zeit war er zudem als Anwalt sowie in als Mitglied des Stadtrates von [[San Piero de Ceundâlia]] aktiv.  
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Luca Inácio Bremante wurde im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Sampiero de Ceundâlia|Sampiero]] geboren und ging dort auch zur Schule. Nach dem Abitur studierte er Jura und trat bereits als Student in die liberale [[UDS]] ein. Nachdem er 1978 zum Vorsitzenden der [[Unión Democrática Jovén|Jungen Demokratischen Union]], dem Jugendverband der [[UDS]], gewählt worden war, machte er sich schnell einen Namen als engagierter Vertreter eines Liberalismus in allen Bereichen. In dieser Zeit war er zudem als Anwalt sowie in als Mitglied des Stadtrates von [[Sampiero de Ceundâlia]] aktiv, wo er 1980 mit 30 Jahren zum Beigeordneten Stadtrat gewählt wurde.
  
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] wurde Bremante erstmals für die UDS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt. Hier gehörte er zu den jüngsten Abgeordneten und fiel durch energische Reden bei den Parteioberen auf. Im Januar 1985 wurde Bremante schließlich von Parteipräsident [[Lorenzo Estrubal]] zum neuen Parteisekretär der [[UDS]] berufen. Als solcher leitete er wesentlich die erfolgreiche Kampagne für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]], die mit einem Sieg für die regierende Mitte-Rechts-Koalition endete.  
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Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] wurde Bremante erstmals für die UDS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt. Hier gehörte er zu den jüngsten Abgeordneten und fiel durch energische Reden bei den Parteioberen auf. Im Januar 1985 berief ihn Parteipräsident [[Lorenzo Estrubal]] zum neuen Parteisekretär der [[UDS]]. Als solcher leitete Bremante wesentlich die erfolgreiche Kampagne für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]], die mit einem Sieg für die regierende Mitte-Rechts-Koalition endete.  
  
 
=== Karriere als Minister ===
 
=== Karriere als Minister ===
Im [[Kabinett Moya III]] erhielt der 34-jährige Bremante sein erstes Ministeramt als Leiter des [[Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung|Außenhandelsministeriums]]. Fortan galt Bremante als Shootingstar seiner Partei und als designierter "Kronprinz" von Parteichef  [[Lorenzo Estrubal|Estrubal]]. Nach dessen Rückzug aus der Parteiführung stieg Bremante 1989 als Stellvertretender Parteivorsitzender neben dem neuen Parteichef [[Mário Bahamonte]] endgültig in die Führungsspitze der Demokratischen Union auf. Zuvor war Bremante selbst als möglicher Nachfolger des Parteipatriarchen gehandelt worden, musste sich aber Vorwürfe der Vorteilsnahme im Amt erwehren, weswegen sogar ein Untersuchungsausschuss gegen ihn eingerichtet worden war. Die Wahl als Parteichef fiel daher letztlich nicht auf den umstrittenen Bremante, sondern auf den erfahreneren Bahamonte, der die Partei aber nach der [[Parlamentswahl 1990]] nicht in der Regierung halten konnte.  
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Im [[Kabinett Moya III]] erhielt der 36-jährige Bremante sein erstes Ministeramt als Leiter des [[Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung|Außenhandelsministeriums]]. Fortan galt Bremante als Shootingstar seiner Partei und als designierter "Kronprinz" von Parteichef  [[Lorenzo Estrubal|Estrubal]]. Nach dessen Rückzug aus der Parteiführung stieg Bremante 1989 als Stellvertretender Parteivorsitzender neben dem neuen Parteichef [[Mário Bahamonte]] endgültig in die Führungsspitze der Demokratischen Union auf. Zuvor war Bremante selbst als möglicher Nachfolger des Parteipatriarchen gehandelt worden, musste sich aber Vorwürfe der Vorteilsnahme im Amt erwehren, weswegen sogar ein Untersuchungsausschuss gegen ihn eingerichtet worden war. Die Wahl als Parteichef fiel daher letztlich nicht auf den umstrittenen Bremante, sondern auf den erfahreneren Bahamonte, der die Partei aber nach der [[Parlamentswahl 1990]] nicht in der Regierung halten konnte.  
  
 
Als den Unionsdemokraten 1992 die Rückkehr in die Regierung gelang, verzichtete Bahamonte überraschend auf einen Posten im [[Kabinett Otero I]] und schlug stattdessen Bremante für das Amt des [[Vizeministerpräsident]]en vor. Dieser übernahm schließlich neben der Vizepräsidentschaft das einflussreiche Amt des [[Minister für Wirtschaft und Industrie|Wirtschaftsministers]]. Zum Jahreswechsel 1993/94 bot Bahamonte dem jüngeren Bremante auch die Führung der Partei an, was dieser annahm. Im Januar 1994 wurde Bremante schließlich zum Parteivorsitzenden der UDS und zum Spitzenkandidaten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Parlamentswahl im September]] gewählt.
 
Als den Unionsdemokraten 1992 die Rückkehr in die Regierung gelang, verzichtete Bahamonte überraschend auf einen Posten im [[Kabinett Otero I]] und schlug stattdessen Bremante für das Amt des [[Vizeministerpräsident]]en vor. Dieser übernahm schließlich neben der Vizepräsidentschaft das einflussreiche Amt des [[Minister für Wirtschaft und Industrie|Wirtschaftsministers]]. Zum Jahreswechsel 1993/94 bot Bahamonte dem jüngeren Bremante auch die Führung der Partei an, was dieser annahm. Im Januar 1994 wurde Bremante schließlich zum Parteivorsitzenden der UDS und zum Spitzenkandidaten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Parlamentswahl im September]] gewählt.
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=== Parteiaustritt ===
 
=== Parteiaustritt ===
Zum endgültigen Bruch mit Orrieva kam es schließlich nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Mitte-Rechts-Parteien einen Sieg davongetragen hatten. Obwohl die UDS zunächst auf ein wirtschaftspolitisches Ressort gedrängt hatte, verzichtete Orrieva schließlich auf ein solches und opferte den designierten Minister Bremante damit, der auf dem Posten des Fraktionssprechers verblieb. In der Folge übte Bremante zunehmend öffentlich Kritik am Vorsitzenden und versuchte, wichtige Entscheidungen der Regierung zu blockieren. Nachdem sich Orrieva und Bremante 2007 in einer Vorstandssitzung der Partei gänzlich überworfen hatten, drängte Orrieva schließlich auf die Ablösung Bremantes, der schließlich seinen Rückritt von allen Ämtern bekannt gab.  In der Folge verließ der zunehmend an den Rand gedrängte Bremante die Partei und gab im Dezember 2007 die Gründung einer eigenen "liberalen politischen Bewegung", die schließlich den Namen "[[Fôro Liberal]]" erhielt. Eine Teilnahme an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] scheiterte jedoch, sodass der Politiker nach 34 Jahren aus dem sagradischen Parlament ausschied.  
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Zum endgültigen Bruch mit Orrieva kam es schließlich nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Mitte-Rechts-Parteien einen Sieg davongetragen hatten. Obwohl die UDS zunächst auf ein wirtschaftspolitisches Ressort gedrängt hatte, verzichtete Orrieva schließlich auf ein solches und opferte den designierten Minister Bremante damit, der auf dem Posten des Fraktionssprechers verblieb. In der Folge übte Bremante zunehmend öffentlich Kritik am Vorsitzenden und versuchte, wichtige Entscheidungen der Regierung zu blockieren. Nachdem sich Orrieva und Bremante 2007 in einer Vorstandssitzung der Partei gänzlich überworfen hatten, drängte Orrieva schließlich auf die Ablösung Bremantes, der schließlich seinen Rückritt von allen Ämtern bekannt gab.  
  
Nach einem Deal mit Ministerpräsident und [[Volkspartei]]-Chef [[Miquel Ánibal Luisanto]] wurde Bremante bei den [[Senatswahlen 2009]] als gemeinsamer Kandidat der Volkspartei und des liberalen Forums in den [[Senat|Sagradischen Senat]] gewählt. Wenig später wurde er als Vertreter der Mitte-Rechts-Mehrheit durch Unterstützung der Konservativen zum Präsidenten des Haushaltsausschusses gewählt. Der Volkspartei gehört Bremante nicht an, sein "Liberales Forum" trat bei den [[Regionalwahlen 2009]] und [[Regionalwahlen 2010|2010]] aber mehrheitlich in Listengemeinschaft mit der UDS an.
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Im Dezember 2007 verließ der zunehmend an den Rand gedrängte Bremante die UDS-Fraktion und gab die bevorstehende Gründung einer eigenen "liberalen politischen Bewegung" bekannt, die schließlich den Namen "[[Fôro Liberal]]" erhielt. In der Folge gehörte Bremante der Abgeordnetenkammer als fraktionsloser Abgeordneter an, nahm vereinzelt aber als Gast an Sitzungen der PPC-Gruppe teil. Nach seinem Austritt aus der UDS im Januar 2008 wurde das Liberale Forum als politische Organisation ins Parteienregister eingetragen. Bei der [[Kommunalwahl 2008]] trat das Forum in einigen Kommunen an, konnte aber keine durchschlagenden Erfolge verbuchen. In seiner Heimatstadt [[Sampiero de Ceundâlia]] kehrte Bremante mit der Liste "Fôro Sampiero" nach zwanzigjähriger Pause wieder in den Stadtrat zurück.
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Anfang 2009 kam es zu Verhandlungen zwischen Luca Bremante und dem ehemaligen [[PSP]]-Politiker [[Domênco Laravil]] über ein Zusammengehen ihrer beiden Parteien [[Fôro Liberal]] und [[Democrâcia i Libertá]]. Die Verhandlungen führten jedoch zu keinem Ergebnis. Stattdessen schloss Bremante einen Deal mit Ministerpräsident und [[Volkspartei]]-Chef [[Miquel Ánibal Luisanto]], als dessen Folge Bremante bei den [[Senatswahlen 2009]] als gemeinsamer Kandidat der Volkspartei und des liberalen Forums in den [[Senat|Sagradischen Senat]] gewählt wurde. Wenig später wurde er als Vertreter der Mitte-Rechts-Mehrheit durch Unterstützung der Konservativen zum Präsidenten des Haushaltsausschusses gewählt. Im Gegenzug verzichtete Bremante bei der [[Parlamentswahl 2009]] auf eine Kandidatur und unterstützte stattdessen Luisantos [[PPC]]. Bremantes Versuch, mit seinem Liberalen Forum bei der sagradischen [[Parlamentswahl 2013]] anzutreten, scheiterte schließlich aus formalen Gründen. Das Liberale Forum wurde daraufhin zum Januar 2014 liquidiert.
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Nach der [[Kommunalwahl 2012]] wurde Bremante an der Spitze einer parteiübergreifenden Wählerliste zum Bürgermeister von [[Sampiero de Ceundâlia]] gewählt. 2016 und 2020 wurde er jeweils wiedergewählt.
  
 
=== Öffentliche Ämter ===
 
=== Öffentliche Ämter ===
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* 1980-1986: Beigeordneter Stadtrat von [[Sampiero de Ceundâlia]]
 
* 1986-1990: [[Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung]] im [[Kabinett Moya III]]
 
* 1986-1990: [[Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung]] im [[Kabinett Moya III]]
 
* 1992-1994: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] und [[Stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Otero I]]
 
* 1992-1994: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] und [[Stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Otero I]]
* seit 2009: Präsident des Haushaltsausschusses im sagradischen [[Senat]]
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* 2009–2015: Präsident des Haushaltsausschusses im sagradischen [[Senat]]
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* 2012–2024: Bürgermeister von [[Sampiero de Ceundâlia]]
  
 
=== Mandate ===
 
=== Mandate ===
* 1974-2008: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]
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* 1976-1988: Mitglied des Stadtrats von [[Sampiero de Ceundâlia]] ([[UDS]])
* 1996-1998: Regionalrat in [[Ceundâlia]]
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* 1982-2008: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] ([[UDS]], seit 2007 fraktionslos)
* 2009–2015: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s
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* 1996-1998: Regionalrat in [[Ceundâlia]] ([[UDS]])
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* 2008-2024: Mitglied des Stadtrats von [[Sampiero de Ceundâlia]]  
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* 2009–2015: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s ([[PPC]] [[Ceundâlia]], seit 2013 fraktionslos)
  
 
=== Parteifunktionen ===
 
=== Parteifunktionen ===

Aktuelle Version vom 12. April 2025, 18:25 Uhr

PhilippeVigier.jpg

Luca Inácio Bremante Gondal (*1950 in Sampiero de Ceundâlia) ist ein sagradischer Politiker, der zuletzt bis 2024 als Bürgermeister seiner Heimatstadt amtierte. Bremante war lange Zeit einer der führenden Politiker der liberalen UDS, für die er zahlreiche Ämter in Partei und Regierung bekleidete. Er war von 1992 bis 1994 Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident in der ersten Regierung Otero und wurde im Januar 1994 zum Parteivorsitzenden und Spitzenkandidaten der UDS bei der Parlamentswahl im September 1994 gewählt, musste von beiden Ämtern aber im Oktober desselben Jahres aufgrund einer politischen Affäre zurücktreten.

Nach einem politischen Comeback war Bremante von 1998 bis 2007 Fraktionssprecher seiner Partei in der Abgeordnetenkammer. Im Streit um die Politik seiner Partei verließ er die UDS im Jahr 2008 und gründete mit dem Fôro Liberal seine eigene politische Plattform mit rechtsliberaler Ausrichtung. Als Kandidat der Mitte-Rechts-Mehrheit wurde er auf Vorschlag der konservativen Volkspartei 2009 in den sagradischen Senat gewählt, dem er bis 2015 angehörte.

Herkunft und frühe Parteikarriere[bearbeiten]

Luca Inácio Bremante wurde im ceundalischen Sampiero geboren und ging dort auch zur Schule. Nach dem Abitur studierte er Jura und trat bereits als Student in die liberale UDS ein. Nachdem er 1978 zum Vorsitzenden der Jungen Demokratischen Union, dem Jugendverband der UDS, gewählt worden war, machte er sich schnell einen Namen als engagierter Vertreter eines Liberalismus in allen Bereichen. In dieser Zeit war er zudem als Anwalt sowie in als Mitglied des Stadtrates von Sampiero de Ceundâlia aktiv, wo er 1980 mit 30 Jahren zum Beigeordneten Stadtrat gewählt wurde.

Bei der Parlamentswahl 1982 wurde Bremante erstmals für die UDS in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt. Hier gehörte er zu den jüngsten Abgeordneten und fiel durch energische Reden bei den Parteioberen auf. Im Januar 1985 berief ihn Parteipräsident Lorenzo Estrubal zum neuen Parteisekretär der UDS. Als solcher leitete Bremante wesentlich die erfolgreiche Kampagne für die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986, die mit einem Sieg für die regierende Mitte-Rechts-Koalition endete.

Karriere als Minister[bearbeiten]

Im Kabinett Moya III erhielt der 36-jährige Bremante sein erstes Ministeramt als Leiter des Außenhandelsministeriums. Fortan galt Bremante als Shootingstar seiner Partei und als designierter "Kronprinz" von Parteichef Estrubal. Nach dessen Rückzug aus der Parteiführung stieg Bremante 1989 als Stellvertretender Parteivorsitzender neben dem neuen Parteichef Mário Bahamonte endgültig in die Führungsspitze der Demokratischen Union auf. Zuvor war Bremante selbst als möglicher Nachfolger des Parteipatriarchen gehandelt worden, musste sich aber Vorwürfe der Vorteilsnahme im Amt erwehren, weswegen sogar ein Untersuchungsausschuss gegen ihn eingerichtet worden war. Die Wahl als Parteichef fiel daher letztlich nicht auf den umstrittenen Bremante, sondern auf den erfahreneren Bahamonte, der die Partei aber nach der Parlamentswahl 1990 nicht in der Regierung halten konnte.

Als den Unionsdemokraten 1992 die Rückkehr in die Regierung gelang, verzichtete Bahamonte überraschend auf einen Posten im Kabinett Otero I und schlug stattdessen Bremante für das Amt des Vizeministerpräsidenten vor. Dieser übernahm schließlich neben der Vizepräsidentschaft das einflussreiche Amt des Wirtschaftsministers. Zum Jahreswechsel 1993/94 bot Bahamonte dem jüngeren Bremante auch die Führung der Partei an, was dieser annahm. Im Januar 1994 wurde Bremante schließlich zum Parteivorsitzenden der UDS und zum Spitzenkandidaten bei der Parlamentswahl im September gewählt.

Kreditaffäre und Rückzug in die Zweite Reihe[bearbeiten]

Im Sommer 1994 geriet Bremante unter großen Druck, nachdem bekannt geworden war, dass er sich von einem Lobbyisten zinsfrei Geld in sechsstelliger Höhe geliehen hatte. Die Affäre überschattete den Wahlkampf und trug dazu bei, dass die Liberalen unter Bremantes Führung leichte Stimmenverluste verkraften mussten. Die Koalition mit den Christdemokraten konnte zwar fortgesetzt werden, der Parteichef ging aber angeschlagen in die Verhandlungen. Nur eine Woche nach der Wahl musste Bremante schließlich sein Ämter als Wirtschaftsminister, Vizepremier und Parteivorsitzender der UDS zur Verfügung stellen.

Ein kleines politisches Comeback feierte Bremante 1995 mit seiner Wahl zum Vorsitzenden des UDS-Verbandes in der Region Ceundâlia. Bei der Regionalwahl 1996 führte er die UDS in Ceundâlia als Spitzenkandidat an, gab sein Mandat aber nach der Wahl wieder zurück, um 1998 erneut für die sagradische Abgeordnetenkammer zu kandidieren. Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der Parlamentswahl im Herbst 1998 gehörte er zu den führenden Politikern der UDS in der Opposition und wurde Fraktionssprecher. In der Krise der Liberalen im Jahr 2000/2001, die schließlich im Sturz Victor António Anghés' vom Parteivorsitz gipfelte, konnte sich Bremante als möglicher Kandidat des Wirtschaftsflügels der Partei für die Nachfolge des angeschlagenen Parteivorsitzenden profilieren, wurde aber 2001 durch Parteisekretär Luca Orrieva ausmanövriert, der durch Anghés selbst als Nachfolger nominiert wurde. Bremante verzichtete auf eine Kampfkandidatur und wurde vom neuen Parteivorsitzenden Orrieva als Anwärter auf das einflussreiche Amt des Wirtschaftsministers und als Teil eines Doppelgespanns präsentiert, in dem Orrieva für die gesellschaftspolitische, Bremante für die wirtschaftspolitische Kompetenz stehen sollte.

Die Doppellösung verfing bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 jedoch nicht, inhaltliche Differenzen und persönliche Animositäten zwischen Orrieva und Bremante verhinderten ein geschlossenes Auftreten. Nach der erneuten Niederlage der Mitte-Rechts-Opposition übernahm Bremante die Führung der liberalen Fraktion in der Abgeordnetenkammer, Orrieva blieb aber als Parteichef darauf bedacht, seinen Stellvertreter klein zu halten. In der Folge näherte sich Orrieva deutlich dem Wirtschaftsflügel der Partei an und trat in der Partei zunehmend souveräner auf, während es Bremante nicht vermochte, die Vorbehalte gegen seine Position auf dem eher linken Parteiflügel auszuräumen. Indem Orrieva danach im wesentlichen die strategischen und programmatischen Ziele Bremantes übernahm - deutliche Betonung der wirtschaftspolitischen Kompetenz und Offenhalten eines Bündnisses mit der Rechten –, konnte er Bremante zunehmend an den Rand drängen. Deutliches Zeichen dafür war die Präsentation des UDS-Kampagnenteams für die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006, bei der Bremante keine Sonderrolle zukam und er neben Luca Orrieva, Hernán Ferrero Perón, Benita Hubner und Irina Morantes nur eines von fünf Team-Mitgliedern war.

Parteiaustritt[bearbeiten]

Zum endgültigen Bruch mit Orrieva kam es schließlich nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006, bei der die Mitte-Rechts-Parteien einen Sieg davongetragen hatten. Obwohl die UDS zunächst auf ein wirtschaftspolitisches Ressort gedrängt hatte, verzichtete Orrieva schließlich auf ein solches und opferte den designierten Minister Bremante damit, der auf dem Posten des Fraktionssprechers verblieb. In der Folge übte Bremante zunehmend öffentlich Kritik am Vorsitzenden und versuchte, wichtige Entscheidungen der Regierung zu blockieren. Nachdem sich Orrieva und Bremante 2007 in einer Vorstandssitzung der Partei gänzlich überworfen hatten, drängte Orrieva schließlich auf die Ablösung Bremantes, der schließlich seinen Rückritt von allen Ämtern bekannt gab.

Im Dezember 2007 verließ der zunehmend an den Rand gedrängte Bremante die UDS-Fraktion und gab die bevorstehende Gründung einer eigenen "liberalen politischen Bewegung" bekannt, die schließlich den Namen "Fôro Liberal" erhielt. In der Folge gehörte Bremante der Abgeordnetenkammer als fraktionsloser Abgeordneter an, nahm vereinzelt aber als Gast an Sitzungen der PPC-Gruppe teil. Nach seinem Austritt aus der UDS im Januar 2008 wurde das Liberale Forum als politische Organisation ins Parteienregister eingetragen. Bei der Kommunalwahl 2008 trat das Forum in einigen Kommunen an, konnte aber keine durchschlagenden Erfolge verbuchen. In seiner Heimatstadt Sampiero de Ceundâlia kehrte Bremante mit der Liste "Fôro Sampiero" nach zwanzigjähriger Pause wieder in den Stadtrat zurück.

Anfang 2009 kam es zu Verhandlungen zwischen Luca Bremante und dem ehemaligen PSP-Politiker Domênco Laravil über ein Zusammengehen ihrer beiden Parteien Fôro Liberal und Democrâcia i Libertá. Die Verhandlungen führten jedoch zu keinem Ergebnis. Stattdessen schloss Bremante einen Deal mit Ministerpräsident und Volkspartei-Chef Miquel Ánibal Luisanto, als dessen Folge Bremante bei den Senatswahlen 2009 als gemeinsamer Kandidat der Volkspartei und des liberalen Forums in den Sagradischen Senat gewählt wurde. Wenig später wurde er als Vertreter der Mitte-Rechts-Mehrheit durch Unterstützung der Konservativen zum Präsidenten des Haushaltsausschusses gewählt. Im Gegenzug verzichtete Bremante bei der Parlamentswahl 2009 auf eine Kandidatur und unterstützte stattdessen Luisantos PPC. Bremantes Versuch, mit seinem Liberalen Forum bei der sagradischen Parlamentswahl 2013 anzutreten, scheiterte schließlich aus formalen Gründen. Das Liberale Forum wurde daraufhin zum Januar 2014 liquidiert.

Nach der Kommunalwahl 2012 wurde Bremante an der Spitze einer parteiübergreifenden Wählerliste zum Bürgermeister von Sampiero de Ceundâlia gewählt. 2016 und 2020 wurde er jeweils wiedergewählt.

Öffentliche Ämter[bearbeiten]

Mandate[bearbeiten]

Parteifunktionen[bearbeiten]

  • 1978-1984: Vorsitzender der UDJ
  • 1985-1987: Parteisekretär der UDS
  • 1989-1994: Stellvertretender Parteivorsitzender der UDS
  • 1-10/1994: Parteivorsitzender der UDS
  • 1995-2002: Parteivorsitzender der UDS Ceundâlia
  • 1998-2007: Fraktionssprecher der UDS in der Abgeordnetenkammer
  • 2001-2007: stellvertretender Parteivorsitzender der UDS
  • 2008: Gründer des konservativ-liberalen Fôro Liberal