Movimiento Democrâcia i Libertá
| Democrâcia i Libertá | ||
| Gründer | Domênco Laravil | |
| Gründung | 2008 | |
| Abspaltung von | PSP | |
| Auflösung | 2010 | |
| Jugendorganisation | Jovenes per DL | |
| Ausrichtung | Nationalliberalismus Liberalkonservatismus Wirtschaftsliberalismus Euroskeptizismus | |
| Position | Rechts | |
| Europapartei | keine | |
| Farbe | blau | |
Das Movimiento Democrâcia i Libertá, auch kurz Democrâcia i Libertá (Demokratie und Freiheit, DL) war eine kurzlebige politische Partei in Sagradien mit liberalkonservativem und wirtschaftsliberalem Profil. Die Partei wurde im Spätsommer 2008 vom sagradischen Parlamentsabgeordneten Domênco Laravil gegründet. Es handelte sich um eine rechtsliberale Abspaltung der populistischen PSP, der Laravil zuvor als Generalsekretär und Fraktionssprecher angehört hatte.
Vorausgegangen war ein Streit innerhalb der PSP zwischen zwei widerstreitenden Fraktionen, den sogenannten Neoliberales und den Populistas, die nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Parteichef Joán de la Pênia vom Parteivorsitz im Jahr 2007 um den künftigen Kurs der Partei stritten. Während Laravil als Führer der Neoliberales für einen gemäßigt liberalen Kurs und für eine konstruktive Zusammenarbeit mit der konservativ-liberalen Minderheitsregierung von Miquel Ánibal Luisanto stritt, mit dem Ziel, eine formelle Koalitionsbeteiligung zu erreichen, standen die Populistas diesem Kurs ausgesprochen kritisch gegenüber und kritisierten insbesondere die Wirtschafts- und die Europapolitik der Regierung.
Nachdem es im Sommer 2008 über die Frage des Lissabon-Vertrages zum offenen Streit innerhalb der Partei gekommen war, in den Joán De la Pênia per Zeitungsinterview auf der Seite der Populistas eingriff und Laravil einen "Kniefall" vor der Regierung vorwarf, trat Laravil von seinen Ämtern in der PSP zurück und verließ Partei und Fraktion. Im September 2008 gründete er schließlich mit der "Bewegung Demokratie und Freiheit" seine eigene politische Partei, die sich als rechtsliberale Partei zwischen konservativer PPC, liberaler UDS und rechter PSP positionierte.
2009 kam es zu Verhandlungen zwischen Laravil und Luca Bremante über eine Fusion der DL mit dessen Fôro Liberal, die aber zu keinem Ergebnis führten. Bei der Europawahl 2009 kam die DL-Liste unter Laravils Führung auf einen Wähleranteil von 2 Prozent und verpasste damit den Einzug ins Brüsseler und Straßburger Parlament. Bei der folgenden vorgezogenen Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009 erhielt die Liste Laravil einen Stimmenanteil von nur 0,9 Prozent und scheiterte damit deutlich an der 3-Prozent-Hürde. Laravil erklärte daraufhin die Partei für aufgelöst und zog sich aus der Politik zurück. Formell vollzogen wurde die Liquidierung der Partei im Jahr 2010.
Erfolg bei Wahlen[bearbeiten]
| Wahljahr | - | Liste | Stimmanteil | Sitze / gesamt | Spitzenkandidat | |
| Europa 2009 | DL | 2,0 % | 0 / 50 | Domênco Laravil | ||
| Kammer 2009 | DL | 0,9 % | 0 / 511 | Domênco Laravil |