Sarmay: Unterschied zwischen den Versionen

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Sarmay ist heute die bedeutendste Wirtschaftsregion Sagradiens. Der Norden um die Semesker Agglomeration ist dabei eines der wichtigsten Dienstleistungszentren Sagradiens, aber auch im verarbeitenden Gewerbe besitzt die Region eine hervorragende Stellung. Neben dem Norden ist besonders der Südosten um die Stadt [[Lesta]] traditionell stark industrialisiert. Dagegen spielt im Westen und Osten der Region auch die landwirtschaftliche Produktion eine wichtige Rolle. Die [[Sagonte]] am Mittelpin und dem [[Dona]]-Fluss im Westen ist sogar eine der umsatzstärksten Weinregionen Sagradiens.
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Sarmay ist heute die bedeutendste Wirtschaftsregion Sagradiens. Der Norden um die Semesker Agglomeration ist dabei eines der wichtigsten Dienstleistungszentren Sagradiens, aber auch im verarbeitenden Gewerbe besitzt die Region eine hervorragende Stellung. Neben dem Norden ist besonders der Südosten um die Stadt [[Lesta]] traditionell stark industrialisiert, leidet aber seit einigen Jahren unter Problemen des wirtschaftlichen Strukturwandels, wenn auch in bedeutend geringerem Maß wie die Nachbarregion [[Bordez]]. Dagegen spielt im Westen und Osten der Region auch die landwirtschaftliche Produktion noch immer eine wichtige Rolle. Die [[Sagonte]] am Mittelpin und dem [[Dona]]-Fluss im Westen ist sogar eine der umsatzstärksten Weinregionen Sagradiens.
  
 
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Version vom 13:25, 5. Dez 2011

Die Region Sarmay (sagr. Región Sarmay), im Herzen Sagradiens gelegen, ist mit 7,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Region des Landes. Ursprünglich als Regionalverbund Lieno-Pin-Sagonte begründet, umfasste die Landschaft bis zur Einführung der Regionen als eigenständige Gebietskörperschaften der Sagradischen Republik im Jahr 1968 auch noch die Provinz Semesce, die 1968 als eigenständige Region Semesce aus dem Regionalverband ausgegliedert wurde und von der heutigen Region Sarmay gänzlich umschlossen wird. 1970 erhielt die Region Lieno-Pin-Sagonte ihren heutigen Namen, der an das historische Königreich Sarmay erinnert und an den geschichtlich überlieferten Namen der Landschaft anschließt. Nach dem Ausscheiden der Provinz Semesce umfasst die heutige Region Sarmay die fünf Provinzen Alto Pin, Alto Sagonte, Sagonte-Mêdio Pin, Coríu-Alto Sarmay sowie Baixo Sieza.

Hauptstadt der Region Sarmay war bis 1975 die Hauptstadt der Provinz Coríu-Alto Sarmay Lesta, das mit knapp 340.000 Einwohnern auch die größte Stadt in der Region darstellt. Einzelne Behörden waren jedoch auch in der Hauptstadt der Provinz Alto Sagonte Vierna sowie der Hauptstadt der Provinz Baixo Lieno Noyar angesiedelt. Mit Entschluss des Regionalrats im Jahr 1975 wurde jedoch Noyar als frühere Krönungsstadt der sagradischen Könige und historisches Zentrum Sarmays im Mittelalter zur offiziellen Hauptstadt der Region bestimmt. Hier sitzen auch der Regionalrat von Sarmay (Cosiliu Regional) und die Regionalregierung (Junta Regional) als oberste Organe der Region. Der Gerichtshof der Region befindet sich in Vierna, einige Unterbehörden weiterhin in Lesta.

Landschaft und Bevölkerung

Die Region Sarmay umfasst die Landschaften Sagonte, Altsarmay und die Oberpingegend. Außerdem hat es Anteil an der Croel und Soler im Osten. Besonders geprägt wird die Landschaft Sarmays durch die drei großen Flüsse Pin, Lieno und Sieza, die in der Region zusammenfließen und schließlich bei Vierna und Dûes Pontes den Mittelpin bilden. Größte Erhebungen sind die Serra de Sarmay im Süden und Südosten, die Serra de Louro im Südwesten und die Ausläufer der Mesa-Ebene und der Rosarischen Berge im Norden und Nordwesten der Region.

Das dichtbesiedelten Zentrum der Region Sarmay mit den Großstädten Dorell, Viteza und Dûes Pontes sowie anschließend Noyar und Vierna bildet mit der umschlossenen Region Semesce die Metropolregion Semesce-Sarmay, ihreszeichens die einwohnerstärkste und mit der größten Wirtschaftskraft ausgestattete Agglomeration Sagradiens. Weitere Agglomerationen befinden sich rund um die Stadt Lesta im mittleren Süden der Region, am Oberpin um die Städte Resales, Vitoria und Joanaz sowie im MIttelpintal um die Städte Pinario, Valiana und Garret. Dünner besiedelt sind lediglich die Peripherien im äußeren Westen, im äußeren Osten sowie im äußeren Süden der Region.

Wirtschaft

Sarmay ist heute die bedeutendste Wirtschaftsregion Sagradiens. Der Norden um die Semesker Agglomeration ist dabei eines der wichtigsten Dienstleistungszentren Sagradiens, aber auch im verarbeitenden Gewerbe besitzt die Region eine hervorragende Stellung. Neben dem Norden ist besonders der Südosten um die Stadt Lesta traditionell stark industrialisiert, leidet aber seit einigen Jahren unter Problemen des wirtschaftlichen Strukturwandels, wenn auch in bedeutend geringerem Maß wie die Nachbarregion Bordez. Dagegen spielt im Westen und Osten der Region auch die landwirtschaftliche Produktion noch immer eine wichtige Rolle. Die Sagonte am Mittelpin und dem Dona-Fluss im Westen ist sogar eine der umsatzstärksten Weinregionen Sagradiens.

Historisches

In vorrömischer Zeit siedelten in der Gegend des unteren Lieno und Mittelpins verschiedene sagradische und keltosagrische Stämme wie die Nogiaren und die Liener. In der Zeit der römischen Herrschaft in Sagradien gehörte der Westen des späteren Sarmay zur Provinz Sisinia, der Osten zur Sagradia Geroniensis. In vorrömischer und römischer Zeit entstanden auch die Städte Noyar (Augusta Nogiarorum), Dûes Ponte (Duo Pontes), Vierna (Bierna), Lesta (Lesta Granis) und Xenópolis (Xenopolis). Nachdem sich im frühen Mittelalter germanische Alkonen in der Gegend zwischen Pin, Sieza und Lieno angesiedelt hatten, wurde das Gebiet im 7. Jahrhundert durch Eroberung ins nördlich des Lieno gelegene Skantenreich eingegliedert und bildete bald eine hart umkämpfte Grenzregion zwischen dem christlichem Skantenreich und der muslimischen Numererherrschaft im Süden Sagradiens.

Infolge eines skantischen Thronstreits wurde das als Sarmay bekannte Territorium 812 im Vertrag von Torell dem skantischen König Ferrigo aus dem Geschlecht der Rodrigiden zugesprochen, nach dessen Tod 817 jedoch machte sich der einheimische Provinzfürst Dianus zum König und begründete das Diannidenkönigreich von Sarmay, das im 9. und frühen 10. Jahrhundert ein eigenständiges Königreich in Mittelsagradien bildete. Nach einem machtpolitischen Höhepunkt unter Dián III. von Sarmay Mitte des 9. Jahrhunderts folgte eine Reihe von Thronstreitigkeiten und Teilungen, ehe das Königreich im zweiten Jahrzehnt des 10. Jahrhunderts vom Skantenkönig Martin der Eroberer eingenommen und im Vertrag von Tantallas 915 in dessen entstehendes gesamtsagradisches Königreich eingegliedert wurde. Mit der Hinrichtung Arengars von Vierna, des letzten Diannidenkönigs durch den skantisch-gesamtsagradischen König Philipp I. verlor Sarmay endgültig seine Unabhängigkeit und bildete bald schon das machtpolitische Zentrum Philipps I. und seiner Nachfolger auf dem sagradischen Königsthron.

Mit seiner Königssalbung im Noyarenser Dom 939 begründete Philipp I. die Tradition der Königskrönung in Noyar, das im Hochmittelalter auch über weite Strecken hinweg die Funktion einer inoffiziellen Hauptstadt des sagradischen Königreichs. Mit den großen Bischofsstädten Noyar, Vierna und San Sebastian bildete das schon damals dicht besiedelte und hoch urbanisierte Mittelsarmay über das gesamte sagradische Mittelalter hinweg das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Königreichs, dessen sowohl skantisch-, als auch - in geringerem Maße - alkonisch-beeinflusster Mittelsagradischer Dialekt sich bald als dominante Sprachvarietät im gesamten Reich durchsetzte und die Grundlage des heutigen Hochsagradisch bildet.

Nachdem Mittelsarmay unter den frühen Santori-Königen im 15. Jahrhundert vorübergehend seine politisch-kulturelle, nicht aber seine wirtschaftliche Vormachtstellung an den tulinesischen Westen verloren hatte, führte die Verlegung des Königshofs von Tulis ins erst im Mittelalter begründete Semess Mitte des 16. Jahrhunderts zu dessen Aufstieg zum dominanten politisch-administrativen und kulturellen Zentrum Sagradiens und zur größten Stadt des Landes. Vom rasanten Anwachsen Semess' profitierten auch andere mittelsarmayische Städte, die teilweise - wie im Fall Novels und San Sebastians mit Semess immer mehr zusammenwuchsen. Dagegen verloren die Bischofsstädte Noyar und Vierna einen Teil ihres früheren Glanzes an die neue Metropole in der Nachbarschaft.

Als politisches Zentrum und bevölkerungsreichste Landschaft des Landes erlebte Sarmay die Kämpfe der Revolutionen und Bürgerkriege des 18. bis 20. Jahrhunderts stets in besonderem Maße. Im Zuge der Industrialisierung wuchsen Arbeiterstädte wie Lesta, Sebaste und die neu entstanden Stadtteile Semess' zu Schauplätzen sozialer Auseinandersetzungen und Hochburgen der sozialistischen Arbeiterbewegung heran.

Präsidenten der Regionaljunta

Amtsbeginn Amtsende Präsident der Regionaljunta Parteien besonderes
1968 1969 provisorischer Präsident der Junta
1969 1975 Fernando Debelún (ASUL) ASUL, PRD
1975 1986 Luis José López (ASUL) ASUL, PRD; ab 1977 ASUL; ab 1985 ASUL, UDS 1977-1985 Minderheitsausschuss
1986 1990 Miguel Valente (ASUL) ASUL, UDS; ab 1989 ASUL ab 1989 Minderheitsausschuss
1990 1998 Filipe Saforcada (PP-CSD) PP-CSD, UDS
1998 2002 Santiago Diaz de Velozo (ASUL) ASUL, Verdes
2002 2006 Ferrigo Madrigal (ASUL) ASUL, Verdes
2006 2010 Isabel Berguixete (PP-CSD) PP-CSD, PSP, CCD, seit 2009 PP-CSD, PSP ab 2009 Minderheitsausschuss
2010 Jorge Ferrero Nadal (ASUL) ASUL, Verdes, SDU