Francès de Píu-Castellán: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Francès de Píu-Castellán''' war ein [[sagradischer]] Politiker und Staatsmann am Ende der Monarchie und zu Beginn der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Als Präsident der Natioalversammlung und des provisorischen Regierungsrates kam ihm eine zentrale Rolle während der [[Januarrevolution 1891]] und dem folgenden Übergang von der Monarchie zur Republik zu.  
 
'''Francès de Píu-Castellán''' war ein [[sagradischer]] Politiker und Staatsmann am Ende der Monarchie und zu Beginn der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Als Präsident der Natioalversammlung und des provisorischen Regierungsrates kam ihm eine zentrale Rolle während der [[Januarrevolution 1891]] und dem folgenden Übergang von der Monarchie zur Republik zu.  
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Nachdem [[PS|Sozialisten]] und Republikaner im Dezember 1890 den Generalstreik verhängt hatten und es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Streikenden und Regierungstruppen gekommen war, machte sich innerhalb der liberalen Parlamentsmehrheit die Furcht vor einer Eskalation und einem radikalen Umsturz breit. Unter dem Druck der Straße mussten König [[Philipp X.]] und sein Premierminister [[Gustavo Conte de Montxerent]] am 21. und 22. Januar 1891 die Stadt verlassen. In dieser Situation übernahm Píu-Castellán eine entscheidende Rolle. Er berief die [[Abgeordnetenkammer]] ein und setzte eine Abstimmung über die Absetzung der Regierung Montxerent an. Mit diesem außerkonstitutionellen Vorgehen versuchte er gemeinsam mit den Parteiführern des [[Partíu Liberal]], [[Cornel Gil-Lerma]] und [[Luis Cavaller]], eine Parlamentarisierung herbeiführen und eine Eskalation der Situation abwenden zu können. Nachdem die Abgeordnetenkammer mit deutlicher Mehrheit für die Absetzung der Regierung gestimmt hatte, erließ sie am 27. Januar eine neue Wahlresolution, die die Ausarbeitung eines neuen Wahlrechts auf Grundlage der allgemeinen Volkswahl ankündigte. Zudem bestellte sie einen "Exekutivausschuss" unter der Führung von [[Cornel Gil-Lerma]], der in Abwesenheit einer königlichen Regierung die Amtsgeschäfte übernehmen solle. Im Parlamentsbeschluss beriefen sich die Abgeordneten auf die "ständische Tradition der Codices Magni" und setzten sich damit über den Willen der Nobelnkammer hinweg, die erst gar nicht mehr einberufen wurde.
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In der Folge setzte Píu-Castellán [[Aprilwahlen 1891|Neuwahlen im April 1891]] an, aus denen schließlich [[Partíu Liberal|Liberale]], Republikaner und [[PS|Sozialisten]] als Sieger hervorgingen. Nach der Abdankung des Königs erließ die Nationalversammlung am 5. Juni 1891 die "Juni-Proklamation", in der sich die sagradische Nationalversammlung zur "alleinigen Inhaberin der Regierungsgewalt der Sagradischen Nation" erklärte ("la sola poder governante de la Nación es síu nela Asamblea Nacional").
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[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Píu-Castellán]]
 
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[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Píu-Castellán]]
 
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Píu-Castellán]]

Version vom 12:11, 24. Jan 2020

Francès de Píu-Castellán war ein sagradischer Politiker und Staatsmann am Ende der Monarchie und zu Beginn der Zweiten Republik. Als Präsident der Natioalversammlung und des provisorischen Regierungsrates kam ihm eine zentrale Rolle während der Januarrevolution 1891 und dem folgenden Übergang von der Monarchie zur Republik zu.

Nachdem Sozialisten und Republikaner im Dezember 1890 den Generalstreik verhängt hatten und es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Streikenden und Regierungstruppen gekommen war, machte sich innerhalb der liberalen Parlamentsmehrheit die Furcht vor einer Eskalation und einem radikalen Umsturz breit. Unter dem Druck der Straße mussten König Philipp X. und sein Premierminister Gustavo Conte de Montxerent am 21. und 22. Januar 1891 die Stadt verlassen. In dieser Situation übernahm Píu-Castellán eine entscheidende Rolle. Er berief die Abgeordnetenkammer ein und setzte eine Abstimmung über die Absetzung der Regierung Montxerent an. Mit diesem außerkonstitutionellen Vorgehen versuchte er gemeinsam mit den Parteiführern des Partíu Liberal, Cornel Gil-Lerma und Luis Cavaller, eine Parlamentarisierung herbeiführen und eine Eskalation der Situation abwenden zu können. Nachdem die Abgeordnetenkammer mit deutlicher Mehrheit für die Absetzung der Regierung gestimmt hatte, erließ sie am 27. Januar eine neue Wahlresolution, die die Ausarbeitung eines neuen Wahlrechts auf Grundlage der allgemeinen Volkswahl ankündigte. Zudem bestellte sie einen "Exekutivausschuss" unter der Führung von Cornel Gil-Lerma, der in Abwesenheit einer königlichen Regierung die Amtsgeschäfte übernehmen solle. Im Parlamentsbeschluss beriefen sich die Abgeordneten auf die "ständische Tradition der Codices Magni" und setzten sich damit über den Willen der Nobelnkammer hinweg, die erst gar nicht mehr einberufen wurde.

In der Folge setzte Píu-Castellán Neuwahlen im April 1891 an, aus denen schließlich Liberale, Republikaner und Sozialisten als Sieger hervorgingen. Nach der Abdankung des Königs erließ die Nationalversammlung am 5. Juni 1891 die "Juni-Proklamation", in der sich die sagradische Nationalversammlung zur "alleinigen Inhaberin der Regierungsgewalt der Sagradischen Nation" erklärte ("la sola poder governante de la Nación es síu nela Asamblea Nacional").