Flávio Osório Gimenès: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Flávio Osório Jimenez''' (*1927 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der [[ASUL]] und ehemaliger langjähriger [[Bürgermeister von Semess]] (1970-1987) sowie Präsident der [[Region Semesce|Semesker]] Regionaljunta (1989-2001). 1987 amtierte er wenige Monate lang als Generalsekretär seiner Partei. Bei der [[Präsidentschaftswahl 1994]] unterlag er als Kandidat der Sozialisten dem konservativen Amtsinhaber [[Santiago Montoya]].
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'''Flávio Osório Gimenès''' (*1927 in [[Semest]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der [[ASUL]] und ehemaliger langjähriger [[Bürgermeister von Semest]] (1966-1984) sowie Präsident der Regionalregierung von [[Sarmay]] (1993-1998). Bei der [[Präsidentschaftswahl 1990]] unterlag er als Kandidat der Sozialisten dem Konservativen [[Oscar Santián de Montoy]].
  
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] und der Ernennung [[Paulo Centavo]]s zum Minister im [[Kabinett Caval I]] wurde Osório Jimenez vom Semesker Stadtrat zum neuen Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt gewählt. In diesem Amt blieb er insgesamt 17 Jahre und wurde so zum festen Inventar der Stadt. Bei den [[Kommunalwahlen 1972]], [[Kommunalwahlen 1976|1976]], [[Kommunalwahlen 1980|1980]] und [[Kommunalwahlen 1984|1984]] holte er jeweils eine Mehrheit für die Sozialisten im Stadtparlament und sicherte sich auf diese Weise seine Wiederwahl. Bei der Kommunalwahl 1984 erlitten die Sozialisten jedoch Einbußen und nahmen trotz der Skepsis Osórios gegenüber diesem Schritt Verhandlungen mit den [[Verdes Celarcoes|Grünen]] über die Bildung einer gemeinsamen Stadtratskoalition auf, die 1985 zu einem erfolgreichen Abschluss geführt wurde.
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=== Anfänge in der Kommunalpolitik und Jahre als Bürgermeister ===
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Der in [[Semest]] geborene und aufgewachsene Flávio Osório Gimenès stammt aus einer Arbeiterfamilie und begann seine politische Arbeit im sozialistischen Jugendverband [[JUSO|CSJS]], dem er bereits als Jugendlicher beitrat. Zudem engagierte er sich früh in der sozialistischen Dachgewerkschaft [[CSSL]]. Nach seiner Ausbildung zum Schlosser erhielt Gimenès von der Gewerkschaft ein Stipendium, um in [[Semest]] Jura zu studieren. Danach war er zunächst als Anwalt für Arbeitsrecht tätig und beriet die Gewerkschaft in Rechtsfragen.
  
Seine anhaltenden Erfolge in Semess machten Osório Jimenez auch landesweit bekannt und förderten seine Karriere in der Sozialistischen Partei. 1977 erstmals ins nationale Sekretariat der ASUL gewählt, stieg Jimenez 1984 zu einem der vier Stellvertretenden Generalsekretäre hinter Parteichef [[Joán Caval]] auf und gehörte zu dessen so genanntem "[[Quadrumvirat]]". Er galt als Vertreter des traditionalistischen linken Flügels. Der im Dezember 1986 angekündigte Rückzug Joán Cavals vom Parteivorsitz führte zu einer kurzen Nachfolgediskussion, in der sich das Quadrumvirat auf die Wahl Flávio Osórios zum neuen Generalsekretär verständigte. Ministerpräsident sollte jedoch der in der Partei weniger verankerte [[Donado Ricardes]] bleiben, während Osório als Generalsekretär das traditionelle Milieu ansprechen und in der Partei als Integrator fungieren sollte.  
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Im Jahr 1960 wurde der damals 33-Jährige erstmals für die sozialistische Partei in den Stadtrat von [[Semest]] gewählt und 1964 sowie 1968 jeweils im Amt bestätigt. Dort machte er sich als Leiter der Sozialbehörde einen Namen. Nach der Berufung [[Paulo Centavo]]s zum Minister im November 1966 fiel die Wahl des Nachfolgers auf den amtierenden Fraktionsvorsitzenden Osório Gimenès als neuen Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt.
  
Auf dem Parteitag der Sozialisten in [[Malesc]] im Februar 1987 wurde Osório Jimenez schließlich zum vierten Generalsekretär der ASUL gewählt. Er blieb jedoch nicht lange in diesem Amt. Bereits im Spätsommer folgte eine andauernde Koalitionskrise, die schließlich zum Austritt der Grünen aus der Semesker Koaliton führte. Eine von Osório gestellte Vertrauensfrage endete in einem Debakel für diesen, da ihm nicht nur die Opposition und die Grünen, sondern gleich drei Abgeordnete der eigenen Fraktion die Gefolgschaft verweigerten. Flávio Osório Jimenez wertete das Ergebnis als Misstrauensvotum für den eigenen Kurs und trat daraufhin von allen Ämtern zurück. Er zog sich aus der aktiven Politik zurück und gab auch das Amt des Generalsekretärs der Partei an [[Donado Ricardes]] ab. Die Sozialisten verloren daraufhin die vorgezogene Kommunalwahl im Januar 1988 an die Konservativen unter [[Gustavo Galler]].
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In diesem Amt blieb Flávio Osório insgesamt 17 Jahre lang und wurde so zum festen Inventar der Stadt. Bei den [[Kommunalwahlen 1968]], [[Kommunalwahlen 1972|1972]], [[Kommunalwahlen 1976|1976]] und [[Kommunalwahlen 1980|1980]] holte er jeweils eine Mehrheit für die Sozialisten im Stadtparlament und sicherte sich auf diese Weise seine Wiederwahl. Bei der Kommunalwahl 1984 erlitten die Sozialisten jedoch Einbußen und nahmen trotz der Skepsis Osórios gegenüber diesem Schritt Verhandlungen mit den [[Verdes Celarcoes|Grünen]] über die Bildung einer gemeinsamen Stadtratskoalition auf, die jedoch scheiterten. Osório verzichtete daraufhin auf eine Wiederwahl. Nachfolger wurde der Konservative [[Gustavo Galler]].
  
Osório Jimenez feierte zwei Jahre später sein politisches Comeback. Als Spitzenkandidat der Sozialisten bei der [[Regionalwahlen 1989|Wahl zum Semesker Regionalrat im Herbst 1989]] feierte er einen Sieg gegen den konservativen Amtsinhaber [[António Vallerón]] und wurde schließlich mit den Stimmen seiner Sozialisten sowie der Grünen zum Präsidenten der Semesker Regionaljunta gewählt. Dieses Amt übte er insgesamt weitere zwölf Jahre aus und siegte erneut bei den Regionalwahlen [[Regionalwahlen 1993|1993]] und [[Regionalwahlen 1997|1997]], jeweils mithilfe einer rot-grünen Koalition. Bei den [[Regionalwahlen 2001]] trat Osório Jimenez nicht mehr an und übergab an [[David Acebes]], der ihm als Regionalpräsident nachfolgte.
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=== Parteikarriere ===
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In seiner Semestiner Zeit durchlebte Osório den typischen innerparteilichen Aufstieg. Zunächst Mitglied im Vorstand des sozialistischen Stadtverbands [[Semest]], stieg er bereits 1965 zum Kommunalsekretär der Partei und zugleich in den nationalen Vorstand der Partei auf. 1966 übernahm er zudem das Amt des Fraktionssprechers im Stadtrat, das er nach seiner Wahl zum Bürgermeister wieder abgab.
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Seine anhaltenden Erfolge in Semest machten Osório Gimenès auch landesweit bekannt und förderten seine Karriere in der Sozialistischen Partei. 1974 erstmals ins nationale Sekretariat der ASUL gewählt, blieb er dessen Mitglied bis zum Parteikongress 1985. Nach seiner Rückkehr in die Regionalpolitik im Jahr 1993 blieb Osório eine wichtige Figur innerhalb der Sozialistischen Partei und war mehrmals Mitglied des sozialistischen Schattenkabinetts. Im Jahr 2000 wurde er zudem ins repräsentative Amt des Präsidenten des Nationalkonvents der [[ASUL]] gewählt, das er bis 2005 ausübte.
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=== Präsidentschaftskandidat ===
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Bei der sagradischen [[Präsidentschaftswahl 1990]] trat Flávio Osório Gimenès gegen den konservativen [[Justizminister]] [[Oscar Santián de Montoy]] an. Nachdem er im ersten Wahlgang noch auf Platz 1 gelegen hatte, unterlag er Montoy im zweiten Wahlgang denkbar knapp mit 49,8 Prozent der Stimmen.
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=== Regionalpräsident ===
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Osório Gimenès feierte 1993 schließlich sein politisches Comeback. Als Spitzenkandidat der Sozialisten bei der [[Regionalwahl in Sarmay 1993]] feierte er einen Sieg gegen den konservativen Amtsinhaber [[António Vallerón]] und wurde schließlich mit den Stimmen seiner Sozialisten sowie der Grünen zum Präsidenten der Regionalregierung gewählt. Dieses Amt übte er insgesamt fünf Jahre aus. Nachdem er die Sozialisten bei der [[Regionalwahl in Sarmay 1997]] zu einem neuerlichen Sieg geführt hatte, übergab er sein Amt im Dezember 1998 an seinen "Kronzprinzen" [[Santiago Diaz de Velozo]].  
  
Bei der sagradischen [[Präsidentschaftswahl 1994]] trat Flávio Osório Jimenez gegen den Amtsinhaber [[Santiago Montoya]] von der konservativen [[Volkspartei]] an und erreichte im ersten Wahlgang einen Stimmenanteil von 39 Prozent. Damit unterlag er jedoch Montoya, der bereits im ersten Wahlgang eine knappe absolute Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte und im Amt bestätigt wurde.
 
  
 
== Politische Funktionen ==
 
== Politische Funktionen ==
 
=== Öffentliche Ämter ===
 
=== Öffentliche Ämter ===
* 1970-1987: [[Bürgermeister von Semess]]
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* 1961-1966: Beigeordneter Stadtrat für Soziales in Semest
* 1989-2001: Präsident der [[Region Semesce]]
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* 1966-1984: [[Bürgermeister von Semest]]
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* 1993-1998: Präsident der [[Region]] [[Sarmay]]
  
 
=== Mandate ===
 
=== Mandate ===
* 1989-2001: Mitglied des Regionalrats von Semesce
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* 1960-1988: Mitglied des Stadtrats von [[Semest]]
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* 1988-1993: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s
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* 1993-1998: Mitglied des Regionalrats von [[Sarmay]]
  
 
=== Parteiämter ===
 
=== Parteiämter ===
* 1984-1987: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]
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* 1965-1970: Kommunalsekretär der [[ASUL]] [[Semest]]
* 1987: Generalsekretär der [[ASUL]]
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* 1966: Fraktionssprecher der [[ASUL]] im Stadtrat von [[Semest]]
* 2001-2005: Präsident des Nationalkonvents der [[ASUL]]
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* 2000-2005: Präsident des Nationalkonvents der [[ASUL]]
  
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess]]
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[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Osório Gimenès]]
[[Kategorie: Präsident der Region Semesce]]
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[[Kategorie: Politiker der ASUL|Osório Gimenès]]
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]
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[[Kategorie: Bürgermeister von Semest|Osório Gimenès]]
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]
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[[Kategorie: Regionalpräsident von Sarmay|Osório Gimenès]]
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[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Osório Gimenès]]

Aktuelle Version vom 14. Januar 2020, 16:39 Uhr

Flávio Osório Gimenès (*1927 in Semest) ist ein sagradischer Politiker der ASUL und ehemaliger langjähriger Bürgermeister von Semest (1966-1984) sowie Präsident der Regionalregierung von Sarmay (1993-1998). Bei der Präsidentschaftswahl 1990 unterlag er als Kandidat der Sozialisten dem Konservativen Oscar Santián de Montoy.

Anfänge in der Kommunalpolitik und Jahre als Bürgermeister[bearbeiten]

Der in Semest geborene und aufgewachsene Flávio Osório Gimenès stammt aus einer Arbeiterfamilie und begann seine politische Arbeit im sozialistischen Jugendverband CSJS, dem er bereits als Jugendlicher beitrat. Zudem engagierte er sich früh in der sozialistischen Dachgewerkschaft CSSL. Nach seiner Ausbildung zum Schlosser erhielt Gimenès von der Gewerkschaft ein Stipendium, um in Semest Jura zu studieren. Danach war er zunächst als Anwalt für Arbeitsrecht tätig und beriet die Gewerkschaft in Rechtsfragen.

Im Jahr 1960 wurde der damals 33-Jährige erstmals für die sozialistische Partei in den Stadtrat von Semest gewählt und 1964 sowie 1968 jeweils im Amt bestätigt. Dort machte er sich als Leiter der Sozialbehörde einen Namen. Nach der Berufung Paulo Centavos zum Minister im November 1966 fiel die Wahl des Nachfolgers auf den amtierenden Fraktionsvorsitzenden Osório Gimenès als neuen Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt.

In diesem Amt blieb Flávio Osório insgesamt 17 Jahre lang und wurde so zum festen Inventar der Stadt. Bei den Kommunalwahlen 1968, 1972, 1976 und 1980 holte er jeweils eine Mehrheit für die Sozialisten im Stadtparlament und sicherte sich auf diese Weise seine Wiederwahl. Bei der Kommunalwahl 1984 erlitten die Sozialisten jedoch Einbußen und nahmen trotz der Skepsis Osórios gegenüber diesem Schritt Verhandlungen mit den Grünen über die Bildung einer gemeinsamen Stadtratskoalition auf, die jedoch scheiterten. Osório verzichtete daraufhin auf eine Wiederwahl. Nachfolger wurde der Konservative Gustavo Galler.

Parteikarriere[bearbeiten]

In seiner Semestiner Zeit durchlebte Osório den typischen innerparteilichen Aufstieg. Zunächst Mitglied im Vorstand des sozialistischen Stadtverbands Semest, stieg er bereits 1965 zum Kommunalsekretär der Partei und zugleich in den nationalen Vorstand der Partei auf. 1966 übernahm er zudem das Amt des Fraktionssprechers im Stadtrat, das er nach seiner Wahl zum Bürgermeister wieder abgab.

Seine anhaltenden Erfolge in Semest machten Osório Gimenès auch landesweit bekannt und förderten seine Karriere in der Sozialistischen Partei. 1974 erstmals ins nationale Sekretariat der ASUL gewählt, blieb er dessen Mitglied bis zum Parteikongress 1985. Nach seiner Rückkehr in die Regionalpolitik im Jahr 1993 blieb Osório eine wichtige Figur innerhalb der Sozialistischen Partei und war mehrmals Mitglied des sozialistischen Schattenkabinetts. Im Jahr 2000 wurde er zudem ins repräsentative Amt des Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL gewählt, das er bis 2005 ausübte.

Präsidentschaftskandidat[bearbeiten]

Bei der sagradischen Präsidentschaftswahl 1990 trat Flávio Osório Gimenès gegen den konservativen Justizminister Oscar Santián de Montoy an. Nachdem er im ersten Wahlgang noch auf Platz 1 gelegen hatte, unterlag er Montoy im zweiten Wahlgang denkbar knapp mit 49,8 Prozent der Stimmen.

Regionalpräsident[bearbeiten]

Osório Gimenès feierte 1993 schließlich sein politisches Comeback. Als Spitzenkandidat der Sozialisten bei der Regionalwahl in Sarmay 1993 feierte er einen Sieg gegen den konservativen Amtsinhaber António Vallerón und wurde schließlich mit den Stimmen seiner Sozialisten sowie der Grünen zum Präsidenten der Regionalregierung gewählt. Dieses Amt übte er insgesamt fünf Jahre aus. Nachdem er die Sozialisten bei der Regionalwahl in Sarmay 1997 zu einem neuerlichen Sieg geführt hatte, übergab er sein Amt im Dezember 1998 an seinen "Kronzprinzen" Santiago Diaz de Velozo.


Politische Funktionen[bearbeiten]

Öffentliche Ämter[bearbeiten]

Mandate[bearbeiten]

  • 1960-1988: Mitglied des Stadtrats von Semest
  • 1988-1993: Mitglied des sagradischen Senats
  • 1993-1998: Mitglied des Regionalrats von Sarmay

Parteiämter[bearbeiten]

  • 1965-1970: Kommunalsekretär der ASUL Semest
  • 1966: Fraktionssprecher der ASUL im Stadtrat von Semest
  • 2000-2005: Präsident des Nationalkonvents der ASUL