Haus Santori: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
Zeile 1: Zeile 1:
Das '''Haus Santori''' (sagr. ''Casa Santori'') ist ein aus dem [[Tulis|tulinesischen]] Senatsadel des Spätmittelalters stammendes europäisches Adelsgeschlecht. Die Santori herrschten seit dem 14. Jahrhundert über das [[Comitat Tulis]] und angefangen mit König [[Jakob III.]] 1457 bis 1563 und in den Linien ''Santori-Valier'' und ''Santori-Nadal'' bis 1746 als [[König von Sagradien|sagradische Monarchen]]. Von 1543/47 bis 1746 stellten die Santori die [[König von Cuentez|Könige von Cuentez]] sowie von 1521 bis 1580 die Könige von Portugal. In Südmicolinien herrschten Linien des Hauses Santori von 1490 bis 1745 über die [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]. Zudem gehörten zeitweise Gebiete in Flandern, Südtirol und Norditalien sowie in Übersee zum santorischen Imperium.
+
Das '''Haus Santori''' (sagr. ''Casa Sántori'') ist ein aus dem [[Tulis|tulinesischen]] Senatsadel des Spätmittelalters stammendes europäisches Adelsgeschlecht. Die Santori herrschten seit dem 14. Jahrhundert über das [[Comitat Tulis]] und angefangen mit König [[Jakob III.]] 1457 bis 1563 und in den Linien ''Santori-Valier'' und ''Santori-Nadal'' bis 1746 als [[König von Sagradien|sagradische Monarchen]]. Von 1543/47 bis 1746 stellten die Santori die [[König von Cuentez|Könige von Cuentez]] sowie von 1521 bis 1580 die Könige von Portugal. In Südmicolinien herrschten Linien des Hauses Santori von 1490 bis 1745 über die [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]. Zudem gehörten zeitweise Gebiete in Flandern, Südtirol und Norditalien sowie in Übersee zum santorischen Imperium.
 
   
 
   
 
Die Familie der Santori stammte ursprünglich aus dem Umland von [[Tulis]] und war zunächst eine bürgerliche Kaufmannsfamilie, die im 12. Jahrhundert in den tulinesischen Stadtadel aufstieg. Erstes belegtes Mitglied im Senat der Stadt aus dem Haus der Santori ist ein Santiago de Santori, der zwischen 1189 und 1195 in den Senat aufstieg. Benannt wurde die Familie der Santori nach dem Stammsitz der Familie, einem Palast nahe der Kirche ''Santo Rey'' in Tulis ([[Asumarische Sprache|tulinesisch]] "Santu Ri"). Ihre frühe Verbindung mit dem sagradischen Hochadel verdankte die Familie der Heirat der Erbtochter [[María Santori]] mit [[Don Pietro]] (1170-1220), einem unehelichen Sohn König [[Gabriel Juvans]]’ mit der tulinesischen Stadtadligen Joana Machiês, der als eigentlicher Stammvater des neueren Adelshauses der Santori gilt. Aufgrund der Illegitimität Don Pietros wurde das Haus aber zunächst nicht als sagradische Adelsfamilie anerkannt. Dennoch erreichten Mitglieder der Familie in der Folge wiederholt Ämter im Domkapitel und höhere Priesterämter und konnten ein gutes Netzwerk in der Stadt flechten. Einer der Nachkommen Pietros, Maximilián de Santori, erreichte 1299 das Erzbischofsamt von Tulis und legte einen der finanziellen Grundsteine für die Macht der Santori.  
 
Die Familie der Santori stammte ursprünglich aus dem Umland von [[Tulis]] und war zunächst eine bürgerliche Kaufmannsfamilie, die im 12. Jahrhundert in den tulinesischen Stadtadel aufstieg. Erstes belegtes Mitglied im Senat der Stadt aus dem Haus der Santori ist ein Santiago de Santori, der zwischen 1189 und 1195 in den Senat aufstieg. Benannt wurde die Familie der Santori nach dem Stammsitz der Familie, einem Palast nahe der Kirche ''Santo Rey'' in Tulis ([[Asumarische Sprache|tulinesisch]] "Santu Ri"). Ihre frühe Verbindung mit dem sagradischen Hochadel verdankte die Familie der Heirat der Erbtochter [[María Santori]] mit [[Don Pietro]] (1170-1220), einem unehelichen Sohn König [[Gabriel Juvans]]’ mit der tulinesischen Stadtadligen Joana Machiês, der als eigentlicher Stammvater des neueren Adelshauses der Santori gilt. Aufgrund der Illegitimität Don Pietros wurde das Haus aber zunächst nicht als sagradische Adelsfamilie anerkannt. Dennoch erreichten Mitglieder der Familie in der Folge wiederholt Ämter im Domkapitel und höhere Priesterämter und konnten ein gutes Netzwerk in der Stadt flechten. Einer der Nachkommen Pietros, Maximilián de Santori, erreichte 1299 das Erzbischofsamt von Tulis und legte einen der finanziellen Grundsteine für die Macht der Santori.  

Version vom 20:18, 12. Mai 2011

Das Haus Santori (sagr. Casa Sántori) ist ein aus dem tulinesischen Senatsadel des Spätmittelalters stammendes europäisches Adelsgeschlecht. Die Santori herrschten seit dem 14. Jahrhundert über das Comitat Tulis und angefangen mit König Jakob III. 1457 bis 1563 und in den Linien Santori-Valier und Santori-Nadal bis 1746 als sagradische Monarchen. Von 1543/47 bis 1746 stellten die Santori die Könige von Cuentez sowie von 1521 bis 1580 die Könige von Portugal. In Südmicolinien herrschten Linien des Hauses Santori von 1490 bis 1745 über die Servettinischen Lande. Zudem gehörten zeitweise Gebiete in Flandern, Südtirol und Norditalien sowie in Übersee zum santorischen Imperium.

Die Familie der Santori stammte ursprünglich aus dem Umland von Tulis und war zunächst eine bürgerliche Kaufmannsfamilie, die im 12. Jahrhundert in den tulinesischen Stadtadel aufstieg. Erstes belegtes Mitglied im Senat der Stadt aus dem Haus der Santori ist ein Santiago de Santori, der zwischen 1189 und 1195 in den Senat aufstieg. Benannt wurde die Familie der Santori nach dem Stammsitz der Familie, einem Palast nahe der Kirche Santo Rey in Tulis (tulinesisch "Santu Ri"). Ihre frühe Verbindung mit dem sagradischen Hochadel verdankte die Familie der Heirat der Erbtochter María Santori mit Don Pietro (1170-1220), einem unehelichen Sohn König Gabriel Juvans’ mit der tulinesischen Stadtadligen Joana Machiês, der als eigentlicher Stammvater des neueren Adelshauses der Santori gilt. Aufgrund der Illegitimität Don Pietros wurde das Haus aber zunächst nicht als sagradische Adelsfamilie anerkannt. Dennoch erreichten Mitglieder der Familie in der Folge wiederholt Ämter im Domkapitel und höhere Priesterämter und konnten ein gutes Netzwerk in der Stadt flechten. Einer der Nachkommen Pietros, Maximilián de Santori, erreichte 1299 das Erzbischofsamt von Tulis und legte einen der finanziellen Grundsteine für die Macht der Santori.

Maximilians Großneffe und Protegé Arcélio de Santori wurde 1329 als erstes Familienmitglied zum Stadtgrafen (Conte Audáciu) von Tulis gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem dem Geld seines greisen Großonkels sowie der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngeren Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Maximilian hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk und den Ehrentitel eines Pater Patriae. Nachdem sich sein Sohn David 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe Julio de Santori 1366 die Audakenwürde als Nachfolger seines Schwiegervaters Arcélio Cornell, sicherte sich in der Folge die Herrschaft in der Stadt auch gegen Putsch- und Mordversuche und errang in seinen 24 Amtsjahren eine große Machtstellung, die sein Sohn António de Santori seit 1390 noch ausbauen konnte. Antónios Wahl war auf großen Druck hin geschehen und wurde von den Gegnern der Santori in der Stadt um die Familien Machiês und Callas angefochten. António musste für kurze Zeit die Stadt verlassen, doch gelang es den verbündeten Machiês und Callas nicht, sich auf einen Nachfolger zu einigen. Nach mehreren Tagen kehrte António von Sagradien aus mit einem angeworbenen Heer in die Stadt zurück und trat seine Herrschaft als Conte an.

Unter Antónios autoritärer Herrschaft, in der er stadtinterne Rivalen weitgehend ausschaltete, wurde Tulis faktisch zur monarchischen Herrschaft der Santori-Dynastie. In der Folge suchte António, die Verbindungen der Familie zum sagradischen Adel zu intensivieren. Bereits 1370 war Antónios Onkel Arcélio de Santori der Jüngere durch Heirat zum Grafen von Barreste aufgestiegen, Antónios Schwester María Sara heiratete später den Grafen von Tesqué und wurde zur Mutter des späteren Herzogs von Scantia. António de Santori wurde nach seiner Heirat mit Isabela von Vesaey, einer Tochter König Miguels I. von Sagradien zum Fürsten von Valier erhoben und in den sagradischen Hochadel aufgenommen. Mit ihm beginnt der rasante Aufstieg der Santori im europäischen Konzert. Die Ehe besiegelte ein neues Bündnis zwischen Tulis und der sagradischen Krone, die im Kampf gegen Micolinien unbedingt auf die finanzielle Unterstützung der weitgehend unabhängigen und reichen Hafenstadt angewiesen war. In Tulis hatte man seit Langem Angst vor einer micolinischen Eroberung und erhoffte sich, durch das neue Bündnis den aufstrebenden Staat im Westen eindämmen zu können. Antónios ältester Sohn David de Santori, 1413 Conte von Tulis erstmals zum Conte akklamiert, heiratete in erster Ehe Lara von Nonthí, nach deren Tod dann in Erneuerung des santorisch-vesaeyischen Bündnisses Isabela von Vesaey, die einzige erbberechtigte Tochter König Miguels II. aus dessen Ehe mit María von Sollar. Nach dem Tod König Miguels II. fiel die Königskrone an Davids Sohn Santiago aus der Ehe mit Isabela, der 1457 als König Jakob III. den sagradischen Thron bestieg. Damit wurde die königliche Linie der Santori gegründet.

Für den minderjährigen Jakob III. herrschte bis 1468 als Regent sein Vater David, der nun Herzog von Óstino wurde. Jakob heiratete Yolande von Frankreich, eine Tochter des französischen Königs, sein Sohn Santiago wurde als Jakob IV. 1491 König. Nach seinem Tod 1502 folgte statt seines minderjährigen Sohnes David zunächst Jakobs Bruder Peter (I.), der durch seine Heirat mit Antonia von Servette aus dem Haus Sáloa das Herzogtum Servette und die Markgrafschaft Golen für die Santori erwarb, aber 1509 zugunsten seines nun volljährigen Neffen abdankte, der nun als David I. den sagradischen Thron bestieg. Seit 1490 wurden der sagradische Königsthron und die Grafenwürde in Tulis in Personalunion von den sagradischen Königen aus dem Haus Santori ausgeübt.

David I. führte die Santori zur europäischen Großmacht, indem er in Kriegen und durch geschickte Heiratspolitik Gebiete in Flandern, Süddeutschland und Norditalien für die Santori gewann. 1521 bestieg er zudem – durch seine Heirat mit Luísa von Portugal legitimiert, den portugiesischen Thron und schuf damit ein Weltreich. Bereits 1518 hatte David in einem Konkordat mit dem Papst erreicht, dass der Heilige Stuhl die Santori als legitime Nachkommen König Gabriel Juvantos anerkannte und diesen heilig sprach. Nach dem Tod seines einzigen Sohnes Don Andrés Pietro 1534 und nachdem seine zweite Ehe mit Margarete von Valois ebenfalls kinderlos geblieben war, sah David eine Teilung seines Weltreichs unter seiner Tochter Johanna I. und seinem Vetter José de Óstino vor. Weil beide die Teilung nicht anerkannten, kam es nach Davids Tod 1543 zum Erbfolgekrieg zwischen den Migueliten, den Anhängern Johannas und ihres Ehemanns Miguel de Valier, aus einer Nebenlinie der Santori, und den Josephiten, den Anhängern der Santori-Óstino-Partei. Am Ende des so genannten "Lilienkriegs" wurden Johanna und Michael zwar als Königin und König in Sagradien anerkannt, José von Óstino wurde aber König von Portugal und erhielt in Personalunion als König von Cuentez die restituierte Grafschaft Tulis, sein Königtum trat damit die Nachfolge der Tulinesischen Republik an.

Damit saß in Sagradien nun die Miguelitische Santori-Nebenlinie Valier auf dem Thron, in Tulis und Lissabon die Josefitische Linie Santori-Óstino-Portugal, die aber 1580 mit dem Tod des Kardinalkönigs Heinrich I. von Portugal ausstarb, sodass sich der spanische König Philipp II. der portugiesischen Krone bemächtigte. In Tulis bestieg mit Unterstützung der Stände Karl von Sesin aus der Karlitischen Linie Santori-Perin den Thron. In Sagradien herrschten die Könige aus der Miguelitischen Linie bis zum Sagradischen Bürgerkrieg, als eine Adelskoalition sich gegen König Danadier II. richtete. Dessen Sohn Peter II. wurde am 23. Mai 1721 ermordet.

Daraufhin kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Peters Schwester Maria I. Louise und ihrem Ehemann Lukas I., dem König von Cuentez aus der Manuelitischen Linie Santori-Nadal einerseits und Don Filipe Carles, dem Bruder Danadiers II., andererseits. Nachdem die Stände die Codices Magna erlassen und Maria und Lukas gemeinsam einen Eid auf diese geleistet hatten, erhoben die Stände das Paar zum Königspaar, womit die Königswürden von Cuentez und Sagradien wieder zusammenfielen. Da beide aber wiederum keinen männlichen Nachfolger hinterließen, starb das Königshaus Santori nach Lukas' Tod 1744 in männlicher Linie aus und es kam zum Erbfolgekrieg zwischen den Anhängern Maria Franziskas, der Tochter Lukas' und Marias, und ihrem Mann Anton II. Ramírez einerseits sowie den Anhängern Louis-Gabriel de Bourbons, des Herzogs von Vienne und Mantua und einzig verbliebenen Enkels König Gabriels VII., der sich schließlich durchsetzen konnte und das Haus Vienne-Santori als Königsdynastie begründete.

Bereits kurz zuvor war mit dem Tod Karl Ferdinands von Servette auch die Servettinische Nebenlinie der Santori, die im Großherzogtum Servette herrschte, im Mannesstamm ausgestorben. Lediglich die sesinische Herzogenlinie der Santori besteht in einer weiteren Nebenlinie bis heute. Im Fürstentum San Cristo herrschen die Santorier – in einer frühen illegitimen Linie –, der ältesten der noch bestehenden Seitenlinien, noch heute. Damit ist Fürst Karl IV. Johann Viktor heute der einzige regierende Monarch aus dem Hause Santori.

Wichtige Linien des Hauses Santori

  • Ältere Linie der Santori (bis 12. Jahrhundert)
  • Jüngere Linie der Santori (seit dem 12. Jahrhundert), begründet durch Pietro Santori, bis 1499
    • Königlich-Jakobitische Linie des Hauses Santori, begründet durch Jakob III., ältester Sohn David de Santoris aus der zweiten Ehe mit Isabela de Vesaey (1449-1578), regierend 1457-1562 als Könige von Sagradien sowie 1521-1543 als Könige von Portugal
      • Josefitische Linie Santori-Óstino (1480-1580), begründet durch Joseph von Óstino, älterer Sohn Jakobs III. aus zweiter Ehe mit Leonor d'Avis, regierend 1543-1580 als Könige von Cuentez-Tulis und Portugal
      • Karlitische Linie Santori-Perín (1482-1699), begründet durch David von Perin, jüngerer Sohn Jakobs III. aus zweiter Ehe mit Leonor d'Avis, regierend 1580-1699 als Könige von Cuentez-Tulis
        • Nebenlinie Santori-Allécapo (bis 1687)
        • Manuelitische Linie Santori-Nadal (1602-1746), begründet durch David de Nadal, jüngerer Sohn Karls II. von Cuentez-Tulis, regierend 1699-1746 als Könige von Cuentez-Tulis sowie 1723-1746 als Könige von Sagradien
          • Herzögliche Linie Santori-Sesin (seit 1692), regierend als Herzöge von Sesin (bis heute)
    • Miguelitische Linie Santori-Valier, begründet durch Miguel de Valier, jüngerer Sohn David de Santoris aus der zweiten Ehe mit Isabela de Vesaey (1455-1735), regierend als Könige von Sagradien 1543-1735
      • Nebenlinie Santori-Valier-Esqués (1540-1653), Grafen von Esqués und Herzöge von Viça
      • Nebenlinie Santori-Valier-Tesqué (bis 1615-1699), Grafen von Tesqué
      • Nebenlinie Santori-Valier-Servette (Jüngeres Haus Servette, 1669-1745), regierend als Herzöge und Großherzöge von Servette bis 1745
      • Philippitische Prätendenten-Linie, begründet durch Don Filipe Carles, jüngerer Bruder Danadiers II., bis 1740
    • Illegitime Linie Santori-San Cristo, bis heute regierend als Fürsten von San Cristo