Segila der Kluge: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 7: | Zeile 7: | ||
Selle trat nun als einziger verbliebener Sohn Roderichs des Großen die Alleinherrschaft in den verbliebenen Gebieten des Reichs an, sein Königtum blieb aber im Vergleich zu dem seines Vaters schwach. Den nun peruzinischen Westen verloren die Skanten mit Ausnahme der [[Westligre]] endgültig, in beiden Ligrien herrschten regionale Duces und in den peripheren Gebieten Amorias und Ceundalias sowie im Süden mächtige Markgrafen. Die Gebiete südlich des [[Veza]] wurden nun vom [[Königreich Sarmay|Sarmayischen Königreich]] kontrolliert, sodass sich Selles eigentliche Macht auf Zentralscantia und Lojandía beschränkte. | Selle trat nun als einziger verbliebener Sohn Roderichs des Großen die Alleinherrschaft in den verbliebenen Gebieten des Reichs an, sein Königtum blieb aber im Vergleich zu dem seines Vaters schwach. Den nun peruzinischen Westen verloren die Skanten mit Ausnahme der [[Westligre]] endgültig, in beiden Ligrien herrschten regionale Duces und in den peripheren Gebieten Amorias und Ceundalias sowie im Süden mächtige Markgrafen. Die Gebiete südlich des [[Veza]] wurden nun vom [[Königreich Sarmay|Sarmayischen Königreich]] kontrolliert, sodass sich Selles eigentliche Macht auf Zentralscantia und Lojandía beschränkte. | ||
| + | |||
| + | Als Selle 858 starb, folgte ihm sein Großneffe [[Rangulf]] nach, ein Enkel [[Albreth I.|Albreths]], der sich gegen den ältesten Sohn Selles, [[Barungolf]] durchsetzte, ehe ihm 872 Selles zweiter Sohn [[Albreth II.]] nachfolgte. | ||
Version vom 21:49, 26. Apr 2011
Selle I. (von Scantia), genannt der Kluge, war 797-858 König der Skanten, Loharden und Ligrer.
Selle der Kluge wurde als jüngerer Sohn Roderichs des Großen aus erster Ehe geboren. Sein älterer Bruder war Albreth I.. Nach dem Tod Roderichs kam es zum Nachfolgestreit zwischen dessen Söhnen Albreth und Selle. Gemeinsam einigten diese sich 799 im Vertrag von Disiés auf eine Zweiteilung des Reichs. Die Ansprüche des minderjährigen Ferrigo aus der zweiten Ehe Roderichs wurden übergangen. Stattdessen sollten beide älteren Söhne Albreth und Selle das Reich erben, Albreth als König im Westen, Selle im Osten und Süden des Reichs. Die Grenzen wurden aber nur vage festgelegt. Albreth als der ältere der beiden Brüder sollte die gesamte ligrische Küste östlich und westlich des Ligrischen Meeres erhalten sowie den gesamten Reichsbesitz auf der micolinischen Halbinsel (Scantia ultra Marem et Montes). Selle erhielt neben dem Lohardengebiet am Lieno die noch wenig konsolidierten Gebiete im Osten (Amoria und Ceundalia) sowie im Süden des Reichs. Dort musste er sich gegen die keltischen Bretonen sowie die im Süden nach wie vor anwesenden Numerer verteidigen. Hinzu kamen wie auch im Gebiet Albreths Kämpfe gegen die immer wieder einfallenden Wikinger an der Nordküste. Jedoch gelang es dem geschickten Selle, das umstrittene Zentrum des Reichs, also die Gebiete zwischen Ligre und Nordkonsetten mit der Stadt Geronia und dem Bischofssitz Martinez weitgehend unter seine Kontrolle zu bringen.
808 erhob gegen die beiden regierenden Brüder deren jüngster Halbbruder Ferrigo Anspruch auf seinen Erbteil und begann einen Krieg gegen Selle. 812 kam es zur Einigung zwischen den Brüdern, in denen Selle auf die Gebiete im Süden zugunsten Ferrigos verzichten musste, dafür aber von Albreth Zentralscantia erhielt, das er de facto bereits beherrschte. Nach dem Tod Ferrigos 817 fiel ein Großteil der Gebiete jedoch wieder an Selle, der aber um Sarmay gegen den selbst ausgerufenen König Dián von Sarmay antreten musste. Albreth geriet unterdessen immer stärker unter Druck durch die norwegischen Perutinger, die immer tiefer auf sein Gebiet vordrangen und eine eigene Herrschaft im Norden der micolinischen Halbinsel konsolidierten. Selle verweigerte seinem Bruder die Waffenhilfe, da er den mit den Perutingern ausgehandelten Waffenstillstand nicht gefährden wollte. Als der Perutinger-Fürst Farengar um 820 zum Christentum übertrat und dem hermandischen König Francrec III. huldigte, geriet die Herrschaft Albreths ernsthaft in Gefahr. Selle übernahm die Gebiete nördlich des Ligre, wo er den ligrischen Dux Marbhet unterwarf, nur um ihn gleich darauf wieder als Herzog einzusetzen. Nach dem Tod Albreths 825 machte sich dessen Sohn Roderich zum König, wurde aber vom Perutinerherrscher Nermengal festgesetzt und 828 schließlich getötet. Dieser machte sich selbst zum König und trat die Nachfolge Albreths an, womit er das Perutinische Königreich im Norden Micoliniens gründete.
Selle trat nun als einziger verbliebener Sohn Roderichs des Großen die Alleinherrschaft in den verbliebenen Gebieten des Reichs an, sein Königtum blieb aber im Vergleich zu dem seines Vaters schwach. Den nun peruzinischen Westen verloren die Skanten mit Ausnahme der Westligre endgültig, in beiden Ligrien herrschten regionale Duces und in den peripheren Gebieten Amorias und Ceundalias sowie im Süden mächtige Markgrafen. Die Gebiete südlich des Veza wurden nun vom Sarmayischen Königreich kontrolliert, sodass sich Selles eigentliche Macht auf Zentralscantia und Lojandía beschränkte.
Als Selle 858 starb, folgte ihm sein Großneffe Rangulf nach, ein Enkel Albreths, der sich gegen den ältesten Sohn Selles, Barungolf durchsetzte, ehe ihm 872 Selles zweiter Sohn Albreth II. nachfolgte.