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'''Il Tiempo''' (''Die Zeit'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] überregionale Tageszeitung und gilt als liberales Leitmedium. Sie bezeichnet sich selbst als ''unabhängig'' und steht traditionell dem sagradischen Liberalismus und liberalen Radikalismus nahe, lässt sich aber keiner politischen Partei zuordnen. Gemeinsam mit dem konservativen [[Jornal de la Sera]] bildet der Tiempo das Duo der traditionellen Leitmedien am sagradischen Zeitungsmarkt. Wichtige Wettbewerber sind zudem die linksliberale [[La Vôce Pública]] sowie die konservativ-liberale [[Il Mundo]]. Gemeinsam werden die vier auch als ''Cuatro Grandes'' bezeichnet.
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'''Il Tiempo''' (''Die Zeit'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] überregionale Tageszeitung und gilt als liberales Leitmedium. Sie bezeichnet sich selbst als ''unabhängig'' und steht traditionell dem sagradischen Liberalismus und liberalen Radikalismus nahe, lässt sich aber keiner politischen Partei zuordnen. Gemeinsam mit dem konservativen [[Jornal de la Sera]] bildet der Tiempo das Duo der traditionellen Leitmedien am sagradischen Zeitungsmarkt. Die beiden Publikationen werden aufgrund ihres Alters und ihres traditionell großen Einflusses als ''Dues Velloes'' bezeichnet. Wichtige Wettbewerber sind zudem die linksliberale [[La Vôce Pública]] sowie die konservativ-liberale [[Il Mundo]]. Gemeinsam werden die vier auch als ''Cuatro Grandes'' bezeichnet.
  
 
Der Tiempo wurde bereits 1842 gegründet und spielte eine wichtige Rolle im Kampf der liberalen Linken mit der konservativen Rechten in Sagradien am Ende der Monarchie. In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde der Tiempo neben dem konservativen [[Jornal de la Sera]] eine der beiden wichtigsten meinungsbildenden Zeitungen und stand der republikanischen Linken und zeitweise v.a. dem [[Partido Radical]] nahe, während das ''Jornal'' die konservative Rechte unterstützte. Der 1935 ins Amt gewählten [[Volksfront]]regierung stand der Tiempo nichtsdestotrotz kritisch gegenüber. Nach dem [[Februarputsch 1938]] mussten viele Tiempo-Redakteure schwere Repressionen erdulden, die Zeitung erschien aufgrund staatlicher Zensur mehrmals nicht. Erst nach dem Ende des [[Álamo-Regime]]s 1943 konnte der Tiempo wieder ungehindert seine Arbeit aufnehmen und blieb eines der wichtigsten Medien, auch wenn er seine zeitweise Dominanz ein Stück weit einbüßte, wovon vor allem die linksliberale [[La Vôce Pública|Vôce Pública]] profitierte. Der traditionell linksliberalen Zeitung wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals vorgeworfen, sich dem liberalkonservativen Lager angenähert zu haben, was sich mit dem Antritt der [[Kabinett Luisanto I|Mitte-Rechts-Regierung Luisanto]] im Jahr 2006 aber wieder deutlich abgeschwächt hat, da der Tiempo zeitweise zu den schärfsten Kritikern der Regierungspolitik gehörte.
 
Der Tiempo wurde bereits 1842 gegründet und spielte eine wichtige Rolle im Kampf der liberalen Linken mit der konservativen Rechten in Sagradien am Ende der Monarchie. In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde der Tiempo neben dem konservativen [[Jornal de la Sera]] eine der beiden wichtigsten meinungsbildenden Zeitungen und stand der republikanischen Linken und zeitweise v.a. dem [[Partido Radical]] nahe, während das ''Jornal'' die konservative Rechte unterstützte. Der 1935 ins Amt gewählten [[Volksfront]]regierung stand der Tiempo nichtsdestotrotz kritisch gegenüber. Nach dem [[Februarputsch 1938]] mussten viele Tiempo-Redakteure schwere Repressionen erdulden, die Zeitung erschien aufgrund staatlicher Zensur mehrmals nicht. Erst nach dem Ende des [[Álamo-Regime]]s 1943 konnte der Tiempo wieder ungehindert seine Arbeit aufnehmen und blieb eines der wichtigsten Medien, auch wenn er seine zeitweise Dominanz ein Stück weit einbüßte, wovon vor allem die linksliberale [[La Vôce Pública|Vôce Pública]] profitierte. Der traditionell linksliberalen Zeitung wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals vorgeworfen, sich dem liberalkonservativen Lager angenähert zu haben, was sich mit dem Antritt der [[Kabinett Luisanto I|Mitte-Rechts-Regierung Luisanto]] im Jahr 2006 aber wieder deutlich abgeschwächt hat, da der Tiempo zeitweise zu den schärfsten Kritikern der Regierungspolitik gehörte.
  
 
[[Kategorie: Sagradische Tageszeitung]]
 
[[Kategorie: Sagradische Tageszeitung]]

Version vom 21:11, 24. Mär 2011

Il Tiempo (Die Zeit) ist eine sagradische überregionale Tageszeitung und gilt als liberales Leitmedium. Sie bezeichnet sich selbst als unabhängig und steht traditionell dem sagradischen Liberalismus und liberalen Radikalismus nahe, lässt sich aber keiner politischen Partei zuordnen. Gemeinsam mit dem konservativen Jornal de la Sera bildet der Tiempo das Duo der traditionellen Leitmedien am sagradischen Zeitungsmarkt. Die beiden Publikationen werden aufgrund ihres Alters und ihres traditionell großen Einflusses als Dues Velloes bezeichnet. Wichtige Wettbewerber sind zudem die linksliberale La Vôce Pública sowie die konservativ-liberale Il Mundo. Gemeinsam werden die vier auch als Cuatro Grandes bezeichnet.

Der Tiempo wurde bereits 1842 gegründet und spielte eine wichtige Rolle im Kampf der liberalen Linken mit der konservativen Rechten in Sagradien am Ende der Monarchie. In der Zweiten Republik wurde der Tiempo neben dem konservativen Jornal de la Sera eine der beiden wichtigsten meinungsbildenden Zeitungen und stand der republikanischen Linken und zeitweise v.a. dem Partido Radical nahe, während das Jornal die konservative Rechte unterstützte. Der 1935 ins Amt gewählten Volksfrontregierung stand der Tiempo nichtsdestotrotz kritisch gegenüber. Nach dem Februarputsch 1938 mussten viele Tiempo-Redakteure schwere Repressionen erdulden, die Zeitung erschien aufgrund staatlicher Zensur mehrmals nicht. Erst nach dem Ende des Álamo-Regimes 1943 konnte der Tiempo wieder ungehindert seine Arbeit aufnehmen und blieb eines der wichtigsten Medien, auch wenn er seine zeitweise Dominanz ein Stück weit einbüßte, wovon vor allem die linksliberale Vôce Pública profitierte. Der traditionell linksliberalen Zeitung wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals vorgeworfen, sich dem liberalkonservativen Lager angenähert zu haben, was sich mit dem Antritt der Mitte-Rechts-Regierung Luisanto im Jahr 2006 aber wieder deutlich abgeschwächt hat, da der Tiempo zeitweise zu den schärfsten Kritikern der Regierungspolitik gehörte.