Karl IX. von Mikolinien: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| − | '''Karl IX.''' (*1617, †1670) war von 1624 bis zu seinem Tod [[König von Mikolinien]] und [[König von | + | '''Karl IX.''' (*1617, †1670) war von 1624 bis zu seinem Tod [[König von Mikolinien]] und als Karl III. [[König von Peruzien]]. Er war der letzte mikolinische Monarch aus dem [[Haus Interea]]. Seine lange Regierungszeit war geprägt von der Auseinandersetzung mit [[Sagradien]] um die Vorherrschaft auf der Konsettenhalbinsel. In seine Regierungszeit fällt zudem die formelle Inkorporierung des [[Königreich Peruzien|Königreichs Peruzien]] in das [[Königreich Mikolinien]]. |
==== Herkunft und Jugend ==== | ==== Herkunft und Jugend ==== | ||
Version vom 01:59, 16. Nov 2017
Karl IX. (*1617, †1670) war von 1624 bis zu seinem Tod König von Mikolinien und als Karl III. König von Peruzien. Er war der letzte mikolinische Monarch aus dem Haus Interea. Seine lange Regierungszeit war geprägt von der Auseinandersetzung mit Sagradien um die Vorherrschaft auf der Konsettenhalbinsel. In seine Regierungszeit fällt zudem die formelle Inkorporierung des Königreichs Peruzien in das Königreich Mikolinien.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft und Jugend
Karl Augustus von Mikolinien wurde 1617 als Sohn von Filip Henrique, Prinz von Perucía und seiner Frau Maria Katharina von Sagradien geboren. Seine beiden Großväter waren König Albert I. von Mikolinien und König Danadier I. von Sagradien. Sein Vater Filip Henrique starb bereits 1621 im Ligrischen Krieg gegen Sagradien, sodass Karl August nach dem Tod seines Großvaters 1624 als Karl IX. auf dem Thron von Mikolinien und Peruzien nachfolgte. Für den siebenjährigen übernahm seine Mutter Königin Maria Katharina von Sagradien die Regentschaft, ehe Karl 1633 im Alter von 16 Jahren für mündig erklärt wurde.
Ehen
In seinem Leben war Karl IX. dreimal verheiratet, zunächst seit 1637 mit Isabella von Spanien, einer Tochter Philipps IV. von Spanien. Die Ehe blieb jedoch kinderlos. Nach dem frühen Tod seiner Frau heiratete er Catherine Stuart, eine Tochter des englischen Königs Jakob I., aber auch diese Ehe blieb ohne Nachkommen, sodass Karl schließlich in dritter Ehe seine Nichte Maria Teresa von Sagradien ehelichte, die ihm aber auch keinen Erben schenken konnte. Heute wird davon ausgegangen, dass Karl zeugungsunfähig war, jedoch wird auch über eine mögliche Homosexualität des Königs spekuliert.
Nachfogefrage
Karls Kinderlosigkeit ließ Zeit seines Lebens die Nachfolgefrage zu einem Politikum ersten Ranges werden. Als abzeichnete, dass auch die Ehe zwischen Karl IX. und seiner dritten Frau kinderlos bleiben würde, drängten die mikolinischen Stände den König, seinen nächsten männlichen Verwandten und Neffen Johann von Albero aus einer Nebenlinie des Königshauses zum Nachfolger zu designieren.
Dauerkonkurrent Sagradien aber, das seit 1654 durch den Kardinalherzog Bernabêu regiert wurde, erkannte die Thronfolge nicht an und erhob für Karls Schwester Katharina und ihre Nachkommen Anspruch auf den Thron. Eine solche Doppelmonarchie in Westeuropa fürchtete vor allem Sagradiens Dauergegner Spanien, das nach dem Dreißigjährigen Krieg um seine Vorherrschaft fürchtete und schließlich eine Allianz mit Mikolinien einging. Im Gegenzug machte Mikolinien zudem alte Ansprüche auf Golen geltend.
Erster Asumarischer Krieg
Diese komplexe Lage führte schließlich nach der Einsetzung Johanns von Albero zum Erben Karls 1657 zum Krieg gegen Sagradien, in dem es aber vor allem um die Vorherrschaft im Blaumeerraum ging.
Nach einem wechselhaften Kriegsverlauf und zwölf Jahren, in denen Kriegshandlungen stattfanden, einigten sich Mikolinien und Sagradien schließlich im Frieden von Villagua 1669 auf einen Kompromiss. Karl erreichte sein Mindestziel, die Anerkennung seines Neffen als Thronfolger, während er aber die Souveränität des Großherzogtums Macedi unter der Herrschaft der Sántori anerkennen musste. Erst unter Georg I. konnte das Reich im Süden der mikolinischen Krone einverleibt werden.
Tod
Nur wenige Monate nach dem Friedensschluss von Villagua starb Karl IX. im Alter von 53 Jahren. Sein Neffe Johann von Albero konnte ihm schließlich als Johann IV. nachfolgen. Um die Union zusammenzuhalten, hatten die Stände Mikoliniens und Peruziens schon im Jahr 1667 die formelle Vereinigung der beiden Reiche vollzogen, wodurch der heutige Staat Mikolinien entstand.
Mit Karls Tod endete schließlich die Herrschaft des Hauses Interea auf dem mikolinischen Thron, die 1386 mit der Mikolinischen Revolution begonnen hatte.