Lorenzo Aguilera: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Lorenzo Simón Aguilera''' (*1918 in [[Munir]]/[[Bordez]], †2010) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Jurist und Politiker der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Er war zweimal sagradischer [[Justizminister]] (1976-1982 und 1986-1988) und danach [[Innenminister]] (1988-1990).  
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'''Lorenzo Simón Aguilera''' (*1918 in [[Munir]]/[[Bordez]], †2010) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Jurist und Politiker der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Er war zweimal sagradischer [[Justizminister]] (1976-1979 und 1981-1982) und danach [[Innenminister]] (1990-1992).  
  
 
=== Leben und Karriere ===
 
=== Leben und Karriere ===
Der aus [[Bordez]] stammende Jurist Lorenzo Aguilera machte in der Wissenschaft Karriere und wurde zunächst in [[Artir]], später in [[Sollar]] und seit 1961 schließlich in [[Semess]] Universitätsprofessor für öffentliches Recht. Höhepunkt dieser universitären Karriere war 1968 die Wahl zum Rektor der renommierten [[Luis-Cavaller-Universität]], wo sich Aguilera im Gegensatz zu seinem Vorgänger um einen Dialog mit den revoltierenden Studierenden bemühte. Nachdem er 1972 auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, übte er von 1973 bis 1975 das Amt eines Geschäftsführers des eher linksgerichteten sagradischen Juristenbundes aus. Zudem gehörte er seit 1971 als Vertreter der Hochschulen einer nationalen Expertenkommission an, die im Namen der sozialistischen [[Kabinett Caval I|Regierung Caval]] Vorschläge für eine Reform des sagradischen Bildungssystem machen sollte.   
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Der aus [[Bordez]] stammende Jurist Lorenzo Aguilera machte in der Wissenschaft Karriere und wurde zunächst in [[Artir]], später in [[Sollar]] und seit 1961 schließlich in [[Semest]] Universitätsprofessor für öffentliches Recht. Höhepunkt dieser universitären Karriere war 1968 die Wahl zum Rektor der renommierten [[Luis-Cavaller-Universität]], wo sich Aguilera im Gegensatz zu seinem Vorgänger um einen Dialog mit den revoltierenden Studierenden bemühte. Nachdem er 1972 auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, übte er von 1973 bis 1975 das Amt eines Geschäftsführers des eher linksgerichteten sagradischen Juristenbundes aus. Zudem gehörte er seit 1971 als Vertreter der Hochschulen einer nationalen Expertenkommission an, die im Namen der sozialistischen [[Kabinett Caval I|Regierung Caval]] Vorschläge für eine Reform des sagradischen Bildungssystem machen sollte.   
  
 
In den Siebziger Jahren war der bekennende Sozialist Aguilera Mitglied in der Programmkommission der sozialdemokratischen [[ASUL]], zu deren Gründungsmitgliedern Aguilera 1957 gehört hatte. Seinen endgültigen Eintritt in die aktive Politik vollzog er jedoch erst im Januar 1976 mit seiner Berufung zum [[Justizminister]] im [[Kabinett Caval III]], wo er [[Adriano Vitez]] ersetzte. Auch den Nachfolgeregierungen [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]] gehörte er als Minister der Justiz an, ebenso wie der [[Kabinett Nada I|Regierung der Großen Koalition]] unter dem Konservativen [[Sandro De la Nada]]. Mit dem Bruch der Großen Koalition und dem Austritt der Sozialisten aus der Regierung schied auch Aguilera 1982 nach sechs Jahren aus seinem Amt.
 
In den Siebziger Jahren war der bekennende Sozialist Aguilera Mitglied in der Programmkommission der sozialdemokratischen [[ASUL]], zu deren Gründungsmitgliedern Aguilera 1957 gehört hatte. Seinen endgültigen Eintritt in die aktive Politik vollzog er jedoch erst im Januar 1976 mit seiner Berufung zum [[Justizminister]] im [[Kabinett Caval III]], wo er [[Adriano Vitez]] ersetzte. Auch den Nachfolgeregierungen [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]] gehörte er als Minister der Justiz an, ebenso wie der [[Kabinett Nada I|Regierung der Großen Koalition]] unter dem Konservativen [[Sandro De la Nada]]. Mit dem Bruch der Großen Koalition und dem Austritt der Sozialisten aus der Regierung schied auch Aguilera 1982 nach sechs Jahren aus seinem Amt.
  
Nachdem er bereits 1979 in den [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senat]] gewählt worden war, übernahm Aguilera 1982 den Vorsitz im Rechtsausschuss.
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Nachdem er bereits 1979 in den [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senat]] gewählt worden war, übernahm Aguilera 1982 den Vorsitz im Rechtsausschuss, 1988 wurde er Vizepräsident des Oberhauses.
  
Im Herbst 1986 kehrte Aguilera als [[Justizminister]] der sozialistisch-liberalen [[Kabinett Ricardes I|Koalitionsregierung]] unter [[Donado Ricardes]] in sein altes Amt zurück. 1988 wechselte er an die Spitze des [[Innenministerium]]s. Aus diesem Amt schied er 1990. Nach den [[Senatswahlen 1991]] rückte er als Stellvertretender Vorsitzender ins Präsidium des Senats . Dieses Amt gab er 1995 an [[César María Capón]] weiter, 1997 zog er sich schließlich nach 18 Jahren in Folge aus dem Oberhaus des sagradischen Parlaments zurück. Auf einen Sitz auf Lebenszeit verzichtete er.
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Im Dezember 1990 kehrte Aguilera als [[Innenminister]] der [[Kabinett Ricardes I|Minderheitsregierung]] unter [[Donado Ricardes]] in die Regierung zurück. Aus diesem Amt schied er 1992. Nach den [[Senatswahlen 1994]] rückte er als Stellvertretender Vorsitzender ins Präsidium des Senats. Dieses Amt gab er 1995 an [[César María Capón]] weiter, 1997 zog er sich schließlich nach 18 Jahren in Folge aus dem Oberhaus des sagradischen Parlaments zurück. Auf einen Sitz auf Lebenszeit verzichtete er.
  
 
Lorenzo Aguilera starb im Jahr 2010.
 
Lorenzo Aguilera starb im Jahr 2010.
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* 1949-1955: Universitätsprofessor der Rechtswissenschaften an der [[Universität Artir]]  
 
* 1949-1955: Universitätsprofessor der Rechtswissenschaften an der [[Universität Artir]]  
 
* 1955-1961: Universitätsprofessor der Rechtswissenschaften an der [[Universität Sollar]]
 
* 1955-1961: Universitätsprofessor der Rechtswissenschaften an der [[Universität Sollar]]
* 1961-1976: Universitätsprofessor der Rechtswissenschaften an der [[Luis-Cavaller-Universität Semess]]
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* 1961-1976: Universitätsprofessor der Rechtswissenschaften an der [[Luis-Cavaller-Universität Semest]]
* 1968-1972: Rektor der [[Luis-Cavaller-Universität Semess]]
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* 1968-1972: Rektor der [[Luis-Cavaller-Universität Semest]]
 
* 1973-1975: Geschäftsführer des sagradischen Juristenbundes
 
* 1973-1975: Geschäftsführer des sagradischen Juristenbundes
  
 
=== Öffentliche Ämter ===
 
=== Öffentliche Ämter ===
* 1976-1982: [[Justizminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Caval III|Caval III]], [[Kabinett Caval IV|Caval IV]], [[Kabinett Caval V|Caval V]] und [[Kabinett Nada I|Nada I]]
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* 1976-1979: [[Justizminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Caval III|Caval III]], [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]  
* 1982-1986: Präsident des Rechtsausschusses des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]
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* 1981-1982: [[Justizminister]] im [[Kabinett Nada II]]
* 1986-1990: [[Justizminister]] im [[Kabinett Ricardes I]]  
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* 1982-1988: Präsident des Rechtsausschusses des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]
* 1988-1990: [[Innenminister]] [[Kabinett Ricardes II]]
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* 1988-1990: Vizepräsident des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]
* 1991-1995: Vizepräsident des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]
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* 1990-1992: [[Innenminister]] [[Kabinett Ricardes I]]
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* 1994-1995: Vizepräsident des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]
  
 
=== Mandate ===
 
=== Mandate ===

Aktuelle Version vom 7. Januar 2016, 01:00 Uhr

Lorenzo Simón Aguilera (*1918 in Munir/Bordez, †2010) ist ein sagradischer Jurist und Politiker der sozialdemokratischen ASUL. Er war zweimal sagradischer Justizminister (1976-1979 und 1981-1982) und danach Innenminister (1990-1992).

Leben und Karriere[bearbeiten]

Der aus Bordez stammende Jurist Lorenzo Aguilera machte in der Wissenschaft Karriere und wurde zunächst in Artir, später in Sollar und seit 1961 schließlich in Semest Universitätsprofessor für öffentliches Recht. Höhepunkt dieser universitären Karriere war 1968 die Wahl zum Rektor der renommierten Luis-Cavaller-Universität, wo sich Aguilera im Gegensatz zu seinem Vorgänger um einen Dialog mit den revoltierenden Studierenden bemühte. Nachdem er 1972 auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, übte er von 1973 bis 1975 das Amt eines Geschäftsführers des eher linksgerichteten sagradischen Juristenbundes aus. Zudem gehörte er seit 1971 als Vertreter der Hochschulen einer nationalen Expertenkommission an, die im Namen der sozialistischen Regierung Caval Vorschläge für eine Reform des sagradischen Bildungssystem machen sollte.

In den Siebziger Jahren war der bekennende Sozialist Aguilera Mitglied in der Programmkommission der sozialdemokratischen ASUL, zu deren Gründungsmitgliedern Aguilera 1957 gehört hatte. Seinen endgültigen Eintritt in die aktive Politik vollzog er jedoch erst im Januar 1976 mit seiner Berufung zum Justizminister im Kabinett Caval III, wo er Adriano Vitez ersetzte. Auch den Nachfolgeregierungen Caval IV und Caval V gehörte er als Minister der Justiz an, ebenso wie der Regierung der Großen Koalition unter dem Konservativen Sandro De la Nada. Mit dem Bruch der Großen Koalition und dem Austritt der Sozialisten aus der Regierung schied auch Aguilera 1982 nach sechs Jahren aus seinem Amt.

Nachdem er bereits 1979 in den Sagradischen Senat gewählt worden war, übernahm Aguilera 1982 den Vorsitz im Rechtsausschuss, 1988 wurde er Vizepräsident des Oberhauses.

Im Dezember 1990 kehrte Aguilera als Innenminister der Minderheitsregierung unter Donado Ricardes in die Regierung zurück. Aus diesem Amt schied er 1992. Nach den Senatswahlen 1994 rückte er als Stellvertretender Vorsitzender ins Präsidium des Senats. Dieses Amt gab er 1995 an César María Capón weiter, 1997 zog er sich schließlich nach 18 Jahren in Folge aus dem Oberhaus des sagradischen Parlaments zurück. Auf einen Sitz auf Lebenszeit verzichtete er.

Lorenzo Aguilera starb im Jahr 2010.

Berufliche Funktionen[bearbeiten]

Öffentliche Ämter[bearbeiten]

Mandate[bearbeiten]

  • 1979-1997: Mitglied des Senats