Philipp von Mikolinien: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 21:03, 15. Dez 2015
Philipp von Gerón (*1284, †1313) war als Philipp V. König von Perucía (1305-1313) und als Ehemann der micolinischen Königin Carolina I. und nach ihrem Tod kurzzeitig selbst als Philipp I. König von Micolinien (1310-1313). Er war der erste micolinische Herrscher aus dem peruzinisch-sagradischen Königshaus Redanior.
Philipp von Gerón wurde 1284 als ältester Sohn des Prinzen Johann dem Barmherzigen von Sagradien und Perucía und dessen Ehefrau Margarete von Micolinien geboren. Er war väterlicherseits ein Enkel des peruzinischen Königs Philipp der Schweigsame und ein Neffe der sagradischen Könige Martin IV. Felix, Robert I. und Jakob II. sowie Vetter der Könige Philipp VI. und Martin V. von Sagradien und Perucía. Seine Mutter war eine Schwester der micolinischen Könige Karl IV. und Rodrique I., er selbst damit Enkel König Karls III. von Micolinien.
Die Rebellion seines Vaters Johann von Gerón gegen die sagradischen Könige Philipp VI. und Jakob II. führte 1301 zu seiner eigenen Thronbesteigung als König von Perucía. Sein ältester Sohn Philipp folgte ihm schließlich 1305 als König nach.
Philipps Mutter Margarete von Micolinien war eine sehr ehrgeizige Frau mit großem Einfluss auf ihren Bruder Roderich I., der selbst ohne Sohn war, der ihm hätte als König nachfolgen können. Als Erbin galt daher, spätestens seit der Konvention von Santéi, Roderichs älteste Tochter Carolina (*1385). Margarete setzte schließlich die Verlobung Philipps mit Carolina durch. Im Jahr 1303 kam es zur Eheschließung. Als König Roderich I. 1310 starb, folgte ihm seine Tochter Carolina erwartungsgemäß als Herrscherin nach. Philipp wurde an ihrer Seite Mitregent, ohne aber ein eigenes Thronfolgerecht zu erhalten.
In den folgenden drei Jahren regierte das junge Ehepaar im Wesentlichen unter der Onhut Margaretes von Micolinien, die weiterhin die starke Frau im Königreich blieb. Seit 1312 kam es jedoch unter dem Einfluss von Philipps Geliebter Francise de Montblanc und ihrem Vater Graf Otho von Montblanc zu heftigen Differenzen zwischen Philipp, seiner Frau und seiner Mutter. Als Königin Carolina im Jahr 1312 starb, kamen daher Gerüchte auf, Philipp habe sie vergiften lassen. Da er selbst jedoch über keine eigene Herrschaftsrechte verfügte, ist dies unwahrscheinlich. Dennoch versuchte Philipp nun, aus eigenem Recht heraus zu regieren. Er trat auch weiterhin als König auf, was zunächst auch von den micolinischen Ständen geduldet wurde. Erst als Philipp wenig später seine Geliebte Francise von Montblanc heiratete und seine Mutter Margarete entmachtete und vom Hof entfernen ließ, kam es zum Aufstand, der von Heinrich von Kont, einem illegitimen Sohn Karls III. angeführt wurde.
Philipp musste sich nun im Kampf gegen Heinrich von Kont stellen. In der Schlacht von Marquesta wurde Philipp schließlich besiegt und getötet. Sein Konkurrent Heinrich der Bastard wurde jedoch von den Ständen ebenso wenig anerkannt, wofür Philipps Mutter Margarete sorgte, die schließlich 1315 ihren zweiten Sohn Sergi als König durchsetzen konnte.