Joseph-August von Sessin: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 19:04, 11. Dez 2015
Joseph August von Sántori, Herzog von Sesin (*1676, †1721, José-Agosto de Sesín), genannt Il Gran'Duca de Sesín, war ein sagradischer Prinz, Feldherr und Staatsmann, Herzog von Sesin, Herzog von Ostino und Graf von Sagonte. Er war von 1715 bis zu seiner Ermordung 1721 Generalvikar der sagradischen Generalständeversammlung und führender Feldherr der Koalitionstruppen im Sagradischen Bürgerkrieg. Als führende Figur der Ständeversammlung 1721 hatte er für wenige Monate de facto die Regentschaft der Ersten Sagradischen Republik inne.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft und Jugend
José-Agosto de Sántori, Duca de Sesín wurde 1676 als Sohn Ludwig Philipps III. von Sesin und der sagradischen Prinzessin Eleonore von Sántori geboren. Seine Großväter waren väterlicherseits der sagradische Feldherr Ludwig Philipp der Viel-Geliebte und mütterlicherseits der sagradische König Gabriel VII.. Als Prinz von Sántori-Sesín folgte José-Agosto 1699 seinem Vater als Herzog von Sesin nach und übernahm damit die Führung einer der wichtigsten Sántori-Nebenlinien. Wenig später heiratete er mit Katharina von Sántori die Schwester des sagradischen Königs Danadier II., mit dem er gemeinsam am Hof in Semest aufgewachsen war.
Zweiter Asumarischer Krieg
Im Zweiten Asumarischen Krieg 1703-1710 fungierte der junge Herzog wie bereits sein Großvater vor ihm als Feldherr und Befehlshaber der sagradischen Truppen, wurde aber nach militärischen Niederlagen 1707 von seinem Kommando abberufen. Dies führte zu einem Zerwürfnis mit dem König, der bald zum wichtigsten Gegner Joseph Augusts werden sollte. 1711 gehörte Joseph-August zu den Kritikern des Frieden von Cresqs mit Mikolinien, der in Sagradien allgemein als Schmach angesehen wurde.
Bürgerkrieg
Nach der Auflösung der Generalständeversammlung von 1713 durch Danadier II. setzte sich José Agosto an die Spitze der Ständepartei, die vom König mehr Mitspracherechte forderte. Als Reaktion wurde er vom König und seines Ministers Manuel de Cambras des Hochverrats angeklagt und so zum Staatsfeind erklärt. Seine Festnahme löste schließlich den Sagradischen Bürgerkrieg aus, in dem sich der König einer Koalition des oppositionellen Hochadels gegenübersah.
Nach seiner Befreiung übernahm Joseph August die politische Führung der antiroyalistischen Fronde und schloss eine Allianz mit Maxilian II. von Cuentez und Georg II. von Mikolinien. Zusammen mit den Feldherren Alexandro Graf Vierna und Filipe de Piacón gelang es Joseph-August bis 1718, die königlichen Truppen zurückzuschlagen und einen günstigen Waffenstillstand zu erreichen, der 1718 schließlich zum Frieden mit dem König führte.
Ständeregiment und Republik
In der Folge war Joseph-August wesentlich an der Durchsetzung der Codices Magni Libertatum beteiligt, die das Kondominium zwischen König und Ständen garantieren sollte. Damit stieg der Herzog zu einem der wichtigsten Köpfe an der Spitze des Staates auf und galt nach der faktischen Entmachtung Danadiers II. als heimlicher Regent des Landes. Nach der Flucht Danadiers II. und seiner Abdankung setzte Joseph-August durch, dass die Stände im Generalakt vom 20. Februar 1721 die Anerkennung Philipp Karl von Viças als neuen König verweigerten und zugleich Danadier II. all seiner königlichen Rechte für verlustig erklärten. Sagradien wurde damit de facto eine Republik und der Herzog von Sesin ihr Primas.
Ermordung
Als Regent der neuen Republik mussten der Herzog und sein mächtiger Sekretär Luis Ambrôsio de Bonavilla nicht nur gegen die Anhänger Philipp Karl von Viças angehen, sondern auch gegen eine fortschreitende Radikalisierung der Revolution. Nach der Maiblutnacht 1721 und dem folgenden Mauaufstand 1721, gegen den der Herzog sein Militär einsetzen ließ, wandt sich die Revolution letztlich gegen ihren Anführer und Regenten. Nach der Ausrufung der Semestiner Republik unter Führung von Simón Bernord musste der Herzog nach Vierna ausweichen, aber auch dort war er nicht sicher und fiel am 24. Juli 1721 einem Attentat durch einen radikalisierten früheren Anhänger zum Opfer.