Maria I.: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Maria I. Luisa''' (*1705, †1735) war regierende [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] (1725-1735) sowie als Ehefrau [[Johann III.|Johanns III. von Cuentez]] auch [[Fürstentum Cuentez|Fürstin von Cuentez]]. Sie wurde als Tochter König [[Danadier II.|Danadiers II.]] 1725 nach dessen Sturz und dem vierjährigen Interregnum der so genannten [[Erste Sagradische Republik|Ersten Republik]] von den sagradischen [[Generalstände]]n zur Königin erhoben und regierte fortan bis zu ihrem Tod gemeinsam mit ihrem Mann Johann Franz, dem Fürsten von Cuentez.
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'''Maria I. Luisa''' (*1708, †1748) war regierende [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] (1730-1748) sowie als Ehefrau [[Johann III.|Johanns III. von Cuentez]] auch [[Fürstentum Cuentez|Fürstin von Cuentez]]. Sie wurde als Tochter König [[Danadier II.|Danadiers II.]] nach dessen Sturz und dem einem siebenjährigen Interregnum der so genannten [[Erste Sagradische Republik|Ersten Republik]] von den sagradischen [[Generalstände]]n zur Königin erhoben. Bis zu seinem Tod 1745 regierte sie das Land gemeinsam mit ihrem Mann [[Johann III. Franz]].
  
Dona María Luísa de Sántori wurde 1705 als zweitälteste Tochter des sagradischen Königs [[Danadier II.]] und dessen wittelsbachischer Ehefrau Maria Anna von Bayern geboren. Als Tochter war Maria nicht zur Thronfolge auserkoren. Stattdessen galt nach dessen Geburt im Jahr 1710 ihr jüngerer Bruder [[Joán Danadier]] als Präsumptiverbe der Krone und erhielt den traditionellen Thronfolgertitel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]]. Als Kind schon lernte Maria am Hof ihren zwei Jahre älteren späteren Ehemann [[Johann III. Franz|Johann Franz von Cuentez]] kennen.
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Dona María Luísa de Sántori wurde 1708 als Tochter des sagradischen Königs [[Danadier II.]] und dessen wittelsbachischer Ehefrau Maria Anna von Bayern geboren. Als jüngere Tochter war Maria nicht zur Thronfolge auserkoren. Stattdessen galt ihr zwei Jahre jüngerer Bruder [[Joán Danadier]] als Präsumptiverbe der Krone und erhielt den traditionellen Thronfolgertitel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]].  
  
Als Maria acht Jahre alt war, begann der gewaltsame Aufstand der so gennanten ''[[Coalicionárioes]]'' gegen ihren Vater den König, der später als ''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'' bekannt wurde. Während dieser Jahre hielt sich Maria an wechselnden Orten auf, u.a. am Hof ihres Großvaters Maximilian II. Emanuel von Bayern, wo sie auch mit dessen Sohn Karl Albrecht, dem späteren römisch-deutschen Kaiser, verlobt wurde. Die Absetzung ihres Vaters Danadier im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] führte zur Diskussion um die Thronfolge, in der die junge Maria vor allem von den Gegnern eines starken Königtums ins Spiel gebracht wurde, während ihr Onkel [[Filipe Carles de Viça]], der von ihrem Vater als Thronfolger eingesetzt worden war, für eine absolute Königsherrschaft eintrat und damit für eine Fortführung der Bürgerkriege stand. Auch eine Thronfolger der älteren Schwester Marias Isabella, Ehefrau des Großherzogs [[Ludwig Philipp II. von Servette]] aus einer Seitenlinie der [[Sántori]] besaß Anhänger. Diese starb aber noch im Jahr 1722, ehe sie die Herrschaft antreten konnte, sodass nun Maria als nächste Kandidatin aufstieg.  
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Als Maria fünf Jahre alt war, begann der gewaltsame Aufstand der so gennanten ''[[Coalicionáriœs]]'' gegen ihren Vater den König, der später als ''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'' bekannt wurde. Während dieser Jahre hielt sich Maria an wechselnden Orten auf, u.a. am Hof ihres Großvaters Maximilian II. Emanuel von Bayern. Die Absetzung ihres Vaters Danadier im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] führte zur Diskussion um die Thronfolge, in der die junge Maria als Tochter Danadiers II. eine Schlüsselstellung in den Plänen der Royalisten spielte, das Haus Santori wieder zu inthronisieren. Sie wurde damit eine potenzielle Konkurrentin ihres Onkels [[Philipp Karl von Viça]], der von ihrem Vater als Thronfolger eingesetzt worden war, für eine absolute Königsherrschaft eintrat und damit für eine Fortführung der Bürgerkriege stand.  
  
Da Maria Luise trotz ihrer Verlobung mit dem Bayernprinzen noch immer unverheiratet war, konnten die Stände nun auch Einfluss auf ihren potenziellen Gatten nehmen. Die Verlobung mit Karl Albrecht wurde gelöst und Maria sollte nun ihren entfernten Vetter [[Johann III.|Johann Franz von Sántori]], den Thronfolger von Fürst [[Maximilian II. von Cuentez]] heiraten. Mit der Ehe zwischen Maria und Johann wurde das Ziel verfolgt, die beiden vornehmsten Linien des Hauses Sántori wieder zusammenzuführen. Beide willigten in die Ehe ein und es kam im Juli 1723 in [[Semest]] zur feierlichen Hochzeit zwischen dem Erbprinzen von Cuentez und der ''Pricipêsa-Infante''.
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Die Ernennung Maria Luisas zur [[Prinz von Sarmay|Prinzessin von Sarmay]], dem traditionellen Thronfolgertitel, im Jahr 1723, stärkte ihre Stellung im Reich. 1727 heiratete die 20-jährige Prinzessin den zehn Jahre älteren [[Johann III. Franz von Cuentez]], der als Prinzregent der Republik fungierte. Drei Jahre später setzte dieser die offizielle Rückkehr zum Königtum durch. Am 6. Januar 1730 wurde Maria Luisa daraufhin als Maria I. zur Königin von Sagradien erhoben, nachdem sie einen Eid auf die [[Codices Magni Libertatum]] geleistet hatte. Ihre feierliche Krönung galt als symbolisches Ende der Bürgerkriege und als Aussöhnung zwischen Royalisten und Anhängern einer Ständeherrschaft 
  
Nach dem Sieg gegen die [[Philippkarlisten]] und nachdem beide einen Eid auf die [[Codices Magni]] der Stände geleistet hatten, bestiegen Maria und Joahnn Franz im Februar 1725 schließlich in der traditionellen Krönungsstadt [[Noyar]] gemeinsam den Thron.  
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In der praktischen Politik überließ Maria ihrem Mann die Führung, der als Mitregent eingesetzt worden war. Obwohl Johann III. weitgehend die Regierungsgeschäfte führte, behielt Maria großen Einfluss und wirkte zumindest für einige Jahre als echte Mitregentin. Ebenso wie ihr Mann förderte sie Künste und Wissenschaften und stand in engem intellektuellen Austausch mit dem älteren [[Santiago Calles]].  
  
In der praktischen Politik leitete Johann III. weitgehend die Regierungsarbeit, Maria behielt aber großen Einfluss und wirkte zumindest für einige Jahre als echte Mitregentin. Ebenso wie ihr Mann förderte sie Künste und Wissenschaften und stand in engem intellektuellen Austausch mit dem älteren [[Santiago Calles]].  
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Auch privat führten beide eine glückliche Ehe, aus der jedoch nur zwei Kinder das erste Lebensjahr überlebten. Die älteste Tochter [[Maria II. Franziska|María Francisca]] kam 1729 auf die Welt, ihr jüngerer Bruder Joán Manuel, als [[Prinz von Sarmay]] und [[Prinz von Cuentez]] Thronfolger beider Königreiche, starb 1734. 1745 kam mit dem Sohn [[David II.|David Johann]] ein neuer Thronfolger auf die Welt, sein Vater Johann III. war nur wenige Monate zuvor verstorben.
  
Auch privat führten beide eine glückliche Ehe, aus der jedoch nur zwei Kinder das erste Lebensjahr überlebten. Die älteste Tochter [[Maria II. Franziska|María Francisca]] kam 1725 auf die Welt, ihr drei Jahre jüngerer Bruder Joán Manuel, als [[Prinz von Sarmay]] und [[Prinz von Cuentez]] Thronfolger beider Königreiche, starb 1734. Unmittelbar nach der Geburt eines neuen Thronfolgers, der jedoch tot auf die Welt kam, starb Maria I. im Jahr 1735. Da sie keinen Sohn hinterlassen hatte, erklärten die Stände ihren Mann zum alleinigen König. Diesem folgte 1749 sein Sohn [[David II.]] aus zweiter Ehe auf den Thron, ehe Marias und Johanns Tochter [[Maria II. Franziska]] 1754 nachfolge, jedoch im folgenden [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Thronfolgekrieg]] entmachtet wurde.
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Nach dem Tod Johanns III. führte Maria gemeinsam mit einem Staatsrat der Generalstände die Regierungsgeschäfte, ehe sie 1749 starb. Ihr folgte ihr vierjähriger Sohn [[David II.]] auf den Thron, ehe mit Marias und Johanns Tochter [[Maria II. Franziska]] 1753 die letzte Santori-Monarchin nachfolgte.
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: Santori]]
 
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Version vom 15:33, 28. Nov 2015

Maria I. Luisa (*1708, †1748) war regierende Königin von Sagradien (1730-1748) sowie als Ehefrau Johanns III. von Cuentez auch Fürstin von Cuentez. Sie wurde als Tochter König Danadiers II. nach dessen Sturz und dem einem siebenjährigen Interregnum der so genannten Ersten Republik von den sagradischen Generalständen zur Königin erhoben. Bis zu seinem Tod 1745 regierte sie das Land gemeinsam mit ihrem Mann Johann III. Franz.

Dona María Luísa de Sántori wurde 1708 als Tochter des sagradischen Königs Danadier II. und dessen wittelsbachischer Ehefrau Maria Anna von Bayern geboren. Als jüngere Tochter war Maria nicht zur Thronfolge auserkoren. Stattdessen galt ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Joán Danadier als Präsumptiverbe der Krone und erhielt den traditionellen Thronfolgertitel eines Prinzen von Sarmay.

Als Maria fünf Jahre alt war, begann der gewaltsame Aufstand der so gennanten Coalicionáriœs gegen ihren Vater den König, der später als Sagradischer Bürgerkrieg bekannt wurde. Während dieser Jahre hielt sich Maria an wechselnden Orten auf, u.a. am Hof ihres Großvaters Maximilian II. Emanuel von Bayern. Die Absetzung ihres Vaters Danadier im Generalakt vom 20. Februar 1721 führte zur Diskussion um die Thronfolge, in der die junge Maria als Tochter Danadiers II. eine Schlüsselstellung in den Plänen der Royalisten spielte, das Haus Santori wieder zu inthronisieren. Sie wurde damit eine potenzielle Konkurrentin ihres Onkels Philipp Karl von Viça, der von ihrem Vater als Thronfolger eingesetzt worden war, für eine absolute Königsherrschaft eintrat und damit für eine Fortführung der Bürgerkriege stand.

Die Ernennung Maria Luisas zur Prinzessin von Sarmay, dem traditionellen Thronfolgertitel, im Jahr 1723, stärkte ihre Stellung im Reich. 1727 heiratete die 20-jährige Prinzessin den zehn Jahre älteren Johann III. Franz von Cuentez, der als Prinzregent der Republik fungierte. Drei Jahre später setzte dieser die offizielle Rückkehr zum Königtum durch. Am 6. Januar 1730 wurde Maria Luisa daraufhin als Maria I. zur Königin von Sagradien erhoben, nachdem sie einen Eid auf die Codices Magni Libertatum geleistet hatte. Ihre feierliche Krönung galt als symbolisches Ende der Bürgerkriege und als Aussöhnung zwischen Royalisten und Anhängern einer Ständeherrschaft

In der praktischen Politik überließ Maria ihrem Mann die Führung, der als Mitregent eingesetzt worden war. Obwohl Johann III. weitgehend die Regierungsgeschäfte führte, behielt Maria großen Einfluss und wirkte zumindest für einige Jahre als echte Mitregentin. Ebenso wie ihr Mann förderte sie Künste und Wissenschaften und stand in engem intellektuellen Austausch mit dem älteren Santiago Calles.

Auch privat führten beide eine glückliche Ehe, aus der jedoch nur zwei Kinder das erste Lebensjahr überlebten. Die älteste Tochter María Francisca kam 1729 auf die Welt, ihr jüngerer Bruder Joán Manuel, als Prinz von Sarmay und Prinz von Cuentez Thronfolger beider Königreiche, starb 1734. 1745 kam mit dem Sohn David Johann ein neuer Thronfolger auf die Welt, sein Vater Johann III. war nur wenige Monate zuvor verstorben.

Nach dem Tod Johanns III. führte Maria gemeinsam mit einem Staatsrat der Generalstände die Regierungsgeschäfte, ehe sie 1749 starb. Ihr folgte ihr vierjähriger Sohn David II. auf den Thron, ehe mit Marias und Johanns Tochter Maria II. Franziska 1753 die letzte Santori-Monarchin nachfolgte.