Flávio Osório Gimenès: Unterschied zwischen den Versionen
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=== Anfänge in der Kommunalpolitik und Jahre als Bürgermeister === | === Anfänge in der Kommunalpolitik und Jahre als Bürgermeister === | ||
| − | Der in [[ | + | Der in [[Semest]] geborene und aufgewachsene Flávio Osório Jimenez stammt aus einer Arbeiterfamilie und begann seine politische Arbeit im sozialistischen Jugendverband [[JUSO|CSJS]], dem er bereits als Jugendlicher beitrat. Zudem engagierte er sich früh in der sozialistischen Dachgewerkschaft [[CSSL]]. Nach seiner Ausbildung zum Schlosser erhielt Jimenez von der Gewerkschaft ein Stipendium, um in [[Semest]] Jura zu studieren. Danach war er zunächst als Anwalt für Arbeitsrecht tätig und beriet die Gewerkschaft in Rechtsfragen. |
| − | Im Jahr 1960 wurde der damals 35-Jährige erstmals für die sozialistische Partei in den Stadtrat von [[ | + | Im Jahr 1960 wurde der damals 35-Jährige erstmals für die sozialistische Partei in den Stadtrat von [[Semest]] gewählt und 1964 sowie 1968 jeweils im Amt bestätigt. Dort machte er sich als langjähriger Leiter der Sozialbehörde einen Namen. Nach der Berufung [[Paulo Centavo]]s zum Minister im November 1966 fiel die Wahl des Nachfolgers auf den amtierenden Fraktionsvorsitzenden Osório Jimenez als neuen Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt. |
In diesem Amt blieb Flávio Osório insgesamt 17 Jahre lang und wurde so zum festen Inventar der Stadt. Bei den [[Kommunalwahlen 1968]], [[Kommunalwahlen 1972|1972]], [[Kommunalwahlen 1976|1976]] und [[Kommunalwahlen 1980|1980]] holte er jeweils eine Mehrheit für die Sozialisten im Stadtparlament und sicherte sich auf diese Weise seine Wiederwahl. Bei der Kommunalwahl 1984 erlitten die Sozialisten jedoch Einbußen und nahmen trotz der Skepsis Osórios gegenüber diesem Schritt Verhandlungen mit den [[Verdes Celarcoes|Grünen]] über die Bildung einer gemeinsamen Stadtratskoalition auf, die jedoch scheiterten. Osório verzichtete daraufhin auf eine Wiederwahl. Nachfolger wurde der Konservative [[Gustavo Galler]]. | In diesem Amt blieb Flávio Osório insgesamt 17 Jahre lang und wurde so zum festen Inventar der Stadt. Bei den [[Kommunalwahlen 1968]], [[Kommunalwahlen 1972|1972]], [[Kommunalwahlen 1976|1976]] und [[Kommunalwahlen 1980|1980]] holte er jeweils eine Mehrheit für die Sozialisten im Stadtparlament und sicherte sich auf diese Weise seine Wiederwahl. Bei der Kommunalwahl 1984 erlitten die Sozialisten jedoch Einbußen und nahmen trotz der Skepsis Osórios gegenüber diesem Schritt Verhandlungen mit den [[Verdes Celarcoes|Grünen]] über die Bildung einer gemeinsamen Stadtratskoalition auf, die jedoch scheiterten. Osório verzichtete daraufhin auf eine Wiederwahl. Nachfolger wurde der Konservative [[Gustavo Galler]]. | ||
=== Parteikarriere === | === Parteikarriere === | ||
| − | In seiner Semestiner Zeit durchlebte Osório den typischen innerparteilichen Aufstieg. Zunächst Mitglied im Vorstand des sozialistischen Stadtverbands [[ | + | In seiner Semestiner Zeit durchlebte Osório den typischen innerparteilichen Aufstieg. Zunächst Mitglied im Vorstand des sozialistischen Stadtverbands [[Semest]], stieg er bereits 1965 zum Kommunalsekretär der Partei und zugleich in den nationalen Vorstand der Partei auf. 1966 übernahm er zudem das Amt des Fraktionssprechers im Stadtrat, das er nach seiner Wahl zum Bürgermeister wieder abgab. |
| − | Seine anhaltenden Erfolge in | + | Seine anhaltenden Erfolge in Semest machten Osório Jimenez auch landesweit bekannt und förderten seine Karriere in der Sozialistischen Partei. 1974 erstmals ins nationale Sekretariat der ASUL gewählt, blieb er dessen Mitglied bis zum Parteikongress 1985. |
Osório Jimenez feierte 1989 schließlich sein politisches Comeback. Als Spitzenkandidat der Sozialisten bei der [[Regionalwahlen 1989|Wahl zum Semestiner Regionalrat im Herbst 1989]] feierte er einen Sieg gegen den konservativen Amtsinhaber [[António Vallerón]] und wurde schließlich mit den Stimmen seiner Sozialisten sowie der Grünen zum Präsidenten der Semestiner Regionaljunta gewählt. Dieses Amt übte er insgesamt weitere zwölf Jahre aus und siegte erneut bei den Regionalwahlen [[Regionalwahlen 1993|1993]] und [[Regionalwahlen 1997|1997]], jeweils mithilfe einer rot-grünen Koalition. Bei den [[Regionalwahlen 2001]] trat Osório Jimenez nicht mehr an und übergab an [[David Acebes]], der ihm als Regionalpräsident nachfolgte. Bis 2005 bekleidete Osório Jimenez danach das vor allem repräsentative Amt des Präsidenten des Nationalkonvents der [[ASUL]]. | Osório Jimenez feierte 1989 schließlich sein politisches Comeback. Als Spitzenkandidat der Sozialisten bei der [[Regionalwahlen 1989|Wahl zum Semestiner Regionalrat im Herbst 1989]] feierte er einen Sieg gegen den konservativen Amtsinhaber [[António Vallerón]] und wurde schließlich mit den Stimmen seiner Sozialisten sowie der Grünen zum Präsidenten der Semestiner Regionaljunta gewählt. Dieses Amt übte er insgesamt weitere zwölf Jahre aus und siegte erneut bei den Regionalwahlen [[Regionalwahlen 1993|1993]] und [[Regionalwahlen 1997|1997]], jeweils mithilfe einer rot-grünen Koalition. Bei den [[Regionalwahlen 2001]] trat Osório Jimenez nicht mehr an und übergab an [[David Acebes]], der ihm als Regionalpräsident nachfolgte. Bis 2005 bekleidete Osório Jimenez danach das vor allem repräsentative Amt des Präsidenten des Nationalkonvents der [[ASUL]]. | ||
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Version vom 21:06, 22. Feb 2015
Flávio Osório Jimenez (*1925 in Semest) ist ein sagradischer Politiker der ASUL und ehemaliger langjähriger Bürgermeister von Semest (1966-1984) sowie Präsident der Semestiner Regionalregierung (1989-2001). Bei der Präsidentschaftswahl 1994 unterlag er als Kandidat der Sozialisten dem konservativen Amtsinhaber Santiago Montoya.
Inhaltsverzeichnis
Anfänge in der Kommunalpolitik und Jahre als Bürgermeister
Der in Semest geborene und aufgewachsene Flávio Osório Jimenez stammt aus einer Arbeiterfamilie und begann seine politische Arbeit im sozialistischen Jugendverband CSJS, dem er bereits als Jugendlicher beitrat. Zudem engagierte er sich früh in der sozialistischen Dachgewerkschaft CSSL. Nach seiner Ausbildung zum Schlosser erhielt Jimenez von der Gewerkschaft ein Stipendium, um in Semest Jura zu studieren. Danach war er zunächst als Anwalt für Arbeitsrecht tätig und beriet die Gewerkschaft in Rechtsfragen.
Im Jahr 1960 wurde der damals 35-Jährige erstmals für die sozialistische Partei in den Stadtrat von Semest gewählt und 1964 sowie 1968 jeweils im Amt bestätigt. Dort machte er sich als langjähriger Leiter der Sozialbehörde einen Namen. Nach der Berufung Paulo Centavos zum Minister im November 1966 fiel die Wahl des Nachfolgers auf den amtierenden Fraktionsvorsitzenden Osório Jimenez als neuen Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt.
In diesem Amt blieb Flávio Osório insgesamt 17 Jahre lang und wurde so zum festen Inventar der Stadt. Bei den Kommunalwahlen 1968, 1972, 1976 und 1980 holte er jeweils eine Mehrheit für die Sozialisten im Stadtparlament und sicherte sich auf diese Weise seine Wiederwahl. Bei der Kommunalwahl 1984 erlitten die Sozialisten jedoch Einbußen und nahmen trotz der Skepsis Osórios gegenüber diesem Schritt Verhandlungen mit den Grünen über die Bildung einer gemeinsamen Stadtratskoalition auf, die jedoch scheiterten. Osório verzichtete daraufhin auf eine Wiederwahl. Nachfolger wurde der Konservative Gustavo Galler.
Parteikarriere
In seiner Semestiner Zeit durchlebte Osório den typischen innerparteilichen Aufstieg. Zunächst Mitglied im Vorstand des sozialistischen Stadtverbands Semest, stieg er bereits 1965 zum Kommunalsekretär der Partei und zugleich in den nationalen Vorstand der Partei auf. 1966 übernahm er zudem das Amt des Fraktionssprechers im Stadtrat, das er nach seiner Wahl zum Bürgermeister wieder abgab.
Seine anhaltenden Erfolge in Semest machten Osório Jimenez auch landesweit bekannt und förderten seine Karriere in der Sozialistischen Partei. 1974 erstmals ins nationale Sekretariat der ASUL gewählt, blieb er dessen Mitglied bis zum Parteikongress 1985.
Osório Jimenez feierte 1989 schließlich sein politisches Comeback. Als Spitzenkandidat der Sozialisten bei der Wahl zum Semestiner Regionalrat im Herbst 1989 feierte er einen Sieg gegen den konservativen Amtsinhaber António Vallerón und wurde schließlich mit den Stimmen seiner Sozialisten sowie der Grünen zum Präsidenten der Semestiner Regionaljunta gewählt. Dieses Amt übte er insgesamt weitere zwölf Jahre aus und siegte erneut bei den Regionalwahlen 1993 und 1997, jeweils mithilfe einer rot-grünen Koalition. Bei den Regionalwahlen 2001 trat Osório Jimenez nicht mehr an und übergab an David Acebes, der ihm als Regionalpräsident nachfolgte. Bis 2005 bekleidete Osório Jimenez danach das vor allem repräsentative Amt des Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL.
Bei der sagradischen Präsidentschaftswahl 1994 trat Flávio Osório Jimenez gegen den Amtsinhaber Santiago Montoya von der konservativen Volkspartei an und erreichte im ersten Wahlgang einen Stimmenanteil von 39 Prozent. Damit unterlag er jedoch Montoya, der bereits im ersten Wahlgang eine knappe absolute Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte und im Amt bestätigt wurde.
Politische Funktionen
Öffentliche Ämter
- 1966-1984: Bürgermeister von Semest
- 1989-2001: Präsident der Region Semestina
Mandate
- 1989-2001: Mitglied des Regionalrats von Semestina