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Der gebürtige [[Escada|Eskader]] Montero studierte Rechtswissenschaften und begann eine Laufbahn als Anwalt. Bereits als Student engagierte er sich für linke politische Gruppen und betätigte sich anschließend als junger Anwalt bei der Verteidigung "politisch Verfolgter", d.h. wegen illegaler Demonstrationen und Gewalt gegen die Staatsmacht angeklagter Studenten und Angehörige der so genannten "Achtundsechziger" Generation, der sich Montero selbst zuschrieb. Er gehörte in dieser Zeit zu einem linkssozialistischen Anwaltskollektiv und rechnete sich zum linken Parteiflügel der [[ASUL|sagradischen Sozialisten]]. | Der gebürtige [[Escada|Eskader]] Montero studierte Rechtswissenschaften und begann eine Laufbahn als Anwalt. Bereits als Student engagierte er sich für linke politische Gruppen und betätigte sich anschließend als junger Anwalt bei der Verteidigung "politisch Verfolgter", d.h. wegen illegaler Demonstrationen und Gewalt gegen die Staatsmacht angeklagter Studenten und Angehörige der so genannten "Achtundsechziger" Generation, der sich Montero selbst zuschrieb. Er gehörte in dieser Zeit zu einem linkssozialistischen Anwaltskollektiv und rechnete sich zum linken Parteiflügel der [[ASUL|sagradischen Sozialisten]]. | ||
| − | In den Siebziger Jahren begann Monteros eigentliche politische Karriere. Seit 1972 Vorstandsmitglied des ASUL-Verbandes in [[Semess]], wurde er 1974 erstmals in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt. Als Schützling des damaligen Linkenführers der ASUL, [[Andrés Colón]], wurde der relativ unerfahrene Jurist von diesem 1975 überraschend zum Staatssekretär im sagradischen [[Wirtschaftsministerium]] berufen. Nach dessen Ausscheiden aus dem Amt 1976 wechselte Montero 1977 als Staatssekretär beim [[Ministerpräsident]]en in die Schaltstation der Regierung, 1979 wurde er schließlich in der [[Kabinett Caval V|fünften Regierung]] [[Joán Caval]]s zum [[Außenhandelsminister]] berufen. Diesen Posten behielt Montero auch in der [[Kabinett Nada|Regierung der Großen Koalition]] unter [[Sandro De la Nada]] bis 1982. | + | In den Siebziger Jahren begann Monteros eigentliche politische Karriere. Seit 1972 Vorstandsmitglied des ASUL-Verbandes in [[Semess]], wurde er 1974 erstmals in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt. Als Schützling des damaligen Linkenführers der ASUL, [[Andrés Colón]], wurde der relativ unerfahrene Jurist von diesem 1975 überraschend zum Staatssekretär im sagradischen [[Wirtschaftsministerium]] berufen. Nach dessen Ausscheiden aus dem Amt 1976 wechselte Montero 1977 als Staatssekretär beim [[Ministerpräsident]]en in die Schaltstation der Regierung, 1979 wurde er schließlich in der [[Kabinett Caval V|fünften Regierung]] [[Joán Caval]]s zum [[Außenhandelsminister]] berufen. Diesen Posten behielt Montero auch in der [[Kabinett Nada I|Regierung der Großen Koalition]] unter [[Sandro De la Nada]] bis 1982. |
In den Achtziger Jahren gehörte Montero schließlich als Mitglied des Parteivorstands zu den profiliertesten Politikern der Sozialisten und war 1982 und 1986 als Ministerkandidat der ASUL vorgesehen. Nach dem Sieg der ASUL bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Parlamentswahl 1986]] wurde er unter dem Parteirechten [[Donado Ricardes]] jedoch "nur" [[Umweltminister]], was zu diesem Zeitpunkt als Ministerium der zweiten Reihe galt. Erst 1989 wechselte er im Rahmen einer Kabinettsumbildung an die Spitze des einflussreicheren [[Arbeitsministerium]]s. | In den Achtziger Jahren gehörte Montero schließlich als Mitglied des Parteivorstands zu den profiliertesten Politikern der Sozialisten und war 1982 und 1986 als Ministerkandidat der ASUL vorgesehen. Nach dem Sieg der ASUL bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Parlamentswahl 1986]] wurde er unter dem Parteirechten [[Donado Ricardes]] jedoch "nur" [[Umweltminister]], was zu diesem Zeitpunkt als Ministerium der zweiten Reihe galt. Erst 1989 wechselte er im Rahmen einer Kabinettsumbildung an die Spitze des einflussreicheren [[Arbeitsministerium]]s. | ||
Version vom 19:28, 18. Okt 2013
Francisco Montero Vidal (*1939 in Bosa) ist ein sagradischer sozialistischer Politiker, ehemaliger Minister und früherer Präsident der sagradischen Abgeordnetenkammer. Seit 2007 ist er Vorsitzender der Fundación Santiago Laval (FSL).
Der gebürtige Eskader Montero studierte Rechtswissenschaften und begann eine Laufbahn als Anwalt. Bereits als Student engagierte er sich für linke politische Gruppen und betätigte sich anschließend als junger Anwalt bei der Verteidigung "politisch Verfolgter", d.h. wegen illegaler Demonstrationen und Gewalt gegen die Staatsmacht angeklagter Studenten und Angehörige der so genannten "Achtundsechziger" Generation, der sich Montero selbst zuschrieb. Er gehörte in dieser Zeit zu einem linkssozialistischen Anwaltskollektiv und rechnete sich zum linken Parteiflügel der sagradischen Sozialisten.
In den Siebziger Jahren begann Monteros eigentliche politische Karriere. Seit 1972 Vorstandsmitglied des ASUL-Verbandes in Semess, wurde er 1974 erstmals in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt. Als Schützling des damaligen Linkenführers der ASUL, Andrés Colón, wurde der relativ unerfahrene Jurist von diesem 1975 überraschend zum Staatssekretär im sagradischen Wirtschaftsministerium berufen. Nach dessen Ausscheiden aus dem Amt 1976 wechselte Montero 1977 als Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in die Schaltstation der Regierung, 1979 wurde er schließlich in der fünften Regierung Joán Cavals zum Außenhandelsminister berufen. Diesen Posten behielt Montero auch in der Regierung der Großen Koalition unter Sandro De la Nada bis 1982.
In den Achtziger Jahren gehörte Montero schließlich als Mitglied des Parteivorstands zu den profiliertesten Politikern der Sozialisten und war 1982 und 1986 als Ministerkandidat der ASUL vorgesehen. Nach dem Sieg der ASUL bei der Parlamentswahl 1986 wurde er unter dem Parteirechten Donado Ricardes jedoch "nur" Umweltminister, was zu diesem Zeitpunkt als Ministerium der zweiten Reihe galt. Erst 1989 wechselte er im Rahmen einer Kabinettsumbildung an die Spitze des einflussreicheren Arbeitsministeriums.
Nach der Niederlage der Sozialisten und dem Rücktritt Donado Ricardes' 1990 bewarb sich Montero um das Amt des Generalsekretärs der Sozialisten, verlor in einer Kampfabstimmung aber gegen den vom Parteiestablishment favorisierten Luis José López. Bis 1992 begleitete er das Amt des Schatzmeisters der ASUL und geriet so im Spendenskandal der ASUL 1992 unter heftigen öffentlichen Druck, der schließlich zu seinem Rücktritt führte. Erst nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998 kehrte Montero als Präsident der sagradischen Abgeordnetenkammer ins Rampenlicht zurück. Nach acht Jahren im Amt und nach 32 Jahren im Parlament verzichtete er 2006 auf eine neuerliche Kandidatur. Seit 2007 ist Montero Vorsitzender der parteinahen Fundación Santiago Laval (FSL).
Inhaltsverzeichnis
Öffentliche Ämter
- 1975-1977: Staatssekretär im sagradischen Wirtschaftsministerium
- 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten
- 1979-1982: Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung im Kabinett Caval V und Nada I
- 1986-1989: Umweltminister im Kabinett Ricardes I und II
- 1989-1990: Arbeitsminister im Kabinett Ricardes II
- 1998-2006: Präsident der sagradischen Abgeordnetenkammer
Mandate
- 1974-2006: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
Parteiämter
- 1990-1992: Schatzmeister der ASUL
Gesellschaftliche Ämter
- seit 2007: Vorsitzender der Fundación Santiago Laval (FSL).