Gabriel VI.: Unterschied zwischen den Versionen

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Gabriel wurde 1610 in [[Semess]] als ältester Sohn von König [[Gabriel V.]] und seiner Ehefrau Marie de Bourbon-Vienne geboren. Bei seiner Taufe auf den Namen Gabriel Philipp Richard Ludwig bereits erhielt er den Titel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] und wurde danach als Infant des Königreichs erzogen. Im Alter von erst 16 Jahren wurde er mit der zwei Jahre älteren Marie de Bourbon, der jüngsten Tochter Heinrichs IV von Frankreich, verheiratet. Er hatte seine Ehefrau vor der Hochzeit nicht einmal gesehen. Dem entsprechend verlief die Ehe auch unglücklich und blieb kinderlos. Als Maria im Jahr 1634 unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, kamen Gerüchte auf, Gabriels Vater, der König selbst, habe sie vergiften lassen. Um diplomatische Spannungen mit Frankreich zu verhindern, wurde ein Schuldiger gesucht und einer der Diener der Königin wurde wegen Mordes hingerichtet. Ein Jahr bereits nach dem Tod Maries heiratete Gabriel seine Cousine [[Katharina von Micolinien]], eine jüngere Schwester [[Karl IX. von Micolinien|Karls IX.]].
 
Gabriel wurde 1610 in [[Semess]] als ältester Sohn von König [[Gabriel V.]] und seiner Ehefrau Marie de Bourbon-Vienne geboren. Bei seiner Taufe auf den Namen Gabriel Philipp Richard Ludwig bereits erhielt er den Titel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] und wurde danach als Infant des Königreichs erzogen. Im Alter von erst 16 Jahren wurde er mit der zwei Jahre älteren Marie de Bourbon, der jüngsten Tochter Heinrichs IV von Frankreich, verheiratet. Er hatte seine Ehefrau vor der Hochzeit nicht einmal gesehen. Dem entsprechend verlief die Ehe auch unglücklich und blieb kinderlos. Als Maria im Jahr 1634 unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, kamen Gerüchte auf, Gabriels Vater, der König selbst, habe sie vergiften lassen. Um diplomatische Spannungen mit Frankreich zu verhindern, wurde ein Schuldiger gesucht und einer der Diener der Königin wurde wegen Mordes hingerichtet. Ein Jahr bereits nach dem Tod Maries heiratete Gabriel seine Cousine [[Katharina von Micolinien]], eine jüngere Schwester [[Karl IX. von Micolinien|Karls IX.]].
  
1640 bestieg Gabriel nach dem Tod seines Vaters den sagradischen Thron und übernahm eine gefestigte Königsherrschaft. Doch von Beginn an kümmerte er sich wenig um die Regentschaft und vertrieb seine Zeit mit Jagen, Festen und seinen zahlreichen Mätressen. Zunächst übte seine Tante [[Maria Charlotte von Sagradien]], die Witwe Prinz Philipp Heinrichs von Micolinien, großen Einfluss auf seine Politik aus, die in Micolinien als Regentin für ihren minderjährigen Sohn [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] die Macht innehatte. Später dann konnten vor allem zwei seiner Mätressen die Zügel in die Hand nehmen, zunächst [[Antonia de Casterley]] und dann [[Francisca de Simónez]], die die Einsetzung des Genuesen [[Giovanni Battista Chiavi]] (später als [[Kardinal Bernabêu]] bekannt) als leitenden Minister durchsetzte.  
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1640 bestieg Gabriel nach dem Tod seines Vaters den sagradischen Thron und übernahm eine gefestigte Königsherrschaft. Doch von Beginn an kümmerte er sich wenig um die Regentschaft und vertrieb seine Zeit mit Jagen, Festen und seinen zahlreichen Mätressen. Zunächst übte seine Tante [[Maria Charlotte von Sagradien]], die Witwe Prinz Philipp Heinrichs von Micolinien, großen Einfluss auf seine Politik aus, die in Micolinien als Regentin für ihren minderjährigen Sohn [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] die Macht innehatte. Später dann konnten vor allem zwei seiner Mätressen die Zügel in die Hand nehmen, zunächst [[Antonia de Casterley]] und dann [[Francisca de Simonis]], die die Einsetzung des Genuesen [[Giovanni Battista Chiavi]] (später als [[Kardinal Bernabêu]] bekannt) als leitenden Minister durchsetzte.  
  
Die ständigen Machtwechsel und die politische Schwäche Gabriels VI. verhinderten eine einheitliche politische Linie und führten dazu, dass Sagradien zeitweise in enge Abhängigkeit Micoliniens bzw. Frankreichs geriet. Nach dem Abfall Portugals von Spanien trat Sagradien 1642 in den Dreißigjährigen Krieg gegen Spanien ein und suchte seinen 1580 verlorenen Einfluss auf die Seemacht wiederzugewinnen, was aber scheiterte. Im Zusammenhang mit der Hinrichtung Francisca de Simónez’ unter dem Vorwurf der Verschwörung gegen den König im März 1649 versuchten verschiedene Faktionen am Hof vergeblich, die Macht zu erlangen.  
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Die ständigen Machtwechsel und die politische Schwäche Gabriels VI. verhinderten eine einheitliche politische Linie und führten dazu, dass Sagradien zeitweise in enge Abhängigkeit Micoliniens bzw. Frankreichs geriet. Nach dem Abfall Portugals von Spanien trat Sagradien 1642 in den Dreißigjährigen Krieg gegen Spanien ein und suchte seinen 1580 verlorenen Einfluss auf die Seemacht wiederzugewinnen, was aber scheiterte. Im Zusammenhang mit der Hinrichtung Francisca de Simonis’ unter dem Vorwurf der Verschwörung gegen den König im März 1649 versuchten verschiedene Faktionen am Hof vergeblich, die Macht zu erlangen.  
  
 
Mit dem Tod Gabriels VI. im Jahr 1651 endete eine elfjährige Phase der politischen und personellen Instabilität am sagradischen Hof. Die unglückliche Herrschaftszeit Gabriels VI. gilt als Ende des weit über 100 Jahre andauernden "[[Goldenes Jahrhundert|Goldenen Zeitalters]]" in der sagradischen Geschichte. Nachfolger Gabriels auf dem Thron wurde sein erst 14-jähriger Sohn [[Gabriel VII.]], für den Katharina von Micolinien zunächst die Regentschaft übernahm.
 
Mit dem Tod Gabriels VI. im Jahr 1651 endete eine elfjährige Phase der politischen und personellen Instabilität am sagradischen Hof. Die unglückliche Herrschaftszeit Gabriels VI. gilt als Ende des weit über 100 Jahre andauernden "[[Goldenes Jahrhundert|Goldenen Zeitalters]]" in der sagradischen Geschichte. Nachfolger Gabriels auf dem Thron wurde sein erst 14-jähriger Sohn [[Gabriel VII.]], für den Katharina von Micolinien zunächst die Regentschaft übernahm.

Version vom 12:33, 17. Aug 2012

Gabriel VI. (von Sagradien) (*1610, †1651) war König von Sagradien (1640-1651).

Gabriel wurde 1610 in Semess als ältester Sohn von König Gabriel V. und seiner Ehefrau Marie de Bourbon-Vienne geboren. Bei seiner Taufe auf den Namen Gabriel Philipp Richard Ludwig bereits erhielt er den Titel eines Prinzen von Sarmay und wurde danach als Infant des Königreichs erzogen. Im Alter von erst 16 Jahren wurde er mit der zwei Jahre älteren Marie de Bourbon, der jüngsten Tochter Heinrichs IV von Frankreich, verheiratet. Er hatte seine Ehefrau vor der Hochzeit nicht einmal gesehen. Dem entsprechend verlief die Ehe auch unglücklich und blieb kinderlos. Als Maria im Jahr 1634 unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, kamen Gerüchte auf, Gabriels Vater, der König selbst, habe sie vergiften lassen. Um diplomatische Spannungen mit Frankreich zu verhindern, wurde ein Schuldiger gesucht und einer der Diener der Königin wurde wegen Mordes hingerichtet. Ein Jahr bereits nach dem Tod Maries heiratete Gabriel seine Cousine Katharina von Micolinien, eine jüngere Schwester Karls IX..

1640 bestieg Gabriel nach dem Tod seines Vaters den sagradischen Thron und übernahm eine gefestigte Königsherrschaft. Doch von Beginn an kümmerte er sich wenig um die Regentschaft und vertrieb seine Zeit mit Jagen, Festen und seinen zahlreichen Mätressen. Zunächst übte seine Tante Maria Charlotte von Sagradien, die Witwe Prinz Philipp Heinrichs von Micolinien, großen Einfluss auf seine Politik aus, die in Micolinien als Regentin für ihren minderjährigen Sohn Karl IX. die Macht innehatte. Später dann konnten vor allem zwei seiner Mätressen die Zügel in die Hand nehmen, zunächst Antonia de Casterley und dann Francisca de Simonis, die die Einsetzung des Genuesen Giovanni Battista Chiavi (später als Kardinal Bernabêu bekannt) als leitenden Minister durchsetzte.

Die ständigen Machtwechsel und die politische Schwäche Gabriels VI. verhinderten eine einheitliche politische Linie und führten dazu, dass Sagradien zeitweise in enge Abhängigkeit Micoliniens bzw. Frankreichs geriet. Nach dem Abfall Portugals von Spanien trat Sagradien 1642 in den Dreißigjährigen Krieg gegen Spanien ein und suchte seinen 1580 verlorenen Einfluss auf die Seemacht wiederzugewinnen, was aber scheiterte. Im Zusammenhang mit der Hinrichtung Francisca de Simonis’ unter dem Vorwurf der Verschwörung gegen den König im März 1649 versuchten verschiedene Faktionen am Hof vergeblich, die Macht zu erlangen.

Mit dem Tod Gabriels VI. im Jahr 1651 endete eine elfjährige Phase der politischen und personellen Instabilität am sagradischen Hof. Die unglückliche Herrschaftszeit Gabriels VI. gilt als Ende des weit über 100 Jahre andauernden "Goldenen Zeitalters" in der sagradischen Geschichte. Nachfolger Gabriels auf dem Thron wurde sein erst 14-jähriger Sohn Gabriel VII., für den Katharina von Micolinien zunächst die Regentschaft übernahm.