Johann III.
Johann III. der Gerechte (*1280, †1301, Joán le Justo, Johannes Justus) -war König von Sagradien (1292-1301) sowie König von Peruzien (1295-1301). Er war der vierte peruzinische und der dritte sagradische König aus dem Haus Redanior. In Peruzien zunächst nicht anerkannt, konnte er sich dort erst drei Jahre nach seiner Thronbesteigung in Sagradien durchsetzen.
Leben[bearbeiten]
Johann von Redanior wurde 1280 als ältester Sohn des Königs Robert von Skanten und dessen Frau Maria von Scola geboren. Er war damit ein Enkel des peruzinischen Königs Philipp der Schweigsame und Neffe des sagradischen Königs Martin IV. Felix. Als sein Vater Robert 1292 starb, war der Prinz und Thronfolger Johann erst 12 Jahre alt. Die Regentschaft übernahm daher seine Mutter Maria von Scola gemeinsam mit Julens Onkel Erzbischof Julen von Tesqué, dem jüngeren Bruder Martins IV. und Roberts. Eine wichtige Rolle während seiner Regierung spielte zudem Joseph von Scola, der Herzog von Alkonien und Bruder Marias von Scola. Die Skolaner Joseph und Maria waren über Jahre die dominanten Figuren am sagradischen Hof.
Julen erbte von seinem Vater die Streitigkeiten mit dem peruzinischen Hochadel, die anstelle des Zwölfjährigen dessen Konkurrentin Johanna von Santéi und ihren Ehemann Philipp von Álbero zu Königin und König erhoben. Johannas Mutter war Johanna von Perucía, jüngste Tochter Martins des Zänkers und Schwester Martin Posthumus', die mit Heinrich von Santéi einen Bruder des mikolinischen Königs Karl III. geheiratet hatte. Johanna und Philipp von Álbero wurden dabei vom mikolinischen König Rodique I., einem Vetter Johannas, unterstützt. In der Schlacht von Vel-Franc im Jahr 1295 gelang es den sagradischen Heeren unter Führung von Joseph von Scola, Philipp von Álbero zu besiegen, der außer Landes fliehen musste. Erst in der Folge wurde die Herrschaft Johanns auch in Perucía anerkannt. In seiner Vertretung sprach Joseph von Scola in Perucía Recht, während Maria in Sagradien die Regentschaft ausübte.
Nach Josephs Tod 1296 und der Volljährigkeit Johanns III. übernahm der junge König selbst die Regierung. Er heiratete Josepha von Kastilien, jedoch blieb die Ehe kinderlos. In seiner Regierungszeit musste sich Johann immer wieder mit den Aufständen in Perucía beschäftigen, die von den dortigen Magnaten gegen die sagradische Königsherrschaft geführt wurden. Johann verbrachte daher die größte Zeit seiner persönlichen Regierung in Perucia, wohin er 1299 erstmals selbst gezogen war, um Recht zu sprechen und seinen Anspruch auf Herrschaft zu untermauern. Unterstützt von seinem peruzinischen Berater Marc de Nabont gelang es dem König, von den peruzinischen Ständen Zugeständnisse zu erhalten und eine Waffenruhe zu erreichen, die ihm den Beinamen der Gerechte einbrachte.
Als die Waffenruhe 1301 durch ein aufständisches peruzinisches Heer gebrochen wurde, zog Johann persönlich in die Schlacht gegen die von seinem Onkel Johann von Gerón angeführten Rebellen. In der Schlacht bei Cresq fiel Johann III. schließlich im Kampf. Sein früher Tod führte das Königreich in eine anhaltende Nachfolgekrise, als sein Bruder und Nachfolger Martin V. der Wahnsinnige nach nur kurzer Zeit auf dem Thron von seinem gleichnamigen Onkel Julen von Tesqué entmachtet und zur Abdankung gezwungen wurde, der selbst den Thron bestieg. In Perucía übernahm dagegen Johann von Gerón den Thron.