Sagradische Überseegebiete

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Die Sagradische Republik verfügt über fünf Überseegebiete (Territóriœs d'Ultramar), zwei davon in der Karibik (Sabina und Selena, Sant'Elisêu), eines in Ostasien (Madrêsa), eines im Indischen Ozean (Cenâu) sowie eines im Pazifik (Nestor- und Cifainseln).

Die fünf Überseegebiete gehen alle auf das Sagradische Kolonialreich zurück. Es handelt sich dabei um frühere Kolonien, die aufgrund ihrer Größe und einer fehlenden Unabhängigkeitsbewegung bis heute nicht in die Unabhängigkeit entlassen wurden.

Geschichte[bearbeiten]

In der Verfassung von 1949 erhielten die bestehenden Kolonien Sagradiens den Status von Überseegebieten mit eigenen Selbstverwaltungsrechten und dem Recht, die Beziehungen zum Mutterland eigenständig zu gestalten. Infolgedessen bildeten die großen Kolonien in Asien und Afrika zunächst Konföderationen und sagten sich anschließend von Sagradien los und wurden in die Unabhängigkeit entlassen.

Zurück blieben die heutigen fünf Überseegebiete, die bis heute nicht in die Unabhängigkeit entlassen worden sind. Das letzte Überseegebiet, das unabhängig wurde, war die Karibikinsel Renonya, die sich 1971 von Sagradien unabhängig machte.

Politik[bearbeiten]

Die Überseegebiete Sagradiens sind nicht Teil der Sagradischen Republik, stehen aber unter ihrer Souveränität. Die sagradische Republik wird jeweils durch einen Generaldelegierten der Regierung vertreten, der vom sagradischen Innenministerium nominiert und vom Präsidenten der Republik ernannt wird. Die Gebiete verfügen aber über eine eigene Rechtsprechung und eigene Gesetzgebung und gestalten ihre inneren Angelegenheiten weitestgehend autonom. Dagegen werden die Überseegebiete außen- und sicherheitspolitisch von der Regierung in Semest vertreten.

Obwohl die Überseegebiete wirtschaftlich stark vom Mutterland abhängig sind und Entwicklungshilfe beziehen, verfügen sie über eigene Währungen und führen nicht den Euro.

Die Überseegebiete haben eigene politische Vertretungen und Landesregierungen sowie eigene politische Statute, die das konstitutionelle System regeln. Auch verfügen sie über eigene staatliche Symbole wie Flagge und Wappen. Sie unterhalten zudem Vertretungen in Semest, die aber nicht als Botschaften bezeichnet werden.

Angehörige der Überseegebiete sind sagradische Staatsbürger und haben das Recht, sich frei in Sagradien aufzuhalten und sich an sagradischen Wahlen zu beteiligen. Allerdings sind die Überseegebiete selbst kein Teil der Sagradischen Republik und auch nicht der Europäischen Union- Sie sind aber als Überseeischen Länder und Hoheitsgebiete mit der Europäischen Union assoziiert. Sagradisches Recht kommt in den Überseegebieten nur nach Ratifikation durch das jeweilige Landesparlament zur Anwendung.

Einzelne Überseegebiete[bearbeiten]

Liste der sagradischen Überseegebiete[bearbeiten]

Gebiet ISO 3166-2 Hauptstadt Ort Einwohnerzahl Senatoren Abgeordnete
Madrêsa MB Madrêsa Ostasien 131.000 2
Sabina i Sélena (Sabina und Selena) SQ Monreal Karibik 25.000 1
Sant-Elisêu EU Montevil Karibik 5.500 1
Cenâu CE San Gabriel Indischer Ozean 69.000 2
Illas Nestorianas i de Cifa (Nestor- und Cifainseln) NT Porto-Filipe Pazifik 15.000 1

Madrêsa[bearbeiten]

Madrêsa ist eine Stadt und ein sagradisches Überseegebiet in Ostasien. Die Stadt liegt auf einer Insel, die unmittelbar der südlichsten Johannaren-Insel Coroca vorgelagert ist. Nach der Entlassung der Johannaren in die Unabhängigkeit im Jahr 1948 verblieb die Stadt Madrêsa als wichtiger Handelsstützpunkt bei Sagradien und erhielt den Status eines selbstverwalteten Überseegebiets. Eine Rückkehr Madrêsas unter die Souveränität der Joannaren war seither immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen und Verhandlungen, wurde bisher aber durch die Bevölkerung Madrêsas abgelehnt. Mit einer Einwohnerzahl von 131.000 ist der Stadtstaat Madrêsa das einwohnerreichste Überseegebiet Sagradiens.

Cenâu[bearbeiten]

Cenâu ist ein sagradisches Überseegebiet, das aus mehreren Inseln im Indischen Ozean besteht. Die Inseln des Cenâu-Archipels rund um die Hauptinsel Cenâu liegen mehrere Kilometer nordwestlich von Madagaskar auf Teilen des Maskarenenrücken. Mit einer Einwohnerzahl von 69.000 ist Cenâu das zweigrößte Überseegebiet der Sagradischen Republik. In Kolonialzeiten gehörte das Gebiet zur sagradischen Kolonie Sagradisch-Ostafrika, erhielt aber 1954 den Status eines eigenständigen sagradischen Überseegebiets.

Sabina und Selena[bearbeiten]

Das sagradische Überseegebiet Sabina und Selena umfasst die zwei benachbarten Karibikinseln Sabina und Selena, die zu den Kleinen Antillen und zu den Inseln unter dem Winde gehören. Bis 1971 gehörten die Inseln zusammen mit Sant-Elisêu und der heutigen Republik Renonya zur Kolonie Sagradisch-Westindien, die mit der Entlassung Renonyas in die Unabhängigkeit aufgelöst wurde.

Sant-Elisêu[bearbeiten]

Das Überseegebiet Sant-Elisêu, bestehend aus der gleichnamigen Insel und mehreren unbewohnten Inseln in der Karibik, war früher Teil der Kolonie Sagradisch-Westindien und ist heute ein selbstverwaltetes Überseegebiet Sagradiens. Die Insel liegt zwischen Nordatlantik und Karibik, zwischen Guadeloupe und Antigua und Barbuda. Sant-Elisêu gehört wie Sabina und Selena zu den Kleinen Antillen, wird aber zu den Inseln über dem Winde gerechnet.

Nestor- und Cifainseln[bearbeiten]

Das Überseegebiet der Nestor- und Cifainseln besteht aus den beiden pazifischen Inselngruppen Nestorinseln und Cifainseln, die zwischen Fidschi und Vanuatu liegen.