Pètre Doreşal
Pètre Doreşal (*4.1.1942 in Alagua) ist ein golischer Politiker. Er war insgesamt 14 Jahre lang Präsident der Provinz Golen (1994-2008) und darüber hinaus 17 Jahre lang Parteivorsitzender von Pùble Gŏols (1992-2009). Er saß zwischen 1974 und 1992 sowie von 1994 bis 2013 erneut in der golischen Regionalversammlung. Zwischen 1992 und 1994 gehörte Doreşal der mikolinischen Abgeordnetenkammer und von 2009 bis 2014 dem Europaparlament an.
Politische Karriere
Doreşal galt lange Zeit als Schützling und Vertrauter des PG-Chefs und golischen Präsidenten David Letard. Von diesem 1978 zum Geschäftsführenden Sekretär der Volkspartei berufen, stieg der Jungpolitiker 1983 zum Erziehungsminister in der golische Provinzregierung unter Noribert Crèsq auf. Nach dessen Rücktritt übernahm Doreşal 1987 unter Präsident Fernand Brês das golische Innenministerium und wurde im Folgejahr zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.
Im Jahr 1992 verließ Doreşal vorübergehend die Provinzpolitik und trat als Spitzenkandidat der PG bei der Mikolinischen Parlamentswahl 1992 an. Nachdem die Wahl zur Golenversammlung 1992 zu heftigen Einbußen für die regierende Volkspartei und zur Bildung einer Linksregierung ohne PG-Beteiligung geführt hatte, musste Parteichef Brês von seinem Amt zurücktreten. Auf dem folgenden Parteitag der Volkspartei setzte sich Doreşal durch und wurde zum neuen Parteichef gewählt.
Nach dem vorzeitigen Bruch der Linkskoalition unter Franç Elaq führte Doreşal die Volkspartei in die vorgezogene Golenwahl 1994 und zurück in die Regierung. Er bildete eine Minderheitsregierung mit dem Liberalen Partei Golens, die abwechselnd von der Sozialistischen Partei und von der Zentrumspartei toleriert wurde. Nachdem das fragile Regierungsbündnis im Herbst 2000 zerbrochen war, amtierte er zunächst geschäftsführend weiter, ehe die vorgezogenen Neuwahlen im April 2001 einen neuerlichen Sieg der PG und die Bildung einer Koalitionsregierung mit der Sozialistischen Partei brachte.
Aus den Wahlen 2006 ging die PG geschwächt hervor und lag nur noch knapp von der radikaleren Nationalpartei unter Pâul Senterrsi. Nach monatelangen schwierigen Verhandlungen konnte Doreşal schließlich im August 2006 seine Wiederwahl sichern und führte seither eine Große Koalition der PG mit GN und der kleinen golischen Zentrumspartei an. Es war die erste gemeinsame Regierung der beiden verfeindeten Großparteien seit 1992. Maßgebliches Ziel der neuen "Regierung der nationalen Einheit" war die Ausarbeitung einer "Selbstbestimmungserklärung" für Golen, die schließlich im Sommer 2007 von der Golenversammlung angenommen wurde. Darin erklärte sich die Provinz Golen zur "selbstbestimmten Nation" in "freier Assoziation" mit der mikolinischen Krone. Die Erklärung wurde vom Bundesparlament in Servette deutlich zurückgewiesen und führte zu anhaltenden Spannungen zwischen Bund und Provinz.
Nach dem Auseinanderbrechen der nationalistischen Koalition kam es im Sommer 2008 abermals zu vorgezogenen Neuwahlen zur Regionalversammlung, aus denen Doreşals Pùble Gŏols gestärkt hervorging. Dennoch musste Doreşal nach 14 Jahren als golischer Präsident seinen Stuhl räumen und für seinen bisherigen Stellvertreter Pâul Senterrsi Platz machen, der eine Linkskoalition mit den golischen Sozialisten und der Linksallianz aus golischen Grünen und Kommunisten bildete. Doreşal gab im Februar 2009 den Vorsitz der PG ab und ist seitdem Ehrenpräsident der Partei. Von 2009 bis 2014 gehörte er als einziger Vertreter seiner Partei dem Europäischen Parlament an, wo er in der liberalen ALDE-Gruppe saß.