Joán Restávio

Aus Sagradien
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Joán Restávio
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Persönliche Informationen
Voller Name Joán César Restávio Vello
Geburtstag 19.03.1946
Geburtsort Vierna
Position Angriff
Vereine als Aktiver
–1980 AC Sollar
Vereine als Trainer
1980–1982 AC Sollar (Jugend)
1982–1983 Tulisium (Jugend)
1982–1984 AC Sollar
1984–1985 Sorano Athletic
1985–1/88 RCD Londez
1/88–1992 Lesnário
1992–1996 Servettense
1996–1997 Lazio Rom
1997–2005 Tulisium
9/06–3/08 CA Semestín
2009–2010 Real Madrid
10/10–2014 Mexiko
2014–2015 Servettense
2015–11/16 Shanghai Shenhua
3/17–2018 Sagradien

Joán César Restávio Vello (*1946 in Vierna) ist ein sagradischer Fußballtrainer. Er trainierte in seiner Karriere u.a. Servettense SC, Tulisium FC, CA Semestín sowie Real Madrid. Dabei gewann er sieben nationale Meisterschaften, vier nationale Pokalwettbewerbe, zweimal die UEFA Champions League und einmal den Europapokal der Pokalsieger. Er ist damit bis heute der erfolgreichste Klubtrainer Sagradiens. Als Nationaltrainer Mexikos gewann er zudem den CONCACAF Gold Cup 2011 und nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 teil. Von März 2017 bis Juli 2018 war er Cheftrainer der Sagradischen Fußballnationalmannschaft, die er zur Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und dort bis ins Achtelfinale führte.

Karriere als Trainer

Beginn der Trainerkarriere bei Sollar und Londez

Der in Corar gebürtige Restávio spielte in seiner aktiven Spielerkarriere als Stürmer meist in der zweiten sagradischen Liga. Dort beendete er 1980 seine Karriere beim AC Sollar, wo er anschließend auch seine Trainerkarriere als Jugendcoach begann. Nach ersten Erfolgen im Jugendbereich wurde er 1982 als Jugendtrainer vom sagradischen Spitzenklub Tulisium Football verpflichtet, kehrte aber nach nur einem Jahr zum AC Sollar zurück, wo er das Amt des Cheftrainers übernahm. Nachdem er mit Sollar den Aufstieg in die Premera Liga nur knapp verpasst hatte, trat er von seinem Amt zurück.

Nach einem Engagement beim Zweitligisten Sorano Athletic in der Saison 1984/85 übernahm Restávio im Sommer 1985 das Amt des Cheftrainers beim Erstliga-Absteiger RCD Londez, den er 1987 erfolgreich in die sagradische Premera Liga führte.

Erfolge in Sagradien, Mikolinien und Italien

Nach dem Aufstieg mit Londez in die Premera Liga machte Restávio dort mit einer mutigen Spielweise und überraschenden Siegen gegen den FC Bosa und den FC Semesta von sich reden. In der Folge wurde er im Januar 1988 durch den Ligakonkurrenten Lesnário FC abgeworben. Bei Lesnário betreute Restávio in der Folge ein schlagkräftiges Team mit zahlreichen Talenten wie Enrico António Torc und Daniel Pessué, das er 1989 zum Gewinn der Copa Sagradia führten konnte. Nach diesem ersten Titelerfolg erreichte Lesnário 1990 das Finale des Europapokals der Pokalsieger, musste sich dort aber dem FC Barcelona geschlagen gaben.

Nach zwei weiteren Spielzeiten in Biniar wechselte Restávio im Sommer 1992 zum mikolinischen Rekordmeister Servettense SC. In vier Jahren in Servette konnte er einmal die Nationalliga A und einmal den Pokalwettbewerb gewinnen und erreichte 1995 das Finale im Europapokal der Pokalsieger, das die Mikolinier gewinnen konnten. Nach diesen Erfolgen suchte Restávio im Sommer 1996 eine neue Herausforderung und wechselte in die italienische Serie A zu Lazio Rom, mit denen er Vierter in der Serie A wurde.

Erfolgsjahre bei Tulisium

Zur Saison 1997/1998 unterschrieb Restávio einen Vertrag als Chefcoach von Tulisium, wo er die erfolgreichsten Jahre seiner Trainerkarriere erleben und den Klub zu einer ungekannten Erfolgsära führen sollte. Restávio übernahm eine Mannschaft, die in der Liga geschwächelt hatte, international aber erfolgreich war und den UEFA-Cup gewonnen hatte.

Restávio behielt den Kern der Mannschaft, änderte aber das Spielsystem, um den Spielertypen gerecht zu werden. In der Hintermannschaft stellte Restávio von der Dreierkette mit Libero seines Vorgängers auf eine Viererkette um, die von einer Weltklasse-Innenverteidigung um Paulo Sabatier und Javier Paranda (später Eduardo Costane und António López) angeführt wurde. Davor installierte der Trainer ein Vierer-Mittelfeld mit einer verschobenen Raute. Die zentrale Achse bildeten Yohan Cajani (später John Novurengo) als Stabilisator vor der Abwehr und (Daniel Pessué) als offensiver Spielmacher hinter einer Doppelspitze. Die beiden übrigen Mittelfeldpositionen wurden asymmetrisch aufgestellt: Während Paulo Madeiro (später José María Del Piey als offensiver Linksaußen gerne an der Außenlinie blieb und situativ in die Spitze vordrang, rückte Josua Esalla im rechten Mittelfeld häufig in die Mitte ein und ließ sich neben den Sechser fallen. So wurde aus der 4-4-2-Grundordnung je nach Spielsituation ein 4-3-3 oder gar ein 4-2-4, wenn Pessué und Madeiro (oder Del Piey) nach vorne rückten.

Gleich im ersten Jahr gewann das Team unter Restávios Führung die sagradische Meisterschaft. Es war die letzte Saison der beiden Altstars Javier Paranda und Diego Juván im Trikot der Tulinesen, die beide ihre blaugrüne Karriere mit absoluten Topleistungen beendeten. Zur Saison 1998/1999 verpflichtete Tulisium ein neues Sturmduo, bestehend aus dem argentinischen Goalgetter Enrico Scola und dem trickreichen Italiener Maurizio Corbani, der eine unterstützende Rolle spielte. Mit Scola, Corbani sowie dem chilenischen Verteidiger Roberto Sayenne im Team gewann die Mannschaft 1999 das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Championsleague.

Auch in den Folgejahren dominierte Restávios Team die nationale Liga und gehörte auch in Europa zu den besten Mannschaften. Dabei kam es zu einigen signifikanten Veränderungen im Team. Mit Javier Paranda (1998), Paulo Sabatier (2000) und Ariel Valesta (2001) beendeten drei prägende Defensivakteure in Karrieren und wurden durch eine neue Generation von Nationalverteidigern um António López (1999), Eduardo Costane (2000) und Mikel Andrêu (2000) ersetzt. Der Abgang von Weltmeister Yohan Cajani nach der Triple-Saison konnte erst zwei Jahre später durch den Nigerianer John Novurengo kompensiert werden, den Restávio vom offensiveren Mittelfeldspieler zum "Sechser" umschulte. Mit dem veränderten Team folgten weitere vier Meistertitel mit den Tulinesen (2000, 2001, 2003, 2004) und zwei weitere Finalteilnahmen in der europäischen Königsklasse.

Während Tulisium in der Saison 2001/2002 die fünfte Meisterschaft infolge verpasste, erreichte das Team zum zweiten Mal in drei Jahren das Europapokalfinale, wo die Mannschaft auf Real Madrid traf. Gegen die Offensivmaschine um Raúl, Morientes, Figo und Zidane setzte Restávio auf ein kompaktes 4-4-1-1 mit Cláudio Piro als Regista vor der Abwehr, John Novurengo und Josua Esalla als Shuttlern auf den Halbpositionen und José María Del Piey als hängender Spitze. Das Spiel ging mit 1:2 verloren.

Nach der doppelten Niederlage nahm Restávio mehrere Wechsel im Team vor. Für den Angriff verpflichtete er den erfahrenen Italiener Luigi Arita vom Meister FC Semesta und im Folgejahr den frisch gebackenen Torschützenkönig Diego Rosário. Zudem verfügte Restávio mit José María Del Piey über das größte sagradische Fußballtalent seit Jahrzehnten, dem er zunehmend mehr Verantwortung in der Mannschaft übertrug. In der Folge erhöhte Restávio die taktische Flexibilität im Team und wechselte zwischen dem etablierten 4-4-2 mit oder ohne Raute und einem offensiven 4-3-3 mit José López und José María Del Piey als Flügelstürmern ab. Nachdem der Klub 2002 noch an Real Madrid gescheitert war, gewann Restávio mit Tulisium 2004 zum zweiten Mal die Championsleague.

Nach der enttäuschenden Saison 2004/2005, in der der Klub nur Platz 3 in der Liga belegte und als Titelverteidiger bereits in der Vorrunde der Championsleague ausschied, zog Restávio die Konsequenzen aus der aufgekommenen Kritik in den Medien und zuletzt auch im Verein und erklärte nach sieben Jahren seinen Rücktritt vom Traineramt. In acht Spielzeiten mit Tulisium gewann Restávio insgesamt 15 Titel (6 Meisterschaften, 1 Pokal, 3 Super-Cups, 2 Championsleague-Siege, 1 Europäischer Super-Cup, 2 Weltpokal-Siege).

Comeback bei CA Semestín

Trotz mehrerer lukrativer Angebote verschiedener europäischer Topklubs (u.a. Real Madrid) entschied sich Restávio dazu, nach den großen Erfolgen in Tulis zunächst eine Auszeit vom aktiven Fußball zu nehmen. Diese Pause endete überraschend im September 2006, als der ambitionierte sagradische Hauptstadtklub CA Semestín des russischen Milliardärs Maksim Fjedorov nach einem durchwachsenen Saisonstart (4 Punkte aus 3 Spielen) seinen Cheftrainer António Arías entließ. Bereits einen Tag nach der Trennung verkündete der erst im August 2006 als Sportdirektor installierte Ticiano De la Costa, der selbst als Nachfolgekandidat Arías’ galt, dass man sich mit Joán Restávio geeinigt habe.

Gegenüber seinen ersten Erfolgsjahren bei Tulisium setzte Restávio in Semest auf ein konservativeres System, in dem er die offensive Spielmacherposition gegen einen defensiveren Spieler (Lúcio Pochetto) eintauschte und den zweiten Stürmer (Luigi Arita oder Petur Simonsen) auf die Zehnerposition zurückzog. So konnte er die gefährlichen Vorstöße des brasilianischen Linksverteidigers Celinho ermöglichen, der mit dem Brasilianer Luiz Velho ein beeindruckendes Gespann auf der linken Seite bildete. Aus dem 4-4-2 wurde so ein 4-5-1. Michele Tossardi auf der rechten Seite spielte dagegen eine ähnliche Rolle wie zuvor Josua Esalla bei Tulisium und rückte häufiger ins Zentrum ein, um die Mitte zu verdichten und zusätzliche Stabilität zu ermöglichen.

Zusammen mit seinem langjährigen Assistenten Luis Chamot steuerte Restávio seinen neuen Arbeitgeber sofort auf Erfolgskurs und konnte schließlich in den letzten Saisonspielen noch den bereits als sicheren Meister ausgerufenen Tabellenführer aus Bosa an der Spitze abfangen. Am letzten Spieltag sicherte Restávio schließlich die erste Meisterschaft in der Klubgeschichte von CA und feierte seinen siebten Meistertitel als Cheftrainer. Nach einer enttäuschenden Hinrunde in der Folgesaison, die nur auf Platz 5 abgeschlossen werden konnte, und Differenzen mit der Klubführung wurde der Meistertrainer im März 2008 überraschend aus seinem Amt entlassen. Nachfolger wurde Sportdirektor De la Costa, den er einst in Tulis abgelöst hatte. Aber auch dieser trat zum Ende der Saison von seinem Amt zurück, da er sich mit Klubeigner Maxim Fjedorow zerstritten hatte.

Engagement bei Real Madrid

Nach seiner Entlassung in Semesta galt Restávio als Trainerkandidat des FC Barcelona sowie der sagradischen Nationalmannschaft, doch kam es in keinem Fall zu direkten Verhandlungen. Auch eine Rückkehr zu Tulisium wurde eine Zeit lang diskutiert, jedoch entschied man sich dort für den jüngeren Daniel Pessué, der Restávio als eines seiner großen Trainervorbilder angibt. Im Juni 2009 trat Restávio schließlich das Traineramt bei Real Madrid an, wo er bereits bei der Wahl von Florentino Pérez zum Präsidenten als Nachfolgekandidat des erfolglosen Juande Ramos gehandelt worden war. Als Co-Trainer stand Restávio nicht mehr sein langjähriger Assistent Luis Chamot zur Seite, sondern der ehemalige Real-Legionär und sagradische Rekordnationalspieler Paulo Sabatier, der Restávio als zweiter Assistent bereits in Tulis zur Seite gestanden und für das Engagement in Madrid eigens sein Amt als sagradischer U-20-Nationaltrainer niedergelegt hatte.

In seiner ersten Saison bei Real Madrid standen Restávio Weltstars wie Cristiano Ronaldo, Kaká und Karim Benzema zur Verfügung. Mit 96 Punkten in 38 Spielen stellte Restávio einen Vereinsrekord auf, verpasste im Kampf mit dem FC Barcelona (99 Punkte) aber dennoch die Meisterschaft. In der Championsleague schied Real Madrid im Achtelfinale aus und enttäuschte damit erneut die Erwartungen. Als Resultat wurde Restávio im Mai 2010 als Cheftrainer von Real Madrid entlassen und durch den Portugiesen José Mourinho ersetzt.

Nationaltrainer Mexikos

Nachdem Restávio bereits zuvor angedeutet hatte, sich eine Tätigkeit als Nationaltrainer vorstellen zu können, trat er wenige Monate nach seiner Entlassung bei Real Madrid eine Tätigkeit als Nationaltrainer von Mexiko an. Mit der Mannschaft nahm Restávio 2011 am nordamerikanischen Gold Cup und an der Copa América teil und konnte den Gold Cup gewinnen. Beim Confederations Cup 2013 schied Mexiko bereits in der Vorrunde aus. Dennoch blieb Restávio im Amt und führte die Mannschaft schließlich bei der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien ins Achtelfinale, wo die Tricolor gegen die Mannschaft der Niederlande ausschied.

Rückkehr nach Servette und Abenteuer in China

Nach der WM 2014 beendete Restávio sein Engagement beim mexikanischen Verband und kehrte nach Europa zurück, wo er einen Vertrag bei seinem früheren Klub Servettense in der mikolinischen Nationalliga A unterschrieb. Bei den "Galls" gelang es ihm aber nicht, an frühere Erfolge anzuknüpfen, sodass sich Trainer und Verein nach einer Spielzeit wieder im Einvernehmen trennten. Restávio nahm daraufhin im November 2015 ein Angebot des chinesischen Erstligisten Shanghai Shenhua an, den er eine Spielzeit lang betreute.

Nationaltrainer Sagradiens

Nachdem sich der sagradische Fußballverband im November 2016 von Trainer Francisco Irruabi getrennt hatte, kam es zu Verhandlungen zwischen dem Verband und dem langjährigen Erfolgstrainer. Restávio unterschrieb schließlich einen Vertrag bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland und übernahm das Team im März 2017. Nachdem ihm eine erfolgreiche Qualifikation für das Turnier gelungen war, betreute er zum zweiten Mal eine Nationalmannschaft bei einer WM-Endrunde. Sein Team zog schließlich ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft ein, schied dort aber aus. Restávio hatte schon zuvor angekündigt, sein Engagement als Nationaltrainer nach dem Turnier zu beenden, und erklärte daraufhin im Alter von 72 Jahren das Ende seiner langen und erfolgreichen Trainerkarriere. Sein Nachfolger als Nationaltrainer wurde sein einstiger Schützling Daniel Pessué.

Auszeichnungen

Restávio wurde zweimal zum „Welt-Klubtrainer des Jahres“ gewählt: jeweils nach den beiden Championsleague-Siegen 1999 und 2004, in denen er jeweils auch zu Europas Klubtrainer des Jahres gewählt wurde.


Erfolge als Trainer

Mit RCD Londez
Mit Lesnário FC
Mit Servettense
Mit Tulisium
  • Premera Liga 1998, 1999, 2000, 2001, 2003, 2004
  • Copa Sagradia 1999
  • UEFA Champions League 1999, 2004 (Finalist 2002)
  • Weltpokalsieger 1999, 2004
Mit CA Semestín
Mit Mexiko
Mit Sagradien
Auszeichnungen