Francisco Irruabi

Aus Sagradien
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Francisco Irruabi
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Spielerinformationen
Voller Name Francisco Josefe Irruabi Kempes
Geburtstag 28.04.1963
Geburtsort Tulis
Position Mittelfeld, Libero
Vereine in der Jugend
Illária FC
1977–1981 Tulisium Football Club
Vereine als Aktiver
1981–1991 Tulisium Football Club
1983–1984 Nalcazal FC (Leihe)
1991–1992 Lazio Rom
1992–1996 Sportivo Vesaey
1996–2000 UD Tulis
Nationalmannschaft
1987–1993 Sagradien 39
Vereine als Trainer
2001–2002 UD Tulis (Co-Trainer)
2002–10/04 Ligre North Sp. (Co-Trainer)
10/04–1/05 Ligre North Sp.
12/05–2007 UD Tulis
2007–3/09 FC Bosa
2/10–2012 UD Tulis
8/12–4/14 Dynamo Moskau
2014–11/16 Sagradien
12/17–12/19 Shandong Luneng
2/20–11/23 Ligre North Sp.
2/24– Sportivo Vesaey

Francisco Josefe Irruabi Kempes (*1963 in Tulis) ist ein sagradischer Fußballspieler und –Trainer. Der 39-malige sagradische Nationalspieler gehörte Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger Jahre zu den besten Mittelfeldspielern Europas und wurde als Nachfolger Carles Noteros und in Anspielung an dessen Spitznamen Il Prícipe auch als Pricipíu bezeichnet. Aus der Jugend des FC Tulisium stammend, gewann er mit den Tulinesen insgesamt viermal die Premera Liga und dreimal die Copa Sagradia. Zudem siegte er 1987 im Finale des UEFA-Pokals und stand 1990 im Endspiel des Europapokals der Landesmeister. Nach einem Jahr bei Lazio Rom kehrte er 1992 nach Sagradien zurück und gewann 1993 mit Sportivo Vesaey seinen fünften Meistertitel. In seinen letzten Karrierejahren spielte er für Unión Desportiva, wo er meist als Libero zum Einsatz kam. Mit Sagradien nahm er an einer WM- und zwei EM-Endrunden Teil.

Nach seiner aktiven Spielerkarriere begann Irruabi eine Laufbahn als Trainer und arbeitete für Ligre North Sportivo, den FC Bosa, Dynamo Moskau sowie zweimal für UD Tulis. Mit dem FC Bosa wurde er in der Saison 2007/2008 sagradischer Meister. Seit August 2014 war er als Nachfolger von Selle Ebrulla Cheftrainer der Sagradischen Fußballnationalmannschaft, die er auch bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 betreute. Nach einem Fehlstart in die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 wurde Irruabi im November 2016 entlassen und durch Joán Restávio als Nationaltrainer ersetzt.

Nach seiner Rückkehr in den Klubfußball betreute Irruabi zwei Jahre lang den chinesischen Erstligisten Shandong Luneng Taishan, ehe er im Februar 2020 zu Ligre North Sportivo zurückkehrte. Dort wurde er im November 2023 entlassen. Seit Februar 2024 ist Irruabi nun Cheftrainer bei Sportivo Vesaey, wo er bereits als Spieler unter Vertrag stand.

Karriere als Spieler

Karrierebeginn und Erfolgsjahre bei Tulisium

Francisco Irruabi begann seine Spielerkarriere in seiner Heimatstadt Tulis beim FC Illaria, ehe er mit 14 Jahren in die Jugend des sagradischen Rekordmeisters Tulisium wechselte, wo er bald zum Profi heranwuchs. Mit 18 Jahren bestritt Irruabi in der Saison 1981/1982 sein erstes Ligaspiel für die erste Mannschaft von Tulisium und wurde 1983 erstmals sagradischer Meister. Weil er sich zunächst nicht als Stammspieler durchsetzen konnte, wurde er in der Saison 1983/1984 an den Ligakonkurrenten FC Nalcaz ausgeliehen, wo er sich als Stammkraft etablierte und als Hoffnungsträger zu Tulisium zurückkehrte. Dort baute nach den vergangenen Erfolgen der Siebziger Jahre Klublegende Carles Notero als Trainer ein neues schlagkräftiges Team auf. Neben internationalen Stars wie den argentinischen Weltmeistern Ernesto Juan Lombardi und José Ramón Toricci oder den Nationalspielern Sergio Guerín und Luca Morientes gehörten dazu auch Eigengewächse wie Libero Carles Iribar oder Marco Tinita. In diesem Team übernahm Irruabi die Rolle des Strategen vor der Abwehr, die zuvor Carles Notero selbst ausgefüllt hatte.

Mit Tulisium feierte Irruabi zwischen 1985 und 1991 drei Meisterschaften, zwei Pokalerfolge und den UEFA-Pokal-Sieg 1987. Mit dem Finalerfolg im Europapokal stieg Irruabi zu einem der Führungsspieler im Team auf. Im Europapokal der Landesmeister entwickelte sich Irruabi in der Folge als defensiver Spielmacher zu einem der Schlüsselspieler von Tulisium und zu einem international umworbenen Starspieler. Als Nachfolger Noteros gehandelt und als „kleiner Prinz" bezeichnet, konnte Irruabi die Finalniederlage gegen den AC Milan 1990 nicht verhindern, wurde aber zu Sagradiens Fußballer des Jahres gewählt. Nach der Saison verließ Trainer Notero den Verein und die Blau-Grünen mussten trotz des Pokalerfolgs eine eher enttäuschende Saison hinnehmen, an deren Ende wichtige Spieler wie Cristiano Munquez und Carlos Leonardi den Klub verließen. Auch Francisco Irruabi nahm Abschied von seinem Klub und wagte den Sprung ins Ausland zu Lazio Rom.

Krisenjahr in Italien und Rückkehr nach Sagradien

Bei Lazio spielte Irruabi in einem Team mit den deutschen Stars Karl-Heinz-Riedle und Thomas Doll. Unter Torwart-Legende Dino Zoff als Trainer belegte der Klub aber nur den zehnten Rang in der Serie A. Irruabi war zunächst zwar gesetzt, wurde aber durch wiederholte Verletzungen geplagt.

Nachdem Lazio im Sommer 1992 den englischen Superstar Paul Gascoigne und den niederländischen Europameister Aron Winter als neues Mittelfeld-Duo verpflichtet hatte, verließ Irruabi Italien nach nur einem Jahr wieder. Er kehrte nach Sagradien zurück, wo er einen Vertrag bei Sportivo Vesaey unterschrieb. In dem ambitionierten Team mit den Nationalspielern Diego Juván und Joaquín Reis sollte Irruabi als defensiver Spielmacher eine Schlüsselrolle spielen. Mit überzeugenden Leistungen führte Irruabi das Team zur ersten Meisterschaft in der Vereinsgeschichte.

Die Saison 1993/1994 jedoch verlief für Irruabi erneut sehr unglücklich. Nach starken Spielen zum Saisonstart erlitt der "Pricipíu" im Dezember 1993 einen Kreuzbandriss, der ihn die gesamte Rückrunde über außer Gefecht setzte. Danach konnte er nicht mehr an seine alten Leistungen anknüpfen und hatte vermehrt mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Nach der Saison 1995/1996 wurde Irruabis hochdotierter Vertrag bei Sportivo Vesaey aus Kostengründen nicht verlängert.

Führungsspieler bei UD Tulis

Mit 33 Jahren lehnte Irruabi jedoch ein Karriereende ab und unterschrieb einen Zweijahresvertrag beim Aufsteiger UD Tulis, wo er fortan die Libero-Rolle übernahm und darüberhinaus zudem seit 1997 auch als Nachfolger von Walter Stropa die Kapitänsbinde trug. Bei der Unión Desportiva erlebte Irruabi noch einmal einen „zweiten Frühling“ und beendete seine Karriere nach abermaliger Vertragsverlängerung schließlich im Alter von 37 Jahren zum Ende der Spielzeit 1999/2000.

Karriere in der Nationalmannschaft

Für die sagradische Fußballnationalmannschaft bestritt Irruabi insgesamt 39 A-Länderspiele. Bei der U-21-Europameisterschaft 1986 führte der junge Irruabi die sagradische Auswahl als Kapitän zum Erfolg. Zum siegreichen Team gehörten auch spätere Weltstars wie Diego Juván und Paulo Sabatier.

Danach debütierte er im Frühjahr 1987 für die A-Auswahl Sagradiens. Seine stärkste Leistung für die „Azûr“ zeigte Irruabi bei der Europameisterschaft 1988, bei der er sich, eigentlich als Ersatzspieler vorgesehen, einen Stammplatz erkämpfte und mit Sagradien bis ins Halbfinale vordrang, sich dort aber der Sowjetunion geschlagen geben musste. Nach dem Turnier wurde Irruabi auch im Nationalteam endgültig zum Stammspieler, enttäuschte bei seiner ersten Fußballweltmeisterschaft 1990 aber wie der Rest des hoch gehandelten sagradischen Teams. Auch an der Europameisterschaft 1992 nahm Irruabi trotz einer enttäuschenden Saison mit Lazio und wenigen Einsätzen in der Qualifikation teil und steuerte im letzten Gruppenspiel gegen die GUS zwei Torvorlagen bei. Dennoch konnte er das Vorrundenaus der zuvor schwachen „Selección“ nicht verhindern.

Auch nach dem Turnier nahm Irruabi zunächst eine Schlüsselposition ein, konnte dem Team aber infolge seiner schweren Verletzung in der Saison 1993/1994 nicht in der Endphase der Qualifikation zur Fußballweltmeisterschaft 1994 helfen. Ohne seinen bisherigen Schlüsselspieler verpasste Sagradien daraufhin erstmals seit 1974 eine Weltmeisterschaft. Der notwendige Neuaufbau des Teams unter Carles Notero fand schließlich ohne den öfter verletzten Irruabi statt. Sein letztes Länderspiel für die "Azûr" blieb ein Einsatz im Mai 1993.

Erfolge als Spieler

Mit Tulisium
Mit Sportivo Vesaey
Mit dem Nationalteam
Auszeichnungen

Karriere als Trainer

Beginn in Tulis und Ligre North

Im Anschluss an seine aktive Spielerkarriere übernahm Irruabi im Jahr 2001 einen Co-Trainerposten bei UD Tulis, wo er als Assistent von Cheftrainer António Arías arbeitete. Mit diesem wechselte er 2002 zum Ligakonkurrenten Ligre North Sportivo. Nach der Entlassung Arías' in Ligre North wurde Irruabi im Oktober 2004 selbst zum Cheftrainer befördert. Trotz soliden Leistungen blieb sein Engagement aber interimistisch, da er im Januar 2005 von Stefano Detânia abgelöst wurde.

Durchbruch und Erfolgsjahre in Tulis und Bosa

Im Dezember des gleichen Jahres kehrte Irruabi als Cheftrainer zu seinem alten Verein UD Tulis zurück, den er auf einem Nichtaufstiegsplatz in der Zweiten Liga übernahm und noch auf Platz 4 und damit zurück ins Oberhaus führte. In der kommenden Saison entwickelte sich UD zum Überraschungsteam der Erstliga-Saison und schaffte als Aufsteiger mit Platz 6 die sensationelle Qualifikation für den internationalen Wettbewerb, sodass Erfolgstrainer Irruabi, Zweiter bei der Wahl zu Sagradiens Trainer des Jahres 2007, Begehrlichkeiten bei den großen Klubs weckte.

Im Sommer 2007 wechselte der Trainer für eine hohe Ablösesumme als Nachfolger von Selle Ebrulla zum Vizemeister und Championsleague-Finalisten der Vorsaison FC Bosa, wo er ein ambitioniertes Team übernahm, das punktuell verstärkt zum Angriff auf den Meister CA Semestín startete und schließlich unter Irruabis Führung den dritten Meistertitel in vier Jahren gewann. Nach diesem Erfolg verließen einige Schlüsselspieler wie Alberto Ferrera und David Pedrosa den Klub in Richtung Ausland, sodass Irruabi versuchte, ein neues Team um die Jungnationalspieler Diego Cesar, Milan António Brgovic und Fernando Borrard aufzubauen. Die Erfolge blieben aber aus, sodass sich der FC Bosa am Ende der Vorrunde auf Platz 5 wiederfand und den Start in die Rückrunde mit zwei Niederlagen in Folge gegen die direkten Meisterschaftskonkurrenten aus Nonthí und Tulis verpatzte. Der Klub zog schließlich die Konsequenzen und stellte Irruabi im März 2009 nach 20 Monaten beim FC Bosa frei.

Rückkehr zur Unión und Abenteuer in Moskau

Nachdem ein anschließender Wechsel zum Vierna Football Club kurzfristig gescheitert war, kehrte Irruabi im Februar 2010 zu seinem alten Arbeitgeber UD Tulis zurück und wurde ein zweites Mal Cheftrainer der in Not geratenen Himmelblauen, die er mit einem starken Saisonfinale vor dem Abstieg rettete. Nach längeren Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung gaben im Frühjahr 2012 Verein und Trainer bekannt, den gemeinsamen Vertrag nicht über das Ende der Saison hinaus zu verlängern. Seine letzte Saison als Trainer in Tulis schloss Irruabi mit Platz 11 in der Liga ab.

Im August 2012 wurde Irruabi schließlich als neuer Cheftrainer beim russischen Hauptstadtverein Dynamo Moskau vorgestellt. Dort unterschrieb Irruabi einen Dreijahresvertrag. Nach einem zufriedenstellenden ersten Jahr geriet der Klub im zweiten Jahr in sportliche Probleme, sodass Irruabi im April 2014 als Cheftrainer entlassen wurde.

Nationaltrainer

Nach dem überraschenden Vorrundenaus der Sagradischen Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und dem anschließenden Rücktritt von Nationaltrainer Selle Ebrulla wurde Francisco Irruabi als neuer Auswahltrainer der "Azûr" vorgestellt.

Als Nationalcoach begann Irruabi, das Team behutsam zu verjüngen. Er hielt an langjährigen Leistungsträgern und Weltmeistern wie Kapitän Alberto Ferrera, Joaquín Nabarro, David Albet und David Pedrosa fest, ergänzte das Team aber um junge Nachwuchsspieler wie Helguer Asturiz, Kevin Mawinga, Daúd Chaboul und Lwarquín Jardel. Mit David Aranjuez, Damián Prieto und Fran Celades setzte er zudem auf erfahrenere Spieler, die unter Ebrulla nicht zum Kader der Nationalmannschaft gehört hatten. Mit diesem Team qualifizierte sich Sagradien für die EURO 2016 und erreichte nach Vorrunden-Siegen über Wales und Russland und einem Unentschieden gegen England das Achtelfinale. Dort traf Sagradien auf die mikolinische Fußballnationalmannschaft, die sich überraschend deutlich mit 3:1 durchsetzen konnte und anschließend das Turnier gewann.

Nachdem öffentlich über eine Entlassung Irruabis spekuliert worden war, entschied sich der Verband dafür, an dem Trainer festhalten zu wollen, da "die Entwicklung in die richtige Richtung" gehe. Allerdings startete die "Azûr" mit schwachen Ergebnissen in die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018, sodass Irruabi weiterhin in der Kritik stand. Nach vier Qualifikationsspielen wurde Irruabi schließlich im November 2016 entlassen und durch Joán Restávio ersetzt.

China

Nach seiner Entlassung als Nationaltrainer blieb Irruabi ein Jahr lang ohne Trainerjob, ehe er im Dezember 2017 beim chinesischen Super-League-Klub Shandong Luneng aus Jinan unterschrieb. In Jinan beerbte Irruabi den deutschen Trainer Felix Magath und erreichte in seiner ersten Spielzeit den dritten Platz in der CSL. In der Saison 2019 führte Irruabi Shandong zu einem fünften Platz in der Liga sowie ins Pokalfinale, das die Mannschaft gegen Shanghai Shenhua verlor. Danach beendete Irruabi sein Engagement in China und kehrte nach Europa zurück.

Rückkehr nach Ligre North

Im Februar 2020, nur zwei Monate nach seinem Abschied aus China, unterschrieb Irruabi einen Vetrag bei seinem früheren Klub Ligre North Sportivo, der als Erstliga-Aufsteiger in Abstiegsnot geraten war. Er führte die Northenser in der Saison 2019/20 auf einen sicheren elften Tabellenrang und in der Folgespielzeit auf Platz 9.

Nachdem die Lilien unter Irruabi die Saison 2021/22 auf dem siebten Tabellenplatz abgeschlossen hatten, spielte der Klub in der Folgespielzeit in der UEFA Conference League und erreichte dort das Achtelfinale. In der Liga schloss Ligre North die Saison 2022/23 auf Platz 11 ab und platzierte sich damit erstmals nach Irruabis Rückkehr am Saisonende nur in der unteren Tabellenhälfte.

In der Saison 2023/24 geriet Ligre North in akute Abstiegsgefahr. Nach einer Niederlagenserie wurde Irruabi im November 2023 aus seinem Amt entlassen.

Erfolge und Ehrungen als Trainer