Daniel de Lafontán

Aus Sagradien
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Daniel Oscar de Lafontán Ferrera war ein sagradischer Marineoffizier und Politiker der frühen Zweiten Republik. Er war Begründer des radikalnationalistischen Partíu Nacional Renovador und gehörte von 1899 bis 1907 der sagradischen Abgeordnetenkammer an. Von Mai 1903 bis April 1904 war er sagradischer Minister für die Marine und die Kolonien.

Als Kapitän der sagradischen Marine nahm Lafontán am Dritten Berberkrieg von 1895-97 teil und gehörte 1898 zum Kreis der Putschisten vom 25. April. Während des Putschversuches spielte er eine untergeordnete Rolle und wurde im Nachgang nicht als Rädelsführer angesehen. Er konnte daher politisch aktiv bleiben und sammelte vor der Parlamentswahl 1899 einige Mitstreiter um sich, die für eine Generalamnestie eintraten, gegen die "Herrschaft der Parlamente" polemisierten und eine "Regierung der nationalen Kräfte" forderten. Aus dieser Bewegung ging der Partíu Nacional Renovador hervor, der sich etwa ein Dutzend Parlamentsabgeordnete anschlossen.

Zwischen 1899 und 1903 konnte sich Lafontán als einer der schärfsten Gegner der regierenden Linkskoalition unter Donado Salgate profilieren und gewann an Popularität in kleinbürgerlichen und ultrakonservativen Bevölkerungskreisen. Bei der Parlamentswahl 1903 wurden die "Lafontanisten" mit 69 Sitzen drittstärkste Kraft im Parlament und schlossen sich der rechtsgerichteten "Koalition der Moral" an, die in der Folge die Mehrheit in der sagradischen Nationalversammlung stellte. In der ersten Regierung Luisanto wurde Lafontán zum Minister für die Marine und die Kolonien ernannt, wurde nach einem politischen Skandal aber schon im Jahr 1904 wieder entlassen. In der Folge hatte die Bewegung der Lafontanisten ihren Zenit überschritten und der Partíu Nacional Renovador zerfiel. Bei der Präsidentschaftswahl 1905 verzichtete Lafontán überraschend auf eine eigene Kandidatur und unterstützte stattdessen den Putschisten Stefano Perón de Carilla, der sich aber nicht durchsetzen konnte. Unter Präsident Joán Cardinal wurde Lafontán nicht mehr als Minister berücksichtigt und scheiterte bei der Parlamentswahl 1907 sogar daran, erneut ins Parlament gewählt zu werden.