Convergência Democrática d'Aziz

Aus Sagradien
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Die Convergência Democrática d'Aziz (kurz CDA, deutsch Demokratische Konvergenz von Aziz) ist eine christdemokratische Partei in Aziz. Sie war in den ersten Jahren der Autonomie in den Sechziger und Siebziger Jahren die dominante Partei der Region und bildete einen regionalen Ableger der sagradischen Volkspartei PPC. Mit Carles Arzeval (Regierungschef von 1967-1978) und Fernando Gerardis (1978-1980) stellte sie 13 Jahre lang den Regierungschef der Inseln. Nach zahlreichen Skandalen, Niederlagen und Spaltungen ist die Partei heute nur noch eine Kleinpartei ohne nennenswerten Einfluss.

Geschichte

Die CDA wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als azizisches Pendant zur sagradischen Volkspartei (PCC) gegründet und bildete neben der Demokratischen Volksbewegung MPDA eine der beiden bürgerlichen Mitte-Rechts-Parteien auf den Inseln. Während das MPDA einen autonomistischen Kurs einschlug, vertrat die CDA als Ableger der sagradischen PPC eine stärker unitaristische Politik. 1967 engagierte sich das CDA für das erfolgreiche Votum der Insel gegen den Status als Überseeterritorium und für die Zugehörigkeit zum sagradischen Festland, wodurch die Insel eine Autonome Region Sagradiens wurde.

Bei der ersten Wahl zur Regionalversammlung nach Erlangung der Autonomie 1967 wurde die von die CDA mit knapp 49 Prozent der Stimmen klar stärkste Kraft und stellte mit Carles Arzeval den ersten gewählten Regierungschef. Nach Semestiner Vorbild bildete die CDA eine konservativ-liberale Koalition mit dem regionalen Ableger der UDS. Bei den folgenden Wahlen konnte die CDA zwar seine Stellung als dominante Partei verteidigen, fiel 1975 aber deutlich unter die 40-Prozent-Marke herab, während das MPDA, seit 1971 Koalitionspartner, deutlich zulegte und auf über 20 Prozent kam.

Arzeval gab 1978 sein Amt auf und übergab es an Fernando Gerardis, der 1980 aber infolge andauernder Korruptionsskandale eine Erdrutschniederlage verkraften musste. Nachdem die mitregierenden Sozialisten aufgrund der Verurteilung führender CDA-Politiker wegen Korruption die Koalition aufgekündigt hatten, brach die Partei bei Neuwahlen in der Wählergunst von mehr als 37 auf 14 Prozent ein und verlor die Macht an die erstarkte MPDA. Nachfolger Gerardis' als Parteichef wurde Nícola Serna. Unter seiner Führung kehrte die Partei zwar 1981 als Juniorpartner des MPDA in die Regierung zurück, konnte sich aber nicht erholen und wurde ausgerechnet vor der Wahl zur Regionalversammlung 1984 erneut von ihrer Vergangenheit eingeholt. Serna musste aufgrund von Korruptionsbeschuldigungen auf Spitzenkandidatur und Parteiamt verzichten, doch verschloss sich sein Nachfolger Mário Delaurenço einer Aufarbeitung.

Nach längerem Hin und Her trennte sich die geplagte nationale Föderation der Volkspartei von der Partnerpartei in Aziz und gründete als eigenen Regionalverband die PPA. In Konkurrenz zueinander erhielten die beiden christdemokratischen Parteien weniger Stimmen als 1981, die CDA fiel auf 4 Prozent der Stimmen zurück und endete als Kleinpartei.

In der Folge betonte die CDA stärker regionalistische Tendenzen, um sich von der PPA abzusetzen. Aber auch damit konnte die Partei ihr Image nicht retten und wurde von internen Richtungsstreitigkeiten, Abspaltungen und weiteren Wahlniederlagen geplagt. Nach 5 Prozent der Stimmen bei den Regionalwahlen 1988 kam es vor den Regionalwahlen 1992 zu einer Spaltung der Partei. Die Mehrheit der CDA entschloss sich dazu, einem Wahlbündnis mit dem PPA beizutreten, das schließlich als Aliança Centrista per l'Aziz antrat. Der regionalistische Flügel der Partei gründete dagegen die unabhängige Coalición Democrática Social d'Aziz (CDS), die später im Foro per l'Aziz aufging.

Parteivorsitzende