Claudio Piro

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen

Claudio Arturo Piro Ventis (*2. Januar 1974 in Gerón) ist ein ehemaliger sagradischer Fußballspieler, der in seiner Karriere als zentraler Mitteldspieler und defensiver Spielmacher für den SC Mistrech, FC Nonthí, Sportivo Vesaey, Juvantêsa SC, FC Valencia, FC Villarreal, FC Bosa, Celtic Glasgow und UD Tulis sowie 43 Mal für die sagradische Fußballnationalmannschaft spielte.

Beginn der Karriere in Mistrech

Cláudio Piro wurde als Sohn von Martín Piro und Dolores Ventis in Gerón geboren. Wie später auch sein jüngerer Bruder Luca (*1976) begann Claudio Piro seine Fußballkarriere in der Jugend des SC Mistrech, wo er bald von Eduardo Verrano, bis 1994 Jugendtrainer und danach Cheftrainer des SC Mistrech, entdeckt und früh gefördert wurde. Bereits mit 19 Jahren debütierte Piro im Herbst 1993 für die erste Mannschaft des SCM, wo er als eines der größten Talente des sagradischen Fußballs gehandelt wurde.

In der Saison 1995/1996, in der die Mittelskanten unter Trainer Verrano überraschend die Vizemeisterschaft hinter dem FC Bosa gewannen, eroberte sich Piro im zentralen Mittelfeld einen Stammplatz neben dem ein Jahr jüngeren Luis Javier Pizzo. Gemeinsam bildeten „Pi-Pi“, wie sie von den Fans bald genannt wurden, das Spielmacher-Paar der jungen Mannschaft. Auch in der Meisterschaftssaison 1996/1997, als der Provinzklub aus Mistrech vor den großen Klubs des Landes die Liga gewinnen konnte, gehörte Piro zur Stammformation des Klubs, diesmal an der Seite Pizzos sowie seines Bruders Luca. Doch anders als seine beiden Mitstreiter fiel Piro in der Rückrunde aufgrund einer Verletzung längere Zeit aus und verlor danach seinen Stammplatz an den gebürtigen Brasilianer Anderson, der auch in der Folgesaison den Vorzug vor dem nun bereits 23-jährigen Claudio Piro erhielt. Dies war auch der Grund, weswegen Piro im Januar 1998 auf Leihbasis zum Aufsteiger FC Nonthí wechselte, wo er sich wieder einen Stammplatz erarbeitete und in anderthalb Jahren zu einem der begehrtesten Mittelfeldspieler der Liga aufstieg.

Vesaey und Juvantêsa

Nach Ablauf seiner Leihfrist in Nonthí kehrte Piro nicht nach Mistrech zurück, sondern wurde zum Ligakonkurrenten Sportivo Vesaey transferiert, wo er nun die Rolle des defensiven Spielmachers im zentralen Mittelfeld übernahm. Nach einer überragenden Saison, in der er zu den besten Mittelfeldspielern der Liga gezählt wurde, wagte Piro den Sprung zum Rekordmeister und heuerte beim Juvantêsa Sport Club an, wo er langfristig als Nachfolger von Daniel Pessué im zentralen Mittelfeld aufgebaut werden sollte. In Tulis konnte sich Piro im hochdekorierten Mittelfeld gegen Spieler wie Pessué, Jocéntilo Esalla und den jungen José María Del Piey behaupten und kam auch aufgrund der von Trainer Joán Restávio eingeführten Rotation regelmäßig zum Einsatz, so auch im Championsleague-Finale 2002 gegen Real Madrid, das die Tulinesen aber mit 1:2 verloren.

Bereits in seinem ersten Jahr in Tulis wurde Piro zum zweiten Mal sagradischer Meister, 2003 und 2004 folgten zwei weitere Titel. Aufgrund häufiger Verletzungen und der großen Konkurrenz im Mittelfeld der Juvantêsa kam Piro jedoch auf deutlich weniger Einsätze, verpasste die Saison 2002/2003 aufgrund eines Kreuzbandrisses fast vollständig. In der Folgespielzeit 2003/2004 kam er dagegen häufiger zum Einsatz, da Trainer Restávio dem bereits 35-jährigen Spielmacher Pessué häufigere Pausen zugestand. Beim 3:1-Erfolg im Championsleague-Finale 2004 gegen den FC Porto wurde Piro in der zweiten Halbzeit für Pessué eingewechselt. Es war das letzte Spiel Pessués und ein Zeichen dafür, dass Piro dessen Nachfolger im Zentrum der Juvantesa werden sollte. Viele gingen davon aus, dass Piro zukünfig gemeinsam mit dem neuen Superstar der Mannschaft Del Piey im offensiven Mittelfeld künftig ein Spielmacherduo bilden würde.

Unruhige letzte Karrierejahre

Obwohl Trainer Restávio das Spielsystem auf eine für das Spiel Piros geeignete Variante mit Doppel-Sechs umstellte, lief die Hinrunde der Saison 2004/2005 unglücklich für Piro, der aufgrund einer Verletzung die gesamte Vorbereitung und die ersten Saisonspiele verpasste und sich danach gegen den ebenfalls mit Spielmacherambitionen ausgestatteten Portugiesen Sergio Lurazú im zentralen Mittelfeld nicht durchsetzen konnte. Da ihm die Klubleitung der Juvantêsa im Winter 2004/2005 schlechte Aussichten für einen Stammplatz in der Rückrunde offenbarten, schloss sich Piro im Januar 2005 auf Leibasis für den Rest der Saison dem spanischen Erstligisten Villarreal an, ehe er im Sommer 2005 ablösefrei zum Rivalen FC Valencia wechselte. Doch auch dort konnte der mittlerweile 31-jährige Piro nicht vollends überzeugen. Im Sommer 2006 kehrte er abermals auf Leihbasis in die Premera Liga zurück und spielte eine Saison lang für den FC Bosa, wo er als Backup für Mittelfeldchef Alêsi Javier diente. Mit dem FCB wurde er sagradischer Vizemeister und stand zum dritten Mal in einem Finale der Championsleague, das die Bosaner aber gegen den AC Mailand verloren.

Nach einem Jahr verließ Piro die Bosaner wieder und schloss sich dem schottischen Spitzenverein Celtic Glasgow an, wo er 2008 die Schottische Meisterschaft feiern konnte. Trotz dieses Erfolgs wurde sein Einjahresvertrag in Glasgow nicht verlängert, sodass Piro im Juli 2008 vertraglos war. Da er sich trotz Angeboten aus der Premera Liga und dem Ausland bis zum Ende der Wechselfrist im September 2008 mit keinem neuen Arbeitgeber auf einen Vertrag einigen konnte, erklärte er im Herbst 2008 im Alter von 34 Jahren seinen Rücktritt vom Profifußball. Dennoch gab Piro im Dezember 2008 seinen Rücktritt vom Rücktritt bekannt und nahm ein Angebot der in Abstiegsgefahr geratenen Unión Deportiva an und kehrte damit auch nach Tulis zurück. Bei den Himmelblauen, wo Claudio erstmals seit 1998 wieder mit seinem Bruder Luca zusammenspielte, nahm er eine Schlüsselposition im defensiven Mittelfeld ein und wurde vom mexikanischen Trainer Pepe Sánchez zeitweilig sogar als klassischer Libero eingesetzt. Auch in der Saison 2009/2010 gehörte Piro zum Stamm der UD-Mannschaft und nahm die Position des zentralen Defensivspielers vor einer Dreier-Abwehr-Kette ein. Nach Ablauf seines Anderthalbjahresvertrags in Tulis erklärte Claudio Piro im Sommer 2010 seinen zweiten und nunmehr endgültigen Rücktritt vom aktiven Profifußball.

Laufbahn in der Nationalmannschaft

In seiner Spielerkarriere lief Claudio Piro insgesamt 43 Mal für die sagradische Fußballnationalmannschaft auf, stand die meiste Zeit aber im Schatten seines direkten Konkurrenten als defensiver Spielmacher Alêsi Javier. Mit der U-21-Auswahl wurde er 1996 Europameister. Danach nahm er an den Olympischen Spielen in Atlanta teil und debütierte im Herbst 1999 in der A-Nationalmannschaft, mit der er 2000 an der EM in Belgien und den Niederlanden teilnahm und nach zwei Kurzeinsätzen als Einwechselspieler Vize-Europameister wurde. Für die WM 2002 wurde der angeschlagene Piro nicht berücksichtigt, nahm danach aber mit Sagradien am Confederations Cup 2003 sowie an der EURO 2004 teil. Bei der Europameisterschaft in Portugal bestritt Piro das erste Gruppenspiel der Sagradier gegen die Schweiz an der Seite seines Bruders Luca von Beginn an, konnte dem Spiel beim mageren 0:0 aber keine Akzente verleihen und wurde in den folgenden Gruppenspielen durch Alêsi Javier ersetzt. Sagradien schied nach zwei Unentschieden und einer Niederlage gegen England bereits nach der Vorrunde aus. Unter dem neuen Nationaltrainer Eduardo Verrano hatte Piro in der Folge einen schweren Stand, saß bei mehreren Begegnungen trotz Berufung nur auf der Bank und kam nur zu zwei Einsätzen, ehe er nicht mehr in den Kader der Nationalmannschaft berufen wurde. Seine letzten beiden Spiele für die „Azûr“ bestritt er beim Freundschaftsspiel gegen Mexiko am 31. Mai 2005 in Bosa und beim folgenden WM-Qualifikationsspiel gegen Polen am 4. Juni 2005 in Tulis.

Stationen und Erfolge als Spieler

Stationen als Spieler

Erfolge als Spieler im Verein

  • Sagradischer Meister 1997, 2001, 2003, 2004
  • Schottischer Meister 2008
  • Championsleague-Sieger 2004
  • Championsleague-Finalist 2002, 2007
  • Weltpokalsieger 2004

im Nationalteam