Ambristal und Celiso
Das Ambristal (amtlich Autome Region Ambristal, sagr. Región Autónoma Val d'Ambrís, gol. Reixou Outònome Valj d'Embrìse) ist eine autonome Region im Westen Sagradiens und mit 200.000 Einwohnern die kleinste Region Sagradiens.
Am Südostrand der Golischen Konsetten, an der Grenze zur micolinischen Regionen Golen und Lítica-Paes Montane gelegen, umfasst die Region neben dem eigentlichen Ambristal um die Kleinstadt Ambrís (golisch Embrìse) die am Fluss Peixa gelegene Stadt Pexace (golisch Peixaç) sowie die Exklave Celistal (sagr. Val de Celís, golisch Valj de Cilìse).
Geschichte und Kultur
Peixalauf, Ambristal und Celistal, kollektiv als (golisch) les Valjs bzw. (sagradisch) las Valles bezeichnet, gehören zur historischen Landschaft Golen und zum golischen Sprach- und Kulturraum. Neben Sagradisch gilt daher auch das Golische als regionale Amtssprache.
Wie das gesamte frühere Golen waren auch die Bergtäler um Celis, Ambris und das benachbarte Casqara lange Zeit Zankapfel zwischen der sagradischen und der micolinischen Krone. Teil des frühmittelalterlichen Golenreichs kamen die Täler im 13. Jahrhundert zu Sagradien und wurden einem Vogt (viguer) aus dem Haus Pexace unterstellt. Im Fünfzigjährigen Krieg (frühes 15. Jahrhundert), in den Servettinischen Kriegen (spätes 15., frühes 16. Jahrhundert) und im Asumarischen Krieg (17. Jahrhundert) zeitweise micolinisch besetzt, waren die Täler in napoleonischer Zeit Teil des Herzogtums Alagua.
Im Gegensatz zum größeren westlichen Teil Sagradiens, nach dem Wiener Kongress
Die heutige Region umfasst die frühere Provinz Val d’Ambrís mit dem Hauptort Pexace und das Val de Celís, das bis 1935/36 zur Provinz Gólica-Casqa mit dem Hauptort Verisa gehört hatte. Nach der Annexion Ostgolens durch Micolinien blieb das Val de Celís sagradisch und wurde von Pexace aus provisorisch mitverwaltet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden das Val d’Ambrís und das Val de Celís zur neuen Provinz Pexace zusammengefasst, welche in der Verfassung von 1946 zur autonomen Provinz erklärt wurde und 1949 ein Sonderstatut erhielt. 1955 erhielt die Provinz auf Beschluss des Regionalparlaments hin wieder die alte Bezeichnung Ambristal. Außerdem wurden der kleinen micolinisch-sprachigen Minderheit im Zuge der sagro-micolinischen Golenverträge 1955 weitgehende Sonderrechte gewährt. Im Zuge der Errichtung von Regionen in ganz Sagradien erhielt auch Val d’Ambrís 1968 den Status einer Region, behielt aber seine Autonomie. Der golische Name der Region lautet „Reixou Outònome Valj d’Embrìse“, vorher „Provenç Outònome Valj d’Embrìse“. Haupstadt ist Pexace (golisch Peixaç). Ambristal ist die einzige sagradische Region sowie die einzige Provinz, in der es keine weiteren kommunalen Gemeinschaften zwischen der Regions- bzw. Provinz- und der Gemeindeebene gibt. Die traditionelle Unterteilung in verschiedene Täler ist keine offizielle Verwaltungsuntergliederung. Die Autonome Region besteht aus dem eigentlichen Ambristal mit dem Oberlauf des Riu Peixa und der Hauptstadt Pexace, Teilen der Golischen Konsetten sowie als Exklave das nördlich von Golen gelegene Celis-Tal. Wirtschaftlich ist die Region traditionell von der Landwirtschaft geprägt. So ist das Ambristal für seinen Käse sowie seine Weine international bekannt. Wichtig ist zudem der Tourismus, der eng mit dem Namen der Wintersportorte Carreal und Bearq verbunden ist. Das Ambristal ist die einzige Region Sagradiens mit einer Arbeitslosenquote von unter 6 Prozent (Stand: 1996). Während golische Nationalisten die Täler (lus Valjs) traditionell als integralen Bestandteil Golens betrachten, sehen sich die Bewohner des Ambristals mehrheitlich als vom Rest Golens unabhängig und streben keine Vereinigung mit dem micolinischen Teil Golens an.