Philipp der Schweigsame

Aus Sagradien
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Philipp der Schweigsame (auch: Philipp der Schweiger, Philipp von Redanior, sagr. Filipe le Taciturno) (*1218, †1263) aus dem Haus Redanior war als Philipp III. Herzog von Skanten und Lohanden (1242-1263) und als Philipp I. König von Peruzien (1250-1263). Er war zudem der zweite Ehemann der späteren sagradischen Königin Eleonore und Vater mehrerer sagradischer und peruzinischer Könige.

Herkunft[bearbeiten]

Philipp von Redanior wurde 1218 als Sohn des skantischen Herzogs Julen der Zänker und dessen Ehefrau Martina von Perucía, Tochter des Lusonidenkönigs Martin der Streiter geboren. Philipps Urgroßvater mütterlicherseits war König Johann der Starke von Perucía, seine Urgroßväter väterlicherseits König Arzelius von Sagradien sowie Johann von Redanior, der seineszeichens ein unehelicher Sohn des Lusonidenherzogs Albreth III. von Scantia war und das Haus Redanior begründete.

Johann der Starke hatte nach den Lusonidenkriegen König Gabriel Juvans' 1184 im Vertrag von Erín zugunsten seines illegitimen Vetters Johann von Redanior auf das Herzogtum Scantia verzichten müssen. Als Nachfahre Johanns erbte Philipp der Schweigsame nach dem Tod seines Vaters 1242 das mächtige Herzogtum im Nordwesten Sagradiens.

Peruzinischer Krieg und Thronbesteigung[bearbeiten]

Etwa zeitgleich war es mit dem Tod des peruzinischen Königs Martin der Streiter im Königreich Perucía zu einer dynastischen Krise gekommen, da der König nur einen posthum geborenen Erben hinterließ, genannt Martin Posthumus. Als dieser Knabe, bis dahin unter der Vormundschaft eines peruzinischen Regentschaftsrats stehend, bereits im Jahr 1249 verstarb, wurde der peruzinische Königsthron zum zweiten Mal nach 1101 vakant. Als Nachfahre Albreths III. in direkter männlicher, wenn auch illegitimer Linie, sowie als Enkel Martins des Streiters in weiblicher Nachfolge betrachtete sich Philipp der Schweigsame nun als Erbe des Lusonidenreichs und als legitimer Thronfolger in Perucía, wo derweil aber mit Renart von Soria ein unehelicher Sohn Martins des Streiters mithilfe des mikolinischen Königs Ruchard I. den Thron usurpierte.

Philipp der Schweigsame verbündete sich daher mit dem sagradischen König Philipp IV. Hermes und zog 1250 mit einem vereinigten sagradischen Heer nach Perucia, schlug die Truppen Ruchards I. und Renarts von Soria und bestieg schließlich in Alessa als Philipp I. den peruzinischen Thron. Unmittelbar danach heiratete Philipp Prinzessin Eleonore von Sagradien, die Tochter Philipp Hermes', um das Bündnis mit Sagradien zu besiegeln. Gleichzeitig nahm der sagradische König Philipps Nichte und Patentochter Marka von Viça zur Frau. Für seine Unterstützung im Thronkonflikt musste Philipp dem sagradischen König nicht nur für seine Besitztümer in Skanten, sondern auch für sein neu gewonnenes Königreich die Lehnstreue versprechen, wodurch der Grundstein gelegt wurde für die spätere sagradisch-peruzinische Union.

1255 konnte Philipp in der Schlacht von Porinéi die Heere Renart von Sorias endgültig besiegen und seine Herrschaft damit endgültig etablieren. Das Herzogtum Scantia gab er an seinen Bruder Johann den Blinden ab.

Sagradisch-Peruzinische Allianz[bearbeiten]

Die Allianz Philipps mit dem sagradischen König Philipp Hermes, auch als Bund der Philippe bekannt, legte den Grundstein für das spätere Königtum des Hauses Redanior. Aus der Ehe mit Eleonore von Sagradien ging 1253 mit Martin Felix ein Junge hervor, 1255, 1261 und 1263 folgten mit Robert, Julen und Johann drei weitere männliche Nachkommen, die alle noch eine bedeutende Rolle in der sagradischen Königsgeschichte spielen sollten.

Als Philipp der Schweigsame 1263 starb, folgte ihm sein Sohn Martin Felix als König von Peruzien nach mit Eleonore als Regentin. Durch Eleonores eigene Thronbesteigung in Sagradien 1264 und der Erhebung Martin Felix' zum König von Sagradien 1269 gelangten die Königreiche von Sagradien und Peruzien in eine Hand. Insgesamt wurden vier Söhne Philipps Könige: Martin IV. Felix (1269-1289) und Robert von Skanten (1289-1292) in Sagradien und Peruzien, Julen I. (1301-1320) in Sagradien und Johann von Gerón (1301-1305) in Peruzien.