Martin von Ostino

Aus Sagradien
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Joseph von Ostino (José d'Óstino; *1352, †1398) war ein sagradischer Adliger aus dem Haus Ostino und Herzog von Ostino. Nach dem Tod seines Schwagers Johann IV. im Jahr 1395 wurde er von einem Teil des Adels als Joseph I. zum König von Sagradien erhoben, konnte sich im Sechzigjährigen Krieg aber nicht gegen seinen Rivalen Michael von Vesaey durchsetzen.

Joseph wurde 1352 in Ostino als Sohn des Herzogs Johann von Ostino und der Maria von Soria geboren. Seine Mutter war eine Tochter Philipp von Sorias und Enkelin von König Martin dem Guten. Sie war zudem die erste Frau von Martin dem Jüngeren, der sie aber verstoßen hatte. Er war damit ein Vetter von König Johann IV.. José d'Óstino heiratete 1378 Antonia von Interea, eine Schwester von Karls von Interea.

Da König Johann kinderlos war, kam es bereits zu Lebzeiten zu Nachfolgekämpfen um das Erbe des vermeintlich letzten Redanior-Königs, in denen Joseph als Nachkomme Martins des Guten als einer der aussichtsreichen Kandidaten galt. Nach dem Vertrag von Álbero, in dem Johann auf den mikolinischen Thron verzichten musste, erhob sich Joseph selbst gegen den König, versöhnte sich 1392 aber wieder mit ihm, da er hoffte, vom kinderlosen Johann als Erbe eingesetzt zu werden. Gegen diese Bestrebungen lehnte sich Miquel de Vesaey auf und es kam zum "Krieg der zwei Herzöge" zwischen Joseph, der 1393 seinem Vater als Herzog von Ostino nachgefolgt war, und Miquel de Vesaey, dem Herzog von Sesín, um die Thronfolge.

Nachdem sich Joseph im Krieg nicht durchsetzen konnte, floh er nach Mikolinien, wo er 1394 mit seinem Neffen Karl VI. von Mikolinien ein Bündnis gegen den König und seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey schloss (Vertrag von Nanthés).

Unmittelbar nach dem Vertragsschluss zog Joseph mit einem mikolinischen Heer nach Sagradien, wo er gegen Johann zog. Dieser rief Miquel de Vesaey zu Hilfe, der aber seine Unterstützung verweigerte. In der Schlacht von Meném siegte Joseph über den König und nahm ihn gefangen. Er zwang den König, ihn als Erben einzusetzen, was die gegnerische Vesaey-Partei aber nicht anerkannte. Wenige Monate später, im Februar 1395, starb Johann IV. in der Gefangenschaft Josephs und dieser erhob sich selbst zum König. Mit mikolinischer Unterstützung konnte er seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey im April und im August 1395 bei Bosa und Lesta besiegen. Vesaey floh nach Cuentez, wo er den Winter verbrachte, stellte im Frühjahr 1396 aber ein neues Heer gegen Joseph auf. Diesesmal musste Joseph auf mikolinische Hilfe verzichten, da Karl seine Heere zurückgerufen hatte, um Aufstände in Mikolinien niederzuschlagen. Womöglich hoffte er zudem, von den Streitigkeiten in Sagradien zu profitieren und selbst nach der Krone greifen zu können.

Im Mai 1396 wurde Joseph bei Xenópolis vernichtend geschlagen und geriet selbst in Gefangenschaft des Herzogs von Sesín. Joseph musste auf die Krone verzichten und wurde ins Kloster Martiniac verbannt. Der Herzog von Sesín ließ sich im Frühjahr 1397 als Michael I. zum König krönen. Karl VI. von Mikolinien erkannte die Abdankung Josephs von Ostino nicht an, entführte Josephs minderjährigen Sohn Johann das Kind, um ihn vor Vesaey zu schützen, und fiel in Perucía ein, was den Sechzigjährigen Krieg auslöste.

Als Joseph von Ostino 1398 in vesaeyischer Gefangenschaft starb, erhob Karl VI. von Mikolinien selbst Anspruch auf die sagradische Krone und widerrief damit den Vertrag von Albero.