Luca Bremante
Luca Inácio Bremante (*1942 in San Pietro de Ceundâlia) ist ein sagradischer Politiker. Bis 2007 gehörte er zu den Führungspolitikern der liberalen UDS. Im Streit um die Politik seiner Partei verließ er die UDS im Jahr 2008 und gründete mit dem Fôro Liberal seine eigene politische Plattform mit rechtsliberaler Ausrichtung. Als Kandidat der Mitte-Rechts-Mehrheit wurde er auf Vorschlag der konservativen Volkspartei 2009 zum Präsidenten des sagradischen Senats gewählt.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft und frühe Parteikarriere
Luca Inácio Bremante wurde im ceundalischen San Pietro geboren und ging dort auch zur Schule. Nach dem Abitur studierte er Mathematik und Physik und schlug den Lehrerberuf ein. Bereits als Student trat Bremante in die liberale UDS ein. Nachdem er sich längere Zeit in der Kommunalpolitik seiner Heimatstadt engagiert hatte, wurde Bremante 1969 zum Vorsitzenden der Jungen Demokratischen Union, dem Jugendverband der UDS gewählt, wo er sich einen Namen als engagierter Vertreter eines Liberalismus in allen Bereichen machte. Bei der Parlamentswahl 1974 wurde Bremante erstmals für die UDS in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt. Hier gehörte er zu den jüngsten Abgeordneten. Nach dem Eintritt der Liberalen in eine Koalition mit den Sozialisten ernannte Parteipräsident Lorenzo Estrubal im Frühjahr 1978 mit Luca Bremante erstmals einen Parteisekretär, der die operativen Aufgaben in der Parteiführung übernehmen sollte. In dieser Funktion leitete Bremante wesentlich die erfolgreiche Kampagne für die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982, die mit der Rückkehr der Partei in die Regierungsverantwortung endete.
Karriere als Minister
Im Kabinett Moya I erhielt der 40-jährige Bremante sein erstes Ministeramt als Leiter des Ministeriums für öffentliche Arbeiten, Post und Telekommunikation, das er auch nach einer Kabinettsumbildung im Jahr 1985 behielt. In dieser Zeit wurde er als größte Nachwuchshoffnung der Liberalen gehandelt und stieg nach und nach in die Führung der Partei auf. Nach dem Regierungswechsel 1986 wurde Bremante im sozialistisch-liberalen Kabinett Ricardes I Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung und behielt dieses Amt auch nach dem neuerlichen Regierungswechsel im konservativ-liberalen Kabinett Otero I.
Nach dem Rückzug des langjährigen Parteivorsitzenden Lorenzo Estrubal aus der Parteiführung stieg Bremante 1989 als Stellvertretender Parteivorsitzender neben dem neuen Parteichef Angel Ribero endgültig in die Führungsspitze der Demokratischen Union auf. Nach dem gleichzeitigen Rücktritt Angel Riberos und Lorenzo Estrubals im Frühjahr 1992 übernahm Bremante von ersterem das Amt als Minister für Wirtschaft und Industrie, von letzterem das des Vizeministerpräsidenten. Neuer Parteivorsitzender wurde Mário González Bahamonte, der jedoch außerhalb der Regierung verblieb.
Kreditaffäre und Rückzug in die Zweite Reihe
Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994 führte Bremante seine Partei als Spitzenkandidat an, geriet aber noch in der Schlussphase des Wahlkampfs unter Druck, nachdem bekannt geworden war, dass sich Bremante von einem Lobbyisten zinsfrei Geld in sechsstelliger Höhe geliehen hatte. Nachdem ihm letztlich auch seine Partei das Misstrauen ausgesprochen hatte, musstre Bremante nach der Wahl auf ein Ministeramt im Kabinett Otero III verzichten. Nachfolger als Wirtschaftsminister wurde Miguel Ánibal Luisanto, Stellvertretender Ministerpräsident wurde sein Parteifreund Vítor António Anghés, der 1995 auch zum Parteivorsitzenden der UDS gewählt wurde. Sein Mandat in der Abgeordnetenkammer behielt Bremante jedoch.
Ein kleines politisches Comeback feierte Bremante 1995 mit seiner Wahl zum Vorsitzenden des UDS-Verbandes in der Region Ceundâlia, wenig später wurde er als Stellvertretender Parteivorsitzender der UDS wiedergewählt. Bei der Regionalwahl 1996 führte er die UDS in Ceundâlia als Spitzenkandidat an, gab sein Mandat aber nach der Wahl wieder zurück, um 1998 erneut für die sagradische Abgeordnetenkammer zu kandidieren.
Öffentliche Ämter
- 1982-1986: Minister für öffentliche Arbeiten, Post und Telekommunikation im Kabinett Moya I und II
- 1986-1992: Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung im Kabinett Ricardes I, Ricardes II und Otero I
- 1992-1994: Minister für Wirtschaft und Industrie und Stellvertretender Ministerpräsident im Kabinett Otero II
- seit 2009: Präsident des sagradischen Senats
Mandate
- 1974-2008: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1996-1997: Regionalrat in Ceundâlia
- seit 2009: Mitglied des sagradischen Senats
Parteifunktionen
- 1978-1982: Parteisekretär der UDS
- 1989-2007: Stellvertretender Parteivorsitzender der UDS
- 1995-2002: Parteivorsitzender der UDS Ceundâlia
- 2002-2007: Fraktionssprecher der UDS in der Abgeordnetenkammer
- 2008: Gründer des konservativ-liberalen Fôro Liberal