Fernando Grací
Luis Fernando Grací Ferrandiz (*1958) ist ein sagradischer Jurist, Manager und ehemaliger Politiker.
Als Politiker der Radikaldemokratischen Partei gehörte Grací von 1990 bis 1994 der sagradischen Abgeordnetenkammer an. Nachdem die PRD bei der Parlamentswahl 1994 an der Dreiprozenthürde gescheitert war, gehörte Grací zu einer Gruppe junger Radikaldemokraten aus den Jugendverbänden, die sich für eine radikal-libertäre Neuausrichtung und Neuprofilierung der Partei stark machten. Zusammen mit Selle Estarriz gelang es Grací, der Partei ein neues Statut und einen neuen Namen zu geben. Er unterstützte die Wahl des Wirtschaftsjournalisten Ernesto Joán Kirchner zum Spitzenkandidaten für die Parlamentswahl 1998 und gehörte zu dessen Wahlkampfteam.
Nachdem er bei der Parlamentswahl 1998 in die Abgeordnetenkammer zurückgekehrt war, übernahm Grací dort den Posten des Parlamentarischen Sekretärs und wurde damit Cheforganisator der Radikalen Fraktion. Anhaltende Richtungsstreitigkeiten mit dem sozialliberalen Parteiflügel führten jedoch 2002 zum Rückzug Kirchners. Für die Parlamentswahl 2002 bildete schließlich Grací zusammen mit María Dolores Bernat ein Spitzenduo und belegte den zweiten Platz auf der Wahlliste. 2007 beerbte er Bernat schließlich als Sprecher der Radikalen-Fraktion in der Abgeordnetenkammer, verlor die Wahl zum Politischen Sprecher der Partei aber gegen Javier Ibarra. Bei der vorgezogenen Parlamentswahl 2009 trat Grací nicht mehr an. Stattdessen zog er sich aus der Politik zurück und begann eine zweite Karriere als Wirtschaftsberater.