Partíu Republicano

Aus Sagradien
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Der Partíu Republicano (kurz PR) war eine kleine liberalkonservative Partei in Sagradien, die von 1961 bis 1974 bestand. Die Partei wurde 1961 von Mitgliedern des Movimiento Republicano de la Libertá (MRL) um Gerardo Ferrera gegründet, die sich gegen die Fusion ihrer Partei mit PRR und PND zur Unión Democrática de Sagradia (UDS) aussprachen und stattdessen den MRL als eigenständige Partei fortführen wollten.

Bei der Parlamentswahl 1962 trat die Republikanische Partei in Konkurrenz zur UDS an und vereinigte 1,5 Prozent der Stimmen auf sich. Aufgrund der neu eingeführten Dreiprozenthürde verfehlte die Partei damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Nach Bildung der Mitte-Links-Regierung unter António Santiago 1964 verließ ein Teil des rechten UDS-Flügels unter Márcio Montone die Partei und bildete die Federación de Democráticœs per la Libertá (FDL), die sich vorübergehend als Parlamentsfraktion des Partíu Republicano ansah. Streitigkeiten zwischen Montone und Ferrera führten aber zum Scheitern dieses Parteiprojekts.

Bei den Parlamentswahlen 1967 und 1970 kandidierten Mitglieder der Partei auf den Listen der konservativen Volkspartei (PPC). Dazu gehörte der spätere Ministerpräsident Joán Emilio Moya, der 1967 in der zweiten Regierung Favale zum Minister für Wohnen, Post und Fernmeldewese berufen wurde. Nach der Niederlage der Konservativen bei der Parlamentswahl 1970 wechselte ein Großteil der PR-Mitglieder zum PPC und die Partei stellte de facto ihre Tätigkeiten ein, ehe sie 1974 aufgelöst wurde.