Sagrer

Aus Sagradien
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Die Sagrer (lat. Sagri) waren eine nicht-keltische Volks- oder Stammesgruppe, die in ur- und frühgeschichtlicher Zeit die nach ihnen benannte Sagro-Mikolinische Halbinsel bewohnten. Die Nähe zu den im 6. Jahrhundert v. Chr. eingewanderten keltischen Stämmen führte zur Annäherung und schon in vorrömischer Zeit in gewisser Weise zur Verschmelzung beider Kulturen zur sagrokeltischen Kultur.

Bedeutende sagradische Stämme waren die Piäer (lat. Piaei) und Sissinen (lat. Sisini) im östlichen sowie die Mikoläer (lat. Micolaei) im westlichen Blaumeerraum. Die Aider (lat. Aidi) dominierten in vorrömischer Zeit den Süden des heutigen Sagradiens.

Zur Herkunft der Sagrer gibt es verschiedene Hypothesen. Einige Stammesnamen, Götter-, Personen- und Ortsnamen sowie andere Sprachreste in antiken Quellen deuten auf eine Verwandtschaft mit den protobaskischen Aquitaniern und Vascones im Südwesten Galliens und auf der iberischen Halbinsel hin.

Zur Zeit Julius Caesars unterhielt Rom zu einigen sagrischen Stämmen, besonders zu den Aidern an der Südküste der Halbinsel, freundschaftliche Verhältnisse und betrieb regen Handel mit ihnen. Erst unter Augustus wurde die Eroberung Sagradiens durch die Römer auf den sagrischen Süden und Südwesten ausgedehnt. Als Reaktion schlossen verschiedene sagrische Stämme ein Bündnis, welches aber auch die Invasion der römischen Legionen nicht aufhalten konnte. Das Siedlungsgebiet der Sagrer wurde auf die Provinzen Sagradia Ulterior (benannt nach den Sagrern) und Provincia Micolina aufgeteilt, die Sagrer in der Folge romanisiert.