Partíu Socialista Revolucionário
Der Partido Socialista Revolucionário – Lavoradores i Campesanoes (PSR-LC, Revolutionäre Sozialistische Partei – Arbeiter und Bauern) war eine linkssozialistische Partei im Sagradien der späten Zweiten Republik.
Die PRS-LC wurde 1936 gegründet und ging aus dem Grupo Mil-Leste hervor, einer Gruppe von neun linken PS-Abgeordneten, die in Opposition zur zweiten Volksfrontregierung Saviola im Jahr 1936 aus der sozialistischen Fraktion ausgeschlossen worden waren. Der von Gerardo Mil-Leste danach gegründeten PSR-LC schloss sich auch die Reunión Socialista de Lavoradores i Campesanoes (RSLC) an. Zudem kam es zur engen Zusammenarbeit mit der trotzkistischen Liga Comunista (LC).
Die PSR-LC stellte sich gegen die Regierungsmehrheit der Volksfront und trat für einen unabhängigen marxistischen Kurs ein. Sie war von Ideen des Luxemburgismus und des Trotzkismus inspiriert und lehnte den stalinistischen Kommunismus der KPdSU ab. Neben den neun ehemaligen PS-Abgeordneten stellte die PSR-LC in einigen Städten Sagradiens Mandatare. Bei den Kammerwahlen 1938 infolge des Februarputschs trat die PSR-LC gegen PCS und PS an und erhielt trotz erheblicher Wahlkampfbeschränkungen durch die Rechtsregierung Álamo 18 Sitze in der Abgeordnetenkammer, wurde in der Folge jedoch verboten und führte ihren Kampf gegen das faschistische Álamo-Regime fortan im Untergrund weiter. Mil-Leste wurde im Herbst 1938 gefangen genommen und von Truppen Álamos ermordet. In der Folge kam es zu einer Spaltung der Untergrund-Partei. Die verschreckte Führung floh mehrheitlich nach Paris und später nach London, wo die Gruppe Revolucionárioes Socialistas (RS) an das Erbe der PSR-LC anzuknüpfen versuchte, die 1944 schließlich in der wiedervereinigten PS aufging.
Die PSR-LC trat nach ihrer Gründung dem „Londoner Büro“ linkssozialistischer Parteien bei, dem auch die deutsche SAP, die britische ILP und die spanische POUM angehörten.